Projekt I - Agile Entwicklung von IoT-Lösungen im Bereich Smart Home

Im Projektseminar „Agile Entwicklung von IoT-Lösungen im Bereich Smart Home“ haben Studierende zwischen 2024 und 2026 eine analoge Espressomaschine und die zugehörige Kaffeemühle Schritt für Schritt in ein vernetztes System überführt. Entstanden sind Konzepte und funktionsfähige Prototypen, die den Brühvorgang überwachen, anpassen und bis zur personalisierten Kaffeespezialität automatisieren.

Getragen wurde das Format von der interdisziplinären Zusammensetzung der Teams. In den Projektgruppen arbeiteten Bachelor- und Masterstudierende aus dem Maschinenbau und dem Wirtschaftsingenieurwesen zusammen und brachten konstruktives, mechatronisches, informationstechnisches und betriebswirtschaftliches Wissen ein. Genau diese Mischung machte die Aufgabe realistisch: Wer ein vernetztes Produkt entwickelt, muss technische Machbarkeit, Nutzungsszenario und Umsetzbarkeit gleichzeitig im Blick behalten und sich dafür mit Menschen verständigen, die anders auf das Problem schauen.

Vorgehen

Inhaltlich durchliefen die Gruppen einen typischen Produktentwicklungsprozess für mechatronische Systeme in vier Phasen: Analyse, Potenzialfindung, Konzeptionierung und Spezifikation. Ausgangspunkt waren vorgegebene Use Cases. Am Ende jeder Phase stellten die Teams ihre Zwischenstände in Meilensteinreviews vor, ließen sie beurteilen und legten die nächste Iteration fest.

Strukturiert wurde die Arbeit über das Scrum-Framework. Die Teams organisierten sich in Sprints und besetzten spezifische Rollen wie Produktmanagement, Methodenentwicklung und Konstruktion. Im Projektlabor des Fachgebiets erprobten sie Sensorik und Aktorik, Rapid Prototyping, Arduino-Programmierung sowie Low-Code- und No-Code-Werkzeuge und testeten digitale wie physische Prototypen in kurzen Feedbackschleifen. Begleitende Seminare und Workshops vermittelten die Grundlagen zu Digitalisierung, IoT und agiler Produktentwicklung; über die gesamte Laufzeit wurden die Gruppen von Expertinnen und Experten für Projektmanagement und agile Produktentwicklung betreut.

Erreichte Kompetenzen

Am Ende konnten die Teilnehmenden die zentralen Prinzipien agiler IoT-Entwicklung und des Design-Thinking-Ansatzes einordnen und deren Stärken und Grenzen begründet beurteilen. Vor allem aber haben sie das Scrum-Framework nicht nur kennengelernt, sondern in einem echten technischen Entwicklungsprojekt angewendet, mit allen Reibungen, Priorisierungskonflikten und Kurskorrekturen, die dazugehören. Diese Erfahrung, agile Methoden unter realen Bedingungen und in gemischten Teams zu erproben, war das eigentliche Lernziel des Moduls.

Nebenbei hat sich über die Laufzeit hinweg auch die Barista-Kompetenz am Fachgebiet spürbar erhöht.

Eckdaten des Moduls

Zielgruppe:Bachelor- und Masterstudierende
Zugang:zugangsbeschränkt
Sprache:Deutsch (DE)
Typ und Umfang:Projektseminar (3 CP)
Angebotszeitraum2024 - 2026
Statusabgeschlossen