Projekt- und Abschlussarbeiten
Projekt- und Abschlussarbeiten am FG Radverkehr und Nahmobilität
Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der aktuellen Themen für Projekt- und Abschlussarbeiten für Bachelor und Master. Bei Interesse kontaktieren Sie einfach die jeweilige in der Beschreibung genannte Ansprechperson.
Selbstverständlich sind wir auch offen für eigene Ideen! Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung einer Idee zu einem konkreten Thema für eine Projekt- oder Abschlussarbeit.
Mögliche Themen
Hintergrund: In Bezug auf das Projekt VELOA werden UX-Methoden, also nutzerzentrierte Ansätze aus dem User-Experience-Bereich, bislang vor allem in der Grafikgestaltung, im Marketing und in der Human-Computer-Interaction eingesetzt. Sie nutzen qualitative Einsichten in die Erfahrungen von Nutzer*innen, um Produkte und Dienstleistungen konsequent an deren Bedürfnissen auszurichten. Obwohl die Verhaltensforschung ein zentrales Element der Mobilitätsforschung ist, finden diese Methoden im sozialwissenschaftlichen Bereich der Mobilitätsstudien bislang nur wenig Anwendung. Einige Organisationen wie Transform Transport, UMX oder BUX arbeiten bereits mit ersten Ansätzen, doch als etablierte Forschungsmethode gelten UX-Verfahren in der Mobilitätsforschung noch nicht. Dieses Projekt möchte diese Lücke schliessen und UX-Methoden stärker in den Mobilitätsbereich einführen, um ein nuancierteres und nutzerzentriertes Verständnis des Radfahrverhaltens zu ermöglichen.
Aufgabenstellung: Die Aufgabe dieses Themas besteht darin, UX-Designmethoden wie Journey Mapping und Empathy Mapping in der Mobilitätsforschung anzuwenden, um ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, warum bestimmte, häufig unterrepräsentierte Gruppen selten oder gar nicht Fahrrad fahren. Durch die Analyse ihrer alltäglichen Erfahrungen, Bedürfnisse und emotionalen Hürden mithilfe nutzerzentrierter Methoden sollen zugrunde liegende Faktoren sichtbar werden, die in klassischen Verkehrsstudien oftmals unberücksichtigt bleiben.
Beginn: sofort möglich.
Kontakt: Shreya Singh
FG Radverkehr und Nahmobilität
Tel. +49561 804-1942
shreya.singh@uni-kassel.de
Background: The project is part of the CAMA project, which aims to explore the impact of real-life experiments on the mobility behaviour of active mobility users and the improvement of walking and cycling conditions within the context of African cities. Real-life experiments are innovative, low-cost, temporary, and flexible interventions that adopt a bottom-up design approach and promote a “learning by doing” process (Bertolini, 2020, Kinigadner et al., 2024a). The project seeks to bridge the gap between pedestrians’ and cyclists’ perceptions and urban design practices by addressing the main research question: What role do real-life experiments play in changing mobility behaviour in East African cities?
Task: In this work, we will explore how real-life experiments can influence the mobility behaviour of active mobility users through the guiding questions: What role do real-life experiments play in shaping users’ behaviour in East Africa? And how do these experiments affect the daily experiences of active mobility users? We will use survey data for qualitative research and drone imagery for quantitative analysis. AI tools will be employed to analyse the drone imagery results. Students are encouraged to choose their own research focus within the project framework to align their individual interests with the overall objectives of the study.
Start: Possible immediately
Contact: MSc. Azeb Tesfaye
FG Cycling and Local Mobility
+49 561 804-2025
azeb.tesfaye@uni-kassel.de
Hintergrund: Das Fachgebiet Radverkehr und Nahmobilität der Universität Kassel biete die Möglichkeit für eine Bachelor- oder Masterarbeit. Dabei geht es um die Entwicklung eines Bremssystems mit Echtzeit-Widerstandsregelung für unseren Fahrradsimulator.
Aufgabenstellung: Ziel der Arbeit ist es ein realistisches Bremsen zu erzeugen, indem der Bremswiderstand vom Bremsen der Fahrenden Person gesteuert werden kann. Neben der Programmierung in Python, muss auch eine Kommunikationsebene zum Smart-Trainer über LAN oder Bluetooth hergestellt werden. Im Anschluss muss der Widerstand der Magnet-/Spulen-Kopplung am Schwungrad so kalibriert werden, dass der Bremswiderstand realistisch simuliert wird. Dafür suchen wir eine Person mit Programmierkenntnissen die gerne technischen Problemlösungen arbeitet. Das Projekt bietet praktische Erfahrung in der Hardware-Integration und Simulationstechnologie mit praktischer Anwendung in der Fahrradforschung.
Anforderungen: Ideal verfügst du über einen ingenieurwissenschaftlichem Hintergrundeine, einer Leidenschaft für das Lösen technischer Probleme und bist bereits mit Sensortechnik vertraut und verfügst über Erfahrung mit Hardware. Reiche dafür deinen Lebenslauf, ein kurzes Motivationsschreiben und evtl. relevante Arbeits- oder Projektbeispiele ein. Wir freuen uns, wenn du motiviert an der Realitätsnähe unserer Fahrradsimulatorplattform mitwirken willst.
Beginn: ab sofort
Kontakt: Dr. rer. nat. Sina Mousavion
FG Radverkehr und Nahmobilität
Tel. +49561 804-7922
sina.mousavion@uni-kassel.de
Hintergrund: Wie können Verkehrsführungen an Baustellen aussehen, die von allen Verkehrsteilnehmenden als sicher wahrgenommen werden? In Baustellenbereichen wird für einen vergleichsweise kurzen Zeitraum in die Verkehrsführung eingegriffen und Flächen für die unterschiedlichen Verkehrsarten reduziert oder entfernt. Dies kann zu Konflikten zwischen Verkehrsteilnehmenden sowie zu einer Verringerung der subjektiven und/oder objektiven Sicherheit führen.
Aufgabenstellung: Im Rahmen des Forschungsprojekts BRAVOUR wurden in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Hamburg ausgewählte Baustellensituationen untersucht, Nutzende in diesen Bereichen gezählt sowie Videoaufnahmen gemacht. Durch die Analyse der Verkehrsbeobachtungen sollen typische Konfliktsituationen zwischen zu Fuß Gehenden, Radfahrenden und Kfz-Fahrenden herausgestellt und näher untersucht werden. Wie verhalten sich die Verkehrsteilnehmenden und wie lässt sich die Verkehrssituation optimieren, um Konflikte zukünftig zu vermeiden? Begleitend zu dieser Analyse empfiehlt sich eine Literaturanalyse sowie die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Verkehrsführungen in Baustellenbereichen. Die Umsetzung eigener Ideen im Zusammenhang mit dem Thema ist möglich. Die konkrete Aufgabenstellung wird dem Umfang der Arbeit angepasst.
Beginn: sofort möglich
Kontakt: M.Sc. Frederik Hilden
FG Radverkehr und Nahmobilität
Tel. +49 561 804-2391
frederik.hilden@uni-kassel.de