Einfluss von Faktoren an der Infrastruktur auf (Allein)Unfälle von Radfahrenden
Projektziel
Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu zehntausenden Unfällen mit Radfahrenden. Allein im Jahr 2019 wurden rund 100.000 solcher Unfälle polizeilich erfasst. Besonders auffällig: Etwa jeder fünfte Unfall war ein sogenannter Alleinunfall – es waren also keine weiteren Personen beteiligt.
Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen, da viele dieser Unfälle gar nicht gemeldet werden. Fachleute gehen daher von einer erheblichen Dunkelziffer aus.
Während Fahrfehler eine Rolle spielen, zeigen internationale Studien, dass auch die Qualität der Infrastruktur einen großen Einfluss hat. Schlechte Radwege, unübersichtliche Verkehrsführungen oder bauliche Mängel können das Unfallrisiko deutlich erhöhen.
Genau hier setzt unser Projekt an: Wir untersuchen erstmals systematisch für Deutschland, welche Rolle die Infrastruktur bei Fahrradunfällen spielt. Unser Ziel ist es, typische Problemstellen zu identifizieren und konkrete Lösungen zu entwickeln, um Radfahren sicherer zu machen.
Projektinformation
| Projektlaufzeit | 04/2022 – 12/2023 |
| Auftraggeber | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. |
| Ansprechpartner:innen | Prof.in Dr.in Angela Francke |
| Kontakt | Fachbereich 14 Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen Mönchebergstr. 7 Ingenieurwissenschaften III, Raum 2510 34125 Kassel |