Ak­tu­el­les


Form­next 2022 – Stu­die­ren­den­ex­kur­si­on nach Frank­furt/Main

Das Fachgebiet Kunststofftechnik des Instituts für Werkstofftechnik organisierte am 17.11.2022 für interessierte Studierende eine Exkursion auf die Fachmesse der Additive Manufacturing-Branche, Formnext, in Frankfurt.

Nach der Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr konnten die 13 Teilnehmer die Messe individuell und nach persönlichen Präferenzen erkunden und sich so über die Standards, Entwicklungen und aktuelle Forschungsgebiete innerhalb der Additiven Fertigung bei den Austellern der Messe informieren. Die Firma ARBURG führte interessierte Teilnehmende über ihre Ausstellungsfläche und stellte das Anlagenportfolio sowie die dazugehörigen Anwendungsgebiete dieser vor.

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Ers­tes Jah­res­ver­bund­tref­fen von Be­Bio2 im Sci­ence Park in Kas­sel

Am 2. und 3. November trafen sich die Mitglieder des Forschungsverbundes BeBio2 zum ersten Jahresabschlusstreffen im Science Park Kassel. Unter den insgesamt 50 Teilnehmern befanden sich neben den 16 Teilprojektbearbeitern und Professoren Bonten (IKT), Ganster (IAP) und Heim (IfW) Vertreter aus den beteiligten Unternehmen sowie Frau Dr. Wascher stellvertretend für die Fachagentur nachwachsende Rohstoffe e.V.

Nach einem gemeinsamen Abendessen am Mittwoch wurde die Veranstaltung am Donnerstagmorgen von Prof. Dr. Heim eröffnet. Geführt von den Verbundkoordinatorinnen Nicole Gemmeke (IfW) und Victoria Goetjes (IfW) wurden zunächst die ersten Ergebnisse der insgesamt 12 Teilprojekte vorgestellt, die sich alle mit der Langzeitbeständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen auseinandersetzen. Die in den Projekten generierten Daten fließen abschließend in eine von der Firma Altair entwickelte Datenbank ein und werden so Interessierten zur Verfügung gestellt.

Im Anschluss an das Vortragsprogramm wurde eine Messe veranstaltet. Hier konnten sich die beteiligten Firmen zu jedem der 12 Teilprojekte informieren und sich mit den jeweiligen Projektpartnern austauschen.

Die Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit die Labore und das Technikum des Fachbereichs Kunststofftechnik des IfW zu besichtigen. Unter anderem wurden Geräte wie die Fogging-Anlage und die Partikelvermessung vorgestellt.

Der Forschungsverbund wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

 

Für nähere Informationen zum Forschungsverbund besuchen Sie gerne die Webseite www.bebio2.de

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In­ter­na­tio­na­le Kon­fe­renz „Cel­lu­lar Ma­te­ri­als – Cell­MA­T“

Die siebte internationale Konferenz „Cellular Materials – CellMAT“ fand vom 12. bis 14. Oktober als Hybridveranstaltung statt. Insgesamt 86 Teilnehmer waren sowohl online als auch vor Ort im Hygienemuseum in Dresden. Die Forschungsergebnisse wurden zu zellularen Werkstoffen aller Materialklassen wie Metalle, Keramik, Polymere sowie Verbundwerkstoffe präsentiert. Während der Konferenz wurden vom Fachbereich Kunststofftechnik der Universität Kassel insgesamt drei Vorträge, zwei im Bereich der thermoplastischen Schäume und einer im Bereich der Flüssig-Silikon-Schäume gehalten. Den ersten Vortrag präsentierte Herr Dimitri Oikonomou über seine Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der strukturmechanischen Simulation sowie Verifizierung von prognostizierten mechanischen Eigenschaften von spritzgegossenen thermoplastischen Schaumstrukturen. Der zweite Vortrag, welches auf einem DFG-Projekt basiert, handelte über In-Situ Mechanische Verformungsverhalten von spritzgegossenen thermoplastischen Schaumstrukturen in Abhängigkeit von vorgegebenen morphologischen Eigenschaften und wurde von Frau Kübra Güzel gehalten. Der abschließende Vortrag des Fachbereichs Kunststofftechnik wurde im Forschungsbereich „Mechanische Eigenschaften von geschäumten Silikon-Elastomeren“ von Frau Svenja Marl vorgestellt.

Vorträge des Fachgebiet Kunststofftechnik:

Dimitri Oikonomou: Simulation and verification of mechanical properties of injection molded thermoplastic foam structures

Kübra Güzel: Determination of In-situ Experimental Mechanical Properties of Injection Molded Thermoplastic Foam Structures

Svenja Marl: Improvement of the cell structure of water foamed LSR


1. Platz | Steg­re­gat­ta für Mit­ar­bei­ten­de der Uni­ver­si­tät Kas­sel

Am 12.11 nahm ein Team der Kunststofftechnik an der Stegregatta für Mitarbeitende der Universität Kassel teil. Das vom allgemeinen Hochschulsport geplante Event sollte eigentlich bereits im September bei deutlich wärmeren Temperaturen stattfinden, was aber durch eine Sperrung der Fulda leider nicht möglich war. Bei dem neuen Termin im November herrschten deutlich kühlere Temperaturen, was sich auch auf die Anzahl der teilnehmenden Teams auswirkte. Unbeirrt von den klimatischen Bedingungen absolvierte das Team der Kunststofftechnik seine Wettkämpfe bis ins Finale und konnte sich hier gegen die gegnerischen Teams der anderen Fachbereiche durchsetzen und somit den 1. Platz erreichen.

Im Anschluss an die Siegerehrung wurde der Sieg gebührend gefeiert.

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Pro­mo­ti­on von Fa­bi­an Ja­kob

Am 9. November 2022 hat Herr Fabian Jakob, M.SC., sein Promotionsverfahren erfolgreich mit der Verteidigung seiner Doktorarbeit abgeschlossen. Seine Dissertation trägt den Titel: „Verfahrenseinflüsse beim kombinierten Kompaktier- und Hinterspritzverfahren zur Fertigung hinterspritzter eigenverstärkter Verbunde“. Die Inhalte der Arbeit entstanden im Rahmen seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstofftechnik, Kunststofftechnik.

Das Institut für Werkstofftechnik freut sich über einen weiteren erfolgreichen Absolventen und wünscht Herrn Fabian Jakob weiterhin viel Erfolg für seine berufliche und private Zukunft.

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Das IfW auf der grö­ß­ten Kunst­stoff­mes­se der Welt

Am 20. Oktober 2022 machten sich 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IfW auf den Weg nach Düsseldorf, um dort auf dem Messegelände die größte Kunststoffmesse der Welt zu besuchen. Morgens um 6:30 Uhr ging es am IfW los Richtung Westen. Nach der Ankunft wurden die Kolleginnen und Kollegen des Verbundprojektes BeBio2 am FNR-Stand besucht. Danach wurde die vielseitige Messe in Kleingruppen nach Neuerungen für bestehende Projekte durchsucht und alte Kontakte gepflegt und neue Kontakte geknüpft. Alles in allem also ein gelungener Tag auf der K-Messe Düsseldorf.

Zusätzlich zum Besuch der Mitarbeiter/innen am 20.10.20222 führt das IfW am 25.10.2022 eine Studierendenexkursion zur K-Messe durch an der über 20 Studierenden teilnahmen. Auf der Messe standen geführte Firmenbesuche auf dem Programm. Mitarbeiter des Fachgebiets Kunststofftechnik stellten die fachlichen Kontakte zu den Partnerunternehmen her und führten die Studierendengruppe zu den ausgewählten Firmen: Arburg GmbH & Co, den Stand der Firma Polymer-Chemie GmbH und die FNR-Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., auf diesen Stand fungierte das Fachgebiet Kunststofftechnik als Mitaussteller.

Zusammen mit anderen vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die FNR geförderten Projekten wurde hier der Forschungsverbund BeBio2 vorgestellt. Der Messetand spiegelte das Leitthema der Messe „Nachhaltigkeit“ wider und machte deutlich, wie groß das Interesse an Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen auch im industriellen Umfeld ist. Insbesondere der Blick auf die Beständigkeit der biobasierten Kunststoffe war dabei für die Interessenten von Bedeutung. Darüber hinaus wurde im Vorfeld der Messe ein Werkzeug für Flaschenverschlüsse konstruiert, welches über die gesamte Messelaufzeit auf der vorhandenen Spritzgussmaschine zum Einsatz kam. So konnten die Besucher des Stands zahlreiche, sogar eingefärbte, Deckel aus Bio-PE mitnehmen.

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Kunst­stoff­tech­nik-Se­mi­nar in Bad Blan­ken­burg

Das Fachgebiet Kunststofftechnik veranstaltete am 17. und 18. Oktober 2022 ein Seminar in der Landessportschule Bad Blankenburg/Thüringen. Die Anreise der TeilnehmerInnen erfolgte am Abend des 16.10.2022. In geselliger Runde wurden nach einem gemeinsamen Abendessen am Vorabend des ersten Seminartages allerlei Themen unter den Kolleginnen und Kollegen besprochen, so dass alle TeilnehmerInnen in besagten ersten Seminartag am 17.10.2022 starten konnten.

In Form von Workshops wurden am Vormittag unterschiedliche Aspekte angesprochen und bearbeitet. Inhalte waren u.a. die Gestaltung von Publikationen und Dissertationen oder auch die Gestaltung der Präsentation von Forschungsergebnissen. Weitere Themen waren auf die Labore und die Ausstattung des Fachgebietes Kunbststofftechnik der Uni Kassel bezogen und auf die Organisation und die Umsetzung von Bachelor- und Masterarbeiten.

Am Nachmittag stand der Besuch des TITK – Thüringisches Institut für Textil- und KunststoffForschung – auf dem Programm. Herr Dr. Reussmann, Leiter der Abteilung Textil- und Werkstoffforschung, stellte das TITK vor. Im Anschluss waren Rundgänge durch die Labore mit Herrn Dr. Reussmann und weiteren KollegInnen des TITK organisiert. Während des Besuches der Labore im TITK konnten die Teilnehmenden einen sehr interessanten und umfangreichen Einblick in die Aktivitäten und Themen erlangen.

Am Abend des 17.10.2022 wurde nach dem Abendessen etwas sportliche Betätigung angeboten. So konnten die SeminarteilnehrInnen auf Wunsch verschiedene „Ballsportarten“ ausprobieren und ihr Geschick unter Beweis stellen.

Der Zweite Seminartag diente zunächst der Zusammenfassung der im Rahmen der Workshops erarbeiteten Ergebnisse. Ergänzend wurden im Rahmen von Vorträgen die im Fachgebiet zur Verfügung stehenden Sondermaschinen zur Verarbeitung von Kleinstmengen, die Möglichkeiten des Spritzgießens sowie geeignete Prüfmethoden dargestellt. Der Technologietransfer im Verein Innovationszentrum Kunststofftechnik e.v., untermalt mit einigen, z.T. auch geschichtlichen Informationen zum Fachgebiet Kunststofftechnik und zum Verein, wurde ebenfalls angesprochen und erläutert.

Zum Abschluss des Seminars wurden die TeilnehmerInnen während einer Besichtigungstour durch Bad Blankenburg vom Stadtführer Werner Töpfer umfangreich über die Stadt und ihre Geschichte informiert - wussten sie beispielsweise, wo, wann und von wem der erste Kindergarten der Welt gegründet wurde?

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Gast­wis­sen­schaft­ler am In­sti­tut für Werk­stoff­tech­nik

Das Institut für Werkstofftechnik darf den Gastwissenschaftler Herrn Dr. Mubarak Ahmad Khan aus Bangladesch begrüßen. Dr. Khan ist bekannt für die Erforschung verschiedener Anwendungsmöglichkeiten der Jutefaser und für die Erfindung des „Sonali Bag“. Der Sonali Bag besteht aus biologisch abbaubaren Materialien auf Zellulosebasis. Des Weiteren ist Dr. Khan wissenschaftlicher Berater der Bangladesh Jute Mills Corporation (BJMC). Bis Mitte Dezember wird er zu Gast im Fachbereich Kunststofftechnik sein und die Materialien Celluloseacetat (CAc) und nanocrystalline Cellulose (CNC) am IfW untersuchen.

Die Alexander von Humboldt Stiftung hat den Forschungsaufenthalt im Rahmen der Alumniförderung bewilligt und gefördert.

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15. Ehe­ma­li­gen­tref­fen Kunst­stoff­tech­nik

Am 26. August 2022 fand das 15. Ehemaligentreffen Kunststofftechnik statt. AbsolventInnen, ehemalige KollegInnen, Lehrbeauftragten sowie VertreterInnen der Partnerfirmen, die aktiv in Forschung und Lehre dem Fachgebiet verbunden sind, waren eingeladen Neuerungen am IfW zu begutachten, alte Bekannte wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen. In einer Vortragsreihe Kunststofftechnik gaben die MitarbeiterInnen des Fachgebiets Kunststofftechnik den Gästen einen anschaulichen Einblick in die derzeitigen Forschungsschwerpunkte. Im Anschluss hatten die Gäste bei Führungen durch die Labore die Möglichkeit die aktuelle Technik des Instituts zu besichtigen. Die Veranstaltung wurde abgerundet von einem geselligen Get-together vor dem Technikum bei Grill und Salatbuffet.

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr über 85 TeilnehmerInnen zusammenbringen konnten und bedanken uns bei allen Gästen für die anregenden Gespräche und das gesellige Beisammensein.

Das nächste Ehemaligentreffen Kunststofftechnik wird voraussichtlich 2024 stattfinden.

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Neu­er Mit­ar­bei­ter

Hassan Rida hat an der Universität Kassel Maschinenbau im Bachelor mit der Vertiefung „Werkstoffe und Konstruktion“ studiert. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hat er sich mit der Entwicklung einer Prüfmethode zur Ermittlung von flüchtigen organischen Verbindungen aus faserverstärkten Bio-Polyamid-Verbunden beschäftigt. Seit dem 01.08 ist er als technischer Mitarbeiter am Institut für Kunststofftechnik im Bereich Thermische Analyse beschäftigt.

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Neu­er Mit­ar­bei­ter

Alexander Juranek hat an der Universität Kassel Maschinenbau im Bachelor mit dem Schwerpunkt Werkstoffe und Konstruktion studiert und dieses im Januar 2022 erfolgreich abgeschlossen. Weiterhin ist er eingeschriebener Student im Masterstudiengang Maschinenbau und wird dieses in den kommenden Semestern abschließen. Bereits während seines Bachelorstudiums arbeitete er am Anwendungszentrum UNIpace als studentische Hilfskraft. Zu seinen Aufgaben zählten hier bereits die anwendungsorientierte Arbeit mit Festsilikon- (HCR) oder Flüssigsilikonkautschuk (LSR). Seit dem 16.05.2022 arbeitet er als technischer Mitarbeiter im Anwendungszentrum UNIpace. Hierbei beschäftigt er sich hauptsächlich mit der Compoundierung, Extrusion und anschließenden umfassenden Materialcharakterisierungen von HCR.

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Neue Mit­ar­bei­te­rin

Julia Enzeroth hat an der Universität Kassel Maschinenbau im Bachelor mit der Vertiefung „Werkstoffe und Konstruktion“ studiert. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sie sich mit der Untersuchung der spezifischen Wärmekapazität von graphitgefüllten thermoplastischen Kunststoffrohren beschäftigt. Seit dem 16.08 ist sie als technische Mitarbeiterin am Institut für Kunststofftechnik im Forschungsverbund „BeBio2 – Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffe“ beschäftigt.

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Pro­mo­ti­on

Herr Rafael Erdmann M.Sc. hat sein Promotionsverfahren am 23.08.2022 erfolgreich abgeschlossen. Der externe Doktorand, der beim Institut Fraunhofer Umsicht tätig ist, hat im Rahmen seiner Disputation die Ergebnisse der Dissertation mit dem Titel „Zähigkeitseigenschaften von Celluloseacetat und Celluloseacetat-Blends“ zeigen können. Der Vortrag und auch die Prüfung konnten in Präsenz am Institut für Werkstofftechnik stattfinden.

Das Institut für Werkstofftechnik freut sich über den erfolgreichen Abschluss von Herr Erdmann und wünscht ihm alles Gute für die berufliche und private Zukunft.

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Sprach­kurs in Rah­men der Eras­mus + Staff Mo­bi­li­ty

Das Erasmus + Programm fördert neben der Studierendenmobilität auch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulmitarbeiter*innen an europäischen Hochschulen und Unternehmen. In diesem Rahmen konnten Victoria Goetjes, Natalie Krug und Fabian Lins an einem einwöchigen Sprachkurs an der AM Language School in Sliema (Malta) teilnehmen. Im Verlauf dieses Kurses wurden in einer Kleingruppe von vier Personen verschiedene Thematiken der beruflichen Kommunikation diskutiert und unter individueller Betreuung eines Muttersprachlers trainiert. Neben der Sprachpraxis stand auch die Präsentationskompetenz in englischer Sprache im Fokus der Weiterbildung. Die freie Zeit wurde genutzt, um das Land und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Hierbei wurden Ausflüge zu der historischen Hauptstadt Valletta und der „Blue Lagoon“ auf der Nebeninsel Comino unternommen.  

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Ku­So­Ko Vor­trä­ge im Wis­sens­spei­cher

Im Rahmen der Documenta-Ausstellung „Wissensspeicher – 100 Ideen für die Welt von morgen“ fanden u.a. am 18. August KuSoKo Vorträge statt. Die Vortragsreihe „Kunst. Sozial. Kommerz“ wurde an diesem Abend unter dem Motto „Future Technologies. Future Materials“ veranstaltet. In Anlehnung an das Pecha Kucha-Präsentationsformat konnten sich 7 Ideen in den jeweils sechsminütigen Impulsvorträgen vorstellen. Teil davon war auch der Forschungsverbund BeBio2, vertreten durch Victoria Goetjes, der mit 19 aussagekräftigen Fotos auf die Problemstellung der Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen aufmerksam machte. Mit dem Vortrag zum Ende der vier-wöchigen Ausstellung „Wissensspeicher“, konnten die Schwerpunkte des Forschungsfeldes Biokunststoffe des Instituts für Werkstofftechnik, Fachgebiet Kunststofftechnik dem Publikum nähergebracht und deren Relevanz für unsere Welt von morgen verdeutlicht werden.

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Frei­be­wit­te­rungs­prüf­stän­de

Die Erforschung der Bewitterungsbeständigkeit von Kunststoffen erfolgt bisher überwiegend mit Hilfe künstlicher Bewitterungszyklen in Klimaschränken. Für eine qualitative Bewertung der Bewitterung ist ein Abgleich zu einer realen Beanspruchung der Probeköper unumgänglich. Zur Abbildung unterschiedlicher Langzeit-Bewitterungsprüfungen wurden auf dem Dach des Sophie-Henschel-Hauses zwei neue Freibewitterungsprüfstände errichtet. Für eine regelmäßige Entnahme von Proben über einen Zeitraum von mehreren Jahren wird eine hohe Anzahl von parallel belasteten Probekörpern benötigt, weshalb eine der Prüfvorrichtungen für 384 Schulterstäbe 1A Platz bietet. In Anlehnung an die DIN EN ISO 877-2, mit einem Beanspruchungswinkel von 45° und einer 180° azimutalen Ausrichtung, ist eine starke Belastung durch UV-Strahlen umsetzbar. Dank einer werkzeuglosen Klemmung können die Schulterstäbe in sechs Reihen mit jeweils 64 Prüffeldern leicht bestückt und entnommen werden.
Ein weiterer Freibewitterungsprüfstand bietet zusätzlich zu einem frei wählbaren Beanspruchungswinkel und der variablen Probenaufnahme eine Ausrichtung in alle vier Himmelsrichtungen. Durch die große Anpassungsvielfalt lassen sich beispielsweise auch flächige Verbundwerkstoffe im Prüfstand platzieren. Die im Prüfzeitraum vorherrschenden Wetterdaten werden mit Hilfe von zwei Wetterstationen aufgezeichnet und bieten so Referenzwerte zu einer künstlichen Bewitterung.

Die Freibewitterungsprüfstände werden derzeit zur Beständigkeitsuntersuchung verschiedener Biokunststoffe (Forschungsverbund BeBio2) sowie flächiger Holz-Kunststoffverbundwerkstoffe (Forschungsprojekt VOTO) verwendet.


Neu­er Mit­ar­bei­ter

Thomas Klein hat an der Universität Kassel Maschinenbau im Bachelor studiert und sich im Bereich „Werkstoffe und Konstruktion“ spezialisiert. Während des Studiums hat er als Werkstudent gearbeitet und an der Entwicklung von Antriebssträngen im Prüfstand mitgewirkt. Seit dem 16.03. ist er als technischer Mitarbeiter am Institut für Kunststofftechnik beschäftigt. 

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Neu­er Mit­ar­bei­ter

Oliver Kempf hat an der Universität Kassel Mechatronik im Bachelor mit der Vertiefungsrichtung „Konstruktion und Anwendung“ studiert. Während des Studiums hat er als studentische Hilfskraft im Fachgebiet Kunststofftechnik gearbeitet. Im Rahmen eines Praktikums am Fachbereich hat er eine Spritzgießmesszelle für die automatische Vermessung von Spritzgießteilen aufgebaut und betrieben. Seit dem 01.07. ist er als technischer Mitarbeiter beschäftigt.

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Be­such Schu­le

Am 8. Juli besuchte die MINT-AG der Theodor-Heuss-Schule Homberg das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace an der Universität Kassel. 11 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern Sandra Giesen und Dr. Martin Holfeld wurden von Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen begrüßt und erhielten nach einer Führung über den Campus der Universität am Holländischen Platz eine Einführung in das Maschinenbaustudium und über die Arbeitsweise des Instituts für Werkstofftechnik. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die moderne Materialforschung im Bereich der Additiven Fertigung und dem Spritzgießen von Silikon-Thermoplast-Verbindungen gewinnen, hier wurden sie von Kevin Klier und Mohammad Nikousaleh begleitet.

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Be­such Aus­schuss Wis­sen­schaft und Kunst

Der Ausschuss Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtages hielt seine Sitzung am 07.07.2022 im Gießhaus der Universität Kassel ab. Im Rahmen der Sitzung gab es drei Führungen über den Campus der Uni. Eine Führung widmete sich dem Thema des Wissenstransfers. Hierfür wurde u.a. das Anwendungszentrum UNIpace des Fachgebietes Kunststofftechnik besucht. Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen (Geschäftsführer UNIpace) und Kanzler Dr. Oliver Fromm erklärten an Praxisbeispielen, wie z. B. der Elastomeren Pumpe für medizintechnische Anwendungen, die Arbeitsweise zwischen Universität und Industrie. Nach der Führung im UNIpace besichtigten die Ausschussmitglieder den SciencePark.   


Mit­glie­der­ver­samm­lung des VD­MA in Stutt­gart

Am 06.07.2022 hat in Stuttgart eine Mitgliederversammlung des Themengebietes Leichtbau des VDMA stattgefunden. Neben der Neuwahl des Vorstandes wurden von Mitgliedern Vorträge zum Thema Recycling und zur Prozesstechnik gehalten. Die Mitgliederversammlung fand in den Räumen der Firma Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH statt. Eine Firmenbesichtigung war teil der Veranstaltung und wurde von Zahlreichen Mitgliedern wahrgenommen. Herr Marco Klute M. Sc. und Dipl.-Ing. Christian Kahl haben seitens des Fachgebiets Kunststofftechnik der Universität Kassel an der Versammlung teilgenommen.


UNI­pace mit Mes­se­stand auf der DKT 2021 in Nürn­berg ver­tre­ten

Zum zweiten Mal nach 2018 war das Anwendungszentrum UNIpace mit einem Messestand auf der DKT 2021 vertreten. Die Messe fand vom 27.06. bis zum 30.06.2022 auf dem Messegelände in Nürnberg ein Jahr verspätet statt. Der Stand wurde sich mit der IANUS-Simulation aus Dortmund geteilt. Highlight auf dem Stand war die Produktion von Spritzenstopfen aus Flüssigsilikonkautschuk auf einer Dr. Boy Spritzgießmaschine mit einem in Kooperation mit Günther Heißkanaltechnik entwickelten 4-fach Kaltkanalwerkzeug.

 

Ca. 4000 Besucher waren auf der Messe, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass Maschinen- und Materialhersteller aus der Kautschukindustrie ihre Neuigkeiten präsentieren. Zudem war es nach Corona endlich mal wieder möglich sich persönlich mit Fachkollegen auszutauschen.     

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Sta­tus­se­mi­nar der Hy­Mat Platt­form in Dres­den

Die Werkstoffplattform HyMat (Hybride Materialien) ist eine Förderinitiative des BMBF und besteht aus Projekten, die dem Bereich Materialforschung zuzuordnen sind. Ein jährlich stattfindendes Statusseminar zum Präsentieren von Ergebnissen und dem Austausch zwischen den Projekten hat in Dresden am 21.-22.06.2022 stattgefunden. Herr Fabian Lins M. Sc. und Herr Dipl.-Ing. Christian Kahl haben das Fachgebiet Kunststofftechnik der Universität Kassel bei der gut organisierten Veranstaltung vertreten. Das in HyMat integrierte Projekt TightHybrid wurde seitens des Fachgebietes Kunststofftechnik von Herrn Fabian Lins M. Sc. vorgestellt und erste Ergebnisse konnten präsentiert werden. Das Projekt behandelt das Thema der Metall-Kunststoff-Verbunde im Hinblick auf Mediendichtheit bei mechanischer und thermischer Belastung.


Neue Mit­ar­bei­ter am In­sti­tut für Kunst­stoff­tech­nik

Celia Falkenreck hat im Bachelor und Master an der Universität Kassel Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung „Werkstoffe und Konstruktion“ studiert und das Studium im März 2022 erfolgreich abgeschlossen. Während des Studiums hat sie, im Rahmen eines Studiums im Praxisverbund, eine Ausbildung zur Industriemechanikerin für Maschinen- und Anlagenbau absolviert.

Seit dem 01.04.2022 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 8 des Forschungsverbundes „BeBio2 – Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffe“.
Das Teilprojekt befasst sich mit der Beständigkeit naturfaserverstärkter Bio-Polyamid Composite für die Bereiche Elektronik und Automotive.

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Tim Passinger hat an der Universität Kassel sowohl im Bachelor, als auch im Master, Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau studiert und das Studium im März 2022 erfolgreich beendet. In den wirtschaftlichen Teilen der Studiengänge erfolgte die Vertiefung im Bereich „Finance, Accounting, Controlling und Taxation (FACT)“. Die technischen Anteile wurden im Bereich Werkstoffkunde zu metallischen und kunststofftechnischen Themen absolviert. Während des Bachelor- und Masterstudiums war er als studentische Hilfskraft am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik hauptsächlich mit der Erstellung von Prototypen und der Wartung von Versuchseinrichtungen beschäftigt.

Seit dem 01.04.2022 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsverbund „BeBio2 – Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffe“ sowohl im Teilprojekt 7 „Beständigkeit cellulosefaserverstärkter Biokunststoffe für Spritzgussanwendungen im Consumerprodukte-Bereich“, als auch im Teilprojekt 10 „Beständigkeit eines Innenraumbauteils aus Bio-PA für die Automobilindustrie“.

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Margarita Reit hat bis März 2022 im Bachelor und Master an der Universität Kassel Mechatronik studiert.

Während des Masterstudiums war sie als studentische Hilfskraft am Institut tätig. Dabei lag der Aufgabenschwerpunkt

vor allem bei dem Thema Machine Learning und den Daten aus dem Spritzgießprozess.

Ab dem 01.04.2022 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsverbund „BeBio2-Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundkunststoffen“ im Teilprojekt 4 „Datengestützte Modellierung der Alterung“.

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Laurien Dreier hat im Bachelor an der Universität Kassel Kultur und Wirtschaft/Hispanistik studiert und erfolgreich abgeschlossen.

Während ihres Studiums war sie mehrere Jahre als studentische Hilfskraft am Institut tätig. Den Aufgabenschwerpunkt bildeten hierbei insbesondere die Assistenz bei der Erstellung und Bewirtschaftung von Jahresabrufplänen in der Drittmittelbewirtschaftung sowie die Vorbereitung von Arbeitsverträgen der studentischen MitarbeiterInnen.

Seit dem 01.04.2022 arbeitet sie als administrativ-technische Mitarbeiterin im Forschungsverbund „BeBio2-Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundkunststoffen“ im Teilprojekt 1 „Gesamtverbundkoordination“.

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In­ter­na­tio­na­le Ta­gung der Po­ly­mer Pro­ces­sing So­cie­ty in Ja­pan

Die 37. internationale Konferenz der Polymer Processing Society fand in Fukuoka (Japan) statt. Aufgrund des nach wie vor hohen Infektionsgeschehens und der Einreisebeschränkungen Japans,  wurde beschlossen, an dieser Konferenz vom 11. bis 15. April online teilzunehmen. Die Online-Präsentationen fanden wegen der 7-stündigen Zeitverschiebung zwischen 1:30 und 10:30 Uhr (deutscher Zeit) statt. Während der Konferenz wurden vom Fachbereich Kunststofftechnik der Universität Kassel insgesamt sechs Vorträge in verschiedenen Bereichen gehalten, zwei davon als Keynote-Vorträge. In der Sektion Polymerschäume hielt Kübra Güzel einen Keynote-Vortrag aus dem DFG-Projekt über das Verformungsverhalten von spritzgegossenen thermoplastischen Schaumstrukturen in Abhängigkeit von vorgegebenen morphologischen Eigenschaften. Die detaillierten Untersuchungsergebnisse des Verformungsverhaltens unter Verwendung von In-situ-Visualisierungstechniken (ARAMIS) wurden zusätzlich präsentiert. Marco Klute präsentierte seine Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Biopolymere und zeigte wie im Mehrkomponentenspritzguss die adhäsive Haftung von biobasierten Hart-Weichverbunden durch eine Modifikation der Hartkomponente gesteigert werden kann. Aktuelle Entwicklungen bezüglich einer speziellen elektrischen Messmethode aus dem DFG-Projekt zum Thema Modellierung elektrischer Kontaktwiderstände im Bereich der elektrisch leitfähigen Kunststoffe wurden vertretungsweise von Projektpartnerin Elisabeth Eckel (FSG) in einem Keynote-Vortrag präsentiert. Julia Volke stellte ihre Forschungsergebnisse zur datengetriebenen Modellierung von Maschineneinstellparametern im Spritzgießprozess in der Modellierungs- und Simulationssession vor. Der letzte Vortrag von uns wurde im Forschungsbereich Mischen und Compoundieren gehalten von Guntis Japiņš. Im laufenden BMBF-Projekt MeDiComp im Bereich Direktcompoundierung wurden aktuelle Erfolge und vielversprechende Ergebnisse präsentiert. Zusätzlich wurde eine Kooperationsstudie zwischen der Universität Kassel und der Fachhochschule Bielefeld von Tristan Elsesser vorgestellt. Forschungsthema war die Funktionsintegration von elektromagnetisch-schirmenden Eigenschaften in unidirektionale Glasfaserhalbzeuge mit thermoplastischer Matrix. Die Präsentatoren trafen sich am Donnerstag, den 14. April um 1:00 Uhr morgens, um die Online-Präsentationen gemeinsam anzuschauen und das Gefühl der Präsenzkonferenz einzufangen. In der Pause wurden Sushi gegessen, auch japanische Snacks wurden nicht vergessen.

 

Vorträge des Fachgebiet Kunststofftechnik:

Kübra Güzel: “In-situ visualization of the influence of morphological properties on the mechanical deformation behavior of physically foamed Polycarbonate”

Marco Klute: “Using thermoplastic polyester polyurethanes as a bonding agent for Poly(Lactic Acid) in two component injection molding”

Elisabeth Eckel (Fachgebiet FSG, FB16): “Development of an approach to determine the electrical resistance in the contact area of conductive thermoplastic compounds and contact pins joined via assembly injection molding”

Julia Volke: “Prediction of injection molding process parameters using machine learning methods”

Guntis Japins: “Direct injection molding as a prospective method for TPE based medical disposable manufacturing”

Tristan Elsesser: “Development of semifinished thermoplastic fiber products with integrated electromagnetic shielding properties”



Neu­er Mit­ar­bei­ter am An­wen­dungs­zen­trum UNI­pace

Timo Hofmann hat an der Universität Kassel Maschinenbau im Bachelor und Master mit dem Schwerpunkt Werkstoffe und Konstruktion studiert und das Studium im Oktober 2021 erfolgreich abgeschlossen. Während seines Masterstudiums beschäftigte er sich am Institut für Trennende und Fügende Fertigungsverfahren mit der zerstörungsfreien Prüfung von Bauteilen. Zu seinen Aufgaben gehörte hierbei unter anderem die Beurteilung von Bauteilen mit den Prüfverfahren der Thermografie und Shearografie. Seit dem 01.03.2022 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Anwendungszentrum UNIpace, wo er sich hauptsächlich mit der Extrusion von Festsilikonkautschuk (HCR) befasst. 

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Neue Mög­lich­kei­ten für die Ober­flä­chen­ak­ti­vie­rung von Kunst­stof­fen am An­wen­dungs­zen­trum Uni­pace


Si­li­co­ne & Ther­mo­plas­tic Elast­o­m­ers World Sum­mit 2021 in Ber­lin

Die beiden jährlich von der Smithers Group Inc. organisierten Tagungen „Silcone Elastomers World Summit“ und „Thermoplastic Elastomers World Summit“ fanden in diesem Jahr vom 29.-30. November in Berlin statt. Neben Firmen wie Dow Chemical, Momentive und AsahiKASEI, war das Anwendungszentrum UNIpace -wie auch in den vergangenen Jahren- in diesem Jahr wieder einer der Tagungssponsoren. Aufgrund der aktuellen Dienstreiseeinschränkungen der Universität fanden die drei Vorträge des Fachgebiets Kunststofftechnik nicht wie geplant vor Ort, sondern online statt.

Innerhalb der Silicone-Session wurden in diesem Jahr unter anderem Fortschritte und neue Innovationen der Silikonmaterialien und deren Herstellung, Verarbeitung und Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert. In diesem Rahmen stellte Herr Kevin Klier den ca. 70 Anwesenden die Ergebnisse seiner Versuchsreihen zur additiven Fertigung von Silikonbauteilen vor. Sein Vortrag hatte den Titel „The processing of standard LSR grades in 3D printing“.

In der etwas kleineren TPE-Session (ca. 40 Anwesende) wurden neben neuen werkstofflichen und verarbeitungstechnischen Innovationen dieser Materialgruppe hauptsächlich Themen, wie nachhaltige Lösungskonzepte für die Zukunft, medizinische Anwendungsfelder der TPEs und das Überspritzen von Substraten mit TPEs vorgestellt. In dieser Session war das Fachgebiet Kunststofftechnik mit zwei Vorträgen vertreten. Herr Marco Klute stellte in seinem Vortrag „Comparison of the Adhesive Properties of Ester and Ether Based Bio-TPU“ die Einsatzmöglichkeiten biobasierter Thermoplastischer Polyurethane im Mehrkomponentenspritzguss vor und Herr Guntis Japins präsentierte in seinem Vortrag „Direct injection molding solutions for TPE medical disposable manufacturing“ die Möglichkeit der Direktcompoundierung von TPEs innerhalb eines Spritzgießprozesses.


Work­sho­prei­he „Di­gi­tal Twin of In­jec­tion Mol­ding”

Bereits im letzten Newsletter des Fachgebiets Kunststofftechnik wurde angekündigt, dass im Rahmen eines durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Forschungsprojekts eine kostenlose Workshopreihe angeboten wird. Im Rahmen dieser Workshopreihe sollen den Teilnehmern die notwendigen Arbeitsschritte zur Erstellung eines digitalen Zwillings eines Spritzgießprozesses vermitteln soll. Ein solcher digitaler Zwilling ermöglicht nicht nur eine Überwachung von Bauteilqualitäten, sondern vielmehr auch die Vorhersage dieser Qualitäten in Abhängigkeit von Prozessgrößenverläufen.

Am 23.11.2021 hat die Auftaktveranstaltung der Workshopreihe stattgefunden, bei der den 12 Teilnehmern ein Überblick über den geschichtlichen Hintergrund der Industrie 4.0, über den Fortschritt der Implementierung von Machine Learning in Spritzgießprozessen sowie über die Inhalte der geplanten Seminare und Workshops gegeben wurde. Eine Anmeldung zu den kommenden Terminen ist auch ohne die Teilnahme an den vorherigen Workshops möglich. Alle nötigen Informationen zum Forschungsprojekt und zur Anmeldung zu den Workshops, sowie die gezeigten Präsentationen finden Sie auf der Projekthomepage www.uni-kassel.de/go/DIM.


Wan­de­rung im No­vem­ber

Das Fachgebiet Kunststofftechnik hat am 15.11.2021 einen Ausflug in die Natur unternommen. Bei angenehmer Temperatur und bedecktem Himmel ging es von der Hessenschanze in den Habichtswald. Dort wurde ein Rundweg um die Gaststätte Elfbuchen mit einer Länge von 8 km absolviert. 13 Mitarbeiter des Fachgebietes Kunststofftechnik haben an der Wanderung teilgenommen.


Be­stän­dig­keit von Bio­kunst­stof­fen und Bio­ver­bund­werk­stof­fen - Un­ter­su­chung und Op­ti­mie­rung der Lang­zeit­be­stän­dig­keit be­deu­ten­der Bio­kunst­stof­fe und Bio­ver­bund­werk­stof­fe

Um den derzeit beschränkten Einsatz von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen auch in langlebigen Produkten zu erhöhen, müssen ausreichend Informationen zu deren Langzeitbeständigkeit und Einflussfaktoren darauf generiert werden. Wissenschaftler der Universität Kassel (Institut für Werkstofftechnik, Fachgebiet Kunststofftechnik), Universität Stuttgart (Institut für Kunststofftechnik) und des Fraunhofer Instituts für angewandte Polymerforschung sind gemeinsam mit der Altair Engineering GmbH seit Oktober 2021 mit den Untersuchungen beschäftigt. Daneben arbeiten über 50 Industriepartner im Projekt mit und bringen ihre Expertise ein. Die geschaffenen Ergebnisse sollen in eine in der Kunststoffverarbeitungs-Branche etablierte Datenbank einfließen, um sie Unternehmen leicht zugänglich zu machen. Der Forschungsverbund BeBio2 wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert.

Bisher hemmen eingeschränkte Kenntnisse und schwer zugängliche Informationen den Einsatz von Biokunststoffen. Dabei sind insbesondere für KMU die Hürden sehr groß. Diese Erkenntnisse gehen aus der bereits durchgeführten Studie BioResist (FKZ 22001017) hervor, in der eine Literaturrecherche und eine Befragung von Unternehmensvertretern und Fachexperten zur Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen stattfand. Aufbauend auf dieser Studie soll die Datenlage zur Beständigkeit zahlreicher Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe erheblich verbessert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, darüber den vermehrten Einsatz biobasierter Werkstoffe zu fördern. Durch die enge Kooperation der Forschungseinrichtungen mit zahlreichen Unternehmen ist die Praxisrelevanz der Ergebnisse für die Unternehmen gewährleistet und es wird eine direkte Verwertung realisiert.

Die Untersuchungen zielen dabei auf die Beständigkeit gegenüber zahlreichen Faktoren ab, wie bspw. Medien, Temperatur und biologischer Abbau. Es gilt, die Einflussfaktoren branchenabhängig zu identifizieren und verschiedene Alterungsszenarien zu entwickeln. Auf Bauteile im Motorraum wirken demnach andere Einflüsse (Fette, Öle, usw.) als auf Spielzeug (Reinigungsmittel, usw.) oder Elektroartikel (Temperatur, usw.). Außerdem wird die Beständigkeit von Verarbeitungsparametern und Struktureigenschaften beeinflusst. Es sollen deshalb unterschiedliche Produkte verschiedenster Branchen geprüft werden, um geeignete Biokunststoffe so zu optimieren, dass sie in den entsprechenden Produktsparten Anwendung finden können.

Der Forschungsverbund führt dazu insgesamt 12 Teilprojekte an den drei beteiligten Forschungseinrichtungen durch. Zusätzlich beteiligt sich die Firma Altair Engineering GmbH an der Erstellung der Datenbank. Die enge Zusammenarbeit aller Teilprojekte ermöglicht Synergieeffekte – nur so lässt sich das Ziel, den Einsatz biobasierter Werkstoffe voranzubringen, erreichen.


PPS-Kon­fe­renz in Mon­tre­al

Die 36. Internationale Konferenz der Polymer Processing Society (kurz: PPS) fand in diesem Jahr vom 26. bis 29. September in Montreal statt. Das Fachgebiet Kunststofftechnik des Instituts für Werkstofftechnik wurde vertreten durch Frau Svenja Marl, Herr Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim und Julia Volke (v.l.n.r.). Frau Svenja Marl hat vor dem internationalen Publikum einen Vortrag zum Thema „LSR foams: comparison of different blowing agents“ vorgestellt und Frau Julia Volke hat einen Vortrag mit dem Titel „Learning quality characteristics for injection molding processes using a combination of simulated and measured data“ präsentiert.


Neu­es Pro­jekt „TightHy­bri­d“ ge­star­tet am Fach­ge­biet Kunst­stoff­tech­ni

Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Projekt „TightHybrid“ ist am 01.05.2021 gestartet. In dem Vorhaben soll in einem interdisziplinären Ansatz ein dauerhaft medien- und temperaturwechselbeständiger Kunststoff-Metall-Hybridverbund entwickelt werden. Dieses Ziel soll durch die Modifikation des Kunststoffes, die Anpassung und Weiterentwicklung der Grenzfläche zwischen Kunststoff und Metall sowie eine verbesserte Werkzeugtechnik erreicht werden. Durch die Mediendichtheit ist ein weitreichender Einsatz in vielen Branchen denkbar und nichttragende Bereiche eines Metallbauteils können somit durch Kunststoff substituiert werden, was dem Thema Leichtbau zugutekommt.

Die Arbeitsinhalte des Instituts für Werkstofftechnik – Kunststofftechnik umfassen die Werkstoffentwicklung und deren mechanische, thermische und rheologisch Charakterisierung. Des Weiteren soll die Grenzfläche zwischen Metall und Kunststoff durch eine Variation von Grenzflächengeometrien und Haftvermittlern weiterentwickelt werden. Zuletzt erfolgt die Herstellung von komplexen Verbundsystemen zur Bestimmung der Medien- und Temperaturwechselbeständigkeit und deren mehrachsige Belastung.

Die beteiligten Projektpartner sind die Firmen SimpaTec GmbH, welche das Digital Prototyping übernehmen und die Simulationsmethoden entlang der gesamten Werkstoff- und Prozesskette anwenden. Zusätzlich steht mit der Firma WTL Formbau GmbH ein kompetenter Partner für die Verbesserung der Werkzeugtechnik zur Verfügung. Die Universität Kassel ist ebenfalls durch den Lehrstuhl von Prof. Dr. David Laner zum Thema Ressourcenmanagement und Abfalltechnik vertreten. Das Fachgebiet von Prof. Dr. Laner betrachtet die Bewertung und Optimierung von Recycling und Verwertung der Materialkombination in diesem Projekt. Eine enge Vernetzung der jeweiligen Projektpartner ist durch die Struktur der Arbeitspakete gegeben.


Am 22. Februar 2021 hat Herr Florian Mieth, M.Sc. sein Promotionsverfahren erfolgreich mit der Verteidigung seiner Doktorarbeit abgeschlossen. Die Inhalte seiner Doktorarbeit mit dem Titel: „Modellierung des Einflusses des Spritzgießprozesses auf thermische und elektrische Grenzflächenwiderstände von Werkstoffverbunden auf Basis leitfähiger Kunststoffcompounds“ entstanden während seiner Zeit am Institut für Werkstofftechnik. Herr Mieth hat bereits vor Beendigung seiner Promotion erfolgreich den Schritt in die freie Wirtschaft gewagt.

Das Institut für Werkstofftechnik freut sich über einen weiteren erfolgreichen Absolventen und wünscht Herrn Florian Mieth weiterhin viel Erfolg für seine berufliche und private Zukunft.

Bild: ifw
Florian Mieth mit Doktorhut und Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim