Ak­tu­el­les

Buchvorstellung & Podiumsgespräch: Länderbericht USA (bpb)

Die US-Politik stand in den letzten Jahren vor großen Herausforderungen – und der Umgang Donald Trumps mit ebendiesen hat das Land und zahlreiche andere Länder in mancher Hinsicht noch mehr herausgefordert. 

Der Länderbericht USA, der im Juni 2021 erscheinen wird, gibt umfassende Hintergrundinformationen, um die Zusammenhänge in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie die Handlungsoptionen der Biden-Administration einordnen zu können. Sabine Ruß-Sattar hat zu dem Band das Kapitel zu den Black-Lives-Matter Protesten beigesteuert 

Buchvorstellung und das Podiumsgespräch: am 27.Mai 2021 um 14 Uhr live aus dem Medienzentrum in Bonn. Danach wird der bpb:salon in der Mediathek und auf YouTube zu finden sein:

 

„Länderbericht USA“; Buchpräsentation und Podiumsgespräch. 

Podiumsgäste: Herausgeber Prof. Dr. Schild und Dr. Andrew Denison, Autorin Heike Paul. Moderation: Dr. Miriam Shabafrouz; Livestream aus dem Medienzentrum der bpb

https://www.bpb.de/veranstaltungen/format/310669/bpbsalon

Ruß-Sattar, Sabine/Riecke, Henning (2021): "Comeback als demokratische Führungsmacht?, Bidens werteorientierte Außenpolitik birgt Konfliktpotenzial unter den Verbündeten", in: Zeitschrift für Außen-und Sicherheitspolitik, 2021, online unter:  http://links.springernature.com/f/a/MDnm9cWFeU_Da7SS9tGNqw~~/AABE5gA~/RgRiyVdCP0QwaHR0cDovL3d3dy5zcHJpbmdlci5jb20vLS8wL0FYcUt5NmdnRGZ4blZWYnpkVHBEVwNzcGNCCmDkwiPoYIxeA4pSE3NydXNzQHVuaS1rYXNzZWwuZGVYBAAABuc~ 

Prasse, Nick (2020) „Corona oder der Abschied von der Kulturnation“, In: Blätter für deutsche und internationale Politik. 12/2020, S. 27-30.

https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/dezember/corona-oder-der-abschied-von-der-kulturnation

Prasse, Nick (2021) „Zwischen Agonie und Aufbruch: Trump, Corona und der Kampf um die amerikanische Kulturlandschaft“, In: PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Berlin, 51(203), S. 335–354.

https://www.prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1935

Ruß-Sattar, Sabine (2020): „Angriff auf Gleichheit und Würde: Hate Speechin der digitalen Ära“,  in: Hofmann, Birgit (Hg.):  Menschenrecht als Nachricht. Medien, Öffentlichkeit und Moral seit dem 19. Jahrhundert, Campus-Verlag: Frankfurt am Main/New York 2020.

Ruß-Sattar, Sabine (2020): „’We can’t breathe’. Die Last von Rassismus und Spaltung in den USA“, in: WeltTrends. Das außenpolitische Journal, 28. Jg., Nr. 169, November 2020, S. 68-71.

Ruß-Sattar, Sabine/Benderoth, Katharina (2019): „Überlegungen zur »Europäisierung« am Beispiel des Strategie-Wandels deutscher Wohlfahrtsverbände“,  in:Wolfgang Schroeder, Michaela Schulze (Hrsg.) Wohlfahrtsstaat und Interessenorganisationen im Wandel. Theoretische Einordnungen und empirische Befunde, Baden-Baden : Nomos 2019, Seite 77 - 98, https://doi.org/10.5771/9783845281223-77  

Ruß-Sattar, Sabine (2020): "(Kom)Misson impossible? Die neue EU-Kommissionspräsidentin und die uneinige Union", Kommentar in: WeltTrends. Das außenpolitische Journal, Nr.155, September 2019, S. 70f. (pdf zum Download hier)

 


Liberale Institutionen in der Verteidigungshaltung

Mi. 12-14 Uhr, MA Politikwissenschaften, L3 LA Politik und Wirtschaft

Dr. Claudia Ritter

Liberale politische Institutionen wurden geschaffen, um eine demokratische Willensbildung auf eine Art und Weise zu ermöglichen, die zugleich eine Machtergreifung zum Zwecke der Abschaffung von Demokratie verhindern soll. Die verfassungsmäßige Festschreibung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit soll diesen Zweck ebenso erfüllen wie eine Gewaltenverschränkung.
Die US-amerikanische Demokratie galt bisher als Prototyp liberaler und damit politisch-institutioneller Wehrhaftigkeit gegenüber populistischer Machtergreifung zum Zwecke der Errichtung autokratischer Regime. Die Kehrseite der liberalen Wehrhaftigkeit der US-amerikanischen Demokratie wurde in ihren erheblichen Problemen gesehen, eine politische Willensbildung von unten nach oben zufriedenstellend zu ermöglichen.
Bisher konnte die US-amerikanische Demokratie diverse rechtspopulistische Präsidenten überstehen. Doch lässt sich das heute nach der Abwahl von Trump noch in gleicher Weise behaupten wie in vergangenen Zeiten? Greift das Instrument des Impeachments heute noch? Die Demokraten in den USA haben jüngst gezeigt, wie es schiefgehen kann. Was bedeutet ein Trumpismus in Zeiten, in denen immer mehr liberale Demokratien immer sichtbarer in die Krise geraten? Borris Johnson hat inzwischen ‚das‘ britische Parlament mehrfach vorgeführt und entmachtet. Junge Demokratien liberalen Zuschnitts, die mit der transition to democracy in Mittelosteuropa errichtet wurden, werden heute von antiliberalen und zunehmend autokratischen Regierungen in die Zange genommen.
Vor diesem Hintergrund lautet die Leitfrage des Seminars: Was können angesichts der aktuellen Herausforderungen von Demokratie liberale politische Institutionen heute ‚noch‘ leisten? Dieser Frage werden wir am Beispiel der politischen Ordnung der USA nachgehen. Es gelten die üblichen Standards eines Masterseminars in der Politikwissenschaft.


Politische Theorie

Di. 14-16 Uhr, BA Politikwissenschaften, L3 LA Politik und Wirtschaft, KE LA L1, L2, L3, KE BA L4

Dr. Claudia Ritter

Die Vorlesung wird einen exemplarischen Einstieg in die Politische Theorie anbieten. Dazu werden wir theoretische Reflexionen zur Demokratie aufgreifen, wie sie seit der Antike in der Ideengeschichte bis heute in der modernen Demokratietheorie entwickelt wurden. Beispielhaft werden zentrale Fragen zum Wesen und zu den Problemen demokratischer Entscheidungsfindung ausgewählt und anhand von Ausschnitten aus Schlüsseltexten der Demokratietheorie erörtert.

Die Frage, wozu wir politische Theorie brauchen und was sie leisten soll, werden wir diskutieren, indem wir die ausgewählten Texte daraufhin prüfen, inwiefern sie uns helfen können, die aktuellen Herausforderungen für Demokratien zu verstehen und zu analysieren.

Die Frage, wie wir lernen können, theoretische Texte zu lesen, zu interpretieren und kritisch zu reflektieren, wird in der Vorlesung ebenso im Zentrum des gemeinsamen Arbeitens stehen. Die Vorlesung wird für einige Studienabschlüsse von studentischen Tutorien begleitet und mit einer Klausur abgeschlossen.


Die Extreme Rechte in Mittel- und Osteuropa

Di. 12-14 Uhr, BA Politikwissenschaften HF u. NF, L2 u. L3 LA Politik und Wirtschaft, KE LA L1, L2, L3, L4

Nicholas Henkel, M.A., 1.StEx

In der Lehrveranstaltung nehmen wir Akteur*innen der Extremen Rechten (Parteien, Bewegungen, NGOs) in Mittel- und Osteuropa in den Blick. Dabei suchen wir nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser Parteien und spüren der Frage nach, inwiefern sich diese Akteur*innen gleichen bzw. unterscheiden und was möglich Gründe dafür sind.

Organisatorisches

Das Seminar ist als Hybridveranstaltung (digitale Anteile & Präsenzanteile) geplant. Wir beginnen die Lehrveranstaltung in jedem Fall digital via ZOOM (1. Sitzung: 13.04., 12:00-14:00 Uhr). In welcher Form (und ob überhaupt) Präsenzanteile stattfinden können, hängt vom Verlauf der Pandemie und den Vorgaben seitens der Universität Kassel ab.


Regionalmacht Türkei?

Blockseminar mit Einführungssitzung

MA Berufl. Schulen L4 KE, L1, L2, L3 LA KE, BA Politikwissenschaften HF u. NF, BA Berufl. Schulen L4 Politik und Wirtschaft Zweitfach, L2 u. L3 LA Politik und Wirtschaft

Prof. Dr. Wolfgang Gieler

Die türkische Außenpolitik hat sich von einer „Null Probleme mit den Nachbarn”- Politik zu einer „Probleme mit allen Nachbarn”- Politik gewandelt. Wesentliche ist dies verursacht durch die Idee eine führende Regionalmacht zu werden. Die Veranstaltung thematisiert die Außenpolitik der Türkei zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Analysiert werden insbesondere die bilateralen Beziehungen. 

Literatur: Meral Avci und Wolfgang Gieler: Die türkische Bourgeoisie – Ursprung, Entwicklung, Gegenwart, (Berlin 2017, Peter Lang Verlag).

Wolfgang Gieler, Burak Gümus und Yunus Yoldas: Die Neue Türkei. Eine grundlegende Einführung in die Innen- und Außenpolitik unter Recep Tayip Erdogan, (Berlin 2015, Peter Lang Verlag).

Bemerkung: Die Veranstaltung wird als Block durchgeführt. Termin: 23.04.21 (15.15-18.45h), 04.06.21 (15.00-19.00h), 05.06.20 (10.00-18.00h) und 06.06.21 (10.00-18.00h).


Vergleichende Politikanalyse: Europäische Entwicklungspolitiken im Vergleich (extern in Bonn)

Blockseminar mit Einführungssitzung

MA Berufl. Schulen Politik und Wirtschaft Zweitfach, MA Berufl. Schulen L4 KE, L1, L2 u. L3 LA KE, BA Politikwissenschaften HF u. NF, BA Berufl. Schulen L4 Politik und Wirtschaft Zweitfach, L2 u. L3 LA Politik und Wirtschaft

Prof. Dr. Wolfgang Gieler

Umwelt- und Migrationsprobleme des Südens eine neue sicherheitspolitische Bedrohung der europäischen Staatenwelt? Zahlreiche Menschen im außereuropäischen Raum, in Afrika, Asien und Lateinamerika sehen in Europa die Befreiung aus ihrer umwelt-, wirtschaftlichen und politischen Not und machen sich auf den Weg. Im Norden verursacht diese Migration tiefgreifende Ressentiments und Abwehrhaltungen. Die Regierungen versuchen durch entwicklungspolitische Zusammenarbeit und speziellen Programmen Änderungen Vor-Ort zu bewirken, damit Menschen nicht ihre Heimatländer verlassen müssen. Das Seminar gliedert sich in Folgende Bereich: Entwicklungstheorien und -strategien, Umwelt und Entwicklung, Migration und Entwicklung, Vergleich einzelner europäischer Staaten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sowie deren praktischer Umsetzung, entwicklungsspezifische EU-Organisationen und Berufsfelder.  

Literatur: Wolfgang Gieler, Jürgen Bellers (Hrsg.), Fremdes Verstehen. Entwicklungspolitische und ethnologische Beitrage (Baden-Baden 2009, NOMOS)

Wolfgang Gieler, Martin Schwarz (Hrsg.), Entwicklungszusammenarbeit im europäischen Vergleich. Eine grundlegende Einführung in die Politik ausgewählter Staaten (Berlin 2020, LIT-Verlag).

Bemerkung: Das Seminar wird als Blockveranstaltung in Kassel durchgeführt abgehalten. Sämtliche Fragen zu Inhalt und Organisation werden während der Einführung am 23.04.21 (10.15-11.45h) geklärt. Termin: 11.06.21 (15.00-19.00h), 12.06.21 (10.00-18.00h) und 13.06.21 (10.00-18.00h).


Westlicher Ethnozentrismus und Rassismus – ein Diskurs (extern in Bonn)

Blockseminar mit Einführungssitzung, BA Politikwissenschaften HF

Prof. Dr. Wolfgang Gieler

Internationalisierung und Globalisierung sind zentraler Bereiche in Gesellschaft und Politik. Sie bewirken eine zunehmende kulturelle Pluralisierung der Lebensverhältnisse, insbesondere infolge internationaler Entwicklungs- und Migrationsprozesse. In der Veranstaltung werden zunächst verschiedenen Definitionen des Kulturbegriffs in den Kultur- und Sozialwissenschaften analysiert werden. Anschließend wird geklärt werden in welcher Weise die Verstehens- und Analysekapazitäten der Entwicklungs- und Migrationsforschung, insbesondere ihre Kompetenz des kulturellen Fremdverstehens bei der Beschreibung und Analyse von Migrationen aus anderen Weltregionen in Deutschland und Europa herausgefordert sind. Dabei werden die Probleme des Fremdverstehens bzw. der Ent-Fremdung, sowie des Rassismus vor allem aus einer ethnologischen Perspektive behandelt.

Literatur: Renner, Erich (2001) Andere Völker andere Erziehung. Peter Hammer Verlag, Wuppertal.

Bemerkung: Das Seminar wird als Blockveranstaltung in Bonn durchgeführt. Sämtliche Fragen zu Inhalt und Organisation werden während der Einführung am 23.04.21 (12.15-14.45h) geklärt. Termin: 18.06.21 (15.00-19.00h), 19.06.21 (10.00-18.00h) und 20.06.21 (10.00-18.00h).


Zur Rolle Solidarischer Ökonomien in einer nachhaltigen Post-Corona-Wirtschaft (Seminar mit Praxisbezug)

Mi. 14-16 Uhr, BA Politikwissenschaften HF, BA Berufl. Schulen L4 Politik und Wirtschaft Zweitfach, L3 LA Politik und Wirtschaft

Dr. Kristina Bayer

Die Corona-Krise macht für breitere Bevölkerungskreise die Defizite der dominanten Form des Wirtschaftens deutlich. Ein wichtiger Aspekt ist die offensichtlich gewordene Fragilität globaler Wertschöpfungsketten. So führte der Mangel an lebenswichtigen Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten in der ersten Phase der Pandemie zum Überdenken der jahrzehntelang praktizierten Produktionsverlagerung in „billigere“ Standorte.

Ansätze nachhaltigen und solidarischen Wirtschaftens verfolgen mit der Stärkung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe ein anderes Ziel. Wirtschaften wird ursächlich zusammengedacht mit den spezifischen Voraussetzungen einzelner Regionen sowie den Bedürfnissen und Ressourcen der dort lebenden Menschen. Ziel ist es, die Region als Ganze nachhaltig weiterzuentwickeln. Genossenschaften, solidarische Lebens-, Arbeits- und Wohngemeinschaften tragen auf diese Weise weltweit zu einer nachhaltigen, demokratisch verankerten Entwicklung bei. Durch ihre Ausrichtung auf Solidarität und Gemeinsinn verfügen sie über eigene Ressourcen und Strukturen von Resilienz. Gleichzeitig stehen sie durch ihre geringe Gewinnorientierung vor der Problematik, dass eine Rücklagenbildung nur in geringem Umfang möglich ist.

Das Seminar nimmt Praxis und Erfahrung von Unternehmen während der Pandemie in den Blick, die sich vom dominierenden Formen profitorientierten Wirtschaftens unterscheiden. Theoretisch werden Konzepte Solidarischen Wirtschaftens, Gemeinwohlökonomie, Care Ökonomie und Genossenschaften vorgestellt. Auf der Praxisebene ist ein enger Austausch mit Akteur:innen solidarischer Wirtschaftsunternehmen im Bereich gesellschaftlicher Re/produktion vorgesehen. Die Auswahl erfolgt nach Branchen (Wohnen, Energie, Ernährung, Kultur u.a.) auf der Grundlage des Atlas Solidarische Ökonomie Nordhessen (Müller-Plantenberg et al. 2008).

Die Kursteilnehmer:innen gehen in Interviews der Frage nach, inwieweit die ausgewählten Unternehmen sich in der Pandemie als resilient erwiesen haben und welche Perspektiven sie für eine Post-Corona Wirtschaft und Gesellschaft bieten.  Ziel ist die gemeinsame Erstellung eines Online-Dossiers zum Thema aus Interviews, Fotos und Info-Grafiken.

Literatur: Ambach, Christoph (2019): Das Gute Leben für Alle. Wege in die solidarische Lebensweise. München: oekom.

Bayer, Kristina (2017): Unterstützungsstrukturen für Solidarisches Wirtschaften in Zeiten des Wandels. In: Clarita Müller-Plantenberg (Hg.): Die ökonomische Dimension des Friedens. Soziale solidarische Ökonomie. Kassel: Kassel University Press, S. 154–166.

Gemeinwohlökonomie (Hg.) (2020): Grundkonturen einer Post-Corona-Ökonomie. Empfehlungen der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) für die Wirtschaftspolitik nach der Corona-Krise. Online verfügbar unter https://www.wernerfurtner.de/wp-content/uploads/2020/06/2020-05-Gemeinwohl-Oekonomie-PostCorona-Positionspapier.pdf (Abruf 15.02.2021).

Helfrich, Silke; Bollier, David (2019): Frei, fair und lebendig - die Macht der Commons. Bielefeld: transcript Verlag (Sozialtheorie). Online verfügbar unter www.transcript-verlag.de/media/pdf/4a/e2/14/oa97838394453036LVu76jpfhARl.pdf.

Kopp, Thomas (2019): Auf Kosten anderer? Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert. München: oekom verlag.

Lange, Bastian; Hülz, Martina; Schmid, Benedikt; Schulz, Christian (Hg.) (2020): Postwachstumsgeographien. Raumbezüge diverser und alternativer Ökonomien. Bielefeld: transcript Verlag (Sozial- und Kulturgeographie, 38).

Müller-Plantenberg, Clarita; Stenzel, Alexandra (2008): Atlas der solidarischen Ökonomie in Nordhessen. Strategie für eine nachhaltige Zukunft. Unter Mitarbeit von Kristina Bayer. Kassel: Kassel Univ. Press (Entwicklungsperspektiven, 94).

N'Dakon, Urbain; Cornaglia, Luciana; Schimmel, Karla et al. (2020): Für eine Gemeinwohl-orientierte Post-Corona-Ökonomie. Gemeinsamer Vorschlag der Vertreter*innen der internationalen Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie von 17 Ländern. Online verfügbar unter https://web.ecogood.org/media/filer_public/05/dc/05dc6282-6308-449a-ad30-e2dbef718a31/ecg_ger_joint_opinion_post-corona_economy.pdf (Abruf 15.02.2021).


Politik. Macht. Kultur. Kulturpolitik auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene

Blockseminar mit Einführungssitzung

MA Berufl. Schulen KE, L1, L2 u. L3 LA KE, BA Politikwissenschaften HF u. NF, BA Berufl. Schulen L4 Politik und Wirtschaft Zweitfach, L2 u. L3 LA Politik und Wirtschaft

Nick Prasse, MA 

Der Kultur kommt weltweit eine immer wichtigere Stellung zu: einerseits als Faktor für gesellschaftlichen Zusammenhalt, andererseits als ökonomischer „Wachstumsmarkt”. Beide Sichtweisen unterliegen umkämpften politischen Einflüssen.

Das Seminar bietet eine grundlegende Einführung in die verschiedenen Bereiche des in der Politikwissenschaft wenig beachteten Politikfeldes Kulturpolitik.

Dabei reicht das Themenspektrum von der Filmförderung, über Geschichtspolitik, die soziale Absicherung von Künstler*innen, politischer Architektur, der Außwärtigen Kulturpolitik bis hin zur dynamischen Stadtentwicklung durch die Förderung von Soziokultur und freier Szene.

Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf die Folgen der Corona-Pandemie für den Kultursektor und die politischen Reaktionen darauf gelegt werden.

Organisatorisches 

Das Seminar ist als Hybridveranstaltung geplant. Die Einführungssitzung am 16. April wird in jedem Fall digital via ZOOM stattfinden. Die Blocksitzung Ende Juni ist aktuell als Präsenzveranstaltung vorgesehen. Wir denken positiv.

Anfang Mai und Juni wird es zudem jeweils eine schriftliche „Zwischenaufgabe” geben. Deren Bearbeitungszeit wird auf die Dauer der Blocksitzung angerechnet.  

Literatur: Beyme, Klaus von: Kulturpolitik in Deutschland: Von der Staatsförderung zur Kreativwirtschaft. Springer VS, Wiesbaden, 2012. (Online über die UB-Kassel verfügbar)


Südkorea: Politik, Gesellschaft und Geschichte (extern in Bonn)

Blockseminar mit Einführungssitzung

MA Berufl. Schulen L4 Politik und Wirtschaft Zweitfach, BA Politikwissenschaften HF u. NF, BA Berufl. Schulen L4 Politik und Wirtschaft Zweitfach, L2 u. L3 LA Politik und Wirtschaft

Prof. Dr. Noh Meung-Hoan

Südkorea wird bisweilen als "Deutschland Asiens" bezeichnet, und zwar mit Blick auf die starke Exportorientierung der Wirtschaft beider Länder. Als High-Tech-Land mit einer international ausstrahlenden Kunst- und Kulturszene findet Südkorea weltweit Beachtung. Aktuell werden Südkorea und Deutschland mit Blick auf den Umgang mit der Covid-19-Krise oft in einem Atemzug genannt, wenn es um gesundheitspolitische best practice geht.

Dieses Seminar führt ein in Politik und Gesellschaft Südkoreas. Zum einen geht es darum zu untersuchen, wie in dem präsidentiellen und stark zentralisierten politischen System aktuelle Herausforderungen im Vergleich mit dem föderalen Parlamentarismus Deutschlands angegangen werden. Zum andern wird auch die unterschiedliche Teilungsgeschichte der beiden Länder behandelt. Ziel ist ein besseres analytisches Verständnis des Funktionierens beider politischer Systeme im historischen Kontext.

Die Corona-Pandemie wirkte sich im Sommersemester 2020 auch auf die Lehre an der Universität Kassel aus. Die Arbeit von Dozierenden und Lernenden, in Seminaren und Vorlesungen, die seit jeher auf Präsenz ausgelegt war, verlagerte sich ins Digitale.

In der Lehrveranstaltung "Europäische Asyl- und Migrationspolitik im Vergleich" haben wir diese Entwicklung als Inspiration genutzt, um Lehren und Lernen - auf digitalem Weg - neu zu denken.

Die Teilnehmer*innen des Seminars entwickelten asynchrone, digitale Lernformate in Form von Podcasts (als Studienleistung). Sie erarbeiteten ihre Episoden inhaltlich eigenverantwortlich, entwickelten ein konzeptionelles Folgenskript und zeichneten ihre Episode selbstständig auf.  Im Ergebnis entstand eine Podcastreihe mit insgesamt 17 Episoden, welche unterschiedliche inhaltliche Facetten Europäischer Asyl- und Migrationspolitik beleuchten.

Die Studierenden haben, trotz aller pandemibedingten Herausforderungen und Schwierigkeiten, Tolles geleistet. Die Früchte Ihrer engagierten Arbeit können Sie auf dieser Seite hören! Viel Spaß dabei wünschen Ihnen die Redakteur*innen und Sprecher*innen der Episoden.

Eine professionelle Postproduktion jeder einzelnen Episode durch Tonspezialist*innen wurde durch QSL-Mittel (Förderlinie: Forschungsorientiertes Lernen) ermöglicht.

Alle Podcastepisoden unserer Reihe stehen hier zum Anhören und Downloaden bereit - Viel Spaß!