Soziologie sozialer Disparitäten

Profil des Fachgebiets in Forschung und Lehre

Das Fachgebiet „Soziologie sozialer Disparitäten“ fragt danach, wie sich gesellschaftliche Kollektive in die Lage versetzen, kompetent und produktiv auf soziale Unvereinbarkeiten zu reagieren. Soziale Disparitäten werden als Auslöser für experimentelles Handeln verstanden und dreischrittig konzipiert: als a) Krisensituationen, die b) soziale Differenzierungsprozesse auslösen, welche c) die Voraussetzung für sozio-materielle und politische Kooperationen bilden. Das empirische Untersuchungsfeld des Fachgebietes bildet die globale Ökologiekrise. An der Universität Kassel will Dr. Bogusz eine Methodologie für verbesserte Übersetzungsprozesse sozialwissenschaftlichen Wissens innerhalb von Mensch-Umwelt-Systemen entwickeln. Dazu ist ein Antrag im Bereich der interdisziplinären und transnationalen Nachhaltigkeitsforschung in Planung, der die Forschungsmethodologien der Science and Technology Studies (STS) aufgreift. Die von Dr. Bogusz an der Universität Kassel vertretene „Soziologie sozialer Disparitäten“ versteht Gesellschaftskrisen somit als Aufforderung zu einem soziologischen Experimentalismus (J. Dewey).

Aktuelles

Neuerscheinung - (September 2018): Experimentalismus und Soziologie.