Aktualisiertes Programm: Workshop: Dörfer Europas. Provinzialität im Spiegel europäischer Gegenwartsliteraturen
Programm
Donnerstag, den 26.02.2026
13.00 Uhr: Lea Lotterer/Julia Leitherer – Begrüßung & Einführung.
13.20 Uhr: Vortrag 1: Jennifer Pavlik – Europa erzählen. Zur Pluralität europäischer Imaginationen.
14.00 Uhr: Pause
14.10 Uhr: Vortrag 2: Radka Stahr – Zwischen Fjord und Europa. Provinz als Identitätslabor in Karl Ove Knausgårds Min kamp.
14.50 Uhr: Vortrag 3: Maren Eckart – Literarische Dörfer und kolonialer Rassismus jenseits des Polarkreises.
15.30 Uhr: Kaffeepause
16.00 Uhr: Vortrag 4: Laura M. Reiling – Dort oben. Norddeutsche Dörfer in der Literatur seit 2020.
16.40 Uhr: Vortrag 5: Jessica Gorissen – Das Künstler*innendorf als Transit-Ort in der Gegenwartsliteratur – Worpswede und die Schwalm.
17.20 Uhr: Vortrag 6: Cristina Fossaluzza − Auf einen Kürbis steigen. Blicke aus der Provinz in Esther Kinskys Roman Weiter sehen (2023).
18.00 Uhr: Ende
Freitag, den 27.02.2026
9.00 Uhr: Vortrag 7: Jakob Christoph Heller: Aus dem Zentrum (hin-)übersetzen. Vorschlag für ein kultursemiotisches Beschreibungsmodell von "Provinz" am Beispiel der polnischen Gegenwartsliteratur (Andrzej Stasiuk, Olga Tokarczuk).
9.40 Uhr: Vortrag 8: Stephanie Blum – Österreichische Provinz im österreichischen Gegenwartsroman: 2001 von Angela Lehner und Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht von Julia Jost.
10.20 Uhr: Pause
10.50 Uhr: Vortrag 9: Jacopo Romei – Mothers, Daughters, and Territories: The Province as a Relational Space in Post-Pandemic Italian Narrative.
11.30 Uhr: Vortrag 10: Lea Lotterer – „Ich freue mich, dass mir niemand mehr etwas zu sagen hat.“ Großmutter-Figuren zwischen Selbstversorgung und Kontrollverlust an den ruralen Rändern Europas.
12.10 Uhr: Vortrag 11: Julia Leitherer – Widerstand zwecklos? Protesterzählungen in gegenwärtigen deutschen und italienischen Provinzromanen.
12.50 Uhr: Mittagspause
14.00 Uhr: Vortrag 12: Nicolai Glasenapp – Arbeit an der Natur. Die Herausbildung von Kultur und Nation innerhalb der Schweizer Dorfgeschichte.
14.40 Uhr: Vortrag 13: Christian Hißnauer – Auf der Suche nach Europa: Arte-Dokumentationen zum Dorf- und Landleben.
15:20 Uhr: Schlusswort/Verabschiedung
Der Workshop „Dörfer Europas. Provinzialität im Spiegel europäischer Gegenwartsliteraturen“ untersucht die Bedeutung und Darstellung von ländlichen Räumen in der europäischen Gegenwartsliteratur. Trotz eines oft negativen Images gewinnen Dörfer und Provinz in einer zunehmend globalisierten Welt an Bedeutung, da sie als Mikrokosmen gesellschaftlicher, kultureller und politischer Prozesse fungieren. Der Workshop beleuchtet, wie lokale Strukturen im Kontext europäischer Identität, Glokalisierung und regionaler Vielfalt verhandelt werden. Dabei werden Fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden europäischer Provinzliteraturen, ihrer Rolle im europäischen Selbstverständnis sowie aktuellen Herausforderungen durch Nationalismus und Regionalismus diskutiert. Ziel ist es, die vielfältigen Verknüpfungen zwischen Lokalität und Europa literarisch zu analysieren und europäische Verständnisse von Provinzialität vergleichbar zu machen.
Der Workshop findet am 26. und 27. Februar 2026 im UNI:Lokal Kassel statt; eine Publikation folgt Anfang 2027. Geplant sind 20-minütige Vorträge mit jeweils 20 Minuten sich anschließender Diskussion. Der Workshop steht auch interessierten Zuhörer:innen offen.
(Gefördert von GeKKo)