Fachliche und überfachliche Kompetenzen durch soziotechnisches Design von Systemen hybrider Intelligenz flexibel und individuell fördern (Komp-HI)
Die Digitalisierung der Lehre stellt die Hochschulen vor technische und rechtliche Herausforderungen, birgt aber gleichzeitig auch das Potenzial, die Lernprozesse der Studierenden durch den Einsatz künstlicher Intelligenz effizient zu unterstützen.
Das Projekt „Fachliche und überfachliche Kompetenzen durch soziotechnisches Design von Systemen hybrider Intelligenz flexibel und individuell fördern (Komp-HI)“ wollte dazu beitragen, dieses Potenzial auszuschöpfen, indem unter didaktisch sinnvollem Einsatz von KI-Systemen Anwendungen für verschiedene Lehrveranstaltungen der Universität Kassel pilotiert wurden. Ziel war es, den Studierenden durch die Kombination künstlicher und menschlicher Intelligenz (hybride Intelligenz) eine individuelle Lernerfahrung zu bieten. Dabei sollten nicht nur fachliche, sondern auch überfachliche Kompetenzen (z.B. Empathie- und Medienkompetenz) gestärkt werden.
Das Fachgebiet Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht (Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M.) der Universität Kassel widmete sich der rechtswissenschaftlichen Untersuchung des Projektgegenstandes. Im Rahmen des rechtswissenschaftlichen Teilvorhabens wurden aus den datenschutzrechtlichen Vorgaben Vorschläge für eine datenschutzkonforme Gestaltung der verwendeten Systeme erarbeitet, die von Beginn an in die Systementwicklung einflossen. Im Fokus standen dabei die umfassende Verarbeitung von Studierendendaten sowie der darauf bezogene Einsatz von künstlicher Intelligenz. Konkret wurde untersucht, welche Rechtsgrundlagen für die Verarbeitung von Studierendendaten einschlägig sind, wie die datenschutzrechtlichen Anforderungen an die technische Gestaltung (Privacy by Design) projektbezogen zu bestimmen und umzusetzen sind und wie die Anforderungen an die Transparenz und Zweckbindung, insbesondere mit Blick auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz, eingehalten werden können. Zudem wurden die hochschulrechtlichen Anforderungen untersucht.
An dem interdisziplinär ausgerichteten Projekt waren neben dem Fachgebiet Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht (Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M.) die Fachgebiete Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung (Prof. Dr. Matthias Söllner, Projektkoordinator), Entwicklungspsychologie (Prof. Dr. Mirjam Ebersbach), Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Jan Marco Leimeister), Allgemeine Psychologie (Prof. Dr. Ralf Rummer) sowie der Studiendekan des Fachbereichs Maschinenbau (Prof. Dr. Hartmut Hetzler) der Universität Kassel beteiligt.
Projektinfos
Finanzierung:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Laufzeit:
Dezember 2021 - November 2025
Projektverantwortlicher:
Prof. Dr. Gerrit Hornung, LL.M.
Mitarbeiter:
Hendrik Link