Wissenschaft sollte die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln, doch in vielen Fachbereichen sind Frauen trotz hoher Studentinnenzahlen in Professuren unterrepräsentiert und werden seltener zitiert. Das IFiF-Projekt Diversity-X setzt genau hier an und hat ein innovatives Tool entwickelt, das die Gender-Diversität, nationale Diversität und Aktualität von Zitationen messen kann.
Das Projekt soll verdeutlichen, warum Diversität in der Wissenschaft so wichtig ist und zeigt auf, dass Wissenschaftlerinnen in der Kommunikationswissenschaft zwar ähnlich häufig publizieren und auf Konferenzen präsent sind wie ihre männlichen Kollegen, aber seltener zitiert werden, weniger Follower:innen auf Social Media haben und seltener Forschungspreise erhalten.
Das im Projekt entwickelte Tool Diversity-X hilft, die Ungleichheiten bei Zitationen sichtbar zu machen, indem es anhand von Zitationsanalysen zeigt, wie divers ein Literaturverzeichnis wirklich ist.
Wenn Forschung gender-fair zitiert und rezipiert wird, trägt das dazu bei, unterschiedliche Perspektiven in die Forschung und damit in die Gesellschaft zu tragen. Ziel ist es, die Sichtbarkeits- und Zitations-Diversität der Kommunikationswissenschaft für wissenschaftliche Fachartikel, Konferenzen und für die Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien zu ermitteln. Das Tool wurde im Bereich der Kommunikationswissenschaften entwickelt, soll zukünftig jedoch auch in anderen Bereichen - insbesondere im Bereich der Psychologie - Anwendung finden.