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Vortragsreihe | "Zu viel, zu wenig? Moralische Herausforderungen der Kunst heute"

Vortrags- und Gesprächsreihe im Sommer 2024, Kassel

Eine Kooperation von TRACES und documenta-Institut

konzipiert von Prof. Dr. Mi You und Prof. Dr. Philipp Oswalt

 

Der Konflikt um die documenta fünfzehn hat grundsätzliche Fragen nach institutioneller Verantwortung, Diskursethik und künstlerischer Freiheit aufgeworfen, die seit dem 7. Oktober 2023 noch an Brisanz gewonnen haben. Welche Regeln sollten für die Debatte gelten und wie können divergierende Positionen moderiert werden und koexistieren? Nicht weniger relevant ist die Entwicklung zu einer post-globalisierten Multipolarität, in der derselbe Begriff, Sachverhalt oder Akt politisch unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Können die Kunst und der Kunstdiskurs bei all dem mehr leisten, als die moralischen und ideologischen Geografien des Zeitgeschehens zu reproduzieren?

In einer Reihe von Gesprächen mit Philosophen, Kritikern, Soziologen, Künstlern und Kuratoren werden wir diese sich verändernden Bedingungen und Herausforderungen diskutieren, denen sich Institutionen, Produzenten und der öffentliche Kunstdiskurs heute gegenübersehen.

U.a. mit Harry Lehmann, Berlin/ Luxemburg; Maria-Sibylla Lotter, Münster; Sighard Neckel, Hamburg; Andreas Niegl, Kassel; Nikolay Smirnov, Kassel; Wang Tuo,Beijing; Brian Kuan Wood, New York; Mi You, Kassel

Dienstags von 16 bis 18 Uhr findet jeweils ein begleitendes Seminar in der Forschungsstation statt. Info und Kontakt: owalt[at]asl.uni-kassel[dot]de.

 

Übersicht über alle Vorträge:

  • Di., 7. Mai
    Art in a Multipolar World (English)
    von Mi You, Kassel
  • Di., 21. Mai
    New Right Art (English)
    von Andreas Niegl und Nikolay Smirnov, Kassel

  • Di., 28. Mai
    Probleme der Streitkultur
    von Maria-Sibylla Lotter, Bochum

  • Di., 4. Juni
    Censorship and Vanguard (English)
    von Wang Tuo, Peking

  • Di., 11. Juni
    Whose Institution? An International Perspective (English)
    von Lilet Breddels, Amsterdam und Vasyl Cherepanym, Berlin/ Kiev

    • As global as the world, and the art world in particular, seems to be these days, it can still be very local. Without being aware of it, the organization of art institutions is taken for granted, but is in reality determined locally or nationally.
  • Di., 18. Juni
    Small World (English)
    von Brian Kuan Wood, New York

  • Di., 25. Juni
    documenta am Nullpunkt
    von Harry Lehmann, Luxemburg/ Berlin

  • Di., 2. Juli
    Awareness: Fallstricke beim Kampf gegen Diskriminierung
    von Sighard Neckel, Hamburg; Sabine Hark, Berlin

  • Di., 9. Juli
    Jede Zeit ist eine gute Zeit, um eine Zeitschrift zu gründen
    von Tobias Haberkorn, Berlin & N.N., Berlin (Berlin Review)

 

Weitere Informationen gibt es unter: https://www.traces-ausstellungsstudien.de/

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