Sonderfonds Strukturelle Chancengleichheit
Bild: Fiona KörnerIm Sonderfonds "Strukturelle Chancengleichheit" stehen Mittel zu Verfügung, die von der Gleichstellungskommission der Universität Kassel [intern] in einem Wettbewerbsverfahren vergeben werden. Es werden Projekte finanziert, die in besonderer Weise geeignet sind, die Gleichstellungs- und Diversitystrukturen an der Universität Kassel nachhaltig zu verbessern.
Informationen zur Antragstellung
Alle Mitglieder der Hochschule sind berechtigt, einen Antrag zur Beteiligung am Wettbewerb zu stellen. Anträge von größeren Einheiten (Fachbereichen, Instituten, zentralen Einrichtungen) werden besonders begrüßt.
Die Anträge sollen in der Regel 10.000 Euro nicht überschreiten und einen Umfang von max. 10 Seiten haben. Anlagen und Anschauungsmaterialien können ergänzend beigefügt werden.
Die Regelförderdauer beträgt ein Jahr. In begründeten Ausnahmefällen können für Projekte mit einer für die Zielerreichung erforderlichen längeren Laufzeit auch Mittel oberhalb der Regelhöchstsumme und/oder eine verlängerte Laufzeit beantragt werden. Voraussetzung ist eine besondere inhaltliche Begründung, aus der die Notwendigkeit des erweiterten Finanzbedarfs und der längeren Laufzeit nachvollziehbar hervorgeht.
| Zeitraum | Maßnahme |
|---|---|
| Sommersemester | Ausschreibung des Wettbewerbs für den nächsten Durchgang |
| 30. September | Einreichungsfrist (per E-Mail an gleichstellung@uni-kassel.de) |
| 1. Sitzung der Gleichstellungskommission im Wintersemester | Beratung der Anträge durch die Gleichstellungskommission; Empfehlung an das Präsidium, ggf. mit Auflage zur Umsetzung |
| November/Dezember | Präsidiumsbeschluss zur Preisvergabe |
| Dezember/Januar | Information der Antragstellenden über das Ergebnis (mit Beschluss und Hinweis zur Mitteleinrichtung über die Finanzabteilung). Bei Ablehnung des Antrags kann im Folgejahr ein überarbeiteter Antrag eingereicht werden. |
| Nach Abschluss des Projekts | Bericht in der Gleichstellungskommission über Ergebnisse, Wirkung und Mittelverwendung |
Die Gleichstellungskommission kann ausgewählte Projektergebnisse im Rahmen der universitären Kommunikation öffentlich machen. Antragstellende erklären sich mit der Veröffentlichung von Projekttitel, Fachbereich und einer Kurzbeschreibung einverstanden.
Förderfähig sind insbesondere:
- Honorare für externe Referent*innen, Moderationen oder Gutachten
- Sachmittel mit direktem Projektbezug beispielsweise:
- Druck- und Publikationskosten
- Veranstaltungskosten
- Dienstreisen mit unmittelbarem Projektbezug
- Hilfskraftmittel
- Aufstockungen bestehender Beschäftigungsverhältnisse (s. u.)
Nicht förderfähig sind insbesondere:
- Die Finanzierung vollständiger Projektstellen
- Grundausstattung (z. B. Standardbüromaterial, reguläre IT-Ausstattung)
Personalmittel sind ausschließlich in Form von Aufstockungen bestehender Beschäftigungsverhältnisse förderfähig. Diese müssen im Antrag nachvollziehbar mit dem Projekt begründet werden; insbesondere ist darzulegen, welche konkreten Aufgaben im Rahmen des Projekts übernommen werden sollen und in welchem zeitlichen Umfang dies erforderlich ist. Die Finanzierung vollständiger (Projekt-)Stellen ist ausgeschlossen. Die befristungsrechtlichen Voraussetzungen sowie die konkrete Ausgestaltung der Beschäftigungsverhältnisse sind vor Antragstellung mit der Personalabteilung abzustimmen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Zulässigkeit von Vertragsänderungen und Aufstockungen.
Die Anträge sollen insbesondere folgende Aspekte adressieren:
- Zielsetzung des Projekts bezüglich der Verbesserung der strukturellen Chancengleichheit
- Analyse der Ausgangslage
- Anschlussfähigkeit an strategische Ziele der Universität (z. B. Entwicklungsplanung, Gleichstellungskonzept der Universität Kassel, Zielvereinbarungen, dezentrale Strukturpläne)
- Darstellung der geplanten Maßnahmen
- Beschreibung der Umsetzung (Verfahrensschritte, Zeitplan, Kosten)
- Benennung der verantwortlichen Personen sowie weiterer beteiligter Akteur*innen
- Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung von Gleichstellungsstrukturen im Fachbereich oder der Einrichtung
- Darstellung der vorgesehenen Evaluation
Neben inhaltlichen Kriterien werden folgende Kriterien berücksichtigt:
- Nachhaltigkeit und Verankerung im (Fach-)Bereich
- Originalität und Innovationskraft
- Relevanz für die Gleichstellungsziele des Bereichs und für die Profilbildung der Universität Kassel
- Berücksichtigung von Gleichstellungs- und Diversitätsaspekten im Rahmen der Strukturplanung
- Maßnahmen im Rahmen der dezentralen Gleichstellungskonzepte
- Intersektionale Perspektiven auf Gleichstellung und Antidiskriminierung (z.B. Wechselwirkungen von Geschlecht, Klasse, ethnischer Zuschreibung, Behinderung und weiteren Diversitätsdimensionen)
- Studienstruktur (z.B. Gender- und Diversity-Sensibilität in Studium und Lehre)
- Studium und Lehre (z.B. Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Studierenden, die in dem Studienfach unterrepräsentiert sind, Mentoring, Gender- und Diversity-Themen in der Lehre in den einzelnen Fachdisziplinen)
- Hochschule in der Region (z.B. Schnittstelle Schule – Hochschule)
- Geschlechter- und diversitätsdifferenzierte Statistiken sowie Evaluation
- Förderung des weiblichen wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses (z.B. Gleichstellungsorientierte Nachwuchsförderung, Karriere- und Personalentwicklung, Gleichstellung in der Alumniarbeit)
- Familienfreundliche Hochschule (z.B. Verbesserung der Situation von Hochschulangehörigen mit Kindern sowie Pflege von Angehörigen)
- Gleichstellungsorientierte Personalentwicklung in Wissenschaft und Verwaltung
- Diversity und Antidiskriminierung
Best-Practice-Beispiele bisher geförderter Projekte
Projekt "Kritische Perspektiven auf Evolutionstheorien"
Eine kritische Auseinandersetzung mit Themen Nature und Nurture, dem binären Geschlechtssystem und dem Einfluss von Heteronormativität in der Forschung.
Gleichstellungsperspektiven im Wissenschaftssystem der Universität Kassel
Entstanden ist ein multimedialer Wissenstransfer der Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Gleichstellungsconsulting", einem Kooperationsprojekt von Prof. Dr. Mechthild Bereswill und Dr. Sylke Ernst.
Broschüre "Gleichstellung als gemeinsamer Exkurs"
Video "Gleichstellungsperspektiven im Wissenschaftssystem der Universität Kassel"
Diversity Week am FB 02
Die Diversity Week wird im Wintersemester 2024/2025 fortgeführt. Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.
Professorin - Ich!? Ein Tag für Nachwuchswissenschaftlerinnen
Veranstaltungsankündigung Professorin - Ich!? Ein Tag für Nachwuchswissenschaftlerinnen
Projekt Schöne neue fremde Welt. Strukturelle Probleme von Bildungsaufsteigern im universitären Studium
Die Fragestellung des Projekts war, systematisch herauszufiltern, was die spezifischen Probleme von Studierenden mit unterschiedlichem Bildungshintergrund und sozialer Herkunft bei der Bewältigung des Studiums sind und wie der Fachbereich 05 reagieren kann, um eine Gleichstellung zu gewährleisten
Schöne neue fremde Welt (uni-kassel.de)
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Herausforderungen und Notwendigkeiten zum 3. Geschlechtseintrag
Das Projekt widmet sich der Arbeits- und Studiensituation von Personen an der Universität Kassel, die sich jenseits der zweigeschlechtlichen Ordnung positionieren. Ziel des Vorhabens ist es, den aktuellen Überlegungen und Forderungen zum ‚dritten Geschlechtseintrag‘ gerecht zu werden und das Diskriminierungspotential an der Universität Kassel abzubauen.
Bestandteile des Projekts waren:
- hochschulöffentlicher Vortrag mit Podiumsdiskussion am 6.2.2019
- Weiterbildungsworkshop für die Abteilungsleitungsrunde und Zentrale Einrichtungen der Universität, unter der Leitung des Kanzlers Dr. Fromm
- Juristisches Kurzgutachten von Dr. jur. Louis Kasten für die Universität Kassel
Bedeutung der ‚Dritten Option‘ in der Universität. Abbau von Diskriminierungen nicht-binärer und binärer inter-und transgeschlechtlicher Personen
Gender und Koedukation im Sportstudium
Fachdidaktische und fachwissenschaftliche Veranstaltungen zum Thema "Gender und Koedukation im Sport"
Gleichstellungspolitische Maßnahmen zur Leaky Pipeline
Forschungsprojekt "Leaky Pipeline am FB 05 und FB 14", in dem die Gründe des Drop-Outs von Nachwuchswissenschaftlerinnen beleuchtet und Unterstützungsbedarfe eruiert wurden. Basierend auf dem Forschungsprojekt wurde eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen publiziert und in einer Podiumsdiskussion die gleichstellungsstrukturellen Maßnahmen, die getroffenen werden müssen, um den "Drop-outs" von Frauen in der Promotionsphase entgegen zu wirken, unter Geschlechter- und Diversityperspektive diskutiert.
Broschüre Gleichstellungsstrukturelle Maßnahmen zur Leaky Pipeline
Veranstaltungsreihe „Languages and beyond versus hairless Chauvinism“
Programm
http://www.homeasdessert.com/
Workshops für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Kassel 2017 / 2018
www.uni-kassel.de/go/karriere-wissenschaftlerin
Die Workshopreihe wird regelmäßig durchgeführt.
Queer. Camp. Care. – Kasseler Campus CSD 2022 (wordpress.com)
des Queer*Referats der Uni Kassel
BPoC-Festival 2022
Unterstützung der Veranstaltung "Arbeit sichtbar machen" Fortbildung im Rahmen des 2. bundesweiten Netzwerktreffens FairNetztEuch!
Logoreihe



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