For­schungs­pro­jek­te

Ak­tu­el­le For­schungs­pro­jek­te

FLAMME: Fairness, Lastenverteilung und Akzeptanz des Mietrechts bei Modernisierungen für Energieeffizienz

Laufzeit: August 2022 - Juli 2025

Projektkoordination: Universität Kassel

Projektpartner:innen: Umweltbundesamt, ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung GmbH ; Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München - FIW München

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts (Prof. Dr. Georg von Wangenheim)

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der Förderlinie „Energiewende und Gesellschaft“ des 7. Energieforschungsprogramms

Zusammenfassung:

Zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Reduktion von CO2-Emissionen im Rahmen der Energiewende sind umfangreiche Investitionen im Wohngebäudebestand erforderlich. Der Einsatz emissionsarmer Wärmequellen und die Umsetzung von Dämmmaßnahmen zur Reduktion von Wärmeverlusten sind notwendig. Die erforderlichen Investitionskosten, aber auch die damit einhergehenden Heizkostenersparnisse sowie Wohnkomfortsteigerungen müssen zwischen Vermietern und Mietern verteilt werden. Das Projekt FLAMME erarbeitet miet- und heizkostenrechtliche Möglichkeiten der Verteilung von Kosten und Nutzen aus energetischen Modernisierungen und untersucht diese auf ihre Verteilungswirkung und Akzeptanz. FLAMME setzt dabei auf eine interdisziplinäre Betrachtungsweise mit rechtsökonomischen, ingenieurswissenschaftlichen und empirischen Analysen.

Das Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik ermittelt auf Basis umfangreicher deutschlandweiter Befragungen, welche Präferenzen Mieter, private Vermieter und zu Vergleichszwecken selbstnutzende Eigentümer bezüglich der Charakteristika der untersuchten Umlagesysteme und Modernisierungsoptionen haben. Institutionelle Vermieter werden zudem zu ihren Präferenzen hinsichtlich der Charakteristika von Umlagesystemen und ihrer Modernisierungsoptionen bei variierenden Rahmenbedingungen befragt. Anhand der Analyse konkreter Sanierungsprojekten sollen Rückschlüsse auf diese Präferenzen gezogen werden.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

unIT-e2 – Reallabor für verNETZte E-Mobilität

Laufzeit
: August 2021 - Juli 2024

Projektkoordination: Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE)

Projektpartner:innen: Bayernwerk Netz GmbH, BMW AG, Consolinno Energy GmbH, EAM Netz GmbH, EEBUS Initiative e.V., EWE GO GmbH, EWE NETZ GmbH, FfE e.V., FfE GmbH, Flavia IT Management GmbH, Ford Werke GmbH, Fraunhofer SIT, Kostal Industrie Elektrik GmbH, Lechwerke AG, Mercedes Benz AG, Power Plus Communications AG, Regionalmanagement Nordhessen GmbH, RWTH Aachen, Schneider Electric GmbH, Stadtwerke Düsseldorf AG Stadtwerke München GmbH, Stiftung Umweltenergierecht, TenneT TSO GmbH, The Mobility House GmbH, Universität Duisburg-Essen, Universität Kassel, Universität Passau, Viessmann Climate Solutions SE, Volkswagen AG Group Innovation

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship (Prof. Dr. Patrick Spieth)

Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts (Prof. Dr. Georg von Wangenheim)

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Projektwebseite: www.unit-e2.de

Zusammenfassung:

Das Projekt „unIT-e² - Reallabor für verNETZte E-Mobilität“ adressiert die vielfältigen Herausforderungen, die zur flächendeckenden Nutzung von E-Mobilität als Baustein der Energiewende erforderlich sind. Mit unIT-e² werden Reallabore geschaffen, die für Stakeholder mit teils konkurrierenden Interessen einen neutralen Rahmen bieten. Dort kann unter wissenschaftlicher Begleitung gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden, ohne die eigenen unternehmerischen Ziele zurückstellen zu müssen. Ein Ziel des Projektes ist die Demonstration von interoperablen Lösungen zur ganzheitlich optimierten Integration in das Energiesystem. Neben der technischen und IT-seitigen Weiterentwicklung, die die Basis für die massenfähige Anwendung von Elektromobilität (E-Mobilität) bildet, ist die Frage nach der Akzeptanz der Nutzer von herausragender Bedeutung. Dabei spielt sowohl die Ausprägung individueller Präferenzen als auch die Ausgestaltung von rechtlichen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle.

Das Teilvorhaben „Verhaltens- und rechtsökonomische Analysen“ der Universität Kassel hat daher die Erforschung des Nutzerverhaltens im Kontext der E-Mobilitätsnutzung im Allgemeinen sowie des Ladeverhaltens im Speziellen als Ziel. Dabei steht die Erforschung von Anreizsystemen zur Beeinflussung des Ladeverhalten im Zentrum der Untersuchungen.  Mit einer Kombination aus Konzeptionierung, Feldexperimenten und repräsentativen empirischen Untersuchungen werden dabei umfangreiche und zugleich praxisnahe Ergebnisse generiert, die als Basis für die Ausgestaltung von Tarifen und Produkten der Praxispartner, aber auch zur Weiterentwicklung des aktuellen Rechtsrahmens relevant sind.

Zielsetzung im Detail:

  • Verhaltensökonomische Untersuchungen von Ladeverhalten, insbesondere im Kontext der Wechselwirkung von Nutzerpräferenzen mit den Anforderungen des Stromnetzes
  • Mikroökonomisch und verhaltenswissenschaftlich basierte Analyse der Anreizwirkungen unterschiedlicher Vertrags- und Tarifgestaltungen („Behavioral Law and Economics)
  • Analyse von Adoptionsbarrieren in den verschiedenen Phasen des Adoptionsprozesses und Identifikation von Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren.
  • Entwicklung unterschiedlicher Tarif- und Vertragsgestaltungen und Vergleich dieser bezüglich der rechtlichen Zulässigkeit, der Anreizwirkungen und der Vorteilhaftigkeit für Unternehmen und Haushalte

Kontakt
Larissa Fait

Telefon: +49 561 804-1959
E-Mail: larissa.fait[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel@uni-kassel.de

OwnPV-Outlook: PV-Eigenstrom als effizientes, nachhaltiges und robustes Element des zukünftigen Energiesystems, Teilvorhaben: Nutzerverhalten und Netzplanung

Laufzeit
: Februar 2021 - Januar 2024

Projektkoordination: Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE

Projektpartner:innen: Stiftung Umweltenergierecht, Thüga Aktiengesellschaft, Avacon Netz GmbH, RheinEnergie AG

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Energiemanagement und Betrieb elektrischer Netze (Prof. Dr.-Ing. Martin Braun)

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Zusammenfassung:

Mit „OwnPV-Outlook“ wird die Einbindung und Entwicklung von PV-Eigenstromsystemen in das zukünftige Energiesystem untersucht. Dazu werden mögliche und wahrscheinliche Entwicklungspfade im Hinblick auf die zunehmende Nutzung von PV-Aufdachanlagen, Elektroautos, Wärmepumpen und Heimenergiemanagement­systemen in privaten Haushalten sowie klein- und mittelständischen Betrieben evaluiert. Das Ziel des Projektes ist die Eingrenzung der Bandbreite möglicher Entwicklungspfade und ihrer Bewertung nach Kriterien wie Effizienz, Nachhaltigkeit und Robustheit.

Die Schwerpunkte des Fachgebiets „Mikroökonomik und empirische Energieökonomik“ liegen auf der Konkretisierung des zukünftigen Nutzerverhaltens sowie der Ermittlung der perspektivisch wirtschaftlich nutzbaren Potenziale für die PV-Eigenstromnutzung bei Privathaushalten und Gewerbe. Hierzu sind im Projekt repräsentative Befragungen und Kundenbefragungen in Kooperation mit den assoziierten Verteilnetzbetreiber:innen geplant. Auf der Basis der empirischen Daten können Präferenzen und Zahlungsbereitschaften für unterschiedliche Anwendungsfälle abgeleitet, Anreizwirkungen ermittelt sowie mikroökonomische Kostenmodelle optimiert werden. Diese werden in Handlungs- und Strategieempfehlungen für die Ausgestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen, strommarktbasierter Geschäftsmodelle sowie Energiesystemleistungen einfließen.

Kontakt
Lioba Kucharczak

Telefon: +49 561 804-7942
E-Mail: l.kucharczak[at]uni-kassel[dot]de

Beate Fischer
Telefon: +49 561 804-7941
E-Mail: b.fischer[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

LESS is More (Local Emission Saving System): Konkrete Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft im Feldtest in Kassel - Transparenz, Partizipation und individuelle Aktion unterstützt durch das Instrument der Digitalisierung

Laufzeit
:  Januar 2021 - Dezember 2023

Projektkoordination: House of Energy e.V.

Projektpartner:innen: Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V., twigbit technologies GmbH

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

BMBF-Nachwuchsgruppe „DeCarbFriends“

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Projektwebseite: www.klimo.app

Zusammenfassung:

Das  Projekt „LESS  is  more“  hat  zum  Ziel  das  nachhaltige  Denken und Handeln der Kasseler:innen zu unterstützen und dabei regionale Klimaschutzprojekte einzubinden und zu initiieren. Als Projektpartner:innen  sind  die  Universität  Kassel,  das  Fraunhofer  IEE, das Kompetenznetzwerk deENet und das Berliner Startup twigbit beteiligt. Die Stadt Kassel und in der Region ansässige Unternehmen unterstützen das Vorhaben.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer App, in der Nutzer:innen ihre individuellen CO2-Emissionen erfassen und mit ihrem monatlichen Budget vergleichen können. Die App wird kontinuierlich die Auswirkungen des eigenen Handelns zurückmelden und so jedem direkt vor Augen führen, wie viel sie oder er aktuell an CO2–Emissionen verursacht und welche Möglichkeiten zur Reduktion dieser existieren. So kann beispielsweise auf Energiesparmöglichkeiten hingewiesen oder durch die Unterstützung regionaler Klimaschutzprojekte ein Teil der eigenen CO2-Emissionen kompensiert werden. Damit bekommen alle Nutzer:innen eine Grundlage für die Planung ihrer individuellen CO2-Reduktion.

Die App wird innerhalb des ersten Projektjahres entwickelt und steht danach zum Download bereit. Die gesammelten Erfahrungen im Einsatz der App sollen es ermöglichen den Ansatz auch auf andere Kommunen zu übertragen. Dazu liegt der Schwerpunkt des Fachgebiets Mikroökonomik und empirische Energieökonomik der Universität Kassel in der Analyse des Nutzerverhaltens innerhalb der App mittels verhaltensökonomischer Ansätze.

Kontakt
Gregor Feine

Telefon: +49 561 804-1903
E-Mail: gregor.feine[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Ab­ge­schlos­se­ne For­schungs­pro­jek­te

EXIST-Gründerstipendium: climactivity

Laufzeit
: Oktober 2021 - September 2022

Gründungsteam: Melanie Bartels, Johannes Dabringhausen, Dr. Ulrich Wischnath

EXIST-Mentorin: Prof. Dr. Heike Wetzel

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Webseite: www.climactivity.de

Zusammenfassung:

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält das Thema Klimaschutz für wichtig, gleichzeitig ist es sehr schwierig, gewohnte Lebensweisen zu verändern. Hier setzt das Team climactivity mit seinem Programm an, das aus drei Komponenten besteht: Die climactivity-App führt an die Punkte heran, bei denen besonders viel für den Klimaschutz getan werden kann und regt dann dazu an, sich persönliche Ziele in jedem dieser Bereiche zu setzen. Darüber hinaus können sich Nutzerinnen und Nutzer im eigenen sozialen Netzwerk von climactivity in ihrer Region vernetzen, sich zu gemeinsamen Aktionen zusammenschließen, ihre persönlichen Klimabilanzen erfassen und Erfolge mit anderen teilen. Diese beiden Angebote werden ergänzt durch ein Vor-Ort-Veranstaltungsmodell, das durch seine analog-digitale Anlage eine hohe Skalierbarkeit aufweist.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Perspektiven BED: Innovative Konzepte und Geschäftsmodelle für zukunftsfähige Bioenergiedörfer - klimafreundlich, demokratisch, bürgernah

Laufzeit
: Februar 2019 - April 2022

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: Geographisches Institut Abteilung Kartographie, GIS und Fernerkundung der Georg-August-Universität Göttingen

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Solar- und Anlagentechnik (Prof. Dr. Klaus Vajen)

Förderinstitution: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Projektwebseite: www.energiewendedörfer.de

Zusammenfassung

Das Ziel dieses Vorhabens ist es, Bioenergiedörfer (BED) auf die Zeit nach der 20jährigen EEG-Vergütung vorzubereiten und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Hierzu werden bestehende Forschungsergebnisse und Innovationen gesammelt, in Reallaboren in der Praxis erprobt und mit einem Praxisbeirat aus ca. 20 BED diskutiert. Als Ergebnis werden ein Leitfaden und eine Transferplattform erstellt, die die verschiedenen Maßnahmen für Bioenergiedörfer unterschiedlicher Rahmenbedingungen darstellen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Projektstruktur: Zu Beginn werden Forschungsergebnisse verschiedener Disziplinen und erste in der Umsetzung verfügbare innovative Konzepte zusammengetragen, analysiert und daraus ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Schwerpunkte dieser Maßnahmen liegen in den Bereichen

  • Reststoffverwertung: Erhöhung des Anteils von Wirtschaftsdünger, Futter- und Erntereste sowie kommunaler Biomassen. Einbindung der landwirtschaftlichen und kommunalen Akteure um Zentren für Wertstoffanlieferung und energetischer Verwertung zu gründen mit dem Ziel die ausgekoppelten Energieträger (z. B. Strom, Wärme, Kraftstoffe, Methan) dezentral/regional zu vermarkten. Dazu sind regionale Partner:innen zu vernetzen, um Logistik und Management für Anlieferung, Verarbeitung und Vermarktung zu organisieren. Desweiteren werden Wege aufgezeigt, die bestehenden Anbaukonzepte ökologisch zu optimieren und an die Klimaveränderungen anzupassen.
  • Regionale Grünstromvermarktung: Etablierung von regionalen Grünstromprodukten zur Vermarktung von Strom aus BGA, Photovoltaik und Windkraft. Hierzu werden regionale Partner:innen wie Energiegenossenschaften oder Stadtwerke sowie entsprechende Partnerunternehmen eingebunden. 
  • Stromvermarktung über regionale Flexibilitätsmärkte: Prüfung weiterer Vermarktungsoptionen von flexible erzeugbaren Biogasstrom an perspektivisch entstehenden regionalen Flexibilitätsmärkten. 
  • Einbindung ergänzender Technologien: Anpassung der bestehenden Nahwärmeversorgung an veränderte technische Bedingungen durch ergänzende Wärmequellen und Speichersysteme.

Die Maßnahmen sollen zuerst in der Theorie erarbeitet und anschließend in zwei Reallaboren erprobt und in einer Reflektionphase zusammen mit einem „Praxisbeirat“ auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden. Als erstes Reallabor wurden die beiden über eine gemeinsame BGA und „Satelliten-BHKWs“ verbundenen Bioenergiedörfer Wollbrandshausen und Krebeck als Praxispartner:innen gewonnen. Während des Projektes wird ein zweites Reallabor ausgewählt, um Maßnahmen zu überprüfen, die in Wollbrandshausen/ Krebeck keine Anwendung finden konnten, aber trotzdem von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung der BED sind. Es wird ein „Praxisbeirat“ aus ca. 20 BED etabliert, der die Forschungsergebnisse reflektiert und als Ideengeber für die Umsetzung der Maßnahmen in zwei Reallaboren fungiert. 

Nach der Praxisevaluation einiger ausgewählter Maßnahmen durch die Reallabore wird ein Leitfaden erstellt sowie eine Transferplattform eingerichtet, die als interaktives Kommunikationsmedium für die Verbreitung der Forschungsergebnisse und die Vernetzung relevanter Akteure dient.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

DeGeb: Dekarbonisierung des Gebäudewärmesektors

Laufzeit
: November 2018 - Juli 2022

Projektkoordination: Agora Energiewende Berlin

Projektpartner:innen: Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) Kassel

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Empirische Wirtschaftsforschung (Prof. Dr. Andreas Ziegler)

Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts (Prof. Dr. Georg von Wangenheim)

Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der zweiten Phase des Förderprogramms „Ökonomie des Klimawandels“

Zusammenfassung:

Das Beheizen von Wohn- und Nichtwohngebäuden ist eine der wesentlichen Quellen von CO2-Emissionen. Gebäude und Heizungssysteme sind langlebige Güter mit dem Risiko von Pfadabhängigkeiten, die die Dekarbonisierung zu einer Herausforderung machen. Die Wirkung verfügbarer Optionen wie Energieeffizienz und erneuerbare Energien hängt davon ab, inwieweit diese tatsächlich von Wohnungseigentümern gewählt werden. Damit hängt sie von der Anreizstruktur und dem zugrundeliegenden Regulierungsrahmen ab. Neben dem öffentlichen ist dies vor allem das Privatrecht, das die Beziehungen zwischen Akteur:innen wie Vermieter:innen und Mieter:innen, Eigentümer:innen bzw. -gemeinschaften und Anbieter:innen von Heizungssystemen bzw. Wärmenetzen regelt. Im Rahmen des Projektes wird untersucht, welche Auswirkungen diese Mikro-Anreize für die Transformation des Energiesystems im Gebäudebereich haben, welche Rolle die rechtlichen Rahmenbedingungen spielen, wie nachhaltige Investitionsentscheidungen angereizt werden können, und was daraus für effektive reale Politikmaßnahmen gelernt werden kann. Ziel des Vorhabens ist der Vergleich der gesamtwirtschaftlichen Wirkung unterschiedlicher Rechtsrahmen zur Dekarbonisierung im Gebäudewärmebereich. 

Dialog zur Klimaökonomie: DeGeb ist eines der Forschungsprojekte, die im Rahmen des Förderschwerpunktes Ökonomie des Klimawandels II gefördert werden. Vernetzt werden diese durch das Projekt Dialog zur Klimaökonomie, welches den Förderschwerpunkt begleitet und unterstützt. So wird der aktive Wissenstransfer zwischen den Projekten gefördert und der Austausch zwischen Forschung und Praxis intensiviert.

Kontakt
Prof. Dr. Heik
e Wetzel 
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

BeSmart: Intelligente Strommessung und dynamische Tarife: Konsumentscheidungen, rechtliche Rahmensetzung und Wohlfahrtseffekte

Laufzeit
: November 2018 - Juli 2022

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Empirische Wirtschaftsforschung (Prof. Dr. Andreas Ziegler)

Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts (Prof. Dr. Georg von Wangenheim)

Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der zweiten Phase des Förderprogramms „Ökonomie des Klimawandels“

Zusammenfassung:

Dynamische Stromtarife und intelligente Stromnetze sind Schlüsselelemente der notwendigen Transformation hin zu einer dekarbonisierten Energieerzeugung. Die Einbindung der volatil produzierten Erneuerbaren Energien im größeren Maßstab erfordert Stromkonsument:innen, die ihren Verbrauch an das verfügbare Stromangebot anpassen, insbesondere wenn die Energiesektoren gekoppelt sind. Diese Verbrauchsanpassung kann über Preissignale erreicht werden. Während sich Ökonom:innen seit langem für eine dynamische Preisgestaltung aussprechen, wurde sie bisher nur selten in der Praxis eingeführt. Dynamische Stromtarife sind durch den technologischen Fortschritt inzwischen wirtschaftlich und technologisch umsetzbar, aber die Akzeptanz der Verbraucher:innen stellt weiterhin eine Hürde für die großflächige Einführung dynamischer Stromtarife dar. 

Ziel des Projektes ist es, ökonomische und rechtliche Lösungen für die Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz dynamischer Tarifsysteme zu entwickeln und damit das Potential der nachfrageseitigen Flexibilität in Wind- und Solarenergiesystemen zu erschließen. Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab praktische Handlungsempfehlungen für die Gesetzgebung sowie für Stromanbieter:innen und -produzent:innen zur Steigerung der Akzeptanz von dynamischen Stromtarifen unter Endkonsument:innen zu entwickeln.

Projektstruktur: Die interdisziplinäre Zusammensetzung des Projektteams ermöglicht die Verknüpfung dreier wichtiger Forschungsstränge. Auf Basis von rechts- und verhaltensökonomischen Ansätzen, besteht das erste zentrale Element von BeSmart in der Entwicklung eines Models zur Stromvertragsauswahl unter Berücksichtigung psychologischer Befangenheiten und dessen numerische Anwendung in szenario-basierten Analysen des Strommarktes.

Zweitens bildet mikroökonomische Forschung die empirische Grundlage für das Stromvertrags-auswahlmodel. Die empirische Forschung im Rahmen von BeSmart zielt daher darauf ab, entwickelte Modelhypothesen zu validieren bzw. zu falsifizieren. Insbesondere durch die Durchführung und Auswertung eines „stated choice experiments“, steht ein entscheidendes Element zur Kalibrierung des Modells bereit. Dies ermöglicht es, wichtige psychologische Determinanten der Tarifauswahl, wie möglicherweise Risikopräferenzen oder Umweltbewusstsein, zu identifizieren. Gegebenenfalls können spezifische Bevölkerungsgruppen (Kundentypen) identifiziert werden, für die dynamische Stromtarife besonders reizvoll sind. 

Drittens werden im Rahmen von BeSmart neben finanziellen Instrumenten auch die Bedeutung und Auswirkungen nicht-finanzieller Instrumente auf die Vertragsauswahl von Kund:innen untersucht. Dies sind unter anderem rechtliche Aspekte, z.B. aus den Themenbereichen Datenschutz und Vertragsdesign. Diese Instrumente sind nicht nur ein essentieller Bestandteil der szenario-basierten Analyse, sondern stellen zugleich ein wesentliches Attribut der Haushaltsbefragung dar. Durch dieses Zusammenwirken stellt BeSmart anwendungsorientierte Forschung sicher.

Projektfortschritt:

17.01.2019 – Interne Kick-off Veranstaltung: 
Am 17.01.2019 hat ein erstes Treffen aller Projektpartner:innen stattgefunden, in dem insbesondere die Schnittstellen zwischen den Arbeitspaketen thematisiert und abgestimmt wurden. Darüber hinaus wurden alle relevanten organisatorischen Aspekte besprochen.

12. - 14.06.2019 – Kick-off-Veranstaltung der BMBF-Projekte im Forschungsschwerpunkt Ökonomie des Klimawandels: 
Vom 12.06 bis zum 14.06 fand die Kick-off Konferenz zum Dialog zur Klimaökonomie statt. In diesem Rahmen wurden alle Projekte des Verbundes vorgestellt. Die Konferenz bot unseren Projektmitglieder:innen die wertvolle Gelegenheit sich mit anderen Wissenschaftler:innen auszutauschen und thematische Berührungspunkte der unterschiedlichen Projekte zu ergründen.

27.11.2019 –  Erstes Begleitkreistreffen BeSmart:
Am 27.11.2019 wurde im Rahmen des ersten Treffens mit dem Forschungsbegleitkreis des Projektes der zweite BeSmart-Fachworkshop durchgeführt. Dieser fand am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung statt und war in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Block wurden mikroökonomische Modelle vorgestellt in deren Zentrum die Wirkung dynamischer Stromtarife auf das Konsumverhalten und die Wahl von Tarifen stehen. Im zweiten inhaltlichen Block wurden Einflussfaktoren der Stromtarifwahl beleuchtet, die im Rahmen der empirischen Studien untersucht werden sollen.

19.11.2020 – Zweiter interner BeSmart Workshop: 
Am 19.11.2020 wurde der dritte offizielle (zweite interne) BeSmart-Workshop durchgeführt. Aufgrund der Covid19-Pandemie wurde dieser nicht wie geplant an der Universität Kassel, sondern in einem Onlineformat abgehalten. Alle Projektpartner:innen waren digital anwesend. Auch dieser Workshop war in zwei thematische Blöcke aufgeteilt. Im ersten Abschnitt sind die neuesten Fortschritte in Bezug auf die mikroökonometrischen Modelle diskutiert worden, die darauf abzielen das Konsumentenverhalten bei der Wahl von (dynamischen) Stromtarifen abzubilden. Im zweiten Block wurde die repräsentative Haushaltsbefragung im Detail erörtert und weiterentwickelt – insbesondere im Hinblick auf mögliche Verknüpfungen der Arbeitspakete.

01.06.2021 – Zweites Begleitkreistreffen BeSmart:
Am 01.06.2021 wurde im Rahmen des zweiten Treffens mit dem Forschungsbegleitkreis der vierte BeSmart-Fachworkshop durchgeführt. Aufgrund der anhaltenden Covid19-Pandemie fand auch dieser Workshop, dessen geplanter Austragungsort das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung war, in einem digitalen Format statt. Neben allen Projektpartner:innen, dem inhaltlichen Betreuer des DLR Projektträgers und sieben Mitgliedern des Forschungsbegleitkreises, waren sechs weitere interessierte Zuhörer:innen anwesend. Strukturell wurde die bewährte Unterteilung des Workshops in zwei inhaltliche Abschnitte beibehalten. Im ersten Abschnitt wurden die Daten, die im Zuge der mittlerweile durchgeführten repräsentativen Haushaltsbefragung erhoben wurden, vorgestellt. Zudem wurden erste empirische Ergebnisse diskutiert. Im zweiten thematischen Block wurden erste qualitative und quantitative Ergebnisse aus dem Bereich der Ermittlung von Wohlfahrtseffekten der Stromtarifwahl präsentiert.

08.04.2022 – Drittes Begleitkreistreffen/ BeSmart Abschlussworkshop:
Am 08.04.2022 fand das dritte und letzte BeSmart-Begleitkreistreffen statt. Entgegen der ursprünglichen Planung, die eine größere Live Veranstaltung am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung vorsah, musste auch dieser Termin in einem rein digitalen Format stattfinden. Zusätzlich zu allen Projektpartner:innen waren insgesamt fünf Mitglieder des Forschungsbegleitkreises anwesend. Der Workshop bestand aus insgesamt vier Fachvorträgen, in denen Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitspaketen vorgestellt wurden. Nach jedem Vortrag gab es ausreichend Zeit für intensive Diskussionen, die insbesondere die Praxisrelevanz der Arbeiten aufgezeigt haben. Dies wurde auch in der abschließenden offenen Diskussionsrunde von den Teilnehmer:innen betont. Für das BeSmart-Projektteam war dieser Workshop ein erfolgreicher Projektabschluss, der zugleich neue Impulse für aktuelle und künftige Forschungsvorhaben gegeben hat.

Dialog zur Klimaökonomie: BeSmart ist eines der Forschungsprojekte, die im Rahmen des Förderschwerpunktes Ökonomie des Klimawandels II gefördert werden. Vernetzt werden diese durch das Projekt Dialog zur Klimaökonomie, welches den Förderschwerpunkt begleitet und unterstützt. So wird der aktive Wissenstransfer zwischen den Projekten gefördert und der Austausch zwischen Forschung und Praxis intensiviert.

Kontakt
Victor von Loessl

Telefon: +49 561 804-7706
E-Mail: vonloessl[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel 
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

EcoEff: Makroökonomische Ineffizienz und Einsparpotentiale für Emissionen: Analysen unter Berücksichtigung heterogener Industriestrukturen

Laufzeit
: Dezember 2018 - November 2021

Projektkoordination: Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet empirische Wirtschaftsforschung

Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der zweiten Phase des Förderprogramms „Ökonomie des Klimawandels“

Zusammenfassung:

Das Verbundprojekt EcoEff („Macroeconomic Inefficiency and Emission Reduction Potentials: Accounting for Heterogeneous Industry Structures“) befasst sich mit den Einsparpotentialen schädlicher Treibhausgasemissionen in den wichtigsten Industriesektoren Deutschlands und der EU-Mitgliedsstaaten. Die explizite Berücksichtigung länderspezifischer Industriestrukturen sowie die Entflechtung in branchenspezifische und strukturelle Ineffizienzen ermöglicht es, die zeitliche Dimension der Reduktionspotentiale zu identifizieren. Diese werden als kurz-, mittel- oder langfristig klassifiziert. Darüber hinaus werden auch die Treibhausgase differenziert betrachtet, wodurch schadstoffspezifische Herausforderungen analysiert werden können.

Auf Basis der ermittelten Ineffizienzen und der industrie- und schadstoffspezifischen Emissionen lassen sich detaillierte Emissionsvermeidungskosten herleiten. Die gewonnenen Informationen ermöglichen es, die Kosten einer vollständigen Dekarbonisierung zu ermitteln. So können wichtige Schlussfolgerungen für die Kostenunterschiede bei der Emissionsreduktion zwischen Industrien und Nationen getroffen werden.

Anknüpfend an die empirischen Studien werden Szenarien entwickelt, wie sich die Ineffizienzen und Vermeidungskosten in Zukunft entwickeln werden. Darauf basierend folgt unter anderem eine Evaluation der Klimaschutzziele der Europäischen Union für 2030 und 2050 hinsichtlich Realisierbarkeit und Kosten.

Dialog zur Klimaökonomie: EcoEff ist eines der Forschungsprojekte, die im Rahmen des Förderschwerpunktes Ökonomie des Klimawandels II gefördert werden. Vernetzt werden diese durch das Projekt Dialog zur Klimaökonomie, welches den Förderschwerpunkt begleitet und unterstützt. So wird der aktive Wissenstransfer zwischen den Projekten gefördert und der Austausch zwischen Forschung und Praxis intensiviert.

Kontakt
Larissa Fait
Telefon: +49 561 804-1959
E-Mail: larissa.fait[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel 
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

E-Mobility-LAB Hessen: EFRE-Verbundvorhaben E-Mobility-LAB Hessen

Laufzeit
: Oktober 2018 - September 2021

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Fahrzeugsysteme und Grundlagen der Elektrotechnik (Prof. Dr. Ludwig Brabetz)

Projektpartner:innen: Opel Automobile GmbH (Rüsselsheim), FLAVIA IT-Management GmbH (Kassel) und PLUG'n CHARGE (Bad Emstal)

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Fahrzeugsysteme und Grundlagen der Elektrotechnik (Prof. Dr. rer. nat. Ludwig Brabetz)

Kommunikationstechnik (Prof. Dr.-Ing. Klaus David)

Förderinstitution: IWB-EFRE-Programm Hessen

Zusammenfassung:

Das Forschungsprojekt E-Mobility-LAB Hessen zielt auf den Aufbau eines diversifizierten und intelligenten Ladeinfrastruktursystems für Elektrofahrzeuge. Dieses soll das operative Laden einer Fahrzeugflotte sicherstellen, die durch eine sehr hohe Dichte an Elektrofahrzeugen neuster Generation gekennzeichnet ist. Zu diesem Zweck wird das Opel Entwicklungszentrum (Rüsselsheim) als Reallabor ausgestaltet. Im Rahmen dieses Modellvorhabens lässt sich eine Mobilitätssituation abbilden, wie sie etwa für das Jahr 2035 denkbar ist. So können Wechselwirkungen zwischen einer diversifizierten Ladeinfrastruktur, weiterentwickelten Elektrofahrzeugen und intelligenten Lademanagementsystemen frühzeitig erfasst, analysiert und optimiert werden.

Die wissenschaftliche Begleitung, die sich in der Modellierung des Mobilitäts- und Ladeverhaltens, der Durchführung von Simulationsstudien und von Untersuchungen zu Auswirkungen der Ladeinfrastruktur in einem energiewirtschaftlichen System der Zukunft ausgestaltet, dient der Herleitung von Empfehlungen für den Rollout der Elektromobilität in Hessen. 

Eine Übersicht zum Projekt ist dem Flyer zu entnehmen.

Schwerpunkte des Fachgebietes: Kernaufgabe des Fachgebietes ist die Auswertung der Daten und Erkenntnisse, die im Rahmen des Reallabors generiert werden. Dabei werden diese insbesondere im Kontext eines zukünftigen energiewirtschaftlichen Systems betrachtet und bewertet. Darüber hinaus werden Einsatzmöglichkeiten der Ladeinfrastruktur als Erbringer von Flexibilität in der Energieversorgung untersucht. Hierzu werden insbesondere Energiemärkte betrachtet, wie z.B. der Regelleistungsmarkt, Märkte für verteilnetzdienliche Flexibilität oder mögliche regionale Energiemärkte. Wesentliches Ziel ist die Verknüpfung dieser Teilaspekte, um daraus vollumfängliche Handlungsempfehlungen für den Rollout der Elektromobilität in Hessen abzuleiten.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

C/sells: Großflächiges Schaufenster im Solarbogen Süddeutschlands

Laufzeit
: Januar 2017 - März 2021

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: 41 Partner:innen aus Forschung, dem kommunalen Umfeld sowie der Industrie und Wirtschaft

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Mikroökonomik und empirische Energieökonomik (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Intelligente Eingebettete Systeme (Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Sick)

Kommunikationstechnik (Prof. Dr.-Ing. Klaus David)

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Projektwebseite: www.csells.net

Zusammenfassung:

Das Verbundprojekt “C/sells” beinhaltet ein großflächiges Schaufenster in der Modellregion “Solarbogen Süddeutschland” (Baden-Württemberg, Bayern und Hessen) und ist damit eines von fünf großen Projekten innerhalb des BMWi-Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“. Ziel der Projekte ist die Gestaltung einer sicheren, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung der Zukunft, bei einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien. Dazu sollen Erzeugung, Verbrauch, Netz und Markt durch innovative Technik und Verfahren vernetzt werden.

Im Rahmen von “C/sells” soll ein zellulär Strukturiertes Energiesystem aufgebaut werden (“Cells”), welches allen beteiligten Akteur:innen die Möglichkeit der wirtschaftlichen Partizipation gewährt (“sells”). Neben der Entwicklung der insbesondere durch IKT-Technologien geprägten Rahmenbedingungen zeichnet sich das Projekt durch eine Reihe von konkreten Demonstrationsvorhaben aus.

Die Universität Kassel ist mit insgesamt drei Fachgebieten (Mikroökonomik und empirische Energieökonomik, Intelligente Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik) an vier verschiedenen Arbeitspaketen des Projektes beteiligt und wird dabei ihre bestehenden Kompetenzen in den Bereichen Energiewirtschaft und Energietechnik einbringen und vertiefen. Zur Erreichung der Projektziele sind die einzelnen Fachgebiete eng miteinander verzahnt.

Die Schwerpunkte des Fachgebiets Mikroökonomik und empirische Energieökonomik liegen dabei zum Einen auf der Entwicklung eines regionalen Marktes zur Erbringung von Flexibilitäten im Verteilnetz, wobei eng mit dem regionalen Netzbetreiber EnergieNetz Mitte zusammengearbeitet wird. Dieser sogenannte “RegioFlex Markt” soll in ausgewählten Teilnetzen implementiert und erprobt werden. Zum Anderen wird eine regionale Strommarke als innovatives, auf ein zukünftiges dezentrales Energiesystem zugeschnittenes Vermarktungsmodell entwickelt.

Siehe auch: http://www.csells.net/ueber-c-sells/arbeitspakete.html
(Die relevanten Arbeitspakete des Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik sind AP 6.6 und AP 7.2.1. Die weiteren Fachgebiete der Universität Kassel sind außerdem in den Arbeitspaketen AP 3.4 und AP 6.4 beteiligt.)

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

klimaGEN: Von der Energie- zur Klimaschutzgenossenschaft

Laufzeit
: Januar 2017 - Dezember 2019

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: DGRV - Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. und deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V.

Förderinstitution: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Projektwebseite: www.klimagen.de

Zusammenfassung:

Die bundesweit rund 900 Energiegenossenschaften mit ihren 200.000 Mitglieder:innen sind bislang vor allem im Ausbau der Erneuerbaren Energien engagiert. Doch das Potenzial für den Klimaschutz ist noch viel größer. Zum einen kann durch die Entwicklung neuer Betätigungsfelder wie Energieeffizienz, Suffizienz und Mobilität ein klimaschutzförderndes Unternehmensprofil geschärft werden. Zum anderen können die regional verankerten Energiegenossenschaften eine breite Bevölkerungsschicht hinsichtlich ihres klimaschutzrelevanten Verhaltens ansprechen.

Im Zentrum des Projektes steht daher die strategische Weiterentwicklung von Energiegenossenschaften zu Klimaschutzgenossenschaften. Das Projekt richtet sich zunächst an Vorstände und aktive Mitglieder:innen von Energiegenossenschaften sowie an die Nicht-Mitglieder:innen im regionalen Handlungsumfeld der mitwirkenden Energiegenossenschaften. Auf der Basis einer Datenbank wird eine Typologie von Energiegenossenschaften erstellt, um möglichst typische Energiegenossenschaften für die Mitarbeit auszuwählen und damit die Nachahmbarkeit von Maßnahmen sicherzustellen. Für drei Energiegenossenschaften sind Befragungen der Mitglieder:innen und der Nicht-Mitglieder:innen vorgesehen. Die Ergebnisse fließen in die praktische Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen in Zusammenarbeit mit mindestens neun ausgewählten Energiegenossenschaften aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Die mitwirkenden Energiegenossenschaften werden bei der Erprobung neuer Tätigkeitsbereiche begleitet und haben die Möglichkeit, einen Instrumentenmix im Rahmen ihrer klimaschutzbezogenen Öffentlichkeitsarbeit umzusetzen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und auf der Projektwebsite veröffentlicht, so dass sie auch für andere Akteur:innen aus den Bereichen Bürgerenergie und Klimaschutz nutzbar sind. 

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. und dem deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V. durchgeführt.

Förderkennzeichen: 03KF0044B

KlimaGEN wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Kontakt
Lioba Kucharczak

Telefon: +49 561 804-7942
E-Mail: l.kucharczak[at]uni-kassel[dot]de

Beate Fischer
Telefon: +49 561 804-7941
E-Mail: b.fischer[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Integriertes Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Alheim

Laufzeit
: August 2018 - April 2019

Projektpartner:innen: Klima und Energieeffizienz Agentur UG (KEEA)

Förderinstitution: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Die Gemeinde Alheim erstellt durch das BMUB im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert ein "Integriertes Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Alheim". Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes wird in Teilbereichen von der Universität Kassel durchgeführt.

Zusammenfassung:

Durch das Integrierte Klimaschutzkonzept sollen die Handlungsfelder und Potentiale in der Gemeinde Alheim im Detail aufgezeigt und konkrete Maßnahmen zur Erreichung des angestrebten Klimaschutzziels unter Einbeziehung der lokalen Akteur:innen entwickelt werden. Daraus soll ein Handlungsleitfaden als strategisches Planungs- und praktisches Arbeitsinstrument entwickelt werden, welcher als Basis zukünftiger Aktivitäten und Investitionen dient. Neben einer nachhaltigen Erschließung lokaler Potentiale steht dabei vor allem die Schaffung und Weiterentwicklung von langfristigen Strukturen zur Verstetigung des Klimaschutzes in Alheim im Vordergrund.

Das Fachgebiet arbeitet bei der Klimaschutzkonzepterstellung mit besonderen Schwerpunkten in den Bereichen Potenzialanalyse und Akteursbeteiligung sowie Suffizienzmaßnahmen und Verstetigungsstrategie mit.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Prozessgestaltung Energiewende Nordhessen

Laufzeit
: Januar 2016 - März 2019

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: IdE Institut dezentrale Energietechnologien

Förderinstitutionen: cdw Stiftung und Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMWELV)

Zusammenfassung

Das Projekt „Prozessgestaltung Energiewende Nordhessen“ ist ein Bestandteil des „Zukunftsschaufensters Energiewende Hessen“. Das Zukunftsschaufenster hat das Ziel, Hessen und hier insbesondere Nordhessen in Richtung einer auf 100% erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung umzustellen. Nordhessen, aber auch andere hessische Regionen, sollen im Zuge einer umsetzungsorientierten Energiewendestrategie voran schreiten und als Region wieder auf die Überholspur der Energiewende gelangen.

Das Projekt unterstützt und vernetzt die kommunalen Akteur:innen auf Ebene der Landkreise und deren Kommunen bei ihren Zielsetzungen, Planungen und Umsetzungsaktivitäten. Den örtlichen Schlüsselakteur:innen und Gestalter:innen, wie Bürgermeister:innen, Umwelt- und Energie-Dezernent:innen, Energie-/ Klimaschutzmanager:innen oder -beauftragten, werden dazu Instrumente (wie ein kommunales Benchmarking) und Informationen geboten. Insbesondere der Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen nordhessischen und hessischen Regionen sowie Kommunen bundesweit soll gestärkt werden. Der Aufbau von Kompetenzen und Ressourcen, etwa durch Unterstützung bei der Einreichung von Förderanträgen, ist ein zentrales Ziel des Projektes und soll zur Steigerung von Umsetzungsaktivitäten beitragen.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Energieautarke Siedlung: Reallabor zur Vollversorgung einer Siedlung mit erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom und Wärme unter den Randbedingungen Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz

Laufzeit
: Januar 2016 - Dezember 2018

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: IdE - Abteilung thermische Energiesysteme

Förderinstitutionen: SMA Solar Technology AG und Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Zusammenfassung: 

Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien werden verstärkt Rufe nach einem Ausbau der Übertragungsnetze laut. Der Ansatz der Energieautarkie in diesem Projekt verfolgt die Zielsetzung Strom und Wärme produktionsnah zu verbrauchen und möglichst wenig über weite Strecken zu transportieren. Dieser Ansatz erhöht die regionale Wertschöpfung für den ländlichen Raum und senkt den Bedarf an Übertragungskapazitäten. Durch das schwankende Angebot der erneuerbaren Energieträger Wind und Sonne ist Energieautarkie besonders herausfordernd: Zu allen Zeiten der Strom- und Wärmeproduktion müsste auch ein ebenso großer Verbrauch oder eine Speichermöglichkeit zur Verfügung stehen. Eine wichtige Fragestellung ist daher, wie hoch ein wirtschaftlicher und gesellschaftlich akzeptierter Autarkiegrad sein kann.

Mit dem Projekt „Energieautarke Siedlung“ sollen neue Konzepte für Kommunen erarbeitet werden, die den Weg hin zu mehr Autarkie in der Energieversorgung ermöglichen. Energieautarkie wird hier als ein möglichst großer Selbstversorgungsgrad verstanden; die Verbindung mit dem Stromnetz soll hierbei stets erhalten bleiben. Zielsetzung im Rahmen der Projektlaufzeit 2016 bis 2018 ist die Initiierung der Umsetzung dieser Konzepte in einer nordhessischen Kommune.

Teilziele:

  • Auswahl von zwei Fallstudienkommunen und davon wiederum einer Umsetzungskommune in Nordhessen
  • Aufbau einer Modellierung
  • Bestimmung eines sinnvollen Autarkiegrades
  • Betrachtung von Geschäftsmodellen zur Erreichung der Autarkieziele
  • Transdisziplinärer und akzeptanzorientierter Ansatz: Einbindung der Akteur:innen vor Ort

Fördermittelgeber:innen sind der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG und das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Das Projekt „Energieautarke Siedlung“ ist ein Bestandteil des „Zukunftsschaufensters Energiewende Hessen“. Das Zukunftsschaufenster hat das Ziel, Hessen und hier insbesondere Nordhessen auf eine auf 100% erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung umzustellen.

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Prof. Dr. Heike Wetzel

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

RegioTwin - Regionaler Katalysator durch Klimaschutz-Twinning

Laufzeit
: Dezember 2014 - Dezember 2017

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Förderinstitution: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)

Zusammenfassung

Das Projekt „RegioTwin“ verfolgt das Ziel, mittels eines Twinning (Zusammenarbeit zwischen Modellkommunen und interessierten Kommunen) den Wissenstransfer und die Umsetzung von Klimaschutzstrategien und -maßnahmen in Kommunen zu verbessern. Durch RegioTwin sollen die Anzahl von engagierten Modellregionen erhöht, neue Regionen für ein Modellregionennetzwerk gewonnen, Organisationstrukturen für die parallele Umsetzung einer Vielzahl von Maßnahmen in Regionen aufgebaut und neue Anwendungen und Geschäftsmodelle für Klimaschutzprozesse beschleunigt, verbreitet und verstetigt werden.

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, Regionen und Kommunen, die sich bisher noch nicht oder nur wenig mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt haben anzusprechen, sie in bestehende Netzwerke  und neue Kooperationsstrukturen mit weiteren interessierten Regionen zu integrieren und erste Maßnahmen mit ihnen gemeinsam umzusetzen. Der Fokus der Maßnahmen liegt dabei auf niedrig-schwelligen, leicht-umsetzbaren Klimaschutzmaßnahmen, die einen leichten Einstieg in den Klimaschutz ermöglichen. Erfolgreich erprobte Maßnahmen und Strategien lassen sich somit schneller und umfassender in eine breite Umsetzung bringen (Katalysator- und Multiplikatoreffekt). Zudem soll ein Wissenstransfer und Informationsaustausch mit österreichischen Modellkommunen aufgebaut werden. Sie besitzen andere Kompetenzen und haben in der Vergangenheit andere Schwerpunkte gesetzt. 

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Prof. Dr. Heike Wetzel 

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EXIST-Gründerstipendium: prosumergy

Laufzeit
: Januar 2017 - Dezember 2017

Gründungteam: Freya Lena Cielejewski, Daniel Netter, Christopher Neumann

EXIST-Mentorin: Prof. Dr. Heike Wetzel

Förderinstitution: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Projektwebseite: www.prosumergy.de

Zusammenfassung:

prosumergy bringt die Vorteile des Solarstrom-Eigenverbrauchs, von denen bislang fast nur Eigenheimbesitzer profitieren, zu Mietern in Mehrfamilienhäusern. Vermieter, selbst solche von kleinen Häusern, können dank prosumergy in eine Anlage auf ihrem Dach investieren und von einer attraktiven Rendite profitieren ohne sich mit den umfangreichen energiewirtschaftlichen Pflichten, welche die Stromlieferung an die Gebäudenutzer mit sich bringt, beschäftigen zu müssen. Als Full-Service Dienstleister bietet prosumergy das Rundum-Sorglos-Paket von der Eignungsprüfung des Gebäudes bis hin zur Stromlieferung an die Gebäudenutzer.

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Prof. Dr. Heike Wetzel
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Masterplan für den Landkreis Gießen

Laufzeit
: August 2016 - April 2017

Projektpartner:innen: Klima und Energieeffizienz Agentur UG (KEEA)

Förderinstitution: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Der Landkreis Gießen nimmt an dem vom BMUB geförderten Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz“ teil. Die Erstellung des Masterplans wird u.a. von der Universität Kassel durchgeführt.

Zusammenfassung: 

Die Ziele des Masterplans sind sehr ambitioniert: bis zum Jahr 2050 sollen der Endenergieverbrauch um 50% und die Treibhausgas-Emissionen um 95% verringert werden, jeweils in Bezug auf 1990. Dabei werden alle Bereiche und Sektoren berücksichtigt, also Strom, Wärme und Verkehr sowie Haushalte, Gewerbe, Landwirtschaft und Industrie. Mit diesem Ziel sind die Masterplanregionen Vorreiter:innen für die notwendige Umsetzung der gleichen Ziele auf bundesdeutscher Ebene. 

Die Erstellung der Energie- und Treibhausgasbilanz, die Berechnung der Potenziale zur Verbrauchsreduktion und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie die Entwicklung von Szenarien, die den Pfad zur Zielerreichung beschreiben, sind Teil des Arbeitspakets, das vom Fachgebiet hierzu erarbeitet wird. 

Nach der Erstellung des Masterplans hat die Kommune drei Jahre Zeit, erste Maßnahmen umzusetzen und ein Monitoring und ein Controlling zu etablieren, das den Prozess in den kommenden Jahren begleiten und unterstützen wird.

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Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
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Japan-Twinning

Laufzeit
: August 2016 - Februar 2017

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Förderinstitution: Umweltbundesamt

Zusammenfassung

Nach dem Reaktorunfall von Fukushima im Jahr 2011 entwickelte sich in Japan eine politische und fachliche Diskussion über die zukünftige Energieversorgung. Eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung befürwortet den Ausstieg aus der Kernenergie. 2014 wurde die Liberalisierung des japanischen Strommarkts beschlossen. Seit dem 1.4.2016 können auch japanische Verbraucher:innen den Stromanbieter:innen frei wählen. Viele Versorger:innen bieten Strom aus erneuerbaren Energien an, Gemeinden und Präfekturen überlegen ihr Energiesystem (Stromversorgungssystem) auch durch Maßnahmen der Energieeffizienz umzugestalten. Die diesbezüglichen Erfahrungen deutscher Kommunen werden sehr geschätzt und nachgefragt. Im Mai 2016 wurde zwischen dem deutschen und dem japanischen Umweltministerium eine Vereinbarung im Bereich Klimaschutz und Energie getroffen, die auch die Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen lokalen Regierungen und Unternehmen zum Thema hat. In diesem Zusammenhang wurde in Kooperation des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und der Deutschen Botschaft in Japan eine deutsche Delegation mit 25 Teilnehmer:innen nach Japan entsendet, um einen Deutsch-Japanischen Austausch zur Energiewende zu ermöglichen. Das Umweltbundesamt hat mit dem hier dargestellten Projekt einen Teil der Delegationsreise finanziert und Herr Niederle aus dem Fachgebiet „Erneuerbare Energien“ war an der Organisation eng beteiligt. Zwischen den Kommunalvertreter:innen des Landkreises München und der Präfektur Kyoto, den Städten Frankfurt und Yokohama sowie des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Präfektur Iwate wurde vom im Rahmen dieses Projekts ein fachlicher Austausch zu den Themen Klimaschutz und Erneuerbare Energien vorbereitet und durchgeführt. Auf Einladung der Veranstalter:innen der World Wind Energy Conference 2016 in Tokio und der 1st World Community Power Conference in Fukushima wurden vom im Rahmen dieses Projekts Workshops bei diesen Konferenzen organisiert und durchgeführt. Schließlich wurde am 4.11.2016 in einem Side-Event zur World Community Power Conference ein Deutsch-Japanischer Delegationsworkshop zur vertiefenden Zusammenarbeit zwischen japanischen und deutschen Kommunen organisiert. 

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

EnGeno - Transformationspotenziale von Energiegenossenschaften

Laufzeit
: Mai 2013 - Dezember 2016

Projektkoordination: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Projektpartner:innen: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Eduard Pestel Institut

Förderinstitution: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Zusammenfassung:

Die Erzeugung, Nutzung und Verteilung von Energie lag in Deutschland über lange Zeit in den Händen von Gebietsmonopolen und war demokratischen Beteiligungsprozessen weitestgehend entzogen. Dezentrale Energiegenossenschaften (EG), die seit der Neugestaltung der energiewirtschaftlichen Strukturen in weiter zunehmender Zahl entstehen, sind Ausdruck des starken Willens vieler Menschen, an diesem wichtigen Teil ihrer Lebensverhältnisse aktiv mitzuwirken. Sie bündeln vielfältige (ökonomische, soziale, politische) Beweggründe von Akteur:innen.

Übergeordnetes Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes EnGeno ist die Abschätzung und Beschreibung von EG-bezogenen Transformationspotenzialen im Energiesystem auf der Mikro- und Makroebene sowie die Erarbeitung und Verbreitung von Informations- und Beratungsangeboten. 

Das Projekt analysiert die Entstehung (Motive, Gelegenheitsstrukturen und Barrieren), Stabilisierung (Management- und überorganisationale Ko-Evolutionsprozesse) sowie Diffusion genossenschaftlich organisierter Lösungen (Wirtschaftlichkeits-, Institutionalisierungs- und Vernetzungsbedingungen). Dazu sollen die Interessenlagen der individuellen und kollektiven Akteur:innen für eine EG-Beteiligung ebenso in den Blick genommen werden wie die Managementprozesse in den Genossenschaften und die institutionellen Rahmenbedingungen im Energiesystem. 

Zur konkreten Einschätzung der Gestaltungs- und Transformationspotenziale von EG unterscheidet EnGeno fünf inter- bzw. transdisziplinär ausgerichtete Teilziele:

  • Qualitative Abschätzung lokaler Innovationsimpulse durch EG zur Energiesicherheit, -nutzung und die Förderung nichtfossiler Energieträger (Szenarioentwicklung) 
  • Quantitative und qualitative Abschätzung der Beteiligungsbereitschaften an EG und der EG-beeinflussten Handlungsspielräume für ökologieverträgliche Lebensstile (nachhaltige Lebensqualität) 
  • Aufzeigen von Erfolgsfaktoren, strategischen Orientierungen und beispielgebenden Unternehmens- und Geschäftsmodellen (EG als zukunftsfähige Unternehmensform) 
  • Bestandsaufnahme und „Kartierung“ von EG in Deutschland („Landkarte EG“); Untersuchung der Bedingungen und Verläufe der Entstehung, Diffusion und Stabilisierung von EG 
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für Kommunikation, Vernetzung und Rahmensetzung von EG (bspw. Rückkopplung der Ergebnisse mit zielgruppenspezifischen Kommunikations- und Beratungsangeboten).  

Kontakt
Lioba Kucharczak

Telefon: +49 561 804-7942
E-Mail: l.kucharczak[at]uni-kassel[dot]de

Beate Fischer
Telefon: +49 561 804-7941
E-Mail: b.fischer[at]uni-kassel[dot]de

Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Klimaschutz-Planer - Kommunaler Planungsassistent für Energie und Klimaschutz

Laufzeit
: Mai 2013 - April 2016

Projektkoordination: Klima-Bündnis Frankfurt

Projektpartner:innen: Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Förderinstitution: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)

Projektwebseitewww.klimaschutzplaner.de

Zusammenfassung:

Im Projekt „Klimaschutz-Planer - Kommunaler Planungsassistent für Energie und Klimaschutz“ wird ein standardisierter Instrumentensatz für Kommunen und Landkreise entwickelt, um diese in großem Maßstab zu motivieren, im Klimaschutz aktiv zu werden und sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten zu unterstützen. Das Tool umfasst die Module: Bilanzierung, Benchmark und Szenarienentwicklung. Letzteres wird von IdE und dem Planungsbüro Graw entwickelt mit den Bausteinen Ermittlung von Potenzialen und Abbildung von Szenarien, Entwicklung einer Maßnahmenmatrix und Ausweisung der regionalen Wertschöpfung beim Ausbau von EE im Strom- und Wärmemarkt sowie im Effizienzbereich.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

Nachhaltiger Konsum - Eine empirische Analyse der Determinanten und Wirkungen

Laufzeit
: August 2014 - November 2015

Projektkoordination: Universität Kassel, Empirische Wirtschaftsforschung (Prof. Dr. Andreas Ziegler)

Beteiligte Fachgebiete der Universität Kassel:

Agrar- und Lebensmittelmarketing (Prof. Dr. Ulrich Hamm)

Verkehrsplanung und Verkehrssysteme (Prof. Dr. Carsten Sommer)

Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt dezentrale Energiewirtschaft (Prof. Dr. Heike Wetzel)

Umwelt- und Verhaltensökonomik (Prof. Dr. Astrid Dannenberg)

Solar- und Anlagentechnik (Prof. Dr. Klaus Vajen)

Öffentliches Recht, insbesondere Umwelt- und Technikrecht (Prof. Dr. Alexander Roßnagel)

Förderinstitution: Zentrale Forschungsförderung der Universität Kassel

Zusammenfassung:

Der private Konsum von Gütern und Dienstleistungen ist für einen großen Teil von Umweltbelastungen verantwortlich. Das Ziel dieses Projektes ist es, die Bestimmungsgründe (wie z.B. Einstellungen und Motivationen) von nachhaltigem Konsumverhalten sowie mögliche Interaktionen mit der Angebotsseite in einer interdisziplinären Herangehensweise empirisch zu untersuchen. Darüber hinaus werden ökonomische, ökologische und soziale Wirkungen einer Verschiebung hin zu nachhaltigerem Konsum eruiert. Dabei werden die drei Konsumfelder Energieverbrauch im Haushalt, Mobilitätsverhalten und Lebensmittelkonsum in einer interdependenten, übergreifenden Betrachtungsweise beleuchtet. Diese Konsumfelder sind für zwei Drittel der Konsumausgaben verantwortlich und weisen gleichzeitig die stärksten Umweltbelastungen auf, so dass sie sowohl aus ökonomischer als auch aus Nachhaltigkeitssicht von größter Relevanz sind.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel
Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

LEADER - Aller-Leine-Tal

Laufzeit
: 2014 - 2020

Projektkoordination: Universität Kassel, Fachgebiet Mikroökonomik und empirische Energieökonomik

Projektpartner:innen: deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien

Förderinstitution: Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)/ LEADER

Zusammenfassung

Das Förderprogramm LEADER (frz. „liaison entre actions de développement de l'économie rurale“) der Europäischen Union und hat die Entwicklung ländlicher Räume durch Kooperation und Vernetzung zum Ziel. Nach dem LEADER-Ansatz des Landes Niedersachsen setzt die Region Aller-Leine-Tal - bestehend aus acht (Samt-)Gemeinden - das 2014 erarbeitete Regionale Entwicklungskonzept um.

Zentraler Entwicklungsansatz im Aller-Leine-Tal sind Aktivitäten zur 100 %-EnergieRegion+, die sich unter dem Motto "Hier fließt Energie", die sich auch im Handlungsfeld Klimaschutz konkretisieren. Die wesentlichen Inhalte der in 2012 erarbeiteten Studie "Auf dem Weg zur 100 %-EnergieRegion+" gilt es ebenfalls im Rahmen des Regionalmanagements umzusetzen. Modellhaft arbeitet die Region darauf hin, Erneuerbare Energie aus Fließgewässern, Erdwärme, Sonne und Wind zu erzeugen und zu speichern. Auch die Etablierung als Energiespar-Region und von Elektromobilität hat sich das Aller-Leine-Tal zum Ziel gesetzt. 

Ziel des Projektes ist die Umsetzung der regionalen Entwicklungsstrategie im Aller-Leine-Tal, wobei es die Klimaschutz-Projekte intensiv voranzutreiben gilt. Regionale Kompetenzen und Selbstorganisationsfähigkeit sollen gestärkt und lokale Kräfte gebündelt und aktiviert werden. Aufgaben sind außerdem die Fachberatung und Qualifizierung der steuernden lokalen Aktionsgruppen und der Projektgruppen in Fragen der Energiewende. 

Die Begleitung der LEADER-Region Aller-Leine-Tal erfolgt dabei in Zusammenarbeit mit KoRiS, dem Büro für Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung, welches das Regionalmanagement übernimmt.

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de

100%-Erneuerbare-Energie-Regionen

Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt 100% Erneuerbare-Energie-Regionen (100ee-Regionen) begleitete seit dem Jahr 2007 Kommunen und Regionen, die sich unter Einbeziehung von Effizienz und Einsparung zu 100 % aus erneuerbaren Energien versorgen wollen. In der ersten Projektphase standen die wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Analyse im Mittelpunkt. Ziel war es, erstmals einen Überblick über energieaktive Regionen in Deutschland zu gewinnen. Darauf aufbauend wurden die identifizierten Regionen in der zweiten Phase des Projektes in ein dauerhaftes Netzwerk eingebunden. Insbesondere der Austausch und das Voneinander-Lernen durch übertragbare Erfolgsbeispiele standen dabei im Vordergrund. Ein Kernstück des Projekts ist eine Karte, auf der das regionale Engagement zur nachhaltigen Umgestaltung der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien dokumentiert wird. Nach Ablauf der Projektförderung im Jahr 2014 besteht dieses nun als selbstragendes Netzwerk fort.

Projektwebseitewww.100-ee.de

Kontakt
Prof. Dr. Heike Wetzel 

Telefon: +49 561 804-7750
E-Mail: heike.wetzel[at]uni-kassel[dot]de