GNR-Ar­beits­schwer­punk­te

Am Fachgebiet Grünlandwissenschaft und Nachwachsende Rohstoffe werden die komplexen Beziehungen zwischen Art und Diversität der Grünlandvegetation, deren Ertragsbildung und Futterqualität in Abhängigkeit von den Standorteigenschaften in Forschung und Lehre untersucht und vermittelt. Leguminosen stehen dabei oft im Fokus, da sie im ökologischen Landbau eine große Bedeutung zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit haben, weil sie atmosphärischen Stickstoff binden und mittelbar dem landwirtschaftlichen System zur Verfügung stellen.

Ferner entwickeln und erforschen Mitarbeiter*innen des Fachgebietes innovative Anbau- und Verwertungsverfahren, um Pflanzen für den Feldfutterbau oder als Nachwachsender Rohstoff für eine stoffliche Verwendung (z.B. Bio- und Aktivkohle) oder zur Energiegewinnung (z.B. Brennstoff, Biogas) zu nutzen. Neben der Untersuchung von Systemwirkungen liegt hierbei das Hauptaugenmerk auf der Minimierung der Konkurrenz mit der herkömmlichen Verwertung zur Nahrungs- und Futterproduktion. Deshalb stehen Restbiomassen aus dem ländlichen (z.B. Naturschutzflächen) und städtischen (z.B. Laub und Grünschnitt) Raum im Zentrum der Forschungsarbeit. Dieses Themenfeld beinhaltet auch den Aspekt klimatischer Veränderungen, die Maßnahmen sowohl hinsichtlich des Klimaschutzes als auch der Klimaanpassung erfordern.

Zur Erfassung und Beurteilung von Pflanzenbeständen des Grünlandes, Ackers und Agroforsts werden am Fachgebiet neue, fernerkundliche Methoden erprobt, mit deren Hilfe großflächige Landnutzungsmuster und deren Änderung in Raum und Zeit analysiert werden können. Darüber hinaus können diese Verfahren zukünftig als Entscheidungshilfe für eine standortdifferenzierte Bewirtschaftung von Pflanzenbeständen dienen.

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