For­schungs­pro­jek­te

Ak­tu­el­le For­schungs­pro­jek­te

Projektbeschreibung

Untersucht wird die Inklusionspraxis in Alphabetisierungskursen und im Zweiten Bildungsweg an Volkshochschulen. Das Vorhaben orientiert sich am Menschenrechtsgrundsatz von Inklusion, an den durch die Bundesrepublik Deutschland eingegangenen Menschenrechtsverpflichtungen, Bildung allen zugänglich zu machen, und deren Übertragung auf die Erwachsenenbildung.

Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, die inklusive Bildungspraxis in der Alphabetisierung und im System des Zweiten Bildungsweges (vor allem im Bereich des nachholenden Hauptschulabschlusses) zu professionalisieren. Zielgruppe der Untersuchung sind Kursleitende von Alphabetisierungskursen, Lehrkräfte des Zweiten Bildungswegs (Hauptschulabschluss), Weiterbildungspädagog*innen, Verantwortliche der jeweiligen Bildungsinstitutionen (z. B. Volkshochschulen), die Erwachsenenbildung und die Professionalisierungsforschung.

Mit dem Projektvorhaben sollen zwei zentrale Fragen in Bezug auf die inklusive Bildungspraxis in der Alphabetisierung und im System des Zweiten Bildungsweges beantwortet werden:

(F1) Über welche Erfahrungen, Kompetenzen und Qualifikationen verfügen Lehrkräfte in Alphabetisierungskursen sowie des Zweiten Bildungsweges?
(F2) Welche Bedarfe sind vorhanden? Welche Widerstände und welche Gelingensbedingungen lassen sich identifizieren?

Methodisches Vorgehen

Das Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Erhebungsteile: Zunächst werden drei Gruppendiskussionen mit Lehrkräften aus Alphabetisierungskursen sowie des Zweiten Bildungswegs geführt. Hier sollen Beispiele guter Praxis aber auch Widerstände gegenüber einer inklusiven Bildungspraxis diskutiert werden. Anschließend wird auf der Basis dieser Gruppendiskussionen ein Fragebogen entwickelt, der Fragen zu Qualifikationen, Inklusionsansprüchen, -erfahrungen und -praktiken, sowie zu möglichen Widerständen enthält. Dieser Erhebungsteil wird mit Lehrkräften der Programmbereiche „Alphabetisierung“ und „Nachholende Schulabschlüsse“ an deutschen Volkshochschulen durchgeführt. Mit den Ergebnissen der beiden Untersuchungsteile wird ein Fortbildungsmodul entwickelt und erprobt, das anschließend in eine bundesweite Fortbildung für Lehrkräfte in der Alphabetisierung und im Zweiten Bildungsweg, münden soll. Abgeschlossen wird das Projekt mit einer Abschlusstagung an der Hochschule Bremen.

Leitung

Prof. Dr. Marianne Hirschberg

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Dr. Franziska Bonna (bis 09/20), Helge Stobrawe (an der Hochschule Bremen)

„Erforschung der Situation behinderter und psychisch kranker jüdischer Menschen im Nationalsozialismus“, Visiting Scholar at The Avraham Harman Research Institute for Contemporary Jewry, Faculty of Humanities, Hebrew University of Jerusalem, Jerusalem, Israel (Oct 2021 – Feb 2022)

DFG-Antrag HI 2043/1-1 “Between Participation and Exclusion: The Issue of Disability in Germany and Israel”, Kooperationsprojekt mit Dr. Roni Holler, Center of Disability Studies, Hebrew University of Jerusalem (Aufforderung zur erneuten überarbeiteten Antragsstellung)

„Projekt Leichte Sprache – Wissenschaftliche Begleitung des Entwicklungsprojekts der Schleswiger Werkstätten der NGD-Gruppe in Kooperation mit den Stadtwerken Schleswig”, Kooperationsprojekt mit der Universität Hamburg (03-12/2016)

PROMI-gefördertes Projekt „Rollstuhlnutzung und Rollstuhlakzeptanz im Kontext von Ableism, Stigma und Doing Dis_ability“ (01/2016-06/2021)

InWi-gefördertes Projekt „Partizipation behinderter Jugendlicher in der internationalen Jugendarbeit. Zugangswege und Zugangsbarrieren“ (06/2015-03/2018)