Forschungsschwerpunkte

Wieso engagieren sich Menschen über das normale Maß hinaus bei der Arbeit, handeln eigeninitiativ und vorausschauend, entwickeln neue Ideen und treiben Veränderungen voran? Kreativität und Eigeninitiative sind in vielen Arbeitstätigkeiten gefordert, sei es bei Angestellten oder bei Unternehmern. Wie diese Verhaltensweisen gefördert werden können, steht im Zentrum der Forschung. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Zentral sind Arbeitsbedingungen, die auf Personen intrinsisch motivierend und täglich das Wohlbefinden fördern, u.a. emotionale Ereignisse oder Routinen bei der Arbeit. Letztere können Arbeitstätige bei komplexen anspruchsvollen Aufgaben entlasten. Ziel ist es insgesamt, neue Ansatzpunkte zu identifizieren, wie die Motivation und das Wohlbefinden von Mitarbeitern in Organisationen verbessert werden kann. Weitere Informationen finden Sie hier.

Der Einzug von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Arbeitsalltag verändert grundlegend, wie wir Aufgaben bewältigen, im Team kommunizieren und berufliche Kompetenzen erwerben. Unser Fachgebiet untersucht in verschiedenen Forschungsprojekten, wie Beschäftigte und Führungskräfte diesen technologischen Wandel erleben und wie KI die soziale Interaktion im Beruf prägt.

 

Aktuelle Studien und Projekte:

  • Im Rahmen einer Längsschnittstudie untersuchen wir, wie die Nutzungshäufigkeit und der Einsatzzweck generativer KI die langfristige Einstellung gegenüber der Technologie sowie den Kompetenzerwerb über die Zeit beeinflussen. Dabei betrachten wir insbesondere die Rolle von Aufgabenmerkmalen für das Lernen im Job.
  • Die psychologischen Motiven hinter der KI-Nutzung werden mit Hilfe der neu entwickelten WHAI-w Skala erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass KI neben der reinen Effizienzsteigerung auch gezielt für soziale Zwecke und den Beziehungsaufbau am Arbeitsplatz eingesetzt wird.
  • Den Einsatz von KI in der Führungskommunikation beleuchtet die Studie von Sedefoglu-Ulucak. Es zeigt sich, dass Führungskräfte KI-basiertes Feedback zur Empathie gleichermaßen akzeptieren wie von menschlichen Feedbackgebern und nutzen, um ihre schriftliche Kommunikation mit Mitarbeitenden zu verbessern.
  • Ungleiche Voraussetzungen bei Menschen können zu einer digitalen Kluft (Digital Divide) führen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein höherer familiärer sozioökonomischer Status, mehr Bildung und anspruchsvolle Aufgaben mit einer positiveren KI-Einstellung sowie höherer KI-Kompetenz zusammenhängen.

 

Diese Forschungsfragen findet in Kooperation mit den Mitgliedern des ITeG statt.