Dr. Anna-Katharina Wöbse

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Umweltgeschichte: Praxis und Forschung

Blockseminar
23.10.2015, 16-20 Uhr
20.11.2015, 16-20 Uhr
18.12.2015, 16-20 Uhr
Moritzstr. 18 Campus Center, Raum 1118, Seminarraum 5

15.01.2016, 16-20 Uhr
Nora-Platiel 6, Raum 0211

16.01.2016, 9:30-16 Uhr
Nora-Platiel 6, Raum 0212

05.02.2016, 16-20 Uhr
Moritzstr. 18 Campus Center, Raum 1118, Seminarraum 5

Mit der Ökologiebewegung entstand im Laufe der 1970er-Jahre das Forschungsfeld der Umweltgeschichte. Aus einem zunächst eher belächelten Thema ist inzwischen eine etablierte Disziplin geworden, die längst wissenschaftliche Kollegs, Zeitschriften und große Kongresse hervorbringt. Schließlich untersucht die Umweltgeschichte eins der zentralen Konfliktfelder moderner Gesellschaften: Sie beschäftigt sich mit der spannungsreichen Wechselbeziehung zwischen Mensch und Natur. Aber was umfasst das genau und wie schreibt man eigentlich Umweltgeschichte?

Das Seminar gibt einen Überblick in die Grundzüge der Disziplin, ermöglicht eine Orientierung über ihre fächerübergreifende und transnationale Orientierung und zeigt die neuesten Entwicklungen und Debatten. An einzelnen aktuellen Themen wie der Dikussion über die Energiewende, über das Anthropozän und über die Einrichtung von Nationalparks werden deren historische Dimension konkretisiert und zentrale Forschungsfelder der Umweltgeschichte dargestellt. Ein besonderer Augenmerk liegt dabei auf der Rolle von Tieren in den zeitgenössischen Umweltdebatten. Denn sie dienten wie beispielweise der Ölvogel, der bedrohte Blauwal oder verdrängte Wolf immer wieder als Ikonen für die Krise der Mensch-Umwelt-Beziehung. Anschließend wird am Beispiel der “Ökologischen Erinnerungsorte” ein anwendungsorientiertes Konzept der Umweltgeschichtsschreibung in einem Schreibseminar 'getestet'.