Pro­jekt­struk­tur

Um die umfassenden Projektziele zu erreichen ist das transdiszilinäre Forschungsvorhaben CoAct in drei Arbeitsbereiche (AB) und diesen zugeordneten Arbeitspaketen (AP) strukturiert. Die Arbeitsbereiche werden federführend von den  jeweiligen Arbeitsbereichsleitern verantwortet. Die Projektarbeiten selbst sind in eine Forschungs- und Entwicklungsphase und eine Umsetzungs- und Verstetigungsphase gegliedert.
 

AP 0: Projektkoordination


Arbeitsbereich 1: Potenzial- und Statusanalyse
AP 1.1: Ermittlung des tatsächlich nutzbaren Restbiomassepotenzials in der gesamten Projektregion
AP 1.2: Qualitative Charakterisierung der Restbiomassen zur Beurteilung der potenziellen Verwertbarkeit
AP 1.3: Aktueller Logistik- und Verwertungsstatus der Restbiomassen


Arbeitsbereich 2: Technische Verfahrensanalyse, integrative Anlagenplanung und Ökobilanz
AP 2.1: Quantitative und qualitative Charakterisierung der Restbiomassen und IFBB-Produkte, Pyrolyse und Aktivierung der Restbiomassen; Charakterisierung und Bewertung der Aktivkohlen
AP 2.2: Ermittlung der Energie- und Stoffflüsse der unterschiedlichen Verwertungslinien sowie der übergeordneten Ökobilanz
AP 2.3: Planung der Anlagenkomponenten für IFBB-Biomasseaufbereitung, Pyrolyse und Aktivierung


Arbeitsbereich 3: Ökonomische Analyse und Governance
AP 3.1:  Betriebswirtschaftliche Analyse der integrierten Energie-Aktivkohleproduktion für die Stadt-Land-Region
AP 3.2: Erfassung der bestehenden Governance-Arrangements sowie Ermittlung und Weiterentwicklung der Gestaltungsmöglichkeiten
AP 3.3: Innovative regionale Wertschöpfungsketten unter ökonomischen, umweltrelevanten und Governance-Gesichtspunkten

 

Pro­jekt­kko­or­di­na­ti­on (AP 0)

Die Gesamtprojektkoordination des Forschungsvorhabens erfolgt durch das 2009 gegründete Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität Kassel durch Herrn Dr.-Ing. Korbinian Kaetzl. Das CliMA bündelt die umfassenden Fachkompetenzen und Erfahrungen von verschiedenen Umweltdisziplinen der Universität Kassel und verfolgt Forschungsaufgaben in vielfältigen Aufgabenfeldern des Klimaschutzes und der Klimaanpassung auf allen Stufen - von den Grundlagen bis zur Anwendung.

In dem CoAct - Forschungsprojekt verantwortet die Projektkoordination die Bearbeitung des Vorhabens im Sinne der übergeordneten Projektziele und ist für das Management von Risiken bei der Projektdurchführung zuständig. Darüberhinaus  unterstützt sie die Arbeitsbereichsleiter bei der Durchführung und Umsetzung der einzelnen Arbeitspakete und dient als Schnittstelle zwischen Partnern, Arbeitsbereichen und Arbeitspaketen. Ebenso übernimmt sie zentrale administrative Aufgaben wie Finanzplanung, Monitoring, Berichtswesen sowie die Kommunikation mit dem Projektträger. In dieser Funktion vertritt die Projektkoordination das Vorhaben nach außen und dient als zentrale Kontaktstelle für die Öffentlichkeitsarbeit.
 

Ar­beits­be­reich 1: Po­ten­zi­al- und Sta­tus­ana­ly­se

In diesem AB werden in der Projektregion grundlegende Daten zur raumzeitlichen Verfügbarkeit und stofflichen Zusammensetzung von Restbiomassen erhoben und der aktuelle Logist- und Verwertungsstatus der Biomassen ermittelt. AB 1 wird unter Leitung der Bodensee-Stiftung als Regionalkoordinator und den regionalen Gebietskörperschaften Bodenseekreis und Stadt Friedrichshafen bearbeitet.
 

AP 1.1: Ermittlung des tatsächlich nutzbaren Restbiomassepotenzials in der gesamten Projektregion

Ziel des AP 1.1 ist es, belastbare Aussagen über Mengenaufkommen und raumzeitliche Verfügbarkeiten von Restbiomassen in der Projektregion zu treffen. Hierzu werden die verfügbaren Restbiomassen quantifiziert und das tatsächliche nutzbare Mengenaufkommen und die raumzeitliche Verfügbarkeit detailliert untersucht und dokumentiert. AP 1.1 bildet die Grundlage für AP 1.3 und dient als Schnittstelle zu AP 3.2.
 

Bild: Bodensee-Stiftung
Wurzelstöcke einer Apfelplantage im Wald