Schul­prak­ti­sche Stu­di­en

Schulpraktische Studien

Die schulpraktischen Studien dienen der Einführung in die Unterrichtstätigkeit. Sie beziehen sich sowohl auf pädagogische und fachliche als auch auf didaktische, soziokulturelle und methodische Fragen des gewerblich-technischen Unterrichts.

Die 1. SPS, welche Sie in der Bachelorphase während der vorlesungsfreien Zeit absolvieren, bietet die Möglichkeit, die in der Universität erworbenen Kompetenzen in einer praktischen Phase anzuwenden. 

Die 2.SPS, welche Bestandteil des Masterstudiums sind, konzentrieren sich auf die Vertiefung der fachdidaktischen Kompetenzen und bieten somit die Möglichkeit, gewerblich-technischen Unterrichts selbstständig zu planen und durchzuführen. Diese SPS werden semesterbegleitend absolviert. 

Ziele der SPS

Hierbei sollen die Studierenden lernen...

  • mit Unterstützung von Mentorinnen und Mentoren sowie pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Kassel den Rollenwechsel von ehemaligen Schülerinnen und Schülern zu künftigen Lehrkräften anzubahnen.
  • erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Erkenntnisse auf die Unterrichtswirklichkeit zu beziehen.
  • Möglichkeiten und Grenzen des Lehrerhandelns im Hinblick auf die eigene individuelle Persönlichkeit fundiert einzuschätzen. Hieraus sollen sie erste Entwicklungsschritte in Richtung einer (selbst-)bewussten Lehrerpersönlichkeit einleiten.

In begleitenden universitären Veranstaltungen erfolgt schließlich die Reflexion der Erfahrungen, welche die Studierenden in den Schulen gesammelt haben. Hierbei wird auch der Bezug zu wissenschaftlichen Theorien und Befunden hergestellt. So werden Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft und wechselseitig nutzbar gemacht.

Schulpraktische Studien I und II - Berufspädagogik

Schulpraktische Studien I - Wirtschaftspädagogik

Organisation und Ablauf

Die Schulpraktischen Studien I sind Teil des Kernstudiums und sind in diesem Sinne nicht anzusehen als fachdidaktische Veranstaltung, sondern haben in erster Linie die Aufgabe, den Studierenden einen ersten Einblick in das System Schule zu gewähren. Außerdem sollen sie den Rollenwechsel von der Schülerin oder vom Schüler hin zur Lehrkraft initiieren.

Um den Studierenden diese Schritte zu ermöglichen, ist die Veranstaltung sehr umfassend angelegt und setzt sich zusammen aus einem Vorbereitungsseminar, einem Blockpraktikum und einem Nachbereitungsseminar. Das Nachbereitungsseminar wird in großen Teilen als Begleitseminar während des Blockpraktikums durchgeführt, um die zeitliche Nähe zum Praktikum zu gewährleisten.

Semester

Vorlesungszeit:
2 SWS Vorbereitungsseminar:

  • Vorbereitung des Blockpraktikums
  • die Studierenden organisieren eigenständig einen Praktikumsplatz

Vorlesungsfreie Zeit:
2 SWS Nachbereitungsseminar:
Das Nachbereitungsseminar wird als Begleitseminar in Blöcken in zeitlicher Nähe zum Blockpraktikum durchgeführt.

5 Wochen Blockpraktikum:

  • Hospitationen an den Schulen
  • Dokumentation der Unterrichtsbeobachtung
  • 2 Unterrichtsversuche

Wöchentlich 4-stündige Seminarsitzungen zur Praktikumsbegleitung: Blocktag zur Nachbereitung

Anders als in anderen Fachgebieten sind die Studierenden der Berufspädagogik selbst dafür verantwortlich, sich im Verlauf des Vorbereitungsseminars einen Praktikumsplatz zu organisieren. Dabei können alle Kreisberufsschulen ausgewählt werden, die sich im nord- und osthessischen Raum befinden. Bei Rückfragen hinsichtlich der Schulwahl können diese im Einzelnen während des Vorbereitungsseminars mit dem Praktikumsbetreuer geklärt werden.

Eine Anmeldung über HISPOS ist vor dem Besuch des Praktikums notwendig. Sollten sich in einem Semester zu viele Interessenten für das SPS I Berufspädagogik anmelden, so können wir bei entsprechender Voranmeldung möglicherweise noch Plätze in einem Seminar unserer Kollegen im Bereich Wirtschaftspädagogik zur Verfügung stellen. Da die SPS I Teil des Kernstudiums und nicht fachspezifisch sind, ist dies durchaus möglich.

Inhalte des SPS I

Die Schulpraktischen Studien I sind Teil des Kernstudiums und sind in diesem Sinne nicht anzusehen als fachdidaktische Veranstaltung, sondern haben in erster Linie die Aufgabe, den Studierenden einen ersten Einblick in das System Schule zu gewähren. Außerdem sollen sie den Rollenwechsel von der Schülerin oder vom Schüler hin zur Lehrkraft initiieren. Die Ziele und Inhalte der SPS I können der Modulprüfungsordnung  entnommen werden. Insbesondere werden folgende Inhalte im Verlauf der SPS I bearbeitet:

Inhalte des Vorbereitungsseminars

  • Die Studierenden erstellen ein Selbstkonzept, d.h. sie setzen sich mit der Lehrerrolle auseinander. Dabei können folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:
    • Wie sehe ich mich als zukünftige Lehrkraft?
    • Welchen Blick hat die Gesellschaft auf das Berufsbild des Lehrer oder der Lehrerin?
    • Welche Erwartungen sind an das Berufsbild geknüpft und welche Gesellschaftsteile haben dabei welche spezifischen Erwartungen?
    • Kann und muss man den Erwartungen der anderen im Lehrerberuf überhaupt gerecht werden?
    • Warum ist es so wichtig, sich mit der Rolle der Lehrkraft im Verlauf der Lehrerbild so intensiv auseinanderzusetzen?
  • Die Studierenden befassen sich mit dem Thema der Unterrichtsbeobachtung. Folgende Fragen stehen dabei zur Diskussion: 
    • Welches Ziel verfolgt Unterrichtsbeobachtung?
    • Was bedeutet beobachten aus wissenschaftlicher Sicht?
    • Welche Beobachtungskriterien gibt es überhaupt?
    • Welche sind für die Unterrichtsbeobachtung im SPS I sinnvoll und zielführend?
    • Wie können Unterrichtsbeobachtungen dokumentiert werden?
  • Die Studierenden planen Unterricht und setzen sich in diesem Zusammenhang mit verschiedenen Themen auseinander:
    • Lehrpläne lesen und Kompetenzen und Inhalte richtig herausarbeiten. 
    • Kompetenzen formulieren.
    • Inhalte auswählen und den zeitlichen Verlauf organisieren.
    • Methoden auswählen und kritisch reflektieren.
    • Lernsituationen (vor allem für duale Ausbildungsberufe) entwickeln.
    • Möglichkeiten der Individualisierung durchdenken und wo möglich gezielt einsetzen.
  • Es wird versucht, in jedem Durchlauf eine Exkursion zu planen und durchzuführen. Diese kann zu verschiedenen Orten führen und wird mit den Studierenden gemeinsam ausgewählt, soweit dies möglich ist.

Inhalte des Blockpraktikums

Über eine Dauer von fünf Wochen erhalten die Studierenden an den Praktikumsschulen die Möglichkeit zur Hospitation und zur eigenständigen Durchführung von Unterricht.

Verpflichtende Vorgaben für die Praktikumsgestaltung gibt es dabei nur wenige: Die Studierenden verbringen mindestens vier Unterrichtsstunde pro Tag im Unterricht an der Praktiumsschule und sie führen insgesamt zwei Unterrichtsversuche à 45 Minuten durch.

Darüber hinaus gibt es viel freien Gestaltungsraum, wie das Praktikum genutzt werden kann. Wer es sich zutraut, kann in Zusammenarbeit mit der Schule und den Kollegen vor Ort einige Vertretungsstunden durchführen. Die Studierenden können an Konferenzen, Fortbildungen, Exkursionen oder anderen Veranstaltungen des Schullebens teilnehmen und dies gern auch nach Rücksprache mit den Mentoren der Schule und dem Praktikumsbetreuern der Universität Kassel mitgestalten.

Die Studierenden sollen einen möglichst tiefen Einblick in den Alltag der Lehrkräfte bekommen. Dies gelingt in der Regel nicht, wenn die Studierenden sich nicht über die Hopsitationen hinaus auch auf das gesamte Schulleben und den Alltag im Lehrerzimmer einlassen.

Außerdem wählen die Studierenden für die Zeit des Blockpraktikums ein pädagogisches Schwerpunktthema, dass sie später im Rahmen des Abschlussberichts aufarbeiten. Dazu gilt es im Praktikum vorher schon die Augen mit Blick auf das Thema aufzuhalten, gern auch Lehrkräfte zu interviewen oder Umfragen im Klassenraum zu starten. Die Themenwahl kann dabei so vielfältig sein wie die Studierenden und die Praktikumsschulen.

Inhalte des Begleit- bzw. Nachbereitungsseminars

Das Nachbereitungsseminar, das formal erst in der Vorlesungszeit nach dem Blockpraktikum stattfindet, wird in der Regel bereits in 4-stündigen Blöcken parallel zum Blockpraktikum begonnen. Dies hat den Vorteile, dass Fragen zum Praktikum, Probleme an den Praktikumsschulen oder auch ganz gezielte Fragen zur Gestaltung der Unterrichtsversuche persönlich mit den Praktikumsbetreuern und in der Seminargruppe geklärt werden können.

Insbesondere bietet die parallele Gestaltung des Begleitseminars aber den großen Vorteil, dass alle Eindrücke aus dem Praktikum noch frisch sind und sehr zeitnah besprochen und mit der Seminargruppe diskutiert werden können. Dies bietet die im Studium so seltene Gelegenheit, Praxis und Theorie unmittelbar zu verknüpfen. Einerseits ist das Erlebte noch ganz nah und andererseits kann man in der Seminargruppe distanziert und theoriebasiert über verschiedene Fragestellungen des Schulalltags diskutieren.

Die inhaltliche Gestaltung des Begleitseminars sieht folgende Schwerpunkte vor:

  • Diskussion der von den Studierenden eingebrachten Themen aus dem Praktikumsalltag
  • Gestaltung von Unterrichtsentwürfen
  • Auswahl geeigneter pädagogischer Schwerpunktthemen
  • Form und Inhalte des Abschlussberichts

Bewertung der SPS I

Studienleistungen:

  • Einreichen eines schriftlich ausformulierten Selbstkonzepts
  • Einreichen eines selbst erstellten Beobachtungsbogens

Praktikumsdurchführung:

  • 100 Stunden Blockpraktikum, mindestens 4 Stunden / Tag an der Praktikumsschule, Nachweis durch Hospitationsprotokolle und Praktikumsbescheinigung der Schulleitung
  • Durchführung zweier Unterrichtsversuche à 45 Minuten und gemeinsamer Reflexion mit dem Praktikumsbetreuer bzw. der Praktikumsbetreuerin

Prüfungsleistung:

  •  Fristgerechte Abgabe eines vollständigen SPS-Berichts

Kontakte zu möglichen Praktikumsschulen der SPS I

In folgenden Orten Nord- und Osthessens finden Sie Praktikumsschulen, die den Status einer Kreisberufsschule haben und neben verschiedenen weiteren Berufsfeldern auch die Berufsfelder Metall-, Fahrzeug- und/oder Elektrotechnik anbieten. 

  • Alsfeld
  • Bad Arolsen
  • Bad Hersfeld
  • Bad Wildungen
  • Bebra
  • Eschwege
  • Frankenberg
  • Fritzlar
  • Fulda
  • Hofgeismar
  • Homberg
  • Hünfeld
  • Kirchhain
  • Korbach
  • Lauterbach
  • Melsungen
  • Schlüchtern
  • Schwalmstadt
  • Witzenhausen
  • Wolfhagen

Diese Liste erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit.

Datenbank beruflicher Schulen in Hessen: Die Datenbank beruflicher Schulen in Hessen finden Sie auf dem hessischen Bildungsserver. Dort haben Sie Zugang zu verschiedenen Kontaktmöglichkeiten zu den Schulen. Sie finden dort kurze Informationen zu Berufsfeldern, Email-Adressen, Telefonnummern oder Internetauftritten der Schulen. Außerdem können Sie bei der Schulsuche verschieden Filter nutzen:

dms-schule.bildung.hessen.de/suchen/suche_schul_bs_db.html

Schulpraktische Studien 1 (Bachelor)

Die Fachprüfungsordnung für Wirtschaftspädagogik sieht im erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Kernstudium als Modul 10 die Absolvierung der Schulpraktischen Studien vor. Zur Erfüllung dieses Pflichtmoduls gibt es zurzeit 2 unterschiedliche Möglichkeiten, die nachfolgend beschrieben werden sollen. 

1. SPS 1 Praktikum Normalform

Das Praktikum in der Normalform beinhaltet Seminar- und Praktikumszeiten. Diese Zeiten sind nicht chronologisch zu ordnen. Zum besseren Verständnis soll die folgende Darstellung dienen.

 

Seminarzeit

UNI ca. 40 Stunden

Praktikumszeit

Schule ca. 100 Stunden

Beschreibung

Die Seminarzeit gliedert sich in ein semesterbegleitendes Seminar sowie ein Vor- und Nachbereitungsseminar und Begleitseminare während der Praktikumsphase (4 SWS).

Das Schulpraktikum wird in einer Beruflichen Schule der Stadt oder des Landkreises Kassel absolviert. Eine Einwahl an einen Schulstandort erfolgt über das Vorlesungsverzeichnis. 

Inhalte

 

Die ersten Schulpraktischen Studien verstehen sich als Orientierungspraktikum und sollen die Möglichkeit eröffnen den angestrebten, beruflichen Werdegang kompetent reflektieren zu können.

 

In den vor-, nachbereitenden und begleitenden Seminaren werden wichtige Themen rund um den Beruf einer Lehrkraft bearbeitet.

 

Als zentraler Ausgangspunkt für die weitere berufliche Entwicklung wird die Anfertigung eines Selbstkonzepts gesehen. Hier beschreiben die Studierenden die Beweggründe für ihre Berufsentscheidung und reflektieren, was sie auf ihrem Weg bereits geleistet haben bzw. noch leisten müssen. Dafür erarbeiten sie sich wichtige Details des Lehrerberufs und reflektieren diese. 

 

Während der Praktikumsphase können in den Begleitveranstaltungen erste Beobachtungen und praktische Erfahrungen vorgestellt und reflektiert werden.

 

Die Seminarteilnahme ist verpflichtend und kann nicht durch andere Leistungen ersetzt werden. Es wird eine aktive Mitarbeit vorausgesetzt.

 

Am Ende der SPS 1 sollte die eindeutige Entscheidung für oder gegen den weiteren beruflichen Werdegang zur Lehrerin/zum Lehrer stehen.

 

In der Praktikumsphase (5 Wochen vor den Oster- oder Herbstferien in Hessen) lernen die Studierenden mithilfe von Ansprechpartnern an den Praktikumsschulen den Schulbetrieb schrittweise kennen und erfassen den Schulstandort in seinen vielfältigen Bereichen. 

 

Sie werden angeleitet erste eigene Unterrichtsversuche durchzuführen. Dazu begleiten sie zunächst erfahrene Kolleginnen und Kollegen in den Unterricht (Hospitation) und fertigen fachlich begründete Unterrichtsbeobachtungen an. Hier können bereits kleinere Teile des Unterrichts übernommen werden.

 

Aufgrund der Vorbereitung in der Seminarzeit und unter Hilfestellung der Kolleginnen und Kollegen vor Ort erstellen die Studierenden eigene Unterrichtsplanungen und führen diese Unterrichte selbstständig durch und reflektieren die eigene Leistung mithilfe des Pädagogischen Mitarbeiters der Universität Kassel und ggf. der Lehrkraft der Praktikumsschule. Der/Die Pädagogische Mitarbeiter/in beraten die/den Studierende/n.

 

Die Studierenden schätzen ihre eigenen Kompetenzen ein, erkennen Defizite  und beschreiben notwendige Lerninhalte ihres weiteren Studienverlaufs.

 

Die Erkenntnisse aus dem Praktikum werden in einem Praktikumsbericht dargestellt und verarbeitet.

 

2. SPS 1 Praktikum Kooperationsform 

Das Praktikum in der Kooperationsform beinhaltet Seminar-, Kooperations- und Praktikumszeiten. Diese Zeiten sind nicht chronologisch zu ordnen. Zum besseren Verständnis soll die folgende Darstellung dienen.

 

Seminarzeit

UNI ca. 40 Stunden

Kooperationszeit

ca. 40 Stunden

Praktikumszeit

Schule ca. 60 Stunden

Beschreibung

Die Seminarzeit gliedert sich in Blockseminare zur Vorbereitung der Kooperations- und Praktikumszeit sowie in wöchentliche Begleitseminare während der Kooperationsphase und eine Nachbereitungs- / Evaluationsveranstaltung (4 SWS).

In der Kooperationszeit nehmen die Studierenden an der Einführungsphase des Studienseminars Kassel für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) teil. Diese Zeit wird von einem/einer Pädagogischen Mitarbeiter/in und den Fachleitern des Studienseminars Kassel begleitet.

Das Schulpraktikum wird in der Kooperationsschule absolviert. Eine Einwahl in eine andere Schule ist nicht möglich.

Inhalte

 

Für die Inhalte der Seminarzeit in Kooperationsform gelten die Ausführungen zur Seminarzeit des Praktikums in Normalform.

 

Ergänzend hierzu wird ein Schwerpunkt auf das Thema geben und annehmen von Feedback gelegt, da die Studierenden in der Kooperationsphase die Gruppenprozesse in ihrem Lehrerteam durch Beobachtung der Arbeits- und Unterrichtsprozesse aufnehmen, bewerten und in Form eines konstruktiven Feedbacks in die Arbeitsgruppe einbringen sollen. 

 

Das soll die Struktur von Planungs- und Unterrichtsprozessen transparent machen und aufzeigen, welche Gedanken die Planung und Durchführung von Unterricht anstoßen und begleiten. Dadurch sollen die Studierenden sowie die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) lernen Arbeitsprozesse zu reflektieren. Ziel ist es positive, kompetente Verhaltensmuster beizubehalten und kritische Verhaltensweisen zu reflektieren und zu verändern.

 

Die Kooperationszeit beginnt mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung (im Mai oder November) deren Ziel es ist, dass sich die Studierenden und die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) kennenlernen und zu Teams zusammenfinden.

 

Die Schulpartner werden vom Studienseminar Kassel organisiert und sind vorgegeben. Eine Einwahl findet nicht statt.

 

Anschließend planen die Kooperationsteams gemeinsam Unterricht, führen ihn durch und reflektieren diesen mit Unterstützung durch eine/n Fachleiter/in des Studienseminars oder Pädagogische/n Mitarbeiter/in der Uni Kassel in einer anschließenden Nachbesprechung wöchentlich donnerstags an 5-6 Terminen.

 

Die Hauptaufgabe der Studierenden besteht darin nutzbringend Feedback zu geben. Die Erkenntnisse aus dieser Phase können sie später für ihre eigene Praktikumszeit nutzen, indem sie diese für eigene Planungs- und Unterrichtsprozesse nutzen.

 

Für die Inhalte der Praktikumszeit in Kooperationsform gelten die Ausführungen zur Praktikumszeit des Praktikums in Normalform.

 

Ergänzend hierzu gilt: In der Praktikumszeit verbleiben die Studierenden an ihrer Praktikumsschule aus der Kooperationszeit und absolvieren dort im Anschluss ein Schulpraktikum.

 

Möglichkeiten:

 

·        wöchentlichen Präsenzzeit und Blockform 

·        Blockform

 

Diese Formen variieren durch ihre Lage im Jahresverlauf. Die Entscheidung, welche Form angeboten wird liegt bei dem/der Pädagogischen Mitarbeiter/in. Sie kann nicht frei gewählt werden. Es wird die jeweils für die Studierenden günstigste Variante ausgewählt.

 

 

 

Nach dem Absolvieren des Praktikums findet eine Abschlussveranstaltung statt, die zur Evaluation der Seminar- und Praktikumszeit (Normalform) oder der Seminar-, Kooperations- und Praktikumszeit (Kooperationsform) genutzt wird. Bei dieser Gelegenheit können offen gebliebene Fragen geklärt werden. Außerdem werden die formalen und inhaltlichen Kriterien, die an den Praktikumsbericht gestellt werden abschließend besprochen und ein verbindlicher Termin (i.d.R. 4 Wochen nach der letzten Veranstaltung) zur Abgabe vereinbart.

Die Abgabe erfolgt zum Stichtag sowohl in digitaler Form als pdf-Datei als auch in gebundener Form.

Genauere Erläuterungen hierzu erhalten Sie von dem/der zuständigen Pädagogischen Mitarbeiter/in.

Organisation und Ablauf

Die Schulpraktischen Studien IIa sind Teil des Masterstudiums und werden gestaltet als fachdidaktisch ausgerichtetes Seminar mit semesterbegleitendem Schulpraktikum. Neben dem SPS IIa, das in der beruflichen Fachrichtung durchgeführt wird, ist im Rahmen des Masterstudium außerdem das SPS IIb zu absolvieren, das von den Fachbereichen der jeweiligen allgemeinbildenden Fächer ausgerichtet wird.

Die Schulpraktischen Studien IIa als fachdidaktisches Seminar legen ihren Fokus insbesondere auf die Gestaltung von Unterricht aus Sicht der Technikdidaktik. Dabei geht es vor allem darum, Technikunterricht im Rahmen von Hospitationen zu beobachten, selbst Unterricht durchzuführen und das eigene Handeln mit Blick auf die Forderungen einer wissenschaftlich fundierten Technikdidaktik kritisch zu reflektieren.

Anders als die Schulpraktischen Studien I ist das Praktikum semesterbegleitend ausgelegt. Während es während der SPS I darum geht, einen ersten Rundumblick auf Schule zu gewähren, haben die Schulpraktischen Studien IIa ein anderes Ziel: Die Studieren erhalten die Möglichkeit einen sich entwickelnden Unterrichtsverlauf in einer Klasse, bei einer Lehrkraft über einen längeren Zeitrahmen zu beobachten und mitzugestalten.

Die Auswahl der Praktikumsschule treffen die Studierenden nach Möglichkeit selbst. Dazu wird jedes Semester vor Beginn der Vorlesungszeit ein Termin vereinbart, zu dem sich die Schulen vor Ort selbst vorstellen können. Dazu ist eine Anmeldung vorab über HiSPos unerlässlich. Die Auswahl der Praktikumsschule durch die Studierenden erfolgt dann meist nach selbst gewähltem beruflichen Schwerpunkt, z.B. Metalltechnik Industrie, Metalltechnik Handwerk, fahrzeugtechnische Berufe, Ausbildungsberufe Elektrotechnik, Vollzeitschule Elektrotechnik, etc.

Für die Organisation eines Praktikumsplatzes sind die Studierenden selbst verantwortlich. Das Praktikum kann derzeit nur an einer beruflichen Schule in Kassel durchgeführt werden.

Vorlesungszeitraum

2 SWS Begleitseminar:

  • Vorbereitung und Begleitung des Praktikums
  • Beratung der Studierenden für die eigene Unterrichtsgestaltung
  • verschiedene Themen nach laut Modulordnung und nach Absprache mit den Studierenden

2 Unterrichtsstunden / Woche Prakitkum:

  • semesterbegleitendes Schulpraktikum
  • Hospitationen
  • Unterricht planen und mitgestalten

Inhalte der SPS IIa

Wie bereits im SPS I steht zu Beginn der SPS IIa die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstkonzept. Dieses wird neu überdacht und vorerst festgeschrieben. Außerdem steht gleich zu Beginn eine Einschätzung der eigenen Kompetenzen als Lehrkraft, die sich sicher seit dem letzten Praktikum weiterentwickelt haben. Auf Grundlage dieser Einschätzung legen alle Studierenden konkrete Ziele für die SPS IIa fest. 

Anders als die Schulpraktischen Studien I ist das Praktikum semesterbegleitend ausgelegt. Während es während der SPS I darum geht, einen ersten Rundumblick auf Schule zu gewähren, haben die Schulpraktischen Studien IIa ein anderes Ziel: Die Studieren erhalten die Möglichkeit einen sich entwickelnden Unterrichtsverlauf in einer Klasse, bei einer Lehrkraft über einen längeren Zeitrahmen zu beobachten und mitzugestalten.

Über die beschriebenen inhaltlichen Schwerpunkte hinaus wird im Rahmen des Seminars versucht, besonders auf die Inhalte einzugehen, die die Studierenden vorschlagen. Meist ergeben sich diese aus der Analyse der eigenen Kompetenzen.

Themen, die in den letzten Jahren immer wieder inhaltlich behandelt wurden, waren z.B.

  • rechtliche Fragen, z.B. Schulformverordnungen, Gestaltung der Berufe nach §66 BBiG, etc.
  • Verfassen von Unterrichtsentwürfen
  • Methoden im Technikunterricht
  • Planung von langfristig angelegten Lernarrangements im Technikunterricht
  • Aufarbeitung eines Lernfelds
  • Einbindung von vorerstellten Materialien in den Unterricht, kritisch Betrachtung der Unterrichtsmaterialien, Möglichkeiten der Optimierung und Einbindung

Bewertung des SPS IIa

Studienleistungen:

  • Einreichen eines schriftlich ausformulierten Selbstkonzepts
  • Einreichen eines selbst erstellten Beobachtungsbogens

Praktikumsdurchführung:

  • 2 Unterrichtsstunden pro Woche in einer Klasse, bei einer Lehrkraft über den gesamten Zeitraum der Vorlesungszeit hospitieren und den Unterricht mit gestalten, Nachweis durch Hospitationsprotokolle und Praktikumsbescheinigung der Schulleitung
  • Durchführung zweier Unterrichtsversuche à 45 Minuten und gemeinsamer Reflexion mit dem Praktikumsbetreuer bzw. der Praktikumsbetreuerin

Prüfungsleistung:

  • Fristgerechte Abgabe eines vollständigen SPS-Berichts

Kontakte zu möglichen Praktikumsschulen der SPSIIa

Die Schulpraktischen Studien IIa werden zurzeit lediglich an beruflichen Schulen in Kassel durchgeführt. Entsprechende technische Fachrichtungen bieten in Kassel die Schulen des Berufsschulzentrums II und die staatliche Berufsschule des Berufsbildungswerkes an.

Max-Eyth-Schule
Oskar-von-Miller-Schule

Staatliche Schule im Berufsbildungswerk:

Homepage Berufsschule
Homepage Berufsbildungswerk Bathildisheim