Für Psychologie-Studierende

Im Fach Umweltpsychologie können Abschlussarbeiten von Prof. Dr. Andreas Ernst und M.Sc. Marlene Batzke betreut werden. Prof. Ernst ist immer Erst- oder Zweitgutachter.

Bevor eine Abschlussarbeit beim Prüfungsbüro angemeldet werden kann, muss sie mit den beiden Prüfer:innen abgesprochen werden. Das geschieht auf der Basis eines 1- bis 2-seitigen Exposés, welches das untersuchte Problem, die theoretische Einbettung, die Fragestellung, Versuchspersonen und die methodische Umsetzung skizziert. Das vorgeschlagene Thema sollte einen deutlichen umweltpsychologischen Bezug aufweisen. Das Exposé muss uns (per Mail) bis zu folgenden Stichtagen vorliegen:

  • Zum 15. Dezember für die Anmeldung beim Prüfungsbüro zum 1. Februar (nur Master)
  • Zum 15. Januar für die Anmeldung zum 1. April
  • Zum 15. Mai für die Anmeldung zum 1. Juli (nur Master)
  • Zum 15. Juli für die Anmeldung zum 1. Oktober

Eine Zu- oder Absage der Betreuung erfolgt zeitnah nach den Stichtagen. Nach Zusage wird das Vorhaben mit den betreuenden Personen noch weiter konkretisiert.

Was ist beim Schreiben der Arbeit zu beachten?

Formales

Die Arbeit kann auf Deutsch oder Englisch verfasst werden. Die Erstellung der Arbeit orientiert sich an den „Richtlinien zur Gestaltung schriftlicher empirischer Arbeiten“: https://www.uni-kassel.de/uni/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=12789&token=922907cc4fe161831b404950104285542eca8cda

Diese Richtlinien basieren im Wesentlichen auf den aktuellen Manuskript-Richtlinien der APA in der 7. Auflage (Publication Manual 7th ed.; American Psychological Association, 2019).

Richtwerte für den Umfang der Arbeit sind (Seitenangaben beziehen sich auf APA-Formatierung):

  • Bachelorarbeit: 20 bis 40 Seiten
  • Masterarbeit: 50 bis 80 Seiten

Dabei werden folgende Seiten nicht mitgezählt: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Anhang, Eigenständigkeitserklärung.

Die Arbeit muss ein Inhaltsverzeichnis aufweisen (dieser Punkt weicht von den Vorgaben für Forschungsartikel, auf die sich die APA-Richtlinien beziehen, ab!).

Inhaltliches

Auch hier gilt das im bisherigen Studienverlauf Gelernte bzw. die Richtlinien der APA. Hier wird auf einige Punkte noch einmal gesondert hingewiesen:

Es muss nicht sämtliche zum Thema verfügbare Literatur erschöpfend dargestellt werden, sondern es sollte diejenige Forschung zitiert und verständlich und konkret dargestellt werden, die zum Verständnis des Gegenstandes und zum Nachvollziehen der eigenen Hypothesen erforderlich ist.

Eine grafische Darstellung, an der die Beziehungen der erhobenen Variablen, die Hypothesen und letztlich auch die Ergebnisse übersichtlich dargestellt werden können, ist sehr nützlich.

Sehr ausführliche Tabellen, Fragebögen etc. sollten in den gedruckten Anhang. Es muss jedoch im Text (i.d.R. Methoden- oder Ergebnisteil) jeweils darauf verwiesen werden. Die Elemente des Anhangs sollten jeweils klar zugewiesene Bezeichnungen erhalten, damit im Text eindeutig auf sie verwiesen werden kann (s. APA).

Abgabe

Neben der fristgerechten Abgabe der schriftlichen Arbeit beim Prüfungsbüro muss es eine E-Mail an die betreuenden Personen geben, die Folgendes enthält:

  • Die Arbeit als pdf mit interaktivem (klickbarem) Inhaltsverzeichnis, welches ein Springen zu den einzelnen Gliederungspunkten der Arbeit ermöglicht
  • Den Rohdatensatz aller Proband:innen mit eindeutiger Variablenbezeichnung bzw. mit einer Datei, in der die Variablen eindeutig erklärt sind
  • Die Steuerdateien der statistischen Auswertung.

Bewertungskriterien

Die Kriterien, nach denen die Arbeit bewertet wird, sind unter folgendem Link zu finden:

https://www.uni-kassel.de/uni/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=10375&token=d712e7dea469672e50e22d50b620956616719e77

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der von uns betreuten Bachelor- und Masterarbeiten sowie der Dissertationen:

  • Untersuchung einer psychologisch fundierten Umweltintervention - ein Feldexperiment zur Reduzierung des Papierhandtuchverbrauchsin einem Café
  • Akzeptanz unterschiedlicher Varianten von Citymaut unter Berücksichtigung der Reaktanzneigung
  • Einfluss eines Decoys auf die Akzeptanz von Citymaut - Eine Szenarienstudie
  • Einfluss von Goalframing und prospect theory auf die Akzeptanz der Citymaut
  • Der Zusammenhang von Umweltbelastung, Umweltbewusstsein und Umweltverhalten - ein internationaler Vergleich am Beispiel der Luftverschmutzung
  • Der Mensch muss an die Luft! Fördern Outdoor-Aktivitäten über Umweltwissen und Naturerleben umweltgerechtes Verhalten?
  • Haben grafische und textliche Warnhinweise vor Plastikkonsum einen Einfluss auf unsere Kaufentscheidung?
  • Modellempirische Untersuchungen der Dynamik von Normen und Motiven im sozialen Dilemma
  • Selbstrechtfertigung des Ernährungsstils: Vegan, vegetarisch, omnivor
  • Entwicklung eines diagnostischen Fragebogens zu einem Stufenmodell der Veränderung von Umweltverhalten
  • Umweltrelevante (simulierte) Kaufentscheidungen und deren Beweggründe - Eine Frage der Identität?
  • Einfluss der Empathie mit Haus- und Nutztieren und Ernährungsverhalten
  • „Ich schaue in die Welt“: Der Zusammenhang zwischen Sozialverträglichkeit, dem Besuch einer Waldorfschule, Naturerleben und Umwelteinstellung
  • Die Rolle von Normen und Zielen im sozialen Dilemma. Ein Vergleich zweier Szenarien im Spiel von Versuchspersonen mit simulierten Agenten.
  • Wahrgenommene Risiken von Covid-19 und dem Klimawandel - Eine Gegenüberstellung anhand verschiedener Risikodimensionen
  • Lernen im Lockdown - Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Erlernen neuer Fähigkeiten anhand des Beispiels Kochen
  • Erstellung und Prüfung eines Fragebogens zur indirekten Erfassung von Copingstilen im Kontext des Klimawandels
  • Motivation und Coping bei der Akzeptanz von Climate Engineering und Mitigation
  • Umweltpsychologische Charakterisierung von foodsharing-Aktivismus
  • Freizeitmobilität und Naturempfinden
  • Mögliche Determinanten der Informationssuche und -vermeidung beim Thema "Klimawandel"
  • Der Einfluss von Unsicherheit auf die Rezeption von Stellungnahmen zu Climate Engineering
  • Evaluation der Einführung des KlimaTellers in Kombination mit Nudgingmethoden in der Außer-Haus-Verpflegung
  • Co-benefits of climate change mitigation
  • Public Acceptance towards the Energy Transition
  • Motive des Minimalismus als Ansatzpunkte für Suffizienz?
  • Social Influence on Air Travel: Development of a Cosmopolitan Identity Scale and Exploration of Related Effects
  • Enstehung von Aktivismus am Beispiel des Hambacher Forsts
  • Der Einfluss von sozialen Kompetenzen auf die Bereitschaft zum Klimaschutzverhalten in einem sozialen Dilemma bei unterschiedlichen Informationsdarbietungen
  • Akzeptanz von verkehrspolitischen Maßnahmen zur Umverteilung des öffentlichen Raums
  • Risikowahrnehmung des Klimawandels: Die Rolle psychologischer Distanz und des Affekts – eine Szenarienstudie
  • 36 Grad und es wird noch heißer: Psychologische Betrachtung des Hitzeerlebens und -verhalten in Abhängigkeit vom Wetter
  • Experteninterviews mit lokalen Einzelhändler*innen zum Thema Umweltwahrnehmung
  • Zwischen Wandel und Wachstum: Einfluss der COVID-19-Pandemie auf suffiziente Verhaltensweisen und Lebensstilerwartungen in Deutschland
  • Persönlichkeit und Rebound in der Krise: Der Einfluss von Stress auf nachhaltiges Verhalten
  • Einfluss des Essverhaltens auf umweltrelevante Verhaltensweisen - Rebound-Effekt durch fleischreduzierte Ernährung?
  • Klaus, Geraldine (2020):
    Psychologische Determinanten der Akzeptanz von Climate Engineering in Deutschland : Wahrnehmung und Beurteilung neuartiger Technologien.
    Dissertation. Universität Kassel, Kassel.
     
  • Joschko, Iris-Lahaar (2019):
    Zielgruppenspezifische Interventionen zur Energiereduktion.
    Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. Online verfügbar unter https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-25256-4.
     
  • Holzhauer, Sascha (2017):
    Dynamic Social Networks in Agent-based Modelling.
    Dissertation. Universität Kassel, Kassel. Online verfügbar unter https://dx.doi.org/doi:10.19211/KUP9783737602631.
     
  • Gellrich, A. (2016):
    Von der Minderheit zur Mehrheit? Psycho-soziale Einflüsse bei der Verbreitung klima-schonender Innovationen.
    Dissertation. Universität Kassel, Kassel. Online verfügbar unter https://kobra.uni-kassel.de/handle/123456789/2016122151775.
     
  • Förster, Nikos (2015):
    Determinanten der häuslichen Wassernachfrage.
    Theorie und empirische Evidenz zur raum-zeitlichen Nachfragedynamik. Zugl.: Kassel, Univ., Diss., 2014. Hamburg: Kovač (Schriftenreihe Studien zum Konsumentenverhalten, 61).
     
  • Krebs, F. (2013):
    Decision-Making in Public Good Dilemmas: Theory and Agent-Based Simulation.
    Dissertation. University of Kassel, Kassel. Online verfügbar unter https://kobra.uni-kassel.de/handle/123456789/2013051442711.
     
  • Bernedo Schneider, Gordon (2010):
    Wenn Agenten sich streiten.
    Ein Agentenmodell zur Erforschung sozialer Konflikte.
     
  • Seidl, R. (2009):
    Eine Multi-Agentensimulation der Wahrnehmung wasserbezogener Klimarisiken.
    Dissertationsschrift. Marburg: Metropolis Verlag (Social Science Simulations, 7).
     
  • Schwarz, N. (2007):
    Umweltinnovationen und Lebensstile.
    Eine raumbezogene, empirisch fundierte Multi-Agenten-Simulation. Dissertation.