Lossemuendung

Thema:

Naherholung versus Auenrevitalisierung? – Der Fall Lossemündung, Bettenhausen

Inhalt:

Auenrevitalisierungsmaßnahmen – „Naturentwicklung“, wie die Niederländer sagen – sind nicht nur für Naturschutz- und Hochwasserschutz von Bedeutung. Sie können sich auch zu beliebten Ausflugszielen - oder zum „Zankapfel“ entwickeln. Viele Faktoren spielen eine Rolle: Lage (ortsnah oder –fern, Zugänglichkeit), Größe und Art der Maßnahme, Folgenutzungsmöglichkeiten und nicht zuletzt die Öffentlichkeitsarbeit und der „Mehrwert“ für die regionale Wirtschaft. Wahrnehmung, Einstellung und Verhalten sind maßgeblich davon abhängig, welche Interessen der einzelne hat:

Die Mündung der Losse in Bettenhausen wurde aufwendig als Sekundäraue in Form eines Binnendeltas renaturiert und der Sukzession überlassen. Spontane Beobachtungen zeigen, dass sich einerseits „die Natur“ gut entwickelt, aber auch, dass das Gebiet ausgiebig für die Naherholung genutzt wird. Naturschützer über Kritik am Umgang mit der Fläche.

Bearbeitungsfragen:
    • in welcher Form wurden Anforderungen aus der Wasserrahmenrichtlinie und der FFH- und Vogelschutzrichtlinie berücksichtigt?
    • Welche Erfolge gibt es aus naturschutzfachlicher Sicht? Welche Kritik gibt es?
    • Befragungen, eigene Erhebungen und / oder Recherchen zu Verhalten und Einstellungen der Nutzer: wie sehen „die normalen Bürger“ diese Maßnahme? Welche Bedeutung hat sie für sie? Wildniserfahrung? Ist der Wert einer solchen Fläche und die damit verbundenen Anforderungen bekannt? Ist ein Problembewusstsein vorhanden?
    • wie wird anderswo mit ähnlichen Problemlagen umgegangen?
    • Welche Rolle spielen ortsnahe Revitalisierungsflächen für das Naturbewusstsein, die Einstellungen zum Naturschutz bei den Menschen?
    • Herausarbeitung von Konflikten, Verbesserungsvorschlägen, Lösungsansätzen, Perspektiven