BLUMI-Med zielt darauf ab, lokale städtische (Lebensmittel-)Märkte in Mittelmeerländern kontextsensitiv zu verstehen, um ihre Nachhaltigkeit zu verbessern, einen höheren sozialen, kulturellen und ökonomischen Nutzen zu erzielen sowie IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)-bezogene Geschäftsmodelle zu entwickeln. BLUMI-Med will dazu beitragen, Lebensmittelabfälle und -verluste zu reduzieren, die CO2-Bilanz von Lebensmittelsystemen zu verringern, Wirtschaftskreisläufe zu schließen, die Leistung des WEFE-Nexus (Wasser-Energie-Nahrungsmittel-Umwelt) zu verbessern, die lokale Wirtschaft zu entwickeln und die Ernährungssicherheit der lokalen Bevölkerung zu erhöhen. BLUMI-Med untersucht vielfältige lokale Märkte in städtischen und stadtnahen Gebieten, ihre Rolle in den jeweiligen Lebensmittelsystemen und ihre Nachhaltigkeit. Das Konsortium besteht aus 13 Forschungs-, Praxis- und Innovationspartnern mit sozial- und wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund aus den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelsysteme aus neun Mittelmeerländern. Das transdisziplinäre Projekt entwickelt einen konzeptionell-methodischen Rahmen, der sich auf einen Multi-Actor-Ansatz (MAA) stützt, um die Eigenschaften und die Nachhaltigkeit 17 lokaler städtischer Märkte in 8 Mittelmeerländern zu erfassen, eine Typologie dieser Märkte zu erstellen, und die Übertragbarkeit und das Upscaling von Projektergebnissen und -empfehlungen zu prüfen. Für jeden Markt werden innovative Governance-Ansätze, IKT-basierte Geschäftsmodelle und/oder politische/regulatorische Ansätze entwickelt. Diese Ansätze werden im Rahmen des MAA ermittelt, an die lokalen Gegebenheiten angepasst und validiert. Die empirische Forschung beinhaltet die Analyse von Stakeholdern, Wertschöpfungsketten, Lebensmittelsystem und -einzugsgebieten, Mehrebenen-Governance, Politikansätzen, Genderaspekten sowie von Produzent*innen und Konsument*innenperspektiven und kombiniert verschiedene qualitative und quantitative Methoden. Das Fachgebiet für Internationale Agrarpolitik und Umweltgovernance an der Universität Kassel koordiniert das Gesamtprojekt.