Thomas Sankara PhD Scholarships

Thomas Sankara Portrait by the Beninois Artist Youss Atacora

Das GPN hat beschlossen, seine Doktorandenstipendien nach Thomas Sankara zu benennen, einer herausragenden Persönlichkeit des globalen Südens und ehemaligem Präsidenten von Burkina Faso (1983-1987), dessen Ideen und Praktiken des Widerstands gegen den Neokolonialismus und der Förderung unabhängiger Wege für Länder des globalen Südens als Inspiration für die Arbeit der Global Partnership Graduate School gelten.

Allgemeine Information: Erfahren Sie mehr über Thomas Sankara und GPN

Die Universitäten, die zum GPN beitragen


Wer kann sich bewerben?

Im Rahmen seiner Global Partnership Network Graduate School lädt das GPN Studierende und Interessierte aus DAC-Ländern ein, sich für ein Thomas-Sankara-Promotionsstipendium an einer der GPN-Partneruniversitäten unter dem Dach der Graduate School zu bewerben. Die Promotionsthemen sollten aus den Bereichen Globale Partnerschaft in der Weltwirtschaft (in den Bereichen Landwirtschaft, Finanzen und Energie), in der Entwicklungszusammenarbeit (Zugang, Rechenschaftspflicht, umfassende Beteiligung) und/oder in der Wissensproduktion (Eurozentrismus und alternatives Wissen) sein.

Gleichberechtigung

Die GPN ist bestrebt, Chancengleichheit für Doktorand:innen zu schaffen. Wir ermutigen insbesondere Frauen und auch Menschen aus anderen gesellschaftlichen Minderheiten, sich zu bewerben.


Forschungsthemen

Im GPN machen wir auf die Unzulänglichkeiten, Grenzen und problematischen Aspekte internationaler Partnerschaften aufmerksam, die historisch durch die kolonialen Beziehungen zwischen Nord und Süd geprägt wurden und diese manchmal noch immer widerspiegeln. Um diese historische Dynamik zu überwinden, muss ein Partnerschaftskonzept in Richtung einer Partnerschaft umgestaltet werden, die auf gegenseitiger Anerkennung und Solidarität beruht und dem multipolaren und postkolonialen 21te Jahrhundert gerecht wird.


Was bietet das GPN Thomas Sankara Stipendium?

1. Betreuung und Forschung:

Aufbauend auf der erfolgreichen ersten Projektphase, bietet die GPN Graduate School ein interessantes Graduiertenprogramm an, bei dem die Thomas Sankara Stipendiaten von Professoren aus zwei verschiedenen Partneruniversitäten des GPN betreut werden. Die Betreuer werden von den Doktoranden auf der Grundlage thematischer Präferenzen ausgewählt. Wenn die Betreuenden zustimmen und alle Formalitäten geklärt sind, kommt eine Betreuung zustande. 


Während der Promotions- bzw. Stipendienzeit finden mindestens zwei bis drei (virtuelle) Betreuungstreffen pro Jahr statt. Im Rahmen ihrer Forschung haben die Promovenden ebenfalls die Möglichkeit, sechs Monate an der Partneruniversität des Zweitbetreuers verbringen. Ferner gibt es auch die Möglichkeit für Feldforschungs- oder Konferenzförderung.


Neben der Betreuung durch die fachlichen Betreuungspersonen, gibt es eine enge Anbindung an die GPN Graduate School. In diesem Rahmen finden auch jährliche Einzelgespräche mit den Stipendiaten und der Koordinatorin der Graduate School statt, um etwaige Probleme oder Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen und um die Doktoranden zu unterstützen. Darüber hinaus gibt es bereits Alumni aus der ersten Projektphase, die bereit sind, als Mentoren zu fungieren. 


Neben dem inhaltlichen graduierten Programm der Graduate School, bieten auch die regelmäßig stattfindenden Kolloquia zu den Forschungsvorhaben der Stipendiaten eine spezielle Betreuung. Einen weiteren Bestandteil stellt der Austausch im GPN Netzwerk im Rahmen der GPN Tea Times dar. In den Tea Times findet regelmäßig Austausch zu aktuellen Forschungsvorhaben oder Praxisbeispielen aus den NGOs aus dem gesamten Netzwerk statt. 


Insgesamt bietet die Graduate School bzw. das GPN ein breites Netzwerk an Expertise und Betreuung für seine Thomas Sankara Stipendiaten.
 

2. Virtuelles PhD-Trainingsprogramm:

Die Doktoranden der GPN-Graduiertenschule sind geografisch an den jeweiligen Partneruniversitäten (siehe oben) angesiedelt und müssen dort als Doktoranden der GPN-Universität ihres Erstbetreuers zugelassen werden. Als Stipendiaten nehmen sie aber alle an den regelmäßigen virtuellen PhD-Workshops (Graduiertenprogramm) und Kolloquia der GPN-Graduate School teil und werden in den regen wissenschaftlichen Austausch und die Aktivitäten innerhalb des GPN-Netzwerks (z.B. Tea Time) eingebunden. Es findet ein enger Austausch innerhalb der PhD’s im Rahmen der Graduate School statt. Hier gibt es die Möglichkeit, Forschungspartner und gute Kollegen zu finden und auch Forschungsfragen und Ergebnisse zu diskutieren. Im Rahmen der Mobilitäten oder der GPN Konferenzen ist es auch möglich, sich persönlich zu treffen und auszutauschen. Im Rahmen des GPN Netzwerks findet ein reger Austausch statt – ein mehrere Länder überspannendes, globales Netzwerk bietet den GPN Thomas Sankara Stipendiaten die einzigartige Möglichkeit, ihr Promotionsvorhaben vernetzt und doch innerhalb einer Kohorte mit anderen Promovierenden und Anbindung an die Graduate School zu absolvieren.

3. Stipendium:

- Förderungsdauer von 3 Jahren mit einer möglichen Verlängerung auf maximal 4 Jahre (jedoch nicht über Dezember 2029 hinaus); Bedingte / vorläufige Zulassung zur Graduate School für das erste Jahr der Förderung. Sofern die formalen und inhaltlichen Bedingungen erfüllt werden, wird das Stipendium entsprechend für zwei weitere Jahre verlängert. Eine Verlängerung auf ein viertes Jahr ist nach Antrag und Begründung möglich.

- Ein länderspezifisches monatliches Lebenshaltungsstipendium nach den DAAD-Surplace-/Drittlandsätzen.

- Forschungspauschale von 460 €/Jahr (230 € im 4. Jahr).

- Es besteht die Möglichkeit, zusätzliche Mittel für die Durchführung von Feldforschung und die Teilnahme an Konferenzen zu beantragen.


Profile früherer PhD-Stipendiaten

Schauen Sie sich die Erfahrungen einiger unserer Promotionsstipendiaten aus der ersten Phase des Global Partnership Network an.

Viktoria Kiboneka

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