Ak­tu­el­les Se­mes­ter

Pro­jekt

Pferdestallbaracke OKH 260/ 9 OKH @ Gedenkstätte Sachsenhausen

Lehrende: Prof. Philipp Oswalt, Dr. Andreas Buss
Projekttag: Dienstags
Teilnahme an Exkursion und Bauworkshop für Teilnehmer Verpflichtend
Erster Termin: Do. 14.4, 14:00 Online

In einer Zeit, in der so gut wie alle Zeitzeugen verstorben sind, bekommen andere
Zeugnisse, eben auch bauliche, eine besondere Relevanz. Besonders den
Häftlingsbaracken kommt als ein zentraler Ort des Häftlingsalltags und -leidens eine
zentrale Bedeutung zu. Diese meist aus Holz konstruierten Bauten sind jedoch selten
erhalten, da sie nie für Dauer konzipiert waren. Ein vergessenes Exemplar haben wir
aber kürzlich in Nordbayern sichern können. Dessen Dokumentation, die Bergung und
der Entwurf für den Wiederaufbau im Kontext einer Gedenkstätte werden Thema
unseres Design/Build Projekts sein.
Das Projekt knüpft inhaltlich an die DAAD-Gastprofessur von Robert van Pelt an, der es
als Experte begleitet. „Unsere“ Pferdestallbaracke Typ OKH 260/9 wurde nach 1945 auf
einem Bauernhof als Maschinenschuppen genutzt wo sie sich bis heute befindet.
Fensterlose Baracken desselben Typs waren auch Massenunterkünfte für KZ-Häftlinge,
am bekanntesten sind die Beispiele aus Auschwitz, die auch die Ikonografie des
Holocaust entschieden mitprägten.
Mit der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische
Gedenkstätten wurde nunmehr die Übernahme der Baracke für die dortige
Geschichtsvermittlung vereinbart. Beim KZ Sachsenhausen befand sich auch die
Zentralverwaltung für alle KZs. Im Rahmen unseres Projekts soll sie zunächst
untersucht, dokumentiert und schliesslich dann in einem Sommerworkshop demontiert
und in Einzelteilen nach Oranienburg gebracht werden. Das Projektstudio beschäftigt
sich mit dem Entwurf der Platzierung, einer überzeugenden Einbettung, Rahmung und
Präsentation des Exponats. Wesentlich ist dabei, für den Betrachter zu verdeutlichen,
das die Baracke kein authentisches Artefakt dieses konkreten Tatortes ist, sondern ein
transloziertes Objekt, welches auf die Konzentrations- und Vernichtungslager im Osten
verweist.
Die Baracke stellt ein wertvolles architektur- und zeithistorisches Zeugnis dar, das mit
einem hohen Mass an Genauigkeit behandelt werden muss. Es handelt sich keineswegs
um eine triviale Konstruktion, als die sie auf den ersten Blick scheinen mag, sondern im
Gegenteil um ein hochentwickeltes und in seiner technologischen Raffinesse
eindrucksvolles Beispiel. Da sie nicht in allen Teilen original ist, werden wir uns im
Entwurf insbesondere der Thematik adäquater Ergänzung bzw. der Rekonstruktion
verlorener Substanz widmen. Der Arbeitsprozess beinhaltet Diskussionen mit Experten,
Kontakte mit zuständigen Ämtern und Akteuren und soll schliesslich in die Realisation
unter weitgehender Beteiligung Studierender münden.
Projektphasen
Phase I (Sommersemester 2022)
(a) inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Gebäudetyp, seiner Nutzungsgeschichte
und seiner Ikonografie und medialen Rezeption incl. vor-Ort Workshop in der
Kompaktwoche
(b) Entwurf und Planung für die Neuerrichtung in der Gedenkstätte Sachsenhausen incl.
Genehmigungsplanung.
(c) praktische Arbeit im Juli/ August: Workshop Abbau/ Bergung der Baracke in Eigenleistung.

Die Einwahl in die Seminare findet vom 08.04.2022 bis 13.04.2022 14:00 Uhr statt und ist unter folgendem Link möglich: https://login.asl.uni-kassel.de/ath/

Ex­kur­si­on mit Be­gleit­semi­nar

Eine ethnografische Exkursion auf den Spuren einer Holzbaracke

Lehrende: Prof. Philipp Oswalt, Dr. Andreas Buss

Die Exkursion dient zur Erkundung und Erforschung der historischen Baracke, welcher wir uns im Projekt
“Pferdestallbaracke 260/9 OKH @ Gedenkstätte Sachsenhausen” widmen.
Es wird a) darum gehen, die Geschichte des Objekts in Beratshausen (Oberbayern) zu untersuchen und zu
dokumentieren, dazu werden Interviews mit den früheren Eigentümern geführt. Wir werden b) den
augenblicklichen Zustand dokumentieren, dies im Sinne einer ethnographischen Untersuchung, d.h. Es
sollen das dort verwahrte bäuerliche Gerät, die Einbauten und die damit zusammenhängenden Nutzungen
erfasst und verstanden werden. Zudem wird eine phänomenologische Untersuchung begonnen, wie sie im
denkmalpflegerischen Bereich bzw. der Bauforschung üblich ist: zeichnerische/ fotografische Kartierung des
Zustands des Holzwerks und der Oberflächen. Zusätzlich werden wir c) die praktische Durchführung der
Demontage* des Gebäudes im Sommer vorbereiten: Mit Nummerierung und Katalogisierung der Einzelteile,
Fotodokumentation.
Die hierzu erforderlichen Methoden und Techniken sollen in Form von Referaten vorbereitet werden. Ein
zweiter Themenkreis widmet sich der Theorie und Praxis der Dislozierung ganzer Gebäude.
Neben dieser Workshopartigen Kompaktveranstaltung vor Ort werden wir themenbezogene
Tagesexkursionen in der Region unternehmen. Vorgesehen ist ein Besuch des Freilandmuseum Nabburg/
Oberpfalz, welches sich der Darstellung regionaler bäuerlicher Kultur widmet und damit einen Museumstyp repräsentiert, wie es ihn in zahlreichen Landschaften in Deutschland gibt und wo dislozierte Bauten gesammelt und präsentiert werden. Die besondere Thematik der Dislozierung und der (Re-)
Kontextualisierung von Exponaten ist im Zusammenhang mit unserem Projekt von grossem Interesse. Daran anschließen soll sich ein Besuch der KZ Gedenkstätte Flossenbürg.

Work­shop

Demontage-Bauworkshop

Lehrender: Dr. Andreas Buss
Erstes Treffen: Dienstag, 17.05,  18 Uhr

Der Workshop ist Teil des Projekt “Pferdestallbaracke 260/9 OKH @ Gedenkstätte
Sachsenhausen”, steht aber auch weiteren interessierten Studierenden offen. Wir
demontieren eine bis heute landwirtschaftlich genutzte ehemalige Pferdestallbaracke
der Wehrmacht, wie sie in identischer Form auch als Häftlingsunterkunft in
Konzentrationslagern der NS-Zeit, aber auch für andere Zwecke eingesetzt worden ist.
Die Baracke wird zu einem späteren Zeitpunkt zur Geschichtsvermittlung in der KZ-
Gedenkstätte Sachsenhausen wiederaufgebaut. Dies bedeutet a) eine intensive
Auseinandersetzung mit denkmalwerter historischer (Holz-) Bausubstanz, b) das
Erlernen von Techniken und Methoden der Rezyklierung und Rückgewinnung von
Baumaterial - in diesem Fall sogar eines ganzen Gebäudes. Es wird ganz überwiegend
mit Holz gearbeitet.
- Abnahme der bestehenden Bretterfassaden
- Zerlegen des mit Holznägeln abgebundenen Gebäuderahmens
- Ordnen, Verpacken/ Verladen der Einzelteile in Container
- Trennung der Abfälle und saubere Räumung der Standfläche
- ggfs. Vorbereitung zur Bergung von Fundamentsockeln aus Beton
Das Projekt wird in Präsenz durchgeführt. Die Arbeiten finden in Beratshausen
(Nordbayern) statt. Unterbringung der Gruppe in der Nähe. Handwerkliche Erfahrung ist
wünschenswert, zb. im Holzbau, Schreiner-, Zimmermanns- oder Dachdeckergewerk.
Dies ist aber nicht zwingend erforderlich.

Vor­le­sung Ar­chi­tek­tur­theo­rie

Stadttheorie der Moderne

Lehrender: Prof. Philipp Oswalt
Mittwochs 12 - 13:30 Uhr
Erster Termin: Mittwoch, 20. April

Ausgehend von einer kurzen Skizze der Entstehung des modernen Städtebaus seit dem
19. Jahrhundert fokussiert die Vorlesung ausgewählte Positionen von
entwurfsorientierten Theorien der Stadt von 1933 bis heute (u.a. CIAM, Jane Jacobs,
Aldo Rossi, Venturi/Scott/Brown, Colin Rowe/ Rob Krier, Rem Koolhaas, Smart City
u.a.)
Die Vorlesung stellt einerseits den jeweiligen theoretischen Ansatz vor wie auch
Beispiele für dessen architektonisch-entwurfliche Umsetzung und Entwicklung. Nicht
zuletzt wird die Rezeptionsgeschichte der Theorien skizziert und eine Einordnung aus
heutiger Sicht vorgenommen.
Zur Vorlesung wird ein Begleitseminar angeboten, in welchem die Inhalte der Vorlesung
diskutiert und auf Baulichkeiten in Kassel bezogen werden. Die zusätzliche Teilnahme
an dem Seminar ist freigestellt.
Themen der Vorlesung
1. Die Stadt der Industrialisierung und ihre Kritik/ 19. Jh Klassische Moderne
2. CIAM - Charta von Athen 1933/ 1943
3. „Nationale Tradition“ 1934/ 1953/ (?New Urbanism)
4. Jane Jacobs: Tod und Leben großer amerikanischer Städte (1961)/ Jan Gehl (1987)
5. Aldo Rossi: Architektur der Stadt (1966)
6. Henry Lefebvre: Recht auf Stadt (1968)
7. Venturi/ Scott Brown: Learning form Las Vegas (1972)
8. Thema: Rob Krier : Stadtraum in Theorie und Praxis (1975)/ Colin Rowe: Collage City
(1984)
9. Oswald Matthias Ungers – Stadt in der Stadt (1977), u.a. (Vorlesung Samuel Korn)
10. Rem Koolhaas: Delirious New York (1979) u.a.
11. Urban Metabolism
12. Postcolonial: Transkulturalität – Dekolonisierung (Vorlesung Dr. Alexander Stumm)
13. Urbizid/ Arrival City

Be­gleit­semi­nar zur Vor­le­sung

Begleitseminar zur Vorlesung Architekturtheorie

Lehrender: Prof. Philipp Oswalt
Wöchentliches Treffen, Dienstags 12 bis 13:30 Uhr
Forschungsstation Traces am Lutherplatz

Erster Termin: Dienstag, 26. April

Die Inhalte der Vorlesung „Stadttheorie der Moderne“ werden in diesem
Begleitseminar gemeinsam diskutiert. Hierzu werden auch Gebäude und Quartiere
aus Kassel herangezogen, um zu prüfen, wie sich die Theorien auf konkrete
Praktiken und Örtlichkeiten auswirken.

Se­mi­nar Ar­chi­tek­tur­theo­rie

Die größte Reisscheune der Welt. Eine Analyse der Bauelemente der documenta fifteen

Lehrender: Samuel Korn
Mittwochs 10:00 bis 11:30 Uhr

Ausstellungen wie documenta manifestieren sich zunehmend außerhalb von Räumen, die als Ausstellungsorte gestaltet sind. Da bei diesem neueren Ausstellungstyp künstlerische und kuratorische Konzepte in Realräumen zugänglich gemacht oder aus bestehenden Situationen heraus entwickelt werden, stellt das städtische Geflecht als Ganzes sowie die hieraus ausgewählten Orte und Wege wichtige Elemente der Ausstellung dar.

Für die documenta fifteen machte ruan grupa lumbung zum Ausgangspunkt des Ausstellungskonzeptes. Der indonesische Begriff für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune versinnbildlicht Grundsätzen wie Kollektivität, Verteilungsgerechtigkeit, Zusammenarbeit und Partizipation. lumbung ist hierbei zunächst als Metapher zu verstehen, nicht als konkreter Baukörper. Da Elemente der Stadt als Wahrnehmungsumgebungen die Architektur der Ausstellung bilden, können diese als kuratorisches Framings sowie als materielle Analogie zu lumbung betrachtet werden; die von der Ausstellung aktivierten Aspekte der städtischen Umwelt werden zu Bauelementen der größten Reisscheune der Welt.

 

Die Art und Weise wie documenta fifteen in Kassel verortet und die Ausstellungskonzeption u.a. in Form ausgewählter Teile der Stadt materialisiert, ist zentrales Thema dieses Seminars. Wir wollen untersuchen, wie die Ausstellung mit den kulturellen und sozio-historischen Kontexten der bespielten Umgebungen interagiert und wie mit wie auch gegen bestimmte Vorstellungen von Stadt und Gesellschaft, Ausstellungsraum und Ausstellungspublikum operiert wird. Wir befragen das Verhältnis von Ideen wie der lokalen Verankerung und der Präsenz von Praktiken, Vorstellungen und Ansichten außerhalb Europas; wir beleuchten wie lumbung die Architektur der Ausstellung informiert, betrachten lumbung gleichsam als architektonisches Modell der Ausstellung und erforschen, welche agency die Stadt als Form der documenta fifteen entwickelt.

Das Seminar strukturiert sich in zwei Hälften. Zunächst wollen wir in einzelnen Terminen zu Beginn des Semesters anhand historischer Beispiele und theoretischer Betrachtungen ein gemeinsames Instrumentarium zur Untersuchung der documenta fifteen entwickeln. Gegen Ende des Semesters veranstalten wir in der TRACES Forschungsstation am Lutherplatz einen mehrtägigen Workshop, der eine Schnittstelle zwischen der Ausstellung, der Stadtgesellschaft und der studentischen Forschung bietet. Hierfür entwickeln wir eine Pop-Up-Ausstellung, die den Rahmen für weitere dialogische Situationen bietet. Das Lehrangebot richtet sich gleichermaßen an Student:innen in A, S und L sowie der Kunsthochschule.

Beachten Sie auf der Webseite des Fachgebiets Architekturtheorie und Entwerfen die Informationen zu den einzelnen Daten und die Hinweise zur obligatorischen und digital stattfindende Einwahl, welche die einzige Möglichkeit zur Anmeldung für dieses Lehrangebot darstellt.

Die Einwahl in die Seminare findet vom 08.04.2022 bis 13.04.2022 14:00 Uhr statt und ist unter folgendem Link möglich: https://login.asl.uni-kassel.de/ath/

Se­mi­nar Ar­chi­tek­tur­theo­rie

3x3. Ökologisches Bauen seit den 1970er Jahren

Lehrender: Dr. phil. Alexander Stumm

Zweiwöchentlich, Dienstags, 10–14 Uhr

Beginn: 19. April 2022

Ökologisches Bauen ist vor dem Hintergrund der Klimakrise ein Imperativ. Die derzeit diskutierten Ansätze sind aber nicht neu, sondern werden in den 1970er Jahren theoretisch entwickelt und praktisch umgesetzt. An der reformpädagogischen Gesamthochschule Kassel (heute Uni Kassel) entstanden eine Reihe besonders interessanter experimenteller Herangehensweisen. Drei prägende Protagonisten stehen im Seminar mit jeweils drei Ansätzen im Fokus (3x3):

Lucius Burckhardt: 

–Zirkuläres Bauen
–Der kleinstmögliche Eingriff
– Planung und Partizipation 

Gernot Minke: 
–Bauen mit Lehm
–Bauen mit lebenden Pflanzen
–Low-Cost Bauen

Thomas Herzog:
–Pneumatische Konstruktionen
–Solartechnik
–Energieeffiziente Gebäudehülle

Das Seminar arbeitet mit Texten sowie Dokumentationen der realisierten Projekte und nimmt mit einem Blick in die Uni-eigenen Archive (doku:lab) und Zeitzeugengesprächen außerdem die Netzwerk-Strukturen zwischen Lehrenden und Studierenden in den Fokus. Es möchte damit eine ganzheitliche, historische Perspektive für die unterschiedlichen, sich teils widersprechenden Ansätze des ökologischen Bauens entwickeln. Sie ist notwendig für ein Verständnis des aktuellen Diskurses und damit Fundament für ökologische Architektur der Gegenwart.

Die Ergebnisse des Seminars werden im Sommer in einer Pop-Up Ausstellung in der Forschungsstation Traces erstmals vorgestellt und in ausgearbeiteter Version im Jahr 2023 im Rahmen einer Ausstellungreihe zum 50-jährigen Bestehen des Fachgebiets ASL präsentiert.

Die Einwahl in die Seminare findet vom 08.04.2022 bis 13.04.2022 14:00 Uhr statt und ist unter folgendem Link möglich: https://login.asl.uni-kassel.de/ath/

Se­mi­nar Ar­chi­tek­tur­theo­rie

History of Architectural Theory from Vitruvius to Violett-le-Duc

Lehrender: Dr. Igor Demchenko
wöchentliches Treffen Dienstags 10 - 14:00 Uhr
Kurt-Schumacher 25 - Raum 1112

By focusing on textural sources, the course will explore the primary concepts of architectural theory developed from antiquity to the rise of the modern movement in the late 19th century. Harmony, symmetry, proportion, order, composition, style, ornament and beauty will be analyzed through the close reading of Vitruvius, Alberti, Barbaro, Filarete, Serlio, Vignola, Palladio, Scamozzi, François Blondel, Claude Perrault, J.-F. Blondel, Laugier, Wren, Shaftesbury, Guadet, Semper and Viollet-le-Duc. While geographically the theoreticians discussed in the course were all based in Europe, the implications of their concepts for architectural design and urban planning will be reviewed from the global perspective. The course will point at the role of architectural theory in imagining the ideal society based on harmonic cosmology and for the early experiments in social engineering.

Language of instruction: English.

Die Einwahl in die Seminare findet vom 08.04.2022 bis 13.04.2022 14:00 Uhr statt und ist unter folgendem Link möglich: https://login.asl.uni-kassel.de/ath/

Se­mi­nar Ar­chi­tek­tur­theo­rie

Urbicide: Destruction, Preservation, Reconstruction

Lehrender: Dr. Igor Demchenko
wöchentliches Treffen Donnerstags 10 - 14:00 Uhr
Kurt-Schumacher 25 - Raum 1112

Numerous cities and towns were heavily damaged and destroyed by the increased military power in the 20th and the 21st century. The unfolding tragedy in Ukraine calls for rethinking the urban consequences of the military conflicts in different historic periods and geographic environments. The Middle East, North Africa, the Caucasus have recently experienced the instances of urbicide, which brought with it un-planning, fragmentation and restructuring of urban fabric. Earlier in the 20th century urbicide was experienced by Europe, East and Southeast Asia. This course will explore the histories and strategies of the destruction of cities and towns and the consequences for the preservation of urban fabric under diverse military conditions across the globe. Students will be encouraged to contribute their personal reflections and observations upon the consequences of urbicide, the fragmented preservation, and the reconstruction that followed after the end of the active phase of the military conflict.

Language of instruction: English.

Die Einwahl in die Seminare findet vom 08.04.2022 bis 13.04.2022 14:00 Uhr statt und ist unter folgendem Link möglich: https://login.asl.uni-kassel.de/ath/

Se­mi­nar Ar­chi­tek­tur­theo­rie

Posenenske und der Bau der Kunsthochschule Kassel

Lehrende: Prof. Philipp Oswalt, Prof. Alexis Joachimides
Mittwochs, 14-tägig
Erster Termin: Mittwoch, 27 April, 14 Uhr

Das Seminar dient der Vorbereitung einer Ausstellung von Inhalten aus dem Seminar "Posenenske und der Bau der Kunsthochschule Kassel" des Wintersemesters 2021/22.

Der heutige Nordbau der Kunsthochschule ist ab 1960 durch den Architekten
Paul Friedrich Posenenske entworfen worden und ist ein besonders gelungener
wie charakteristischer Bau der Nachkriegsmoderne. Aufbauen auf Ergebnissen
eines Rechercheseminars im vorherigen Wintersemester erfolgt nun die
Realisierung der Ausstellung, welche vom 17.10. bis 5. 11. 2022 im neuen
Ausstellungsbau der Kunsthochschule gezeigt wird.
Inhalt des jetzigen Seminars im Sommmersemester ist neben ergänzende
Recherchen die Entwicklung der Ausstellung, von der thematischen Struktur,
über Visualisierungs- und Bildstrategien und Textung bis hin zum
Ausstellungsdisplay. Umfangreiche Material aus privaten und öffentlichen
Archiven kann im Original oder als Reproduktion für die Ausstellung verwendet
werden. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt. An ihm sind Studierende und
Lehrende der Kunsthochschule, Studiengänge der Kunstwissenschaft sowie
visuelle Kommunikation /Editorial Design gleichberechtigt beteiligt.
Neben dem Bau der Kunsthochschule von der Entstehung bis zur Nutzung soll
ebenso Poseneskes Sanierung und Umbau von Schloss Wilhelmshöhe, seine
Tätigkeit aus Hochschullehrer sowie seine Prägungen als Architekt in der
Ausstellung thematisiert werden. Auch internationalen Parallelentwicklungen und
möglichen Vorbilder der Bauaufgabe sowie die Institutionsgeschichte können
thematisiert werden.

Die Einwahl in die Seminare findet vom 08.04.2022 bis 13.04.2022 14:00 Uhr statt und ist unter folgendem Link möglich: https://login.asl.uni-kassel.de/ath/