Lehramtsstudiengänge

Das Lehramt Musik ist ein attraktiver, abwechslungsreicher Beruf mit ausgezeichneten Berufsaussichten, dem an der Universität Kassel ein fundiertes, weit gefächertes Studium vorangeht: Die Klassiker der U- und E-Musik werden ebenso thematisiert wie neue Trends der Avantgarde und Popmusik; aktuelle Fragen der Musikvermittlung ebenso wie Aspekte aus der Geschichte der Musikpädagogik.

In sechs bzw. acht Semestern (je nach Schulform: L1, L2 oder L3) bereiten die Lehrenden künftige Musiklehrerinnen und Musiklehrer auf das spätere Berufsfeld vor. Eine erfolgreich absolvierte Erste Staatsprüfung für das Lehramt Musik eröffnet zudem die Möglichkeit, in Musikpädagogik oder Musikwissenschaft zu promovieren.


Studienprofil

Musikpraxis

Innerhalb der angebotenen stilistischen Breite eröffnen der Studiengang Lehramt an Gymnasien sowie der Studiengang Lehramt an Haupt- und Realschulen den Studierenden die Möglichkeit, sich im instrumentalen Hauptfach ein eigenes künstlerisches Profil (Klassik, Jazz, Pop usw.) anzueignen. Der Studiengang Lehramt an Grundschulen vermittelt vor allem grundlegende Techniken des schulpraktischen Instrumentalspiels. Weitere Schwerpunkte bilden das schulbezogene Musizieren, das Arrangieren und Komponieren sowie die musikalisch-szenische Projektarbeit, eine Besonderheit der Kasseler Lehramtsausbildung.

Musikpädagogik

Im Rahmen der musikpädagogischen Seminare und Praktika werden die Studierenden befähigt, musikbezogene Lehr- und Lernprozesse zu reflektieren, zu planen und zu gestalten. Um zu erkunden, wie Musik vermittelt werden kann, gilt es, die unterschiedlichen Perspektiven musikalischer Bildung, des Lehrens und Lernens zu reflektieren. Darüber hinaus sind neue Unterrichtskonzepte und reale Lehrsituationen Gegenstand der Ausbildung. So bleiben Theorie und Praxis in einem wechselseitigen Austausch.

Musikwissenschaft

Musik wird von Menschen und für Menschen gemacht. Wie das geschieht und warum, welche Formen die Musik dabei annimmt und welche Bedeutungen ihr zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen zugewiesen werden – das sind Fragen, denen die Musikwissenschaft an der Universität Kassel nachgeht. Als systematische und als historische Musikwissenschaft bietet sie unterschiedliche Perspektiven auf ihre Gegenstände und leitet zum eigenen Nachdenken über das Phänomen Musik an.

Musiktheorie

Musiktheorie hilft, Musik zu begreifen und ästhetisch zu erfahren, indem musiktheoretische Fragestellungen mit musikalischen Aktionsformen wie Hören, Singen, Spielen, Analysieren, Lesen etc. verknüpft werden. Das Teilgebiet Musiktheorie im Studiengang Lehramt bindet die aus dem Berufsbild des Schulmusikers entwachsenden Bedürfnisse folglich so ein, dass die Vermittlung von Theorie musikalischen Sinn stiftet und von den künftigen Lehrern im Schulalltag transferiert werden kann. So dienen Ziele, wie die selbstständige musikalische Weiterbildung, der Einsatz von Musiktheorie als sinnlich didaktisches Instrument in der Schule, die Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für die berufsbezogene Praxis wie auch die Erweiterung des musikalischen Horizonts der Erfahrbarkeit von musikalischer Realität im Schulunterricht. Die Teildisziplinen Tonsatz, Gehörbildung und Analyse werden dementsprechend kombiniert unterrichtet, indem z.B. durch die Gesetzmäßigkeiten des Tonsatzes verschiedene Lösungen im Hörtraining ausgeschlossen oder präferiert werden. Dabei fördern die Hilfsinstrumente der Stufen- und Funktionstheorie sowie der Generalbasslehre das musikalische Verständnis.

Populäre Musik

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit populärer Musik, verbunden mit einer eigenen Professur für diesen Bereich. Im Mittelpunkt steht hier das Bandspiel, ergänzt durch praxisorientierte Angebote im Bereich Arrangieren/Komponieren und im Umgang mit professioneller Studio-Software.

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