For­schungs­da­ten­ma­nage­ment

Das Referat Forschungsdaten, das von der Universitätsbibliothek und dem IT-Servicezentrum gemeinsam betrieben wird, bietet Ihnen ein umfassendes Angebot an Beratung, Schulungen und Tools zum Forschungsdatenmanagement. Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen einen passende Lösung für Ihr Projekt und beraten Sie zu Fragen rund ums Forschungsdatenmanagement.

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Forschungsdatenreferat
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- IT Servicezentrum -
+49 561 804-4371
+49 561 804-2224
forschungsdaten@uni-kassel.de

Forschungsdaten sind alle Daten, die im Laufe eines wissenschaftlichen Prozesses erzeugt, bearbeitet oder genutzt werden oder dessen Ergebnis sind. Forschungsdaten können je nach Wissenschaftsdisziplin in unterschiedlichen Formaten vorliegen.

Forschungsdatenmanagement ist der Prozess, in dem die Erzeugung, Verwaltung und Sicherung dieser Daten beschrieben bzw. geplant wird. Es umfasst alle Bereiche der Datenverwaltung, insbesondere die Planung der Datenerhebung, die Erzeugung und Aufbereitung der Daten, die Datenintegrität, ihre Dokumentation und nachhaltige Aufbewahrung sowie die Zugänglichmachung der Daten. Entwickelt und dokumentiert wird dieser Prozess mit Hilfe eines Datenmanagementplans, der Teil eines jeden Forschungsvorhabens ist bzw. sein sollte.

Der Datenmanagementplan ist ein „lebendes Dokument“, das zunächst das zentrale Planungswerkzeug für das Datenmanagement im Forschungsprojekt darstellt und sich im Projektverlauf zum Projektdokumentationswerkzeug entwickelt.

Datensicherheit: Ein professioneller Umgang mit Forschungsdaten schützt vor

  • Datenverlust,
  • Missbrauch,
  • ermöglicht ein späteres Nachvollziehen der Forschungsergebnisse und
  • eine zukünftige Nachnutzung der Daten!

Werden die Grundsätze des Forschungsdatenmanagements bei der Planung und Umsetzung des Forschungsprojektes beachtet, kann die Gefahr eines Datenverlustes minimiert werden.

Ein physischer Datenverlust wird durch die erforderliche Anzahl an Kopien, Speichermedien und Sicherungsintervalle verhindert. Durch die Verwendung von langfristig lesbaren Dateiformaten und die Sicherung auf geeigneten Speichermedien wird die langfristige Verfügbarkeit der Daten gewährleistet.

Ein inhaltlicher Datenverlust wird durch eine professionelle Dokumentation der Datenerhebung, Datenaufbereitung und Beschreibung über Metadaten verhindert. Dadurch wird sichergestellt, dass auch nach Jahren ursprünglich nicht am Forschungsprojekt beteiligte Personen die erhobenen Daten interpretieren und somit gegebenenfalls nachnutzen können. Wichtig dabei ist, dass insbesondere auch solche Metadaten von Vorneherein mitberücksichtigt werden, die für die unmittelbaren Untersuchungsinteressen nicht von Belang scheinen mögen, für die spätere Nachnutzung der Daten – auch und gerade durch Personen, die an der ursprünglichen Erhebung nicht beteiligt waren – aber unverzichtbar sind.

Die Notwendigkeit eines professionellen Forschungsdatenmanagements kann sich aus fachspezifischen Anforderungen, Anforderungen der eigenen Forschungsinstitution, der Forschungsförderer oder Journals ergeben. Informieren Sie sich über die Anforderungen Ihres Faches, Ihrer Hochschule oder ihres Instituts, Ihres Drittmittelgebers oder des Journals, bei dem Sie publizieren möchten, z.B.:

Forschungsdaten-Leitlinie der Uni Kassel

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten der DFG

 

Was sind FAIR DA­TA?

Eine der großen Herausforderungen beim Speichern von Forschungsdaten ist die optimale Aufbereitung für Menschen und Maschinen. Die FAIR Data Prinzipien sollen hierbei helfen.

Was sind FAIR DATA?: Mehr lesen

An­for­de­run­gen För­de­rer

Viele Forschungsförderer, Verlage und nicht zuletzt die Universität Kassel selbst verlangen einen planvollen Umgang mit Forschungsdaten, teils auch deren Veröffentlichung.