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Global Agricultural Value Chains and Prospects of a Just Transition in the South.

Englischsprachiger Vortrag mit Prof. Dr. Praveen Jha von der Jawaharlal Nehru University (Indien)

In einer zunehmend globalisierten Welt lässt sich die Landwirtschaft nur im Zusammenhang mit ihrer Einbettung in die Weltwirtschaft verstehen. Seit Jahrzehnten bewerten Beobachter*innen und Forscher*innen die Auswirkungen der wirtschaftlichen Integration der Landwirtschaft in globale Wertschöpfungsketten unterschiedlich: Während die einen Potenziale für sozialen Fortschritt sowie Ansatzpunkte für Gewerkschaften und Basisorganisationen sehen, um eine nachhaltigere Agrarpolitik einzufordern, heben andere die Reproduktion struktureller Ungleichheiten, Umweltzerstörung und prekäre Lebensgrundlagen hervor. Dieser Vortrag untersucht kritisch das Zusammenspiel zwischen globalen Produktionsnetzwerken (GPNs) und der Notwendigkeit eines gerechten Übergangs. Anhand von Beispielen aus dem Globalen Süden zeigt die Analyse auf, wie Kleinbauern, ländliche Gemeinschaften und informell Beschäftigte einerseits durch bestehende Produktionssysteme an den Rand gedrängt werden und andererseits als Schlüsselakteure bei der Neugestaltung einer nachhaltigeren und inklusiveren Zukunft positioniert sind. Letztendlich lässt sich Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft nicht erreichen, ohne die in globalen Wertschöpfungsketten verankerten Machtasymmetrien anzugehen.

Der Vortrag ist Teil des “Global Production Network LAB”. Dies ist ein zweitägiger Workshop im Rahmen des englischsprachigen Master-Seminars „Decent Work in Global Value Chains“ des Studiengang Labour Policies and Globalisation (LPG). Studierende präsentieren in Gruppenarbeit erstellte Fallstudienanalysen, welche im Anschluss mit gewerkschaftlichen Kooperationspartner:innen und anderen Expert:innen diskutiert werden. Interessierte können sich an Prof. Dr. Anne Lisa Carstensen für weitere Informationen wenden.

Wir freuen uns auf eine lebendige und interessante Diskussion und regen Austausch. 

 

Public key note lecture by Prof. Dr. Praveen Jha from Jawaharlal Nehru University (India)

In an increasingly globalized world, agriculture can only be understood in relation to its embedment in a global economy. Over decades now, observers and researchers assess the impact of agricultures’ economic integration into global value chains differently: While some see potentials of social upgrading, as well as leverage points for trade unions and grassroot organizations to claim more sustainable agricultural policies, others highlight the reproduction of structural inequalities, environmental degradation, and precarious livelihoods. This presentation critically examines the interplay between GPNs and the imperative for a just transition. Drawing on examples from the Global South, the analysis highlights how smallholder farmers, rural communities, and informal laborers are both marginalized by existing production regimes and positioned as key actors in reimagining more sustainable and inclusive futures. In the end, sustainability in agriculture cannot be achieved without addressing power asymmetries embedded in global value chains.

The presentation is part of the “Global Production Network LAB.” This is a two-day workshop held as part of the English-language master’s seminar “Decent Work in Global Value Chains” in the Labor Policies and Globalization (LPG) program. Students present case study analyses developed through group work, which are then discussed with union partners and other experts. Anyone interested can contact Prof. Dr. Anne Lisa Carstensen for more information.

We look forward to a lively and interesting discussion and a fruitful exchange.

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