SoSe 25
Einführungsprojekt | Räume er/finden | Zu Gast in der Natur
Im Rahmen des Jahresthemas Inclusive Räume und Region_für den Gast beschäftigen wir uns mit der Natur als Erholungsraum.
Von der Natur lernen, nicht nehmen, sondern geben, das sind die Prämissen für einen nachhaltigen Tourismus den wir in diesem Projekt anstreben. Die Natur ist ein Organismus. Wenn wir die Natur mit ihren Kreisläufen nicht verstehen und wertschätzen werden wir sie auch nicht schützen können. Daher ist es wichtig die Natur als Erholungsraum für den Menschen zu erschließen, aber wir müssen neue, für die Natur nachhaltige Konzepten für den Tourismus entwickeln. Die Natur ist kein Konsumprodukt, sondern muss gepflegt und erhalten werden. Wir werden in diesem Studio Konzepte für einen nachhaltigen Tourismus in Raum und Programm entwickeln der sich auf den Kreislauf der Natur einlässt. Ein Möglichkeitsraum: für Erkenntnis, Erholung, Austausch und Teilhabe.
Untersucht und besucht wird ein ehemaliger Steinbruch inmitten der malerischen Hügellandschaft des Sauerlands – ein Ort, geformt durch jahrzehntelangen Abbau, nun verwachsen und mit großen Potential als Erholungsraum und Ausflugsziel genutzt zu werden.
Es geht darum, neue Formen von Infrastruktur zu entwickeln – radikal oder subtil, experimentell oder pragmatisch –, die den Ort mit seinen Qualitäten wertschätzt und weiterdenkt. Die Studierenden entwerfen dafür, ausgehend von einer Jausen Station, ein weiterführendes Raumprogramm, das auf einer Analyse der Region basiert und in einer Kurzexkursion vor Ort ergänzt wird.
Im Fokus stehen die Entwicklung von zukunftsweisenden Konzepten ind Raum, Programm und Gestalt, die Konstruktion von Atmosphäre, das räumliche Erzählen, das Bauen im Modell und das dreidimensionale Entwickeln von Konzepten. Räume erfinden meint hier: Räume, die noch nicht da sind, aber denkbar werden – für Gäste, die nicht konsumieren, sondern verweilen.
Lehrende: Prof. Mag. Arch. Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs, M.Sc. Harun Faizi
Tutor*innen: B.Sc. Jonas Baumann, Julius Wadsack
Projekt V/DR SoSe 25: Inklusive Räume und Region | für den Gast geDACHt
Die Natur als Erholungsraum zu erleben ist für uns Menschen wichtig, vor allem auch um den Bezug zur Natur nicht zu verlieren.
Nur für Dinge, die wir kennen, verstehen und damit auch wertschätzen, können wir uns mit Überzeugung einsetzen. Naturschutz, Klimawandel, das sind Themen, die das Verständnis für Kreisläufe in der Natur und deren Zusammenhänge erfordern.
Für den Tourismus Konzepte zu entwickeln, die Erholung und Erkenntnis für den Gast verbinden, ist daher eine wichtige Herausforderung.
Im vergangenen Jahr wurde im Architekturzentrum Wien (AZW) eine umfassende Ausstellung zum Thema Tourismus eröffnet, die die Frage stellt:
Wie können wir uns einen Tourismus vorstellen, der nicht mehr zerstört, wovon er lebt?
Wir wollen Hotelkonzepte für einen nachhaltigen Tourismus im Alpenraum entwickeln.
Dabei liegt der Fokus auf der Reduzierung des Flächenbedarfs, der Infrastruktur (Straßen, Versorgungseinrichtungen usw.), der natürlichen Umwelt und der lokalen Kultur.
Wir arbeiten mit allen Mitteln …mit Algorithmen und Strohhalmen, mit analogen und digital fabrizierten Modellen, mit Bildern, Filmen, 3DScans, Sounds und Sprache ...
um zukunftsfähige Ideen in Raum, Programm und Gestalt zu entwerfen.
Das Projekt ist für die Teilnahme am BDA Preis 2025 „Neu überdacht“ geeignet.
Lehrende: Prof. Mag. Arch. Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs, M. Arch. Sarah Blahut
Infraturm | ReBuild mit AR + neuem Sitzbereich „Floating Curve“
Vielen Dank an die großzügige Unterstützung der Sponsoren Udo Wendland (Hugenottenhaus), Matthias Tunnemann & Team (Sprengwerk Architekten), Mirko Zapp, Christof Lutz (Boreal - Kulturzentrum Schlachthof Kassel), Bodo Schellhorn & Team (Werkhütte Kassel), Studienkommission (Uni-Kassel), sowie an die Unterstützer: innen, Jordan (JOKA, Kassel), Lars Meeß-Olsohn (HELIX Schraubfundamente), Julian Lienhard, Georgia Margarita (TWE/ Uni-Kassel) und Guido Brinkmann (EDEK/Brandthaus/Uni-Kassel)