Digitale Bildung im doppelten didaktischen Transfer im Fachunterricht für Erzieher*innen (Digifach)
BMBFSFJ-Projekt als Verbundprojekt zwischen der TU Dortmund und der Universität Kassel
Hintergrund
Digitale Bildung wird ein zunehmend wichtiger Bildungsbereich für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Fachschulen als Ausbildungsort für zukünftige Erzieher*innen erhalten mit Blick auf zu vermittelnde digitale Kompetenzen, reflexives Wissen und Können, verbunden mit einer professionellen Haltung, die Digitalität und Bildung mitdenkt, eine zentrale Rolle. An dieser Schnittstelle setzt das Projekt „Digitale Bildung im doppelten didaktischen Transfer im Fachunterricht für Erzieher*innen [DigiFach]“ an.
Ziel des Verbundprojektes
Das Verbundprojekt setzt einen zentralen Fokus auf die Qualifizierung von Lernenden und Lehrenden an Fachschulen für Sozialpädagogik und entwickelt in partizipativer Weise eine Fortbildung, die die Lehrkräfte befähigt, zukünftige Erzieher*innen auf digitale frühe Bildung vorzubereiten.
Doppelter didaktischer Transfer
Das Projekt stärkt die digitale Kompetenz in der fachschulischen Ausbildung im Rahmen eines doppelten didaktischen Transfers: Die wissenschaftlich begleitete Fortbildung der Lehrkräfte zielt auf die Weiterentwicklung der Qualifizierung zukünftiger Erzieher*innen in digitaler Bildung. Perspektivisch wird damit zudem ein Beitrag zur digitalen frühen Bildung von Kindern geleistet.
Forschungsfragen
Das Verbundprojekt nimmt anhand eines mixed-method-Designs die fachschulische Ausbildung für Erzieher*innen in den Blick. Mittels einer quantitativen Befragung von Studierenden sowie einer qualitativen Befragung von Lehrkräften an Fachschulen für Sozialpädagogik gehen wir folgenden Forschungsfragen nach:
- Wie werden angehende Erzieher*innen in ihrer fachschulischen Ausbildung für die frühe Bildung in einer digitalen Welt qualifiziert?
- Wie kann eine gezielt konzipierte Fortbildung für Lehrende im Themenfeld digitaler früher Bildung Studierende an Fachschulen für Sozialpädagogik auf frühe Bildung in einer digitalen Welt vorbereiten?
- Welches Wissen, welche Strategien, welche Materialien etc. regen die Professionalisierung der Lehrenden und der zukünftigen Erzieher*innen (Habitus, Reflexion, Kompetenzen, Einstellungen) für digitale frühe Bildung an?
- Welche Möglichkeiten (und Grenzen) eröffnen sich im Rahmen einer partizipativen Fortbildungskonzeption und -implementierung?
Projektdesign & geplantes Vorgehen
In einem ersten Schritt wird der Ist-Stand der Erzieher*innenausbildung zur digitalen frühen Bildung erhoben. Studierende werden mithilfe eines Fragebogens befragt. Mit Lehrkräften werden Expert*innen-Interviews in Gruppen geführt. Im Anschluss werden die Ergebnisse innerhalb eines interdisziplinären Expert*innenboards diskutiert und darauf aufbauend in einem zweiten Schritt ein bedarfsorientiertes Fortbildungsangebot für das Lehrpersonal partizipativ entwickelt. Hierfür wird eng mit einem Praxispartner kooperiert.
Das Fortbildungsangebot wird über spezifische Erhebungsphasen (dritter und vierter Schritt) evaluiert und basierend auf den Forschungsergebnissen kontinuierlich weiterentwickelt.
Verbundprojekt: Technische Universität Dortmund & Universität Kassel
Projektleitung
- Prof. Dr. Markus N. Sauerwein (TU Dortmund) Profil
- Prof.in Dr.in Ina Kaul (Universität Kassel) Profil
Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
Studentische Mitarbeiter*innen
Greta Petersmann (TU Dortmund) Profil
Sabrina Krekeler (TU Dortmund) Profil
Ramona Lehmann (Universität Kassel)
Projektpartner: Re:edu