Soziologie sozialer Disparitäten

Profil des Fachgebiets in Forschung und Lehre

Das Fachgebiet „Soziologie sozialer Disparitäten“ fragt danach, wie sich gesellschaftliche Kollektive in die Lage versetzen, kompetent und produktiv auf soziale Ungleichheiten zu reagieren. Soziale Disparitäten werden als Auslöser für experimentelles Handeln verstanden und dreischrittig konzipiert: als a) Krisensituationen, die b) soziale Differenzierungsprozesse auslösen, welche c) die Voraussetzung für sozio-materielle und politische Kooperationen bilden. Die von unserem Fachgebiet an der Universität Kassel vertretene „Soziologie sozialer Disparitäten“ versteht Gesellschaftskrisen somit als Aufforderung zu einem inter- und transdisziplinär orientierten soziologischen Experimentalismus. Das empirische Untersuchungsfeld des Fachgebietes bildet die globale Ökologiekrise. An der Universität Kassel forschen und lehren wir zu den Gebieten soziale Disparitäten und sozialwissenschaftliche Theorien, Klimawandel und Biodiversität, Soziologie des Öffentlichen und der Kritik, Kollaborationen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, Stadt- und Raumplanung, Science and Technology Studies. In bundesweiten und internationalen Kooperationen mit Sozial-, Technik-, Geistes- und NaturwissenschaftlerInnen entwickeln wir theoretische und methodologische Ansätze für verbesserte Übersetzungsprozesse sozialwissenschaftlichen Wissens  innerhalb von Mensch-Umwelt-Beziehungen. Die Fachgebietsleitung ist Mitglied der Strategiegruppe Sozialwissenschaften im Deutschen Konsortium für Meeresforschung, sowie Mitglied des Konsortiums für das gesellschaftswissenschaftliche Kasseler Graduiertenprogramm „Ökologien des sozialen Zusammenhaltes. Heterogenität und Hybridität in synchroner und diachroner Perspektive.