Herzlich willkommen zu Ihrer Ausbildung!

Sehr wahrscheinlich ist es für die meisten von Ihnen der erste Start ins Berufsleben. Da gibt es eine Menge Regelungen, Richtlinien, Gesetze und Verordnungen, die für Sie teils wichtig und teils nicht so wichtig sind. Das herauszufinden ist nicht immer einfach, zumal für Sie alles neu ist.

Wir haben daher eine Information zusammengestellt, die die meisten wichtigen Bestimmungen enthält. Es sind jedoch nicht alle! Lesen Sie sich alles einmal durch, auch wenn es teilweise anstrengend ist. Wenn es zu Stichworten Fragen gibt, besprechen Sie diese mit den Ausbilderinnen/Ausbildern bzw. mit den genannten Personen.

Für die Auszubildenden in der Verwaltung sowie für alle Auszubildenden, wenn es um Ihr Ausbildungsverhältnis als solches geht (z.B. Ausbildungsvertrag, -entgelt, -zeugnis):

Birgit Reinhard (Tel. 2481, montags, dienstags, mittwochs und donnerstags) und Iris Happel (Tel. 3204, donnerstags und freitags).

Darüber hinaus steht allen Auszubildenden die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Universität Kassel zur Wahrung Ihrer Interessen jederzeit zur Verfügung (Tel.: 3010). Zusätzlich stehen Ihnen auch die Frauenbeauftragte (Frau Dr. Ernst, Tel.: 2268) und die Schwerbehindertenvertretung (Herr Diederich, Tel.: 2703) zur Verfügung.

Da auch künftige Änderungen eingearbeitet werden, sind wir für kritische Anregungen, z.B. Ergänzungen, dankbar.

Es gelten folgende Tarifverträge: Tarifvertrag für Auszubildende des Landes Hessen (TVA-H BBiG) und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H)

Wir wünschen allen einen guten Start ins Berufsleben und eine erfolgreiche Ausbildung an der Universität Kassel.

Azubi-ABC

Abschlussprämie

Auszubildende erhalten bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aufgrund erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung eine Abschlussprämie als Einmalzahlung (gem § 20 TVA-H BBiG).  Dies gilt erstmals für Ausbildungsverhältnisse, die im Jahr 2010 begonnen haben. Für Ausbildungsverhältnisse ab dem Jahr 2011 ist die Höhe der Prämie abhängig von der Abschlussnote.

Änderung der persönlichen Verhältnisse

Änderungen der persönlichen Verhältnisse wie z.B. Eheschließung, Ehescheidung, Geburt eines Kindes, sowie Änderung der Anschrift oder Bankverbindung sind der Personalabteilung mit den entsprechenden Nachweisen anzuzeigen.

Arbeitsschutz und Dienstbekleidung

Für bestimmte Arbeiten in Werkstätten, Laboratorien, etc. wird Schutzkleidung (Arbeitskittel, Sicherheitsschuhe, etc.) für die Dauer der Ausbildung zur Verfügung gestellt. Sie sind sorgfältig zu behandeln und müssen nach Ausbildungsende wieder abgegeben werden.

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit beträgt wöchentlich 40 Stunden für erwachsene und für jugendliche Auszubildende (gem. § 8 Jugendarbeitsschutzgesetz).

In vielen Bereichen der Universität Kassel gilt die Gleitzeit. Die speziellen Regelungen dazu entnehmen Sie bitte der Dienstvereinbarung über die gleitende Arbeitszeit.

Arztbesuche

Arzt- oder Zahnarztbesuche während der Arbeitszeit sind nur zulässig, wenn innerhalb eines angemessenen Zeitraums keine Behandlungstermine außerhalb der Arbeitszeit angeboten werden können. Die Fahrzeiten können grundsätzlich nicht anerkannt werden. Der/die Auszubildende muß sich bei dem Ausbilder bzw. der Ausbilderin jeweils ab- und zurückmelden und den Arztbesuch schriftlich nachweisen.

Ausländische Auszubildende

Auszubildende, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen :

  • eine Aufenthaltsgenehmigung, zuständig ist die jeweilige Ausländerbehörde 
  • eine Arbeitserlaubnis, zuständig ist das örtliche Arbeitsamt.

Die Aufenthaltsgenehmigung darf nicht mit einer Auflage versehen sein, die einer Beschäftigung entgegensteht.

Ausschlussfrist

Ansprüche aus dem Ausbildungsverhältnis verfallen, wenn sie nicht innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs Monaten (§ 22 TVA-H BBiG) nach Fälligkeit von der/dem Auszubildenden oder vom Arbeitgeber geltend gemacht werden, soweit tarifvertraglich nichts anderes bestimmt ist.

Bildungsurlaub

Allen Auszubildenden steht Bildungsurlaub von jährlich 5 Arbeitstagen zu. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer vom Hessischen Sozialminister anerkannten Bildungsveranstaltung. Der Antrag ist in der Personalabteilung auf dem Dienstweg, d.h. über die Ausbilderin bzw. den Ausbilder zu stellen. Nach Beendigung des Bildungsurlaubs ist eine Teilnahmebescheinigung vorzulegen.

Nicht in Anspruch genommener Bildungsurlaub ist auf Antrag auf das nächste Kalenderjahr übertragbar.

Franziska Schulze Tel.: 2154

Dienstbefreiung/Sonderurlaub

Neben dem Erholungsurlaub kann für bestimmte, auch private Anlässe Sonderurlaub bzw. Dienstbefreiung gewährt werden. Die Zahl der möglichen Fälle ist jedoch stark eingeschränkt worden (Niederkunft der Ehefrau/Lebenspartnerin, Tod des Ehegatten/Lebenspartners, schwere Erkrankung eines Anghörigen. Im Einzelfall kann in der Personalabteilung nachgefragt werden.

Die Beantragung erfolgt wie bei Erholungsurlaub.

Vor den Abschlussprüfungen stehen jedem/jeder Auszubildenden 5 Tage Vorbereitungszeit zu. Siehe auch § 14 TVA-H BBiB.

Entgeltabrechnung

Alle Angaben in der monatlichen Entgeltabrechnung sind ständig auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen, da Fehler nicht auszuschließen sind und auch scheinbar unwichtige Angaben die Höhe des Entgelts verändern können.

Ein Einspruch bei falschen Angaben hat unverzüglich, spätestens jedoch vor Ablauf von sechs Monaten zu erfolgen.

Erholungsurlaub

Auszubildende erhalten Erholungsurlaub in entsprechender Anwendung der für die Beschäftigten des Ausbildenden geltenden Regelungen mit der Maßgabe, dass der Urlaubsanspruch bei Verteilung der wöchentlichen Ausbildungszeit auf fünf Tage in der Kalenderwoche in jedem Kalenderjahr 27 Ausbildungstage beträgt. Erholungsurlaub wird anteilig zur Beschäftigungsdauer im Kalenderjahr gewährt. Der Urlaub ist grundsätzlich im Kalenderjahr zu nehmen. Resturlaub ist bis spätestens 30.9. des folgenden Jahres anzutreten. Rechtzeitig vor Antritt des Urlaubs ist ein entsprechender Urlaubsantrag der Verwaltung über den/die Ausbilder vorzulegen. Erst nach der Urlaubsgenehmigung darf er angetreten werden.
Der Erholungsurlaub ist nach Möglichkeit zusammenhängend während der unterrichtsfreien Zeit zu erteilen und in Anspruch zu nehmen.
Der Urlaub ist rechtzeitig vor dem Ende der Ausbildung zu nehmen, da er nicht ausbezahlt werden darf.

Franziska Schulze Tel.: 2154

Fahrtkosten

Es werden die notwendigen Fahrtkosten sowie die Auslagen für Unterkunft und Verpflegungsmehraufwand bei dem Besuch einer auswärtigen Berufsschule übernommen. In diesem Fall ist ein Antrag auf Erstattung zu stellen. Fahrpreisermäßigungen, z.B. Jahreskarten, Job-Ticket, sind auszunutzen! Die BahnCard ist in jedem Fall zu empfehlen und wird auch voll erstattet, wenn dadurch die Gesamtkosten auch im Zusammenhang mit anerkannten Familienheimfahrten reduziert werden. (Bitte die 6-monatige Ausschlussfrist beachten!)

Andreas Hobbie Tel.: 2271/Katharina Eider Tel.: 2304

Familienheimfahrten

Ist der Wohnort der Eltern, der Erziehungsberechtigten oder des Ehegatten so weit von Ihrer Ausbildungsstätte entfernt, dass Sie nicht täglich dorthin zurückkehren können, erhalten Sie monatlich einmal die entsprechenden Fahrkosten erstattet. Erstattungsfähig sind die notwendigen Fahrtkosten bis zur Höhe der Kosten der Fahrkarte der jeweils niedrigsten Klasse des billigsten regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels  (im Bahnverkehr ohne Zuschläge). Beträgt die Entfernung mehr als 300 km, können im Bahnverkehr Zuschläge bzw. besondere Fahrpreise (z.B. für ICE) erstattet werden. Siehe auch § 11 TVA-H BBiG.

Frauenbeauftragte

Die Frauenbeauftragte ist immer für Sie da, wenn es um Ihre Rechte als berufstätige Frau geht. Sie ist Ihre Ansprechpartnerin in allen Fragen der Frauenförderung: Bei Einstellung, Aus- und Fortbildung, der beruflichen Entwicklung und bei Stellenausschreibungen.

Dr. Sylke Ernst
Frauenbeauftragte der Universität Kassel
Mönchebergstr. 11
34125 Kassel, Tel. 2268

Job-Ticket

Bitte informieren Sie sich zusätzlich auf der Infoseite zum Jobticket Ansprechpartner für das Jobticket sind Frau Wiemer (Tel. 7467).

Jugend- und Auszubildendenvertretung

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung kümmert sich um die Belange der Jugendlichen, Auszubildenden und Beamtenanwärter und vertritt ihre Angelegenheiten. Aktiv wahlberechtigt sind alle Beschäftigten unter 18 Jahren, Beamtenanwärter/Beamtenanwärterinnen und Auszubildende unter 24 Jahren. Gewählt werden können Beschäftigte vom vollendeten sechzehnten bis zum vollendeten sechsundzwanzigsten Lebensjahr.

Jugend- und Auszubildendenvertretung
beim Personalrat der Universität Kassel
Mönchebergstr. 11
34125 Kassel 
3010 

Krankheit

Ist ein Erscheinen am Ausbildungsplatz bzw. der Berufsschule nicht möglich, so ist sofort am ersten Tag der Abwesenheit der/die direkte Vorgesetzte (Ausbilder/Ausbilderin) oder Vertreter bis zum Dienstbeginn telefonisch zu verständigen. Spätestens am vierten Tag der Erkrankung muß das ärztliche Attest vorliegen. Dauert die Erkrankung länger als in der Bescheinigung angegeben, so ist ein weiteres Attest vorzulegen und der/die Ausbilder/in darüber zu informieren. In begründeten Einzelfällen kann die Auflage erfolgen, dass Krankheiten ab dem 1. Tag mit ärztlichem Attest zu belegen sind.

Mutterschutz

Werdende Mütter genießen den besonderen Schutz des Mutterschutzgesetzes. Dieses regelt insbesondere die Dauer der Schutzfristen, Kündigungsschutz usw.. Eine Schwangerschaft ist durch ärztliches Attest in der Personalabteilung anzuzeigen. Anschließend wird die Mitarbeiterin umfassend über die einschlägigen Bestimmungen (Festsetzung der Mutterschutzfrist, Möglichkeiten von Elternzeit, Beihilfen, etc.) informiert. Siehe auch Merkblatt.

Personalsachen

Bescheinigungen aller Art werden in der Personalabteilung ausgestellt. Ausnahme sind Verdienstbescheinigungen, die die Hessische Bezügestelle bearbeitet.

Sämtliche Nachweise, die die Ausbildung betreffen, z.B. Berufsschulzeugnisse, Bescheinigungen über besuchte Lehrgänge, sind in Durchschrift oder Kopie in der Personalabteilung abzugeben, da sie in Ihre Personalakte aufgenommen werden.

Private Postsendungen / Telefongespräche / Telefaxe

a) Versand:

Private Postsendungen dürfen nicht zum Versand zur Uni-Poststelle weitergegeben werden. Wer private Post als Dienstpost freimachen läßt, macht sich strafbar.

b) Zustellung:

Zustellung von privaten Postsendungen über die Dienstanschrift der UniK ist nicht erwünscht. Regreßansprüche wegen fehlerhafter Zustellung oder Verlust sind ausgeschlossen.

c) allgemein:

In privaten Angelegenheiten, auch das eigene Arbeitsverhältnis betreffend (z.B. Anträge auf Vertragsveränderungen), darf der Kopfbogen der UniK nicht verwendet werden.

Benutzen der Telefone zu persönlichen Zwecken ist bei Nutzung der für Privatgespräche vorgegebenen Vorwahl (99) zulässig.

Schwerbehinderte

Behinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden durch das Schwerbehindertengesetz besonders geschützt, wenn sie infolge ihrer Behinderung in ihrer Erwerbsfähigkeit nicht nur vorübergehend um wenigstens 50 Prozent gemindert sind. Die entsprechende Anerkennung erfolgt durch die Versorgungsämter. Bedienstete, denen vom Versorgungsamt eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 30 Prozent zugebilligt wurde, sollten beim Arbeitsamt einen Antrag auf Gleichstellung stellen, damit sie einem Schwerbehinderten gleichgestellt werden. Es ist in jedem Fall erforderlich, daß eine Kopie des Schwerbehindertenausweises bzw. des Bescheides des Versorgungsamtes der Personalabteilung vorgelegt wird! Die festgestellte Behinderung kann auf der Kopie des Bescheides geschwärzt werden.

Wilfried Diederich
Vertrauensmann der Schwerbehinderten
FB 14
Tel. 2703

Unfall

Arbeits- und Wegeunfälle (zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) müssen innerhalb von 3 Tagen schriftlich gemeldet werden. Hier finden Sie die Formulare zur Unfallmeldung. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Kastler, Tel.: 2357

Vermögensbildung

Soweit Sie Geld nach dem Vermögensbildungsgesetz anlegen, steht Ihnen ein Betrag von 13,29 Euro monatlich als Leistung des Arbeitgebers zur Verfügung. Informationen über die verschiedenen Anlageformen erteilen Banken, Bausparkassen und Versicherungen.