Ver­an­stal­tun­gen

5. Mai 2021, 18:00 Uhr

BTHG-Umsetzung auf Landesebene. Der Landesrahmenvertrag Thüringen und die personenzentrierte Komplexleistung

mit Ralf Bremauer (Selbstständiger Berater)

Seit dem Verbot des Selbstkostendeckungsprinzips in sozialen Leistungen (Anfang der 90’er Jahre) sind alle Leistungsformen (damals genannt: Jugend-, Alten und Behindertenhilfe) auf der Suche nach einem fachgerechten, zukunftsfähigen neuen Leistungssystems um die seit über 100 Jahren bestehenden Formen ablösen zu können.
Inhaltlich wurde im Leistungssystem der Eingliederungshilfe die Diskussion um die Dimensionen der Stärkung von Selbstbestimmungsrechten und der sozialräumlichen Orientierung und seit dem Jahr 2000 um eine neue „revolutionäre“ Leistungsform (das persönliche Budget) erweitert. Diese neue Leistungsform kann und wird sich jedoch nur nachhaltig etablieren können wenn es gelingt, sie im Grundsatz als Alternative zu den Bestandsformen der bisherigen Angebote zu platzieren. Hierfür wurde die Personenzentrierte Komplexleistung (PKL)“ entwickelt und in der Praxis seit dem Jahr 2008 eingeführt. Am 30.6.2019 wurde diese Leistungsform als zukünftige strukturersetzende Alternative im  Landesrahmenvertrag Thüringen und seinen Anlagen etabliert.
Im Vortrag sollen nun die Inhalte der PKL im Landesrahmenvertrag und seinen Anlagen erläutert werden und die Effekte, Strategien und Potentiale der Einführung an Beispielen dargestellt werden.

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

12. Mai 2021, 18:00 Uhr

Covid-19 – Prävention und Versicherung am Arbeitsplatz

mit Prof. Dr. Gamze Güzel-Freudenstein (Hochschule Fulda) und Dr. Stefan Witschen, (MJur Oxon, Universität Kassel)

in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e. V.

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

26. Mai 2021, 18:00 Uhr

Soziale Menschenrechte und Sustainable Development Goals

mit Prof. Dr. Markus Krajewski (Universität Nürnberg-Erlangen)

Die 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Sustainable Development Goals (SDGs) stellen anders als ihre Vorgänger die Millenium Development Goals stärker auf die Bedeutung von sozialen Menschenrechten für nachhaltige Entwicklung ab. Aber wie stark sind die wechselseitigen Bezüge von sozialen Menschenrechten und SDGs? Welche Bedeutung haben die Bemühungen der Vereinten Nationen mit Blick auf die SDGs für die Sicherstellung und den Schutz von sozialen Menschenrechten? Diese Fragen sollen insbesondere bezüglich des Rechts auf Arbeit, des Rechts auf Gesundheit und des Rechts auf Bildung untersucht werden.

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

1. Juni 2020, 16:00 Uhr

20 Jahre Werkstätten-Mitwirkungsverordnung – Werkstätten auf dem Weg zur Partizipation?

mit Viviane Schachler (Hochschule Fulda)

Rund 300.0000 Menschen mit Behinderungen arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zu deren Interessenvertretung in Werkstattangelegenheiten seit Juni 2001 eine eigene Mitwirkungsverordnung besteht. Nicht erforscht war bisher, wie diese Verordnung umgesetzt wird und wie nachhaltig die bestehenden Beteiligungsrechte in der Praxis verankert sind. Erst 20 Jahre später liegt hierzu eine erste umfassende empirische Bestandsaufnahme aus einem Dissertationsprojekt vor, das in der Veranstaltung vorgestellt und durch Praxiskommentare von Hinrich Nannen (Vorstandsmitglied von Werkstatträte Deutschland e. V.) und Jörg Heyer (Geschäftsstellenleiter Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Hessen e. V.) begleitet wird.

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

2. Juni 2021, 18:00 Uhr

Von Projekten hin zu einem nachhaltigen Investitionsinteresse zur regionalen Gesundheitsverbesserung

mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt (OptiMedis AG)

Die Unwägbarkeit und fehlende Nachhaltigkeit von Förderprojekten sind einer der Dilemmata in regionaler Sozial- und Gesundheitsarbeit. Aufbauend auf internationalen Lösungen zur Gesundheitserhaltung ("health maintenance") und in Analogie zu Finanzierungslösungen in der Energieeffizienzoptimierung hat OptiMedis ein Geschäftsmodell entwickelt, das für ein regionales Gesundheitsunternehmen ein
nachhaltiges Interesse an einem Investment in die Verbesserung der Sozial- und Gesundheitssituation einer Region generiert. Seit Ende 2018 ist OptiMedis auch in Hessen aktiv – mit den zwei Regionalen Gesundheitsunternehmen "Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH" und seit 2020 "Gesunder Schwalm Eder Kreis Plus". Wie die praktische Arbeit in diesen Lösungen aussieht, welche Potenziale sich damit erreichen lassen, welche Hindernisse es gibt und die Frage, ob ein solches Modell überall wirken und auch in anderen sozialen Feldern aufgebaut werden kann, wird im Vortag beantwortet. 

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de

 

16. Juni 2021, 16 Uhr

Die Mehrfachbegrenzung politischer Partizipation der ausländischen Bevölkerung

Vortragsreihe Migration, Gender und soziale Praxis

mit Anke Freuwört (Universität Kassel/Hochschule Fulda)

in Kooperation mit dem Zentrum Gesellschaft und Nachhaltigkeit, CeSSt, der Hochschule Fulda

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24. Juni 2021, 18:00 Uhr

Bildungsgutscheine in der Arbeitsförderung

mit Benjamin Schmidt (LSG Hessen)

Die Teilnahme an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung wird von Arbeitsagenturen und Jobcentern grundsätzlich durch Ausgabe von Bildungsgutscheinen gefördert. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber diese Konzeption mehrfach modifiziert. Die aktuelle Rechtslage soll dargestellt und diskutiert werden.

Veranstaltungsreihe „Sozialrecht und Sozialpolitik in Rechtsprechung und Wissenschaft“ in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e. V.

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14. Juli 2021, 18:00 Uhr

Handlungsstrategien von Queers im Übergangssystem

mit Jasmin Brück (Hochschule Fulda)

Das Dissertationsvorhaben pointiert Queer als Lebensrealität und spezifiziert eine Perspektive auf junge queere Volljährige, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Anschluss an das formale Schul- und/oder Ausbildungssystem haben und an Maßnahmen oder Bildungsangeboten im Übergangssystem teilnehmen, um ihre Zugangschancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern. Hierbei gilt es, neben den formalen Zielsetzung – die Kompetenzen von jungen Menschen im Übergang von Schule-Ausbildung-Beruf zu fördern, auch bestehende cis-heteronormative Annahmen und die damit verbundenen Anerkennungsordnungen in den Blick zu nehmen und das Übergangssystem als einen Ort der Diskriminierung und Benachteiligung zu diskutieren. Der Beitrag wird sich in diesem Zusammenhang insbesondere der Frage zuwenden, inwieweit Interaktionsprozesse im Übergangssystem von cis-heteronormativen Vorstellungen beeinflusst werden und welche Handlungsstrategien sich daraus bei jungen Queers ableiten lassen.

Die Veranstaltung findet online statt. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung bei nathalie.rothe[at]pg.hs-fulda[dot]de