Abfallwirtschaftskonzept

Die Universität Kassel hat sich seit 2010 das Ziel gesetzt, ein unter:

  • ökologischen (Getrennthaltung),
  • ökonomischen (Erfassungsprozesse) und
  • funktionalen (Betriebsführung, Benutzerfreundlichkeit)

Gesichtspunkten optimiertes Abfallwirtschaftskonzept einzuführen.

Das optimierte Abfallwirtschaftssystem

Seit 2009 wurde das bestehende Abfallsammlungs- und –entsorgungssystem in mehreren Phasen untersucht. Hierbei wurden Mengenstrukturen und Stoffströme erhoben und ausgewertet sowie Ansatzpunkte für kurz- und mittelfristig realisierbare Verbesserungen erarbeitet.

Auf Basis der Erkenntnisse wurden die Grundzüge eines neu zu gestaltenden optimierten Abfallwirtschaftssystems definiert. Hierzu gehören:

  • eine erweiterte Abfalltrennung durch ein verbessertes Behälterangebot für Wertstoffe/gelber Sack, Altpapier, Restmüll und Bioabfälle (nur in Teeküchen),
  • die Änderung der Einsammelprozesse durch Nutzer, Reinigungspersonal und Hausmeister sowie
  • eine geänderte Logistik durch den Bau von Wertstoffpavillons und zentralen Wertstoffhöfen (Campus Nord/Süd).

Die Notwendigkeit der durchgeführten Untersuchungen und Planungen ergab sich auch vor dem Hintergrund der Campuserweiterung in Richtung Norden und den damit verbundenen umfangreichen Neu- und Umbauten
im Rahmen des HEUREKA-Bauprogramms.

Die Umsetzung der Maßnahmen

Mit einem Detailkonzept wurden die logistischen und betrieblichen Abläufe neu geplant:

  • Abfallkonzept mit Aufbau und Ablauf der Abfallentsorgung,
  • Betriebskonzept zum infrastrukturellen Gebäudemanagement (Einsammelabläufe, Pflege der Infrastuktur, Zuständigkeiten)
  • Betriebskonzept zur Technik und Logistik
    Festlegungen der technischen Ausstattung und der Logistikflächen)

Seit 2014 wurden die baulichen und vertraglichen Voraussetzungen geschaffen, um das optimierte Abfallwirtschaftkonzept auf dem gesamten Campus Holländischer Platz umsetzen zu können. Die Umsetzung der Maßnahmen auf dem Campus Holländischer Platz und Campus Witzenhausen sind weitgehend abgeschlossen.

Die Einführung der Maßnahmen zur optimierten Abfalltrennung an den anderen Standorten der Universität sind in Vorbereitung.


VERMEIDUNG - VERWERTUNG - BESEITIGUNG

KLUGE KÖPFE TRENNEN !

Diese Stufenfolge aus Abfallvermeidung, der Wiederverwertung von Wertstoffen und erst als letzte Alternative die Beseitigung von Reststoffen, ist die beste Option aus Sicht des Umweltschutzes.

Wertstoffe

Kunststoffe:  Becher, Folien, Plastikflaschen
Verbundstoffe:  Alu-Verbunde, Getränke-kartons sowie
Metalle:  Dosen, Metallteile

Bitte beachten Sie:

  • Behältnisse sollen leer und möglichst sauber sein
  • Kein Altpapier, Altglas, Hausmüll
  • Keine Schadstoffe
  • Kein Elektronikschrott
  • Keine CDs

Papier und Kartonagen

Schreibpapier, Drucksachen, Briefumschläge, Aktenordner, Zeitschriften, Zeitungen Prospekte, Bücher, Karton, Wellpappe

Bitte beachten Sie:

  • Nur trockene Abfälle
  • Nur saubere Abfälle
  • Klebestreifen von Kartons entfernen
  • Gefütterte Umschläge trennen
  • Aktenordner - Metall trennen
    oder in den Restmüll

Organische Abfälle

Nur in Teeküchen!

  • Obst- und Gemüseabfälle
  • Lebensmittelabfälle
  • Grünabfälle

Bitte beachten Sie:

  • Feuchtigkeit reduzieren z.B. Abfälle in Zeitungspapier einwickeln
  • Biotonne schattig platzieren
  • Pappe und Holz sind keine organischen Abfälle

Restmüll

Nicht recycelbare Materialien

  • Hygieneartikel, Essensreste
  • Verschmutztes Papier
  • Kehricht, Zigarettenreste
  • Ausgediente Gegenstände

Bitte beachten Sie:

Getrenntes Sammeln und
getrennt Entsorgen von:

  • Sondermüll
  • Batterien
  • Tonerkartuschen o. Druckerpatronen

Sonstige Fraktionen

Toner, CDs und Batterien
Elektroschrott
Sonderaktionen oder Sperrmüll
Gewerbeabfall
Energiesparlampen, sowie Leuchtstoffröhren

Toner, CDs und Batterien


Recyclingstation: Beispielbilder mit Behältern für Batterien, CDs &DVDs sowie Tonerkartuschen

An den Standorten Holländischer Platz, Wilhelmshöher Allee, Menzelstraße und Witzenhausen können leere Tonerkartuschen, CDs und Altbatterien in den Hausmeistereien abgegeben werden.

Recyclingstation: Beispielbilder mit Behältern für Batterien, CDs &DVDs sowie Tonerkartuschen

Sammelpunkte

Weitere Sammelpunkte am Holländischer Platz

  • InfoPoint (Gebäudenr. 7020), Henschelstr. 4
  • Ingenieurwissenschaften III (Gebäudenr. 7090),
    Raum 0615 (Hausmeisterei, Gießhaus)
  • Universitätserwaltung in der Information/Keller

Heinrich-Plett-Straße

  • Zentrales Chemikalienlager im IBC zwischen 10:00 und 11:00 Uhr

Wie muss man abgeben?

Tonerkartuschen sollten, verpackt in den Hüllen des ausgetauschten neuen Toners, in die Entsorgungsboxen der Fa. H-G Hermans gegeben werden. Die Umkartons gehören in den Papierabfall, nicht in die Recyclingbox. Tonerkartuschen sollen nicht mit der Hauspost versendet werden!

CDs und DVDs sind aus Polycarbonat und dies ist ein vielseitig einsetzbarer recyclefähiger Kunststoff. CDs und DVDs müssen nicht nach Hersteller sortiert werden.

Altbatterien und Altakkus (außer Kfz- bzw. Motorradbatterien) können Sie ebenfalls in bereitgestellte Sammelboxen der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien  (GRS) in den verschiedenen Entsorgungsstationen einwerfen, denn Batterien gehören auf gar keinen Fall in den "normalen" Haus- bzw. Gewerbeabfall.

Aufgeblähte Lithium-Ionen-Akkus können Feuer fangen, wenn sie aufbrechen und Luft oder Wasser an das Lithium kommt. Es findet eine nicht gewollte chemische Reaktion im Inneren des Akkus statt. Daher VORSICHT bei aufgeblähten Lithium-Ionen-Akkus. Stecken Sie den aufgeblähten Lithium-Ionen-Akku in einen Gefrierbeutel und verschließen diesen mit wenig Luft. Aufgeblähte Lithium-Ionen-Akkus müssen als "gefährlicher Abfall" über VC 1 entsorgt werden.

Elektroschrott


Vorschau: Formular Entsorgung - E-Schrott

Melden Sie Anzahl und Art der Geräte mit dem
Formular zur Entsorgung von E-Schrott
per Fax an ihre Hausmeisterei.

Wie wird Elektro- und Elektronikschrott entsorgt?

Alte, nicht mehr benötigte oder defekte Elektrogeräte werden einer Verwertung zugeführt. Hierzu haben die Hausmeister Gitterboxen bereitstehen, in denen die Altgeräte gesammelt und später einer externen Verwertung zugeführt werden.

Und so wird´s gemacht:

  1. Überprüfen Sie zuerst, ob funktionstüchtige Geräte dem Auktionsportal der Haushaltsabteilung übergeben werden können.
  2. Wenn nein, dann müssen Geräte mit einem Anschaffungspreis über 410 € zuerst in der Haushaltsabteilung ausgesondert werden (Aussonderungsantrag/Abteilung Finanzen). Diese Geräte besitzen eine Inventarnummer.
    Alle übrigen Geräte < 410 € müssen nicht ausgesondert werden.
  3. Füllen Sie das Formular zur Entsorgung von E-Schrott aus und setzen Sie sich anschließend mit Ihrer Hausmeisterei wegen eines Abgabetermins für den E-Schrott in Verbindung. 
  4. Stellen Sie auf gar keinen Fall Elektro- oder Elektronikschrott oder Kühlschränke und ähnliches in den Fluren zur Abholung bereit! Sie verstellen hiermit Flucht- und Rettungswege!
  5. Die Altgeräte können anschließend zum vereinbarten Termin zur Hausmeisterei gebracht werden.
  6. Die Hausmeistereien bieten für größere Mengen oder schwere Geräte auch eine Abholung von E-Schrott an.
    Einen Termin für die Abholung erhalten Sie durch Ihre Hausmeisterei per Faxrückmeldung auf Ihren Entsorgungsantrag. Die Abholung erfolgt je nach zeitlicher Verfügbarkeit.

Welche Geräte fallen unter die Elektronik-Schrott-Verordnung?

Seit der Einführung des Elektro- und Elektronikgerätegesetz am 23. März 2005 können Endverbraucher Elektrogeräte kostenlos zurückgeben. Andererseits besteht die Verpflichtung, Elektronikschrott einem definierten Verwertungsweg zuzuführen.

Dies betrifft folgende Gerätegruppen:

  • IT- und Telekommunikationsgeräte wie Computer, Notebooks, Drucker, Zubehör...
  • Haushaltskleingeräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen...
  • Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke...
  • Unterhaltungselektronik wie Radio, Stereoanlagen...
  • Beleuchtungskörper wie Lampen, Lichterketten...
  • Elektrische und elektronische Werkzeug wie Bohrmaschinen, Akuschrauber...

Sonderaktionen oder Sperrmüll


Service Desk Gebäude 804-7777

Fallen bei Ihnen im Rahmen von Umzügen, Räumaktionen oder Bautätigkeiten etc. größere Mengen Abfall zur Entsorgung an?

Die Anmeldung erfolgt über das Service Desk Gebäude (-7777) oder sprechen Sie Ihre Hausmeisterei an.
Bei rechtzeitiger Anmeldung können Ihnen die entsprechenden Behälter bereitgestellt werden oder es erfolgt eine Abholung durch Ihre Hausmeisterei.

Unter Sonderaktionen verstehen wir alle nicht regelmäßig oder im Rahmen von "besonderen Ereignissen" anfallenden Abfälle. Dazu gehören z.B. die Lieferung von Großgeräten, Räumaktionen oder Umzüge etc. Um die dabei anfallenden Wert- und Reststoffe sicher aufnehmen zu können und einer geeigneten Verwertung zuzuführen, ist eine rechtzeitige Anmeldung über den Service Desk Gebäude (-7777) oder bei Ihrer Hausmeisterei erforderlich.

Papier, Pappe, Kartonagen

Schreib- und Druckerpapier, Pappe...
Für die Verwertung von Altpapier stehen in den Büros, Werkstätten, Laboren, etc. Altpapierbehälter (Paperkörbe, Kartons) bereit, die durch das Personal der Reinigungsfirma entleert werden.

Kartonagen...
Kartons oder größere Mengen an Altpapier, die nicht über die Sammelbehälter in den Büros oder Gebäuden eingesammlet werden können, stehen Container an den verschiedenen Standorten bereit.

Das Altpapier wird einer Wiederverwertung zugeführt.

Altholz, Paletten...

Zum Altholz gehören Holzabfälle aus der Holzbe- und -verarbeitung sowie Holzabfall (Gebrauchtholz). Zum Holzabfall gehören aber u. a. auch Holzwerkstoffreste, Altprodukte wie Möbel und Verpackungen mit überwiegendem Holzanteil und Holz aus dem Baubereich.

Holzabfälle können aufgrund der vielfältigen Einsatzbereiche unterschiedlich belastet sein. Neben Farben, Lacken und Beschichtungen sind bei der Entsorgung insbesondere Behandlungen mit Holzschutzmitteln relevant.

Belastetes Altholz gehört nicht in den Holzabfall. Es muss entweder als Gewerbeabfall (Sperrmüll) beseitigt oder als gefährlicher Abfall (Schadstoffe) entsorgt werden.

Altholz wird nach der Altholzverordnung in Abhängigkeit der Schadstoffbelastung in vier Altholz-Kategorien sowie PCB-Altholz eingeteilt:

  • Altholzkategorie A I: naturbelassenes oder lediglich mechanisch bearbeitetes Altholz, das bei seiner Verwendung nicht mehr als unerheblich mit holzfremden Stoffen verunreinigt wurde

  • Altholzkategorie A II: verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung und ohne Holz-schutzmittel

  • Altholzkategorie A III: Altholz mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung ohne Holzschutzmittel

Gewerbeabfall


Für die Entsorgung von gewerblichen Siedlungsabfällen und von bestimmten Bau- und Abbruchabfällen hat der Gesetzgeber die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) erlassen. Sie trat am 1. Januar 2003 in Kraft. Zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen und schadlosen sowie möglichst hochwertigen Verwertung von Abfällen wurden hier für bestimmte Abfälle Getrennthaltungsgebote eingeführt und festgelegt. Zielsetzung der GewAbfV ist es, eine schadlose und hochwertige stoffliche beziehungsweise energetische Verwertung der Abfälle zu garantieren.

Verpflichtung zur Getrennthaltung

Für die Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen besteht die Verpflichtung zur Getrennthaltung von Glas-, Metall-, Kunststoff-, und Papier / Pappe / Kartonagen (PPK)- Abfällen. (Quelle: Regierungspräsidium Kassel, Steinweg 6, 34117 Kassel)

An der Universität Kassel stehen an jedem Standort Behälter für Restmüll, Gewerbeabfälle, Papier, Pappe, Kartonagen und für andere Wert- und Reststoffe bereit. 

Energiesparlampen, sowie Leuchtstoffröhren


Bitte entsorgen Sie alte Energiesparlampen, sowie Leuchtstoffröhren
über Ihre Hausmeisterei.

Alte Energiesparlampen, sowie Leuchtstoffröhren gehören auf gar keinen Fall in den Hausmüll oder dürfen über den Glascontainer entsorgt werden.

Sie enthalten geringe Mengen Quecksilber. Bei normalen Betrieb geht keinerlei Gefahr von aus.

Was tun bei zerbrochenen Energiesparlampen?

  • Den betroffenen Raum lüften und für ca. 15 Minuten verlassen.
  • Schwangere dürfen den Raum erst nach dem Säubern betreten.
  • Lassen Sie das Fenster während der Reinigungsarbeiten geöffnet. Am besten schalten Sie Heizungen und Klimaanlagen während der Reinigungsarbeiten ab.
  • Große Bruchstücke der Lampe einsammeln (Vorsicht Schnittgefahr).
  • Kleinere Stücke mit Hilfe von Papier und/oder Pappe und einem feuchten Einwegtuch zusammenkehren und aufnehmen.
  • Von Teppichen oder Polstern können die Reste mit einem Klebeband entfernt werden.
  • Achtung! Keinen Staubsauger verwenden.
  • Alle aufgenommenen Bruchstücke und alle genutzten Hilfsmittel (Papier/Pappe und Reinigungstuch) in ein dichtschließendes Gefäß (z.B. Schraubglas oder kleinen Eimer mit Deckel) geben.
  • Gefäß verschließen und zur Sondermüll-Entsorgung geben.
  • Entsorgungsformular