Live­seed

Pro­jekt­be­schrei­bung

Die Ziele und Aufgaben von LIVESEED sind die Verbesserung der Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit des ökologischen Saatgut- und Züchtungssektors und die Förderung einer stärkeren Nutzung von ökologischem Saatgut. LIVESEED strebt an:

  • Förderung einer harmonisierten Umsetzung der EU-Öko-Verordnung für ökologisches Saatgut
  • Stärkung der Datenbanken für ökologisches Saatgut in der gesamten EU
  • Untersuchung der sozioökonomischen Aspekte im Zusammenhang mit der Produktion und Verwendung von ökologischem Saatgut
  • Verbesserung der Verfügbarkeit und Qualität von ökologischem Saatgut
  • Entwicklung von Richtlinien für die Prüfung und Registrierung von Öko-Sorten
  • Entwicklung innovativer Züchtungsansätze für den ökologischen Landbau
  • Erweiterung der Auswahl an Öko-Sorten, die der Nachfrage der Landwirtschaft, der Verarbeitung, des Einzelhandels und der Konsumenten entsprechen
  • Die Forschungsaktivitäten von LIVESEED umfassen fünf Hauptkulturen (Leguminosen, Gemüse, Obstbäume, Getreide und Futterpflanzen) unter Berücksichtigung verschiedener Anbausysteme und pedoklimatischer Zonen in Europa

Bei­trag OPB

Die Arbeit am OPB ist im Arbeitspaket 3 von LIVESEED lokalisiert, das sich mit Maßnahmen zur Beschleunigung des Züchtungsprozesses und der verbesserten Anpassung neuer Sorten beschäftigt. Im OPB sollen gemeinsam mit den Partnern Weizenlinien mit neuen und zum Teil auch pyramidisierten Resistenzgenen gegen Steinbrand des Weizens identifiziert werden und Marker für diese Resistenzgene zur Verfügung gestellt werden. Steinbrand ist deswegen hauptsächlich in der Ökologischen Landwirtschaft relevant, weil die Krankheit über das Saatgut übertragen wird und im konventionellen Bereich durch chemische Beizung bekämpft wird. Eine Pyramidisierung ist eine Anhäufung verschiedener Resistenzgenen in einer Weizensorte, was verhindert, dass die Resistenz der Sorte schnell vom Erreger der Krankheit durchbrochen wird. Marker für diese Resistenzgene ermöglichen erst diese Pyramidisierung und ersparen außerdem der Züchtung auf ihren Feldern mit aggressiven Isolaten des Krankheitserregers zu arbeiten, die so noch nicht in der Landwirtschaft angekommen sind.