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09. November 2021, 18:00 Uhr

Homeoffice jenseits der Corona-Pandemie: Potenzial zur Transformation der Arbeitswelt?

mit Dr. Samuel Greef (Universität Kassel)

in Kooperation mit dem Fachgebiet "Politisches System in der BRD - Staatlichkeit im Wandel" der Universität Kassel

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in unterschiedlichen Bereichen beflügelt. In der Arbeitswelt passen die beiden Kontepte Homeoffice und "Social Distancing" wie zwei Seiten einer Medaille zusammen. Allerdings ist offen, wie nachhaltig die Nutzung dieses Instruments in der Arbeitswelt angekommen ist. Zugleich zeigen sich Spannungslinien. Zum einen lässt sich nur ein Teil beruflicher Tätigkeiten problemlos auch von zuhause aus erledigen - Homeoffice steht daher nicht allen Berufsgruppen offen und kann Belegschaften spalten. Zum anderen bringt Homeoffice nicht nur Vorteile für Beschäftigte und daher neue Gestaltungsnotwendigkeiten mit sich.

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

24. November 2021, 18:00 Uhr

Bundesgerichte und Justizakten in der Zeitgeschichtsforschung

mit Prof. Dr. Annette Weinke (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

in Kooperation mit der Nachwuchsgruppe "Die Sozialgerichtsbarkeit und die Entwicklung von Sozialrecht und Sozialpolitik in der Bundesrepublik Deutschland"

Bei der Aufarbeitung personeller wie inhaltlicher NS-Kontinuitäten sind Bundessozialgericht und Co. spät dran: Erst seit weniger Jahren laufen überhaupt historische Forschungsprojekte zu den Bundesgerichten.
Wie ist es zu dieser Verzögerung gekommen, welche Probleme ergeben sich heute für eine unabhängige Forschung und zur Beantwortung welcher zeitgeschichtlichen Fragestellungen kann eine Auswertung von Justizakten eigentlich beitragen?

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

30. November 2021, 18:00 Uhr

Starke Berufung statt starke (Arbeits-)bedingungen: Wie Berufung verwendet wird, um kaputte Systeme am Laufen zu halten

mit Wolfgang Bichler-Riedl (Universität Kassel)

Soziologische Abhandlungen haben gezeigt, dass Flexibilität und Deregulierung auf der einen Seite und Sicherheit auf der anderen Seite wie ein "Pendel" abwechselnd an Wichtigkeit gewinnen; aktuell befinden wir uns in einer Zeit der Deregulierung.
Interessanterweise gibt es Berufe, die sich trotz steigender Nachfrage nach Fachkräften seit Jahren in ihren Bedingungen verschlechtern und mittlerweile ausländische Kräfte "importieren" müssen, beispielsweise Kranken-/Altenpfleger*innen. Anstatt gesamtgesellschaftlich jedoch zu versuchen, die Bedingungen zu verbessern, zeigt sich, dass viele Berufe stattdessen nur noch von Menschen am Laufen gehalten werden, die sich zu ebenjenem Beruf berufen fühlen, was paradoxerweise die Bedungungen weiter verschlechtert.

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07. Dezember 2020, 18:00 Uhr

Kurzarbeit in der Corona-Pandemie: Zwischen Krisenbewältigung und Transformation der Arbeitswelt

mit Lukas Heller, M.A. (Universität Kassel)

in Kooperation mit dem Fachgebiet "Politisches System in der BRD - Staatlichkeit im Wandel" der Universität Kassel

Während der Covid-19-Pandemie wurde das Instrument der Kurzarbeit in bisher ungekannten Dimensionen genutzt. Dabei steht das seit über 100 Jahren im Repertoire deutscher Arebitsmarktpolitik existierende Instrument sowohl krisenspezifisch als auch strukturell vor neuen Herausforderungen: Einerseits betrifft die Krise in großem Maße auch Branchen, die bisher kaum Erfahrungen mit dem Instrument hatten. Andererseits geht die Krise mit der ökologischen und digitalen Transformation von Arbeit einher. Daraus ergibt sich die Frage, in welchem Maße es gelungen ist, die Kurzarbeit an diese neuen Herausforderungen anzupassen.

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13. Januar 2022, 18:00 Uhr

Multiperspektivität als Chance zur Durchdringung (nicht nur) des Sozialrechts

mit Prof. Dr. Daniela Schweigler (Universität Duisburg-Essen)

Veranstaltungsreihe „Sozialrecht und Sozialpolitik in Rechtsprechung und Wissenschaft“ in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e. V. sowie der Nachwuchsgruppe "Die Sozialgerichtsbarkeit und die Entwicklung von Sozialrecht und Sozialpolitik in der Bundesrepublik Deutschland"

Das Sozialrecht gilt nicht gerade als Nabel der deutschen Rechtswissenschaftswelt. Seine randständige Position steht im Kontrast zur Regelungsdichte, Komplexität und politischen wie lebenspraktischen Bedeutung des Sozialrechts. Man kann diesen Zustand zu Recht beklagen. Er birgt aber auch Chancen, denn die sozialrechtliche Fachcommunity ist sowohl intern wie nach außen vergleichsweise offen: Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Jurist:innen und Vertreter:innen anderer Fachdisziplinen sind durchlässiger als in anderen Bereichen. So wird eine Multiperspektivität möglich, die essentiell ist, um dieses hochkomplexe Rechtsgebiet überhaupt durchdringen zu können. Davon können Impulse in Richtung einer stärkeren Integration von Lehre, Forschung und Anwendung weit über das Sozialrecht hinaus ausgehen.

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19. Januar 2022, 16 Uhr

Die Partizipative Forschungswerkstatt als Zugang zur Hochschule: Professionalisierung für Inklusion durch Inklusion

mit Prof. Dr. Silke Schreiber-Barsch (Universität Duisburg-Essen); Dr. Wiebke Curdt (Universität Duisburg-Essen); Dr. Katharina Silter (Universität Hamburg)

Die Partizipative Forschungswerkstatt ist ein drittmittelgefördertes Lehrlaborprojekt an der Universität Hamburg, in dem Studierende zusammen mit Menschen mit Lernschwierigkeiten (auch als sog. geistige Behinderung bezeichnet) selbstorganisiert kleine Forschungsprojekte durchgeführt und die Ergebnisse vorgestellt haben
(https://gemeinsam-forschen.blogs.uni-haburg.de/). Es werden die Zielsetzung des Formates und die Herausforderungen in der Durchführung genauso wie die Zugänglichkeit an Hochschulen im Sinne des inklusiven Lebenslangen Lernens vorgestellt und kritisch diskutiert.

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25. Januar 2022, 18:00 Uhr

Aufwertung der Pflegeberufe im Spannungsfeld von Ethos und Gehalt

mit Dr. Juliane Dieterich und Lukas Kiepe (beide Universität Kassel)

Nicht erst seit der Corona-Pandemie wird heftig um die Aufwertung der Pflegeberufe gerungen. Diese Auseinandersetzung findet sowohl innerhalb der Pflegeprofession als auch in der Politik statt. Während der Veranstaltung führen Dr. Juliane Dieterich und Lukas Kiepe in das bestehende Spannungsfeld ein, das sie zwischen Ethos und Geld verorten. Dr. Juliane Dieterich wird die Perspektive auf Konzepte der Anerkennung richten, um diese auf den pflegeberuflichen Diskurs zu übertragen. Dabei werden berufsethische Entwicklungslinien der Auf- und Abwertung nachgezeichnet und deren Relevanz für den aktuellen Diskurs betrachtet. Lukas Kiepe untersucht die improvisierte Tarifautonomie in der Altenpflege und warum die letzte Bundesregierug daran gescheitert ist, die Bezahlung nach Tarif zu stärken. In diesem Zusammenhang geht er insbesondere auf Initiativen wie die Konzertierte Aktion Pflege, das Pflegelöhneverbesserungsgesetz sowie Aspekte der Tariftreuregelung im SGB XI ein.

Veranstaltungsreihe „Sozialrecht und Sozialpolitik in Rechtsprechung und Wissenschaft“ in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e. V.

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02. Februar 2022, 18:00 Uhr

Das deutsche Weiterbildungssystem: Hindernisse und Handlungsbedarfe

mit Alissa Hälbig, M.A. (Universität Kassel)

in Kooperation mit dem Fachgebiet "Politisches System in der BRD - Staatlichkeit im Wandel" der Universität Kassel

Trotz intensiver Reformbemühungen und länderspIn Kooperation mit dem Fachgebiet "Politisches System in der BRD - Staatlichkeit im Wandel" der Universität Kasselezifischen Anstrengungen ist es bisher nicht gelungen, bestehende negative Struktureffekte des deutschen Weiterbildungssystems zu überwinden. Die Transformation der Arbeitswelt erfordert zur systematischen Anpassung der Qualifikationen an neue Tätigkeiten jedoch eine sowohl quantitativ als auch qualitativ verbesserte Weiterbildung. Wo liegen Hindernisse für Betriebe sowie Beschäftigte und Arbeitssuchende, Weiterbildung zu fördern und an Weiterbildung teilzunehmen? Welche Handlungsbedarfe bestehen, um Weiterbildung als notwendigen Schlüssel zur Transformation zu etablieren?

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

08. Februar 2022, 16:00 Uhr

(Professionelles) Handeln im Handlungsfeld Migration 

mit Jens Vogler, M.A. (Hochschule Fulda)

Veranstaltungsreihe "Migration, Gender und soziale Praxis" ; in Kooperation mit dem CeSSt der Hochschule Fulda

In der Migrationsarbeit sind Soziale Arbeit und freiwilliges Engagement in komplexer Weise miteinander verbunden. Anhand der Ergebnisse einer empirischen Studie insb. zu Beratungssituationen in der Migrationsarbeit wird dargestellt, wie sich professionelle und zivilgesellschaftliche Praxis gestaltet. Es wird gezeigt, inwieweit Entgrenzungen zwischen professioneller und nicht-professioneller Sozialer Arbeit die Migrationsarbeit prägen und Trennlinien schärfer zu ziehen sind.

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15. Februar 2022, 18:00 Uhr

Gelingensbedingungen und Herausforderungen Inklusiver Erwachsenenbildung

 mit Prof. Dr. Marianne Hirschberg (Universität Kassel)

Im BMBF-Forschungsprojekt "Inklusive Bildung in der Alphabetisierungspraxis und im System des Zweiten Bildungswegs – Qualifikationen, Kompetenzen und Bedarfe des pädagogischen Personals" (INAZ) wurde die Inklusionspraxis untersucht, um anhand von erfragten Gelingensbedingungen, Problemen und Widerständen die Professionalisierung von Lehrkräften mittels der Entwicklung eines Fortbildungsmoduls zu stärken.

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