Exkursionen

Der Hochschulverband organisiert vielfältige Exkursionen, welche verschiedenen Themen der Landwirtschaft und darüber hinaus beleuchten. Diese finden i.d.R. als Tagesexkursionen statt und werden per Bus oder in der näheren Umgebung von Witzenhausen per Fahrrad durchgeführt.

Exkursion Sommersemester 2026

„Zukunft säen“, bio ernten: Pflanzenzüchtung für den Ökolandbau bei KWS

Wohin?:  KWS Saat (Biobetrieb Klostergut Wiebrechtshausen + Unternehmenszentrale in Einbeck)

Wann?:  19.06.2026 von 08:30 bis 16:30 Uhr

Kosten:  30 € (HVW Mitglieder 25 €) für Fahrt und Mittagessen

 

Die Landwirtschaft der Zukunft steht vor weitreichenden Herausforderungen: Klimawandel, Ressourcenknappheit und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit erfordern völlig neue Ansätze auf dem Feld. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Saatgut. Doch wie unterscheidet sich eine ökologische Pflanzenzüchtung eigentlich ganz praktisch von konventionellen Methoden? Welche Forschungsansätze sind nötig, um widerstandsfähige Sorten ohne synthetische Pflanzenschutzmittel zu entwickeln? Wie vereinbart ein Weltkonzern wie die KWS einerseits Gentechnik-Forschung mit andererseits Züchtung für den Ökolandbau?

Diesen Fragen wollen wir gemeinsam auf den Grund zu gehen! 

1. Station: Schwerpunkt Ökologische Züchtung auf dem Klostergut Wiebrechtshausen 

Unser Tag beginnt um 10:00 Uhr auf dem historischen Klostergut Wiebrechtshausen in Northeim. Das Gut ist nicht nur ein traditionsreicher landwirtschaftlicher Betrieb, sondern das Herzstück der ökologischen Pflanzenzüchtung bei KWS. Hier befinden sich die zentralen Praxisbetriebe für die Feldversuche. Während einer umfassenden landwirtschaftlichen Betriebsführung liegt der Schwerpunkt auf den Besonderheiten des Öko-Anbaus. Wir erfahren direkt auf dem Feld, wie sich die Selektionskriterien, die standortspezifischen Herausforderungen und die Zuchtziele von der konventionellen Züchtung unterscheiden. Ein echter Deep Dive in die ökologische Agrarpraxis!

 

Unsere Mittagspause verbringen wir in der idyllischen Altstadt von Einbeck in der Gaststätte “Brodhaus”, dem ältesten Wirtshaus in Niedersachsen. Ihr könnt aus drei verschiedenen Flammkuchen wählen. Getränke sind selber zu zahlen.

 

2. Station: Hightech-Forschung und Produktion am Hauptsitz in Einbeck 

Nach der Mittagspause wechseln wir von der Praxisfläche direkt in die aktuelle Forschung und Industrie. Ab 13:30 Uhr öffnet KWS für uns die Tore des Hauptsitzes in Einbeck. Nach einer Unternehmensvorstellung teilen wir uns in Kleingruppen auf, um einen exklusiven Blick in sonst verschlossene Bereiche zu werfen:

  • Das Biotechnikum: Erleben Sie, wie moderne molekularbiologische und gentechnische Methoden die Züchtung verändern.
  • Das LEO-Gewächshaus: Ein vollautomatisches, hochmodernes Gewächshaussystem, in dem Umweltbedingungen exakt simuliert werden, um die Pflanzen von morgen zu testen.
  • Saatgutaufbereitung und Verpackung: Gewinnen Sie Einblicke in die hochtechnologisierte Aufbereitung und Logistik des Saatguts.

Gegen 15:30 Uhr endet das offizielle Programm vor Ort, sodass wir voller neuer Eindrücke die Heimreise antreten können. Wir planen um 16.30 wieder in Witzenhausen zu sein.

 

Die Exkursion findet aufgrund der Kapazitäten von KWS mit max. 35 Teilnehmenden statt, es wird, wenn es mehr Anmeldungen werden sollten, eine Warteliste geben.

 

Der Anmeldezeitraum endet am 15.06. Erst mit der Überweisung des Teilnehmendenbeitrages ist die Anmeldung abgeschlossen!

 

Wer bis zum 15.06. HVW-Mitglied wird, kann den vergünstigten Preis buchen. Hier geht´s zur Beitrittserklärung

Anmeldung Exkursion KWS

Vergangene Exkursionen

Pünktlich um 8:30 Uhr startete unsere Exkursion in Witzenhausen am Tegut-Parkplatz. Bei bestem Herbstwetter machten wir uns auf den Weg in die Kaliregion an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen – eine Landschaft, die von beeindruckenden Bergbauanlagen und zugleich von den Folgen jahrzehntelanger Rohstoffgewinnung geprägt ist.

Unser erster Halt führte uns an den Fuß des imposanten Monte Kali, der mit seinen rund 200 Metern Höhe schon von weitem zu sehen ist. Dort trafen wir Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werraland“, die sich gemeinsam mit dem BUND e.V. gegen die zunehmende Versalzung der Werra einsetzt. In einer engagierten Gesprächsrunde erfuhren wir, wie stark die Region unter den ökologischen Folgen des Kaliabbaus leidet – und wie viel Einsatz und Ausdauer nötig sind, um Veränderungen zu bewirken. Besonders eindrucksvoll war der Bericht über die Klage der Initiative gegen den Konzern K+S, mit der sie auf mehr Umweltschutz und nachhaltiges Handeln drängt.

Zur Mittagspause wartete eine köstliche Stärkung auf uns: eine frisch gekochte Suppe vom Biolandhof ÖX aus Frankershausen. Ob vegetarisch oder mit Fleisch – sie schmeckte allen hervorragend und sorgte für neue Energie. Auch an Getränke – warm und kalt – war gedacht, sodass wir gestärkt in den zweiten Teil des Tages starten konnten.

Am Nachmittag ging es weiter nach Merkers, wo uns Lukas Bangert, Regionalberater von K+S, begrüßte. In seinem Einführungsvortrag erfuhren wir spannende Details über die Produkte des Unternehmens und deren Bedeutung für die Landwirtschaft. Anschließend begann das vielleicht spektakulärste Erlebnis des Tages: die Fahrt unter Tage in das einstmals größte Kalibergwerk der Welt.

Mit LKWs ging es bis auf eine Tiefe von über 800 Metern hinab – in eine faszinierende Welt aus Salz, Gestein und Technik. Auf einer rund 21 Kilometer langen Tour erhielten wir Einblicke in die geologischen Strukturen, die Abbauverfahren und den Arbeitsalltag im Bergwerk. Die Temperaturen zwischen 21 und 28 Grad Celsius sorgten für echtes „Tropenklima unter Tage“ und machten die Führung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich wieder Witzenhausen – müde, aber begeistert von einem Tag voller spannender Eindrücke, intensiver Gespräche und neuer Erkenntnisse über die Verbindung von Wirtschaft, Umwelt und Verantwortung.

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Die Exkursion mit 30 Teilnehmenden startete am Samstag, den 27.Januar um 8:00 Uhr in Witzenhausen am Tegut und unsere erste Station war das Milchmuhseum in Willingen, wo uns bei der Verkostung von Molkereiprodukten der Betriebsleiter der Bauernmolkerei Andreas Siegert ausführlich von dem Konzept und der Geschichte berichtete und uns, via Filmen von den Produktionsabläufen. Anschließend bekamen wir von ihm eine Führung um die neugebaute Molkerei und erhielten dabei Einblicke in die Produktionshallen.

Zur Mittagspause kehrten wir, nach einer Wanderung in die Graf Stolberg Hütte oberhalb von Willingen ein und genossen bei herrlichem Wetter und gutem Essen und Getränken einen der schönsten Ausblicke über das Sauerland. Die Rückfahrt führte uns über Waldeck, wo wir unsere letzte Station des Tages beim Hof Bio Agrar Meyer hatten, diese beliefern seit 2014 die Upländer Bauernmolkerei. Sie halten 120 Milchkühe und bewirtschaften 280 ha. Wir hatten eine interessante Stallführung durch den Betriebsleiter, der zudem im Vorstand der Genossenschaft ist, und erhielten einen Blick von der Seite der zuliefernden Betriebe auf die Molkerei. Gegen 18 Uhr erreichten wir nach einem ereignisreichen Tag wieder Witzenhausen.