Themen für Abschlussarbeiten / Bachelor

Unterscheiden sich Personen mit hoher vs. niedriger struktureller Pkw-Abhängigkeit in ihren politischen Einstellungen (Parteipräferenz, Links-Rechts-Selbsteinstufung, Umwelteinstellungen)?
Beantwortung der Forschungsfrage anhand des Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Das SOEP enthält sowohl relevante Mobilitätsvariablen (Pkw-Verfügbarkeit im Haushalt, Führerscheinbesitz, ÖPNV-Nutzung, Raumtyp/BIK-Klasse) als auch politische Einstellungsvariablen (Links-Rechts, Parteipräferenz, Umwelteinstellungen).
Als theoretischer Rahmen soll das Konzept des MOX (Mobility Options Index) dienen zur theoretischen Herleitung und Operationalisierung struktureller Pkw-Abhängigkeit im SOEP. 

Leitfadengestützte Interviews mit kommunalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern nach dem Konzept der Mobilitätsbiografien (Lanzendorf (2003), Scheiner & Holz-Rau). Auswertung mittels Inhaltsanalyse.

Durchführung einer Befragungsstudie mithilfe vorhandener Skalen (z.B. Walker-Motonormativitätsskala oder Stegs symbolische Automotive-Skala). Zusammenhang mit Parteipräferenz, Bildungsstand und ökonomischer Lage analysieren. Format: Bachelorarbeit für zwei Studierende oder Masterarbeit; Stichprobe: Allgemeinbevölkerung oder direkter Zugang auf kommunale Politikerinnen und Politiker, Ratsmitgliedern und Ausschussmitgliedern oder Parteien o.ä.

Qualitative (ggf. quantifizierende) Inhaltsanalyse von Plenarprotokollen des Bundestags auf Sprachmuster, die das Auto als selbstverständliches Leitbild von Mobilität voraussetzen (= Motonormativität). Als theoretische Grundlage dient beispielsweise Walker & te Brömmelstroet (2025), darauf aufbauend wird ein eigenes Codierungsschema (ein systematisches Kategoriensystem zur Textanalyse) entwickelt.

Dem Fachgebiet liegen Buchungsdaten des Ridepooling-Angebots „Schaddel“ der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) vor, die für Abschlussarbeiten genutzt werden können. Die Daten ermöglichen Analysen zur Nutzung und Nachfrage des Angebots sowie zu räumlichen und zeitlichen Mustern oder betrieblichen Fragestellungen. Auf dieser Grundlage können Sie eigene Forschungsfragen entwickeln und diese im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten. 

Für das Land Hessen stehen umfangreiche Daten zum Radverkehrsaufkommen zur Verfügung, die über Dauerzählstellen systematisch und kontinuierlich erfasst werden (https://www.nahmobil-hessen.de/unterstuetzung/daten-fuer-den-radverkehr/dauerzaehlstellen/). Ergänzend können Daten der Kampagne STADTRADELN genutzt werden, bei der Teilnehmende für ihre Kommune über einen festgelegten Zeitraum möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. 

Im Rahmen der Arbeit soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang solche Aktionen zu Veränderungen im Radverkehrsaufkommen führen. Dazu werden Zeiträume der Kampagne mit den Daten der Dauerzählstellen analysiert und mit geeigneten Vergleichszeiträumen gegenübergestellt. Ziel ist es, mögliche Effekte der Aktion auf den Radverkehr datenbasiert zu identifizieren und einzuordnen. 

Für das Land Hessen stehen umfangreiche Daten zum Radverkehrsaufkommen zur Verfügung, die über Dauerzählstellen systematisch und kontinuierlich erfasst werden (https://www.nahmobil-hessen.de/unterstuetzung/daten-fuer-den-radverkehr/dauerzaehlstellen/). Auf Basis dieser Daten soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang Streiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Auswirkungen auf den Radverkehr haben. Dazu werden Zeitreihen der Zähldaten analysiert und Zeiträume mit ÖPNV-Streiks mit geeigneten Vergleichszeiträumen gegenübergestellt. Ziel der Arbeit ist es, mögliche Veränderungen im Radverkehrsaufkommen datenbasiert zu identifizieren und zu quantifizieren. 

Infektionsschutz im ÖPNV war ein wichtiges Thema während der COVID-19-Pandemie. Dies umfasste neben Reglungen zum Maskentragen u.a. auch die Belüftungssysteme in den Fahrzeugen des ÖPNV. Mehrere Jahre nach der Pandemie soll nun der Standard und der Umgang der Belüftungssysteme in der ÖPNV-Branche erfasst werden.

Ziel der Bachelorarbeit ist es, eine standardisierte Befragung zu entwickeln, mit der der Stand der Praxis beim Infektionsschutz im ÖPNV erfasst werden kann. Basis für die Entwicklung dieser Online-Befragung sollen mehrere Experteninterviews mit Personen aus der Branche sein. Angemessene Interviewpartner wären beispielweise Verantwortliche für den Infektionsschutz und Personen, die mit Wartung und Umgang der Lüftungssysteme vertraut sind.

Zahlreiche Bundesländer planen aktuell die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Für Strecken, deren Reaktivierung erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist, stellt sich die Frage, wie der laufende Erhalt der Infrastruktur ohne nennenswerte Verkehre in der Zwischenzeit finanziert werden kann, insbesondere vor dem Hintergrund des Rückgangs im Einzelwagen-Ladungsverkehr.

Eine mögliche Zwischenlösung besteht in der Bestellung von saisonalen Freizeit- und Tourismusverkehren als SPNV-Leistung durch die Länder bzw. die zuständigen Aufgabenträger. Diese Verkehre können einerseits zur Finanzierung des Grundbetriebs beitragen und andererseits die Akzeptanz in der Bevölkerung für eine spätere Reaktivierung stärken. Erste Ansätze in Bundesländern wie Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz zeigen, dass solche Modelle bereits praktisch erprobt werden.

Im Rahmen der Bachelorarbeit sollen daher folgende Fragen untersucht werden:

  1. Welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen grundsätzlich für den Erhalt und Betrieb von Eisenbahninfrastruktur in der Zwischenzeit bis zur Reaktivierung?
  2. Wie hoch ist der konkrete Finanzierungsbedarf, entweder auf Basis normierter Kostensätze oder anhand ausgewählter Fallbeispiele?
  3. Welche Bundesländer oder SPNV-Aufgabenträger setzen bereits auf touristische SPNV-Verkehre als Brückenfinanzierung, und welche Erfahrungen wurden dort gesammelt?
  4. Inwieweit gelingt es durch diese Modelle, einen relevanten Deckungsbeitrag zum Erhalt der Infrastruktur zu erwirtschaften?

Ziel der Arbeit ist es, bestehende Ansätze systematisch zu analysieren, deren Wirksamkeit zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung von Übergangsfinanzierungen im Kontext zukünftiger Reaktivierungen abzuleiten.

Im März 2025 wurden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung "Mobilität in Deutschland" (MiD 2023/24) veröffentlicht, die repräsentative Daten zum Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung liefert. Die MiD 2023/24 ermöglicht beispielsweise interessante Vergleiche zur Erhebung von 2017 sowie Einblicke in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und aktueller Maßnahmen wie des Deutschlandtickets. Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, im Rahmen von Abschlussarbeiten diese Daten zu analysieren, wobei sowohl die nachfolgende Fragestellung als auch eigene Themenvorschläge bearbeitet werden können. Eine Kombination der MiD-Daten mit anderen Panels (Bspw. SOEP oder SrV) ist ebenfalls möglich.

Fragestellung: Wie wirken sich Mobilitätseinschränkungen auf das Verkehrsverhalten und die soziale Teilhabe aus? Welche unterschiedlichen Gründe für Mobilitätseinschränkungen (finanziell, gesundheitlich, angebotsbezogen) lassen sich identifizieren?

Im März 2025 wurden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung "Mobilität in Deutschland" (MiD 2023/24) veröffentlicht, die repräsentative Daten zum Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung liefert. Die MiD 2023/24 ermöglicht beispielsweise interessante Vergleiche zur Erhebung von 2017 sowie Einblicke in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und aktueller Maßnahmen wie des Deutschlandtickets. Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, im Rahmen von Abschlussarbeiten diese Daten zu analysieren, wobei sowohl die nachfolgende Fragestellung als auch eigene Themenvorschläge bearbeitet werden können. Eine Kombination der MiD-Daten mit anderen Panels (Bspw. SOEP oder SrV) ist ebenfalls möglich.

Fragestellung: Eine verhaltenspsychologische Analyse der Diskrepanz zwischen Verkehrsmittelverfügbarkeit und tatsächlicher Nutzung als Indikator für Präferenzstrukturen. Wie lassen sich aus den Nutzungsmustern (Häufigkeit, Regelmäßigkeit, Situationsspezifität) implizite Präferenzen und Entscheidungsheuristiken ableiten?

Im März 2025 wurden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung "Mobilität in Deutschland" (MiD 2023/24) veröffentlicht, die repräsentative Daten zum Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung liefert. Die MiD 2023/24 ermöglicht beispielsweise interessante Vergleiche zur Erhebung von 2017 sowie Einblicke in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und aktueller Maßnahmen wie des Deutschlandtickets. Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, im Rahmen von Abschlussarbeiten diese Daten zu analysieren, wobei sowohl die nachfolgende Fragestellung als auch eigene Themenvorschläge bearbeitet werden können. Eine Kombination der MiD-Daten mit anderen Panels (Bspw. SOEP oder SrV) ist ebenfalls möglich.

Fragestellung: Wie beeinflussen Begleitpersonen und Haushaltskonstellationen geschlechtsspezifische Mobilitätsmuster? Eine Analyse von Wegeketten, Begleitmustern (Anzahl/Art der Begleitpersonen) und deren Zusammenhang mit Wegezwecken wie 'Bringen/Holen von Personen' unter Berücksichtigung von Haushaltstyp und Erwerbsstatus.

Im März 2025 wurden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung "Mobilität in Deutschland" (MiD 2023/24) veröffentlicht, die repräsentative Daten zum Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung liefert. Die MiD 2023/24 ermöglicht beispielsweise interessante Vergleiche zur Erhebung von 2017 sowie Einblicke in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und aktueller Maßnahmen wie des Deutschlandtickets. Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, im Rahmen von Abschlussarbeiten diese Daten zu analysieren, wobei sowohl die nachfolgende Fragestellung als auch eigene Themenvorschläge bearbeitet werden können. Eine Kombination der MiD-Daten mit anderen Panels (Bspw. SOEP oder SrV) ist ebenfalls möglich.

Fragestellung: Welche geschlechterspezifischen Unterschiede zeigen sich in der Verkehrsmittelwahl, Wegelängen und Wegezwecken, und wie variieren diese nach Haushaltstyp und Erwerbsstatus? Haben sich diese Unterschiede seit der letzten MiD-Erhebung verändert?

Im März 2025 wurden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung "Mobilität in Deutschland" (MiD 2023/24) veröffentlicht, die repräsentative Daten zum Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung liefert. Die MiD 2023/24 ermöglicht beispielsweise interessante Vergleiche zur Erhebung von 2017 sowie Einblicke in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und aktueller Maßnahmen wie des Deutschlandtickets. Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, im Rahmen von Abschlussarbeiten diese Daten zu analysieren, wobei sowohl die nachfolgende Fragestellung als auch eigene Themenvorschläge bearbeitet werden können. Eine Kombination der MiD-Daten mit anderen Panels (Bspw. SOEP oder SrV) ist ebenfalls möglich.

Fragestellung: Wie hat sich das Mobilitätsverhalten von 18-29-Jährigen zwischen den MiD-Erhebungen verändert? Lässt sich der oft diskutierte Bedeutungsverlust des Pkw empirisch anhand der reduzierten täglichen Nutzung bei gleichbleibender Verfügbarkeit bestätigen?

Die Anzahl an Pkw in einem Haushalt ist stark von der Haushaltgröße abhängig. Diese Haushaltgröße ändert sich zu bestimmten Situationen (Geburt eines Kindes, Auszug eines Kind, Tod eines zu pflegenden Elternteils). In dieser Abschlussarbeit soll einerseits die vorhandene Literatur zum Zusammenhang zwischen Haushaltsgröße und Pkw-Besitz geben. Eine Regressionsanalyse mit Daten der MiD wird angestrebt um den Einfluss des Alters der Haushaltsmitglieder zu quantifizieren. Anschließend sollen mit beispielhaft ausgewählten Haushalten nach einer Veränderung der Haushaltsgröße (1-2 Haushalte/Situation) strukturierte Interviews geführt werden.

In einer Kooperation mit dem VDV sollen wichtige Entscheidungstragende im ÖPNV-Bereich zu ihrer Verkehrsmittelwahl interviewt werden. Es geht dabei um ihren Alltag, ihre Strategien und wie sie mit kognitiven Dissonanzen umgehen.

Anhand einer nachvollziehbar begründeten Auswahl von PrimeTime-Fernsehfilmsendungen (wie Tatort etc.) soll untersucht werden, wie die Verkehrsmittelwahl der jeweiligen Protagonistinnen und Protagonisten in Szene gesetzt wird, welche Eigenschaften der Verkehrsmittel wie dargestellt werden und was sich daraus für gesellschaftliche Narrative schlussfolgern lässt.

Die großen kommerziellen Carsharing-Anbieter konzentrieren sich nach wie vor auf die großen Städte. Dennoch werden auch in ländlichen Räumen Autos untereinander verliehen und gemeinsam genutzt. Diese Verleihvorgänge sind jedoch von Außenstehenden nicht als solche erkennbar und kaum wissenschaftlich erforscht. Im Rahmen dieser Arbeit sollen am Beispiel einer ländlichen Gemeinde untersucht werden, wie oft, aufgrund welcher Umstände, nach welchen Entscheidungskriterien und für welche Zwecke zurzeit informell private Pkw zwischen Haushalten verliehen werden.

Hierfür ist auf Basis einer Literaturrecherche ein Fragebogen zu entwickeln, der die Alltagspraktiken und Einstellungen zum informellen Carsharing mit unterschiedlich vertrauten Personengruppen ermittelt. Mit diesem Fragebogen ist ein Pretest durchzuführen und mit einfachen statistischen Verfahren auszuwerten. Auf Basis des Antwortverhaltens ist die Eignung des Fragebogens für das Untersuchungsziel zu reflektieren, inklusive konkreter Änderungsvorschläge. Der Fragebogen kann von der Zielgruppe in Präsenz oder online ausgefüllt werden.

Ähnlich wie beim Carsharing konzentrieren sich auch die großen kommerziellen Ridesharing-Anbieter auf die großen Städte. Dennoch werden auch in ländlichen Räumen Menschen im privaten Auto mitgenommen oder es wird ihnen auf Nachfrage etwas mitgebracht. Diese Mitnahme- und Mitbring-Praktiken sind jedoch von Außenstehenden nicht als solche erkennbar und kaum wissenschaftlich erforscht. Im Rahmen dieser Arbeit sollen am Beispiel einer ländlichen Gemeinde untersucht werden, wie oft, aufgrund welcher Umstände, nach welchen Entscheidungskriterien und für welche Zwecke zurzeit informell Privatpersonen andere mitnehmen oder ihnen bestimmte Güter mitbringen.

Hierfür ist auf Basis einer Literaturrecherche ein Fragebogen zu entwickeln, der die Alltagspraktiken und Einstellungen zum informellen Mitnehmen und Mitbringen mit unterschiedlich vertrauten Personengruppen ermittelt. Mit diesem Fragebogen ist ein Pretest durchzuführen und mit einfachen statistischen Verfahren auszuwerten. Auf Basis des Antwortverhaltens ist die Eignung des Fragebogens für das Untersuchungsziel zu reflektieren, inklusive konkreter Änderungsvorschläge. Der Fragebogen kann von der Zielgruppe in Präsenz oder online ausgefüllt werden.

Bei Interesse füllen Sie bitte das folgende Kontaktformular aus

* Pflichtfelder

Kontaktformular
captcha