Warum Arbeits- und Organisationspsychologie im Studium?

Die Gestaltung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Systeme erfordert die Berücksichtigung und Kenntnis über menschliche Eigenschaften und Fähigkeiten, sei es 


  • um komplexe Technologien zu beherrschen, wie beispielsweise autonom fahrende Fahrzeuge, Roboter oder künstlich intelligente Systeme,
  • eine Organisation wirtschaftlich erfolgreich zu leiten, beispielsweise durch gesunde Führung und exzellentes Management,
  • Transformationsprozesse erfolgreich umzusetzen, wie beispielsweise industrielle Transformation hinsichtlich der Energiewende oder der UN-Nachhaltigkeitsziele,
  • oder Systeme resilient und zuverlässig zu machen, wie beispielsweise die Luftverkehrsfahrt, den Schienenverkehr oder auch die Prozessindustrie, Kreislaufwirtschaft und Entsorgung. 

Die Arbeits- und Organisationspsychologie vermittelt diese Kenntnisse. Sie ist die auf den Menschen fokussierte wissenschaftliche Fachrichtung, die menschengerechte Arbeitsgestaltung technischer, organisatorischer und gesellschaftlicher Systeme gewährleistet. 


Das Fachgebiet ist an der Universität Kassel fachbereichsübergreifend vertreten. Neben der Mitgliedschaft im Fachbereich 15 Maschinenbau bestehen Zweitmitgliedschaften im Fachbereich 16 Elektrotechnik, im Fachbereich 07 Wirtschaftswissenschaften, im Fachbereich 01 Humanwissenschaften sowie dem Kasseler Institut für Nachhaltigkeit (KIS). Dadurch ist das Fachgebiet in den jeweiligen Studiengängen vertreten und bietet seine Forschung und Lehre fachbereichsübergreifend an:


  • In den Fachbereichen Maschinenbau und Elektrotechnik, um diese Kenntnisse in das Ingenieurstudium zu vermitteln, denn Ingenieure konstruieren und bauen die technischen Systeme, die später von Menschen zu bedienen sind.
  • Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, um diese Erkenntnisse in die Studiengänge für die Gestaltung wirtschaftlicher Prozesse einzubringen und auch in den Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung, denn Wirtschaftswissenschaftler planen organisatorische Abläufe oder müssen diese auf aktuelle wirtschaftliche Gegebenheiten adaptieren und dabei psychologische Aspekte des Änderungsmanagements berücksichtigen.
  • Im Fachbereich Humanwissenschaften als festes Element des Studiengangs Psychologie hinsichtlich der Arbeits- und Organisationspsychologie.
  • Im Kasseler Institut für Nachhaltigkeit (KIS) um Transformationsprozesse hinsichtlich Nachhaltigkeit wirksam zu gestalten, denn die Nachhaltigkeitsziele müssen letztendlich von Menschen umgesetzt werden.

Das Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie ist für die Fragen der menschengerechten Gestaltung von Arbeit und Systemen in unterschiedlichsten Fachgesellschaften organisiert. Hierzu gehören:


  • die Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA),
  • die Gesellschaft der Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit (PASIG),
  • die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGP) in den Chaptern Ingenieurspsychologie, Umweltpsychologie und Organisationspsychologie,
  • der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) für die menschliche Zuverlässigkeit, Sicherheit und Resilienz von Systemen,
  • die deutsche Arbeitsgemeinschaft für Endlagerforschung (DAEF) für die transdisziplinäre Organisation von Nachhaltigkeitsprozessen in der Entsorgung.

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