Projekt ReAgt4Oeko

Agroforst zur Resilienzsteigerung im Ökolandbau - Praxis-Forschungs-Netzwerk

Beteiligte Fachgebiete im FB11 der Universität Kassel

Projektziel - Übersicht

Das Praxisforschungsnetzwerk soll die Resilienzpotenziale von Agroforst für den Ökologischen Landbau umfassend nutzbar machen. In einem Netzwerk von ca. 20 Praxisbetrieben mit bereits etablierten Agroforstsystemen in drei Regionen (Nordost, Mitte, Süd) soll erforscht werden, wie die ökologische und ökonomische Resilienz des Ökologischen Landbaus gegenüber dem Klimawandel durch Agroforst gesteigert werden kann. 

Die zu untersuchenden Fragestellungen wurden bereits in der Skizzenphase mit Praxisbetrieben abgestimmt. Im Pflanzenbau stehen die Verbesserung der Boden- und Pflanzengesundheit und ihre Ertragswirkung im Fokus. In der Tierhaltung werden die Reduktion von Hitzestress und eine verbesserte Stickstoffverteilung auf der Fläche in Haltungssystemen von Weiderindern und Legehennen sowie die Laubfutternutzung erforscht. Dabei ergänzen sich wissenschaftliche Analysen mit Erfahrungswissen und praxisorientiertem Monitoring. Alle Informationen werden integriert und anschließend ökonomisch analysiert. Die Ergebnisse zu den Themenfeldern Ökonomie, Ökosystemleistungen, Skalierbarkeit, Zielkonflikte und Best-Case-Analysen fließen in die Weiterentwicklung von bestehenden Open Source Tools für die Planung in Beratung und Praxis ein. Eine umfangreiche Beratung der Betriebe sichert den wechselseitigen Transfer von Praxis-Wissen und Projektergebnissen, praxisrelevanten Forschungsfragen und reflektierten Lösungsvorschlägen. Der Transfer umfasst einen regionalen, kollegialen Wissensaustausch zwischen den Betrieben, überregionale thematische Hubs sowie ein Upscaling über praxisnahe Formate und Materialien. Diese werden sowohl dauerhaft frei zugänglich gemacht werden als auch über die Einbindung von Multiplikatoren umfassend und langfristig verbreitet. Der Netzwerkaufbau erfolgt mittels wirkungsorientierter, partizipativer Methoden und wird durch die enge Zusammenarbeit mit ca. 20 assoziierten Partnern aus Netzwerken, Forschung, Beratung und Transfer von Beginn an auf Verstetigung ausgerichtet.

Laufzeit

04/2026 - 02/2031

Beteiligte am FÖL

Projektpartner

  • Universität Kassel, Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe: Dr. Rüdiger Graß
  • Julius Kühn-Institut (JKI) - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz: Dr. Anna Vaupel
  • Finck Stiftung gGmbH: Benedikt Bösel, Philipp Hansen
  • Universität Hohenheim, Zentrum Ökologischer Landbau: Dr. Julia Schneider
  • Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), PD Dr. Björn Kuhla
  • viele weitere Partnerorganisationen und Praxisbetriebe

Förderung

Die Förderung des Vorhabens erfolgt (bzw. erfolgte) aus Mitteln des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau, Förderkennzeichen 2824OE025A.