Dr. Cle­lia Ca­ru­so

Clelia Caruso lehrt und forscht zur westeuropäischen und nordamerikanischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Migrations- und Kommunikationsgeschichte. Beide Themenfelder erforscht sie aus der Perspektive einer sozial- und kulturhistorisch orientierten transnationalen Verflechtungsgeschichte. Clelia Caruso hat an verschiedenen Universitäten zur Sozial-, Kultur- und Mediengeschichte Deutschlands, Spaniens, Italiens, Großbritanniens, Frankreichs und der USA seit dem 19. Jahrhundert gelehrt.

Nach einem Studium der Geschichte, Politikwissenschaften und italienischen Philologie hat sie an der Universität Trier promoviert. Dort war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. Es folgten Beschäftigungen am Deutschen Historischen Institut in Washington und der Universität des Saarlandes, vor ihrer Tätigkeit an der Universität Kassel seit 2016.

Ihre Dissertation ist unter dem Titel “Befristete Migration und transnationaler Lebensstil. Italienerinnen und Italiener in einer wallonischen Bergbaugemeinde nach 1945.” (Köln u. a., 2019) erschienen. Die Monografie untersucht den transnationalen Lebensstil italienischer Nachkriegsmigrantinnen und –migranten in einer wallonischen Bergbaugemeinde. Sie zeigt am Beispiel dieser Gruppe, wie durch die intendierte Befristung der Migration bei längeren Aufenthalten ein dauerhaft von Vorläufigkeit geprägter migrantischer Lebensstil entstand und über Jahrzehnte perpetuiert wurde. Ihr aktuelles Forschungsprojekt widmet sich einer Kulturgeschichte des Telefonierens in (West-)Deutschland und den USA. Im Zentrum steht die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Veralltäglichung medialisierter intimer Kommunikation und dem Wandel verbreiteter Konzeptionen von Intimität im 20. Jahrhundert.

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