Pro­Org

BLE Pro­jekt "Er­ar­bei­tung ei­nes Code of Prac­tice für die öko­lo­gi­sche Le­bens­mit­tel­wirt­schaft"

Dieses Projekt wird mit Mitteln aus dem Horizont 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union (Vertrag Nr. GA696231) kofinanziert.

Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che

Pro­jekt­lauf­zeit

April 2020 - Oktober 2021

Pro­jekt­part­ner

  • Consiglio per la Ricerca in Agricoltura e l’Analisi dell’Economia Agraria (CREA, IT);
  • Università Politecnica delle Marche (UNIVPM, IT);
  • Associazione Nazionale delle Imprese di Trasformazione e Distribuzione di prodotti Biologici e naturali (ASOBIO, IT);
  • University of Copenhagen (KU, DK);
  • Wageningen University &If funded Research (WUR, NL);
  • FH Münster University of Applied Sciences (FH MU, D);
  • Assoziation Ökologischer Lebensmittelhersteller (AÖL, D);
  • Warsaw University of Life Sciences (WULS, PL);
  • Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL, CH);
  • The French Network of Food Technology Institutes (ACTIA, F);
  • Institut National de la Recherche Agronomique (INRA, F);
  • Institut Technique de l’Agriculture Biologique (ITAB, F)
In Europa werden immer mehr verarbeitete ökologische Lebensmittel konsumiert. Im Gegensatz zur ökologischen Landwirtschaft gibt es jedoch keine EU-Gesetzgebung, die die Vereinbarkeit von Herstellungsprozessen und -technologien mit den Prinzipien des ökologischen Landbaus regelt. Was erwarten Verbraucher von verarbeiteten ökologischen Lebensmitteln?

Hin­ter­grund und Ziel­set­zung

Verarbeitete Biolebensmittel und Fertiggerichte weisen seit einigen Jahren weltweit steigende Marktanteile auf, insbesondere in den Industrienationen. Dabei nimmt auch die Bedeutung verarbeiteter Biolebensmittel zu. Zugleich mangelt es an verbindlichen Standards für die Verarbeitung von Biolebensmitteln gemäß den ökologischen Grundsätzen schonende Verarbeitung, hohe Lebensmittelqualität, geringe Umweltbelastung und hohe Verbraucherakzeptanz. Das Projekt „ProOrg“ zielt deshalb darauf ab, einen Leitfaden oder Code of Practice (CoP) für Bio-Verarbeiter zu entwickeln. Dieder CoP wendet sich an Unternehmen, die ökologische Lebensmittel herstellen, sowie an die ökologischen Anbauverbände. Er strebt an, diese Organisationen durch Konzepte und Methoden bei der Entscheidungsfindung zu neuen, schonenden Verarbeitungstechniken zu unterstützen. Hierbei sollen die ökologischen Grundsätze von hoher Produktqualität und geringen negativen Umweltauswirkungen berücksichtigt sowie eine hohe Verbraucherakzeptanz in Bezug auf Qualität und Transparenz erreicht werden.

Ziel dieser Studie ist es folglich, das Wissen, die Erwartungen und die Einstellungen der Verbraucher zu ausgewählten Verarbeitungstechnologien bei Biolebensmitteln zu untersuchen. Folgende Forschungsfragen ergeben sich hieraus:

  • Was wissen Verbraucher über die (ökologische) Lebensmittelverarbeitung?
  • Was erwarten Verbraucher von ökologischen oder schonenden Verarbeitungstechnologien?
  • Welche Verarbeitungstechnologien präferieren Verbraucher für Biolebensmittel?
KnuspereckenBild: Ronja Hüppe

Zur Me­tho­de

Da bisher nur wenige Forschungsergebnisse zu Verbrauchern und Verarbeitungstechnologien in Bezug auf Biolebensmittel vorliegen, wurden Gruppendiskussionen (GD) als qualitative, explorative Methode zur Erfassung von Primärdaten ausgewählt. GD sind sorgfältig geplante Diskussionen, die anhand einer Reihe von Leitfragen mit mehreren – meist acht bis zwölf – Personen geführt werden. Für diese Studie haben wir neun Gruppendiskussionen in Deutschland und der Schweiz geführt, mit Teilnehmer*innen, die mindestens alle zwei Wochen Bioprodukte kauften.

Pu­bli­ka­tio­nen

  • Hüppe, R.; Zander, K. (2021): Consumer perspectives on processing technologies for organic food. Foods  2021, 10, (6), 1212. https://doi.org/10.3390/foods10061212 .
  • Hüppe und Zander (2020): Ökologische Lebensmittelverarbeitung aus Sicht der Verbraucher – Die Beispiele Milch und Saft. In Austrian Journal of Agricultural Economics and Rural Studies, Austrian Journal of Agricultural Economics and Rural Studies, Vol. 29.16, DOI 10.15203/OEGA_29.16 .