Studiengangsentwicklung

Studiengänge entstehen nicht auf dem Reißbrett – sie wachsen aus fachlichen Ideen, gesellschaftlichem Bedarf und dem Zusammenspiel von Forschung und Lehre. Die Universität Kassel unterstützt ihre Fachbereiche dabei, Studienangebote so zu gestalten, dass sie wissenschaftlich fundiert, studierbar und zukunftsfähig sind.

Studiengangsentwicklung umfasst dabei den gesamten Lebenszyklus eines Studiengangs: von der ersten Idee über die Konzeption und Einrichtung bis zur Weiterentwicklung im Rahmen von Reakkreditierungen. Die Zentralverwaltung begleitet diesen Prozess beratend und stellt Instrumente, Vorlagen und Orientierungsrahmen bereit.

Zielsetzung

Aufbauend auf dem Profil der Universität Kassel orientiert sich die Studiengangsentwicklung an folgenden übergeordneten Zielen:

  • Heterogenität in den Lernvoraussetzungen – Studiengänge sollen unterschiedliche Bildungsbiografien berücksichtigen und Übergänge erleichtern.
  • Beschäftigungsbefähigung – Absolvent:innen sollen auf vielfältige berufliche Kontexte vorbereitet sein, ohne dass das Studium auf einzelne Berufsbilder verengt wird.
  • Internationalisierung – Studiengänge sollen internationale Perspektiven, Mobilität und interkulturelle Kompetenz fördern.
  • Praxisorientierung – Theorie und Praxis sollen curricular sinnvoll verzahnt werden, etwa durch Praxismodule, Projektarbeit oder Kooperationen.
  • Interdisziplinarität – Fachübergreifendes Denken und Arbeiten soll strukturell ermöglicht, nicht nur programmatisch gewünscht sein.

Das Studiengangkonzept

Bei der Neueinrichtung oder Re-Akkreditierung eines Studiengangs füllen die Fachbereiche ein standardisiertes Formular aus, das die wesentlichen Merkmale des Studiengangs komprimiert zusammenführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Wissenschaftliche Qualifikation und Kompetenzprofil
  • Beschäftigungsfähigkeit der Absolvent:innen
  • Überfachliche Kompetenzbildung (z.B. zivilgesellschaftliches Engagement, Persönlichkeitsentwicklung)
  • Lehr- und Prüfungskonzept
  • Ressourcenausstattung
  • Akkreditierungsfähigkeit

  • Das Studiengangkonzept dient dem Präsidium als Entscheidungsgrundlage für die Einrichtung von Studiengängen oder die Fortsetzung von Studienangeboten. Für die Fachbereiche bietet es eine klare Strukturierung – und bereitet zugleich weitere Dokumente wie die Prüfungsordnung oder Selbstberichte im Akkreditierungsverfahren vor.


    Sie können eine Vorprüfung des Konzeptes durch die Zentralverwaltung beauftragen. Reichen Sie ausgefüllte Studiengangkonzepte (gerne mit weiteren Dokumenten wie Entwürfen von Prüfungsordnungen, Modulbeschreibungen oder Studienverlaufplänen) bitte vor der Beschlussfassung im Fachbereichsrat digital ein: studiengangkonzept@uni-kassel.de


    Beschlüsse, Formulare und weiterführende Informationen

    Für die Überarbeitung von Studiengängen im Rahmen von Reakkreditierungen und für die Neueinrichtung von Studiengängen sind verbindliche Beschlüsse und Rahmenregelungen zu beachten – sie betreffen unter anderem Prüfungsordnungen, Schlüsselkompetenzen, Praxismodule, Evaluation und Studienberatung. Ergänzend stellt die Zentralverwaltung Formulare und Vorlagen bereit, die den Prozess von der Konzeption bis zum Akkreditierungsselbstbericht begleiten. Das Studiengangkonzept bildet dabei in der Regel den Ausgangspunkt. Darüber hinaus sind Studiengangsentwicklung und Akkreditierung eingebettet in nationale und europäische Rahmenwerke zu Qualifikationsrahmen, Qualitätsstandards und Kreditpunktsystemen, die insbesondere bei der Konzeption neuer Studiengänge Orientierung geben.

    Alles zur Akkreditierung sowie die Systembewertung sind ebenfalls auf der Webseite der Qualitätsentwicklung zu finden.

    Ansprechpartner

    Das jeweils zuständige Planungsreferat
    Abt. Entwicklungsplanung, Referate E1 - E4

    Das jeweils zuständige Planungsreferat : Weiter