LAND­MARC

LAND-use ba­sed Miti­gA­ti­on for Resi­li­ent Cli­ma­te pa­thways

Etwa 30 % der „Nationally Determined Contributions“ (NDCs) im Rahmen des Pariser Klimaabkommens (PA) beinhalten landbasierte Minderungsmaßnahmen, wobei es immer noch erhebliche Unsicherheiten in Bezug auf deren Wirksamkeit, tatsächlich negative Emissionen zu erreichen gibt. Abgesehen davon, dass alle aktuellen NDCs voraussichtlich nicht ausreichen werden, um das Ziel von unter 2°C zu erreichen, erhöht diese Unsicherheit die Risiken für das menschliche Wohlergehen als Folge des Klimawandels. Landnutzungsbasierte Minderungstechnologien (LMTs) können eine entscheidende Rolle bei den globalen Bemühungen spielen, die Ziele der PA und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Schnittstelle zwischen Landoberfläche und Klima zielt LANDMARC darauf ab, Potenziale von LMTs als Nettosenken für Treibhausgase (THG) und ihre ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen mit einer Kombination aus quantitativen Methoden (z.B. Modelle und Erdbeobachtung) und qualitativen Stakeholder orientierten Ansätzen zu bewerten.

Auftraggeber
EU


Projektlaufzeit
Juli 2020 − Juni 2024
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Die GRID-Gruppe ist schwerpunktmäßig an drei Forschungsaktivitäten beteiligt, die in enger Zusammenarbeit mit den internationalen Projektpartnern durchgeführt werden:

  1. Die erste Aktivität konzentriert sich auf Analysen auf nationaler Ebene. Hier werden wir das Landnutzungsmodell LandSHIFT nutzen, um Risiken, Co-Benefits und Trade-Offs im Zusammenhang mit der Umsetzung verschiedener Portfolios auf LMTs in ausgewählten Fallstudien zu bewerten. In diesem Zusammenhang werden Szenarien-Analysen zur Skalierung von LMTs auf nationaler Ebene durchgeführt, um negative Emissionspotenziale sowie weitere Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu quantifizieren. 
  2. Die zweite Aktivität befasst sich mit der Notwendigkeit, die Lücke zwischen nationalen Entwicklungen und globalen Klimaschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeitsentwicklungen zu schließen. In LANDMARC wird dies durch die Einführung einer „regionalen Perspektive" innerhalb von 5 Kontinenten erreicht, um die quantitative Evaluierung von hochskalierten LMT-Szenarien auf kontinentaler und globaler Ebene zu unterstützen und um die politischen Bemühungen auf kontinentaler Ebene für das Mainstreaming von nachhaltigen, klimaresilienten Landmanagementpraktiken zu unterstützen. In diesem Zusammenhang trägt GRID zur Entwicklung und Umsetzung von Szenarien für LMTs auf kontinentaler und globaler Ebene bei, welche die Ergebnisse der Fallstudien auf nationaler Ebene berücksichtigen.
  3. Die dritte Aktivität zielt auf die Analyse von Szenarien für die großräumige Umsetzung von LMTs auf globaler Ebene und die Bewertung ihres Potenzials zur Kohlenstoffspeicherung und Minderung des Klimawandels sowie ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Zusammen mit dem Projektpartner BSC entwickelt GRID ein Modellsystem, das eine globale Version des Landnutzungsmodells LandSHIFT mit dem Erdsystemmodell EC-EARTH kombiniert. Simulationsexperimente mit dem Modellsystem zielen darauf ab, die kontinentalen/globalen LMT-Szenarien im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Landnutzungsänderungen, den Kohlenstoffkreislauf und atmosphärische Prozesse zu analysieren. Die Ergebnisse stellen wichtige Eingangsdaten für weitergehende Analysen der LANDMARC-Partner dar, die sich mit den Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung (z.B. BIP, Arbeitsplätze) sowie mit möglichen Konflikten bzw. Synergien von LMTs mit anderen Landnutzungsarten (z.B. Landwirtschaft) und dem Erhalt der Biodiversität beschäftigen.

Wei­te­re Pro­jekt­part­ner

  • Agroinsider, PT
  • Ambienta, ES
  • Barcelona Supercomputing Centre (BSC), ES
  • Bioclear Earth, NL
  • BioRecro, SE
  • Cambridge Econometrics, UK
  • Cobra Collective, UK
  • eLEAF, NL
  • ETH Zürich, CH
  • Innolab Space, C
  • International Centre for Tropical Agriculture, CO
  • JIN Climate & Sustainability, NL
  • Öko-Institut, DE
  • PT Sustainability and Resilience, ID
  • Royal Dutch Meteorological Institute, NL
  • Stockholm Environment Institute, SE
  • TU Delft, NL
  • University of Sussex, UK

Team