Ak­tu­el­le Pro­jek­te

Dieses Projekt wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (Professionalisierung durch Vernetzung - Fortführung und Potenzierung PRONET2) von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Projekttitel:Multiprofessionelle Teams in Ganztagsschulen (MuTiG)
Leitung:Prof. Dr. Natalie Fischer und Prof. Dr. Hans Peter Kuhn
Wiss. Mitarbeit:Johanna Valentin, Lea Stahl
Stud. Mitarbeit:Sebastian Heitmann, Nike Scheitz
Förderung:Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit:seit 1'2015 (PRONET), aktuell PRONET2 von 1'2019 bis 12'2023
Projektbeschreibung:

Das Projekt soll Studierenden des Lehramts Kompetenzen zur Gestaltung von Prozessen der sozialen Inklusion sowie Vorläuferfähigkeiten zur Kooperation in einem multiprofessionellen Team vermitteln. Eine vorurteilsbewusste Haltung, auch in Bezug auf andere Professionen, ist nötig, um Heterogenität produktiv für Bildungsprozesse nutzen zu können. Zum Abbau von Vorurteilen und zur Veränderung subjektiver Theorien erweisen sich sowohl die Wahrnehmung von Diskriminierungsstrukturen als auch die Kenntnis verschiedener (professioneller und nicht-professioneller) Positionierungen, Bewertungen und (un-)bewusster Einstellungen als vielversprechend.

Die Umsetzung und Relevanz der Kooperation mit anderen Professionen wird im Projekt durch praktische Erprobung gelernt. Die Studierenden reflektieren dabei unterschiedliche Standpunkte und eigene Vorurteile anhand von Elementen aus dem Anti-Bias-Training. Diese Elemente werden danach in einem mehrwöchigen Service-Learning-Projekt in einer Ganztagsschule umgesetzt, das gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bei den Schüler*innen thematisieren und abbauen soll. Hierbei führen Tandems aus je einer angehenden Lehrkraft und einer/einem Studierenden der Sozialen Arbeit eine Maßnahme in der Ganztagsschule durch.

Die Evaluation des Projekts erfolgt auf Basis eines Mixed-Methods-Designs mit zwei Vergleichsgruppen und einer Kontrollgruppe. Sie richtet sich auf Reflexionsfähigkeit, Tendenzen zu Vorurteilen, die Einstellung zur Kooperation mit weiteren Professionen sowie die pädagogische Kompetenz und Performanz (wie etwa Perspektivenübernahme, Wertepluralismus, aktives Zuhören).