Sonderurlaub

Sonderurlaub für Beamte

Aus wichtigem Grund kann auf Antrag Sonderurlaub unter Wegfall der Dienstbezüge gewährt werden. Liegt die Beurlaubung auch im dienstlichen Interesse, kann die Besoldung ganz oder teilweise weitergewährt werden. Das Nichtanerkenntnis eines dienstlichen Interesses an der Beurlaubung hat Auswirkungen auf die Zahlung der Dienstbezüge und die Versorgung.

Regelungen zum Sonderurlaub für Tarifbeschäftigte

Neben dem Erholungsurlaub kann für bestimmte Anlässe Sonderurlaub bzw. Arbeitsbefreiung gewährt werden. Während des Sonderurlaubs erfolgt keine Entgeltzahlung. Diese Zeit zählt nicht als Beschäftigungszeit! Tarifbeschäftigte können sich

  • zwecks Betreuung ihrer minderjährigen Kinder
  • zwecks Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger
    (ärztliches Gutachten erforderlich!)
  • bei Vorliegen eines wichtigen Grundes

beurlauben lassen. Während der Beurlaubung werden nur solche Nebentätigkeiten, die dem Beurlaubungszweck nicht zuwiderlaufen, genehmigt. Diese Regelung gilt auch für Drittmittel-Bedienstete.

Beachten Sie, dass während des Sonderurlaubs keine Versicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung und Zusatzversicherung entstehen; auf die Möglichkeit der freiwilligen Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen wird hingewiesen. Zeiten eines Sonderurlaubs unterbrechen die Stufenlaufzeit innerhalb der Entgeltgruppe. Bei einer Unterbrechung von mehr als 3 Jahren kann eine Zuordnung zu der Stufe erfolgen, die der vor der Unterbrechung erreichten Stufe vorangeht.

 

Weitere Informationen zum Sonderurlaub finden Sie im § 28 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H).

Informationen zu Dienst- bzw. Arbeitsbefreiungen finden Sie im § 29 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H) und in der Dienstanweisung "Regelung bei auf Krankheit beruhender Dienst- bzw. Arbeitsunfähigkeit sowie für Urlaub und Dienst- bzw. Arbeitsbefreiung"