Ak­tu­el­les

Zu­­kunfts­­zen­­trum für men­sch­zen­­trier­­te Küns­t­­li­che In­­­tel­­li­­genz (KI) in der Pro­­­duk­­ti­on­s­ar­beit

Der rasante digitale Wandel fordert den Mittelstand und seine Beschäftigten. Damit kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auch künftig anschlussfähig bleiben, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ein Förderprogramm für regionale Zukunftszentren KI (Künstliche Intelligenz) ins Leben gerufen. Ihr Fokus liegt auf der partizipativen und menschzentrierten Gestaltung, Einführung und Nutzung digitaler Technologien.

Die Universität Kassel baut mit dem Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) zusammen mit sechs weiteren Partnern im Rahmen des Förderprogramms des BMAS das regionale Zukunftszentrum für menschzentrierte KI in der Produktionsarbeit, „ZuKIPro“, in Hessen auf. Basierend auf der Analyse regionalspezifischer Unterstützungsbedarfe wird es künftig diverse Beratungsangebote und innovative Lehr- und Lernkonzepte zur Qualifizierung in den Themenbereichen Digitalisierung und KI anbieten. Von diesem kostenfreien Angebot sollen KMU des produzierenden Gewerbes und des Handwerks in Hessen sowie deren Beschäftigte langfristig profitieren und dazu befähigt werden, die Hürden der digitalen Transformation besser zu meistern.

Das ITeG-Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik baut im Rahmen des sogenannten Plattformmoduls schwerpunktmäßig ein Labor auf. Dort werden die Themen Digitalisierung und KI mit Demonstratoren und „Best-Practice“-Beispielen im Rahmen von Beratungs- und Lehr-Lernkonzepten vorgestellt und sind direkt erlebbar. Die ITeG-Fachgebiete Wirtschaftsinformatik und Kommunikationstechnik sind schwerpunktmäßig im KI-Einführungsmodul verankert, das einen niederschwelligen Zugang zum Thema schaffen soll. Hierzu werden KMU bei der partizipativen, co-kreativen Einführung und menschzentrierten Gestaltung von KI-Systemen unterstützt.

Regionale Expertise für hessischen Mittelstand

Mit dem Zukunftszentrum ZuKIPro wird ein praxisorientiertes Format für die Beratung, Qualifizierung, Erprobung und Diffusion von digitalen Technologien geschaffen. Es soll eine partizipative Arbeits- und Technologiegestaltung fördern und KMU dazu befähigen, die Potenziale digitaler Technologien in Arbeits- und Geschäftsprozessen zu erschließen. Zudem soll das ZuKIPro als neutrale Anlauf- und Transferstelle für KMU, Förderer, Technologieanbieter und Sozialpartner fungieren. Um ein regional bzw. lokal optimiertes Angebot bereitzustellen, werden insgesamt drei Geschäftsstellen eingerichtet. Diese stellen das Angebot und die Kompetenzen der beteiligten Projektpartner gebündelt in den einzelnen Landesteilen bereit: Für Nordhessen in Kassel, darüber hinaus auch in Frankfurt a. M. und in Darmstadt.

Sieben Projektpartner mit einem gemeinsamen Ziel

Das gesamte Konsortium hinter dem Zukunftszentrum ZuKIPro umfasst wissenschaftliche Forschungsinstitute, Kammern, Verbände und Gesellschaften, die gemeinsam mit einem Netzwerk aus assoziierten Partnern das Ziel verfolgen, die digitale Erschließung mit dem Fokus auf KI im Mittelstand voranzutreiben:

  • Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen – Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement (Koordinator) und Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren
  • Universität Kassel – Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnikgestaltung (ITeG) mit den Fachgebieten Mensch-Maschine-Systemtechnik, Wirtschaftsinformatik und Kommunikationstechnik
  • Deutsches Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) – Forschungsgruppe Smart Service Engineering
  • Technische Universität Darmstadt – Institut für Arbeitswissenschaft
  • Institut für Technologie und Arbeit e. V.
  • IHK Kassel-Marburg und IHK Hessen-Innovativ
  • Regionalmanagement Nordhessen GmbH

Die Strategie des Zukunftszentrums ZuKIPro ist es, ein großes Hessen-weites Netzwerk mit Partnern aus lokalen, regionalen und überregionalen Organisationen, Initiativen und Verbänden aufzustellen und zugänglich zu machen. Insbesondere die Kombination aus technologischer, arbeitswissenschaftlicher und sozialpolitischer Expertise und Erfahrung im Transfer zeichnet das einzigartige Netzwerk in Hessen aus. Durch die überregionale Projektbesetzung mit Partnern aus NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wird zudem eine enge Vernetzung mit den weiteren Zukunftszentren angestrebt, um Synergien zu nutzen und das Angebot stetig weiterzuentwickeln.

In der aktuellen Förderphase läuft das Zukunftszentrum bis Ende 2022. Anschließend ist geplant, das Projekt bis 2027 fortzuführen. Das kostenfreie Angebot von ZuKIPro steht interessierten Unternehmen im Laufe des dritten Quartals dieses Jahres zur Verfügung.

Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik sucht zur Verstärkung noch Wissenschaftliche Mitarbeitende für das Projekt ZuKIPro.

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen


CCG-Se­mi­nar "Ro­bo­te­ras­sis­tenz in der Pro­duk­ti­on" in Kas­sel (30. Sep­tem­ber bis 1. Ok­to­ber 2020)

Während Industrieroboter in der Massenfertigung seit langem etabliert sind, rücken derzeit mobile Serviceroboter für Inspektions- und Wartungsaufgaben sowie Robotertechnik, die eine direkte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der Produktion ermöglicht, in Industrie und Forschung immer mehr in den Fokus.

Dieses Seminar widmet sich den konzeptionellen und technischen Grundlagen, Interaktionsprinzipien wie Teleoperation, leitende Kontrolle sowie Kollaboration, der Arbeitsplatzanalyse, Visualisierung, Steuerung sowie Simulation und greift die Veränderungen bei Programmierung und Sicherheit auch anhand von Demonstratoren praktisch auf.

Information und Anmeldung


CCG-Se­mi­nar "Ein­füh­rung in die NAO-Ro­bo­ter­pro­gram­mie­rung" in Kas­sel (29. Sep­tem­ber 2020)

Während Industrieroboter in der Massenfertigung seit langem etabliert sind, rücken derzeit humanoide Roboter, die eine direkte Interaktion von Mensch und Maschine ermöglichen, immer mehr in den Fokus, z. B. .am Hotelempfang, zur Unterhaltung, im Haushalt oder auch bei Wettbewerben wie dem RoboCup.
In diesem Seminar werden humanoide Nao-Roboter von Aldebaran Robotics eingesetzt, die ca. 58 cm groß und 5,2 kg schwer sind. Sie verfügen über einen Intel-Atom-Prozessor, zwei Kameras, vier Ultraschallsensoren, Trägheits- und Drucksensoren sowie WiFi und sind u. a. mit C++, Python, und Java programmierbar. Einen leichten Einstieg in die Roboterprogrammierung bietet außerdem die Programmierumgebung Choregraph.
Dieses Seminar widmet sich den Grundlagen der NAO-Roboterprogram-mierung und stellt grundlegende Programmierkonzepte vor. In Praxisteilen mit simulierten und realen Robotern werden diese Grundlagen durch angeleitete Übungen vertieft.

Information und Anmeldung


Best Pa­per Award bei Fach­ta­gung für Bil­dungs­tech­no­lo­gi­en der Ge­sell­schaft für In­for­ma­tik

Auf 18. Fachtagung für Bildungstechnologien der Gesellschaft für Informatik (DELFI) 2020 wurde der Langbeitrag des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik "Evaluation einer Augmented-Reality-Anleitung für eine komplexe Montageaufgabe - Vergleich einer Smartphone-basierten Augmented-Reality-Anleitung mit einer klassischen Papieranleitung für die Anlernphase in der manuellen Montage" von Johannes Funk und Ludger Schmidt mit dem "Best Paper Award" ausgezeichnet. Von insgesamt 85 Einreichungen wurden 13 als Langbeitrag auf der DELFI-Konferenz vorgestellt, die vom 14.-18. September 2020 zusammen mit der 15. European Conference on Technology-Enhanced Learning (EC-TEL) rein digital stattfand.

Der Beitrag des Fachgebiets vergleicht den Einsatz einer Augmented-Reality-(AR)-Anleitung mit einer in der manuellen Montage üblichen Papieranleitung anhand eines realen Anwendungsfalls. Für die selbst erstellte AR-Anleitung kam ein herkömmliches Smartphone zum Einsatz, auf dem das Kamerabild mit virtuellen Objekten ergänzt wurde. In einer Untersuchung wurde dann geprüft, ob sich die Anleitungsart auf die Montagezeit, die Anzahl der Fehler, die Gebrauchstauglichkeit und die Beanspruchung der Mitarbeiter auswirkt. Eine Besonderheit der Studie lag darin, dass diese mit 16 Auszubildenden zum Industriemechaniker, die Vorerfahrungen in der manuellen Montage komplexer Baugruppen hatten, an einem realen Arbeitsplatz für die Montage von Notgriffen zur Türentriegelung in Schienenfahrzeugen durchgeführt wurde. Nachdem die AR-Gruppe zu Beginn langsamer montierte als die Papier-Gruppe, war diese im fünften Durchgang signifikant schneller. Die vergleichbare Fehleranzahl, Gebrauchstauglichkeit und Beanspruchung machen einfache AR-Anwendungen mit Smartphones besonders durch den leichten Einstieg und die geringen Kosten interessant für die Wissensvermittlung in der manuellen Montage.

Konferenz-Website


Hil­­fe für die Di­gi­­ta­­li­­sie­­rung des Han­d­werks

Handwerkszeug ist heutzutage mehr als Kelle und Schraubenzieher - Wissenschaftler der Uni Kassel haben eine Lehr- und Lernplattform entwickelt, die dem Handwerk bei der Digitalisierung hilft. Dazu gehören auch neue Schulungsformate, beispielsweise mit der Anwendung von Virtual Reality im Handwerk.

Wissenschaftler um Prof. Dr. Patrick Spieth entwickelten im Rahmen des Projekts "FachWerk" Zukunftsszenarien und leiteten daraus die Auswirkungen von technologischen Megatrends auf das Handwerk ab. Eine Plattform, die vom Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt zusammen mit den Praxispartnern im Projekt entwickelt wurde, gibt Hilfestellung für die Einführung digitaler Technologien wie beim Dokumentenmanagement in Geschäftsprozessen oder Einsatz von Drohnen unter Berücksichtigung des Datenschutzes. Zudem stellt das Projekt neue Schulungsformate für Handwerkerinnen und Handwerker, etwa unter Einsatz Virtueller oder Erweiterter Realität bereit, die im Projekt erprobt wurden. Die Plattform wird Handwerks-Betrieben in Nordhessen über das Berufsförderungswerk des Handwerks zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr als 1,3 Mio. Euro gefördert. Beteiligt waren neben dem Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik auch das Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship der Universität Kassel, das Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover, das Berufsförderungswerk des Handwerks gGmbH in Korbach, die Firmen Gringel Bau + Plan GmbH in Schwalmstadt sowie Hübschmann Aufzüge GmbH & Co KG in Korbach, die Agentur für Arbeit Korbach und die Handwerkskammer Kassel.

Lehr- und Lernplattform beim Berufsförderungswerk des Handwerks

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen


BMBF-In­ter­view zur For­schung in Zei­ten von Co­ro­na: Mit Ab­stand die si­chers­te Ver­bin­dung

Der Kampf gegen das neue Coronavirus bestimmt in Deutschland bereits seit Wochen das private und das öffentliche Leben. Kontaktverbote und Abstandsregelungen haben dazu geführt, dass wir heute nicht mehr so miteinander interagieren können wie es noch vor kurzem völlig üblich war. Nun, da wir uns seltener persönlich treffen können, gewinnen digitale Technologien an Bedeutung und spenden ein Stück weit Normalität – vor allem was die Kommunikation untereinander betrifft.

Doch auch abseits von Telefonie und Videokonferenzen zeigt sich im Moment, wie sinnvoll interaktive Technologien uns während der anhaltenden Pandemie unterstützen können – entweder, weil sie Risiken minimieren und uns im Alltag vor einer Ansteckung schützen oder weil sie uns durch intelligente Konzepte unterstützen und unser Leben dadurch insgesamt vereinfachen. Dem gehen Forschungsprojekte in der Mensch-Technik-Interaktion nach.

Im Projekt U-hoch-3 entwickeln Forschende ein Assistenzsystem, das unter anderem die Auslastung in verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln ermitteln soll. Eine Funktionalität, die in der aktuellen Zeit dabei helfen könnte, Fahrten in überfüllten Wagen zu vermeiden und somit sicherer zu reisen. Prof. Dr. Ludger Schmidt ist Projektkoordinator und erklärt im Interview wie das System funktioniert.

Interview auf "Interaktive Technologien"

 


Ein­la­dung zur Teil­nah­me an Fo­kus­grup­pen

Wollen Sie den öffentlichen Personennahverkehr Kassels mitgestalten?
Nehmen Sie an unseren moderierten Gruppendiskussionen teil und lassen Sie uns gemeinsam Ideen zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Kassel entwickeln.
Die Fokusgruppen-Workshops finden online statt, und es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Zur Teilnahme benötigen Sie lediglich einen PC mit Internetzugang sowie ein Festnetz- oder Mobiltelefon. 
Melden Sie sich hier online an: https://uni-kassel.de/go/u-hoch-3
Oder rufen Sie uns gerne persönlich an unter: 0561 804 7083

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen


Hes­­sens Di­gi­­tal­­mi­­nis­­te­­rin Si­­ne­­mus be­­sucht ITeG

Das Land Hessen will zur Digitalisierung ein hessenweites Kompetenzzentrum einrichten. Am 5.2. besuchte Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus das ITeG der Uni Kassel, um zu erörtern, wie das ITeG seine Kompetenzen in das geplante Zentrum einbringen kann.
Wie lässt sich Digitalisierung so gestalten, dass sie unserer Gesellschaft nützt und sie nicht gefährdet? Dazu hat das Wissenschaftliche Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung der Universität Kassel, das ITeG, eine 15-jährige Expertise.
Für diese Expertise sprechen u. a. eindrucksvolle Drittmittelzahlen: Allein im Jahr 2018 wurden über 4,5 Mio. Euro am ITeG umgesetzt. Die Mitglieder sind in Sachverständigenkommissionen und Expertenräten auf Bundesebene gefragte Ansprechpersonen und Ratgeber für die Politik. Regelmäßig sind die ITeG-Expertinnen und -Experten in den Medien präsent, wie Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey bei der Begrüßung betonte.
In ausführlichen Gesprächen ließ sich Prof. Sinemus das ITeG vorstellen. Gemeinsam erörterte man, in welcher Form das ITeG seine Kompetenzen zur verantwortungsbewussten Gestaltung der digitalen Transformation in ein geplantes hessenweites Zentrum einbringen kann. 


Flie­­sen­­le­­gen in der vir­­tu­el­­len Re­a­­li­­tät

Bis vor wenigen Jahren noch ein teures Nischenprodukt, haben Virtual-Reality-Brillen mittlerweile weite Verbreitung gefunden. „Schon für weniger als 50 Euro lassen sich Halterungen erwerben, in die sich ein normales Smartphone einsetzen lässt und die damit zu einer echten Virtual-Reality-Brille werden“, schildert Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt. Zusammen mit einem Team von Mitarbeitern aus seinem Fachgebiet „Mensch-Maschine-Systemtechnik“ hat er eine Anwendung für diese Art von Brillen entwickelt, die künftig bei der Ausbildung von Handwerkern helfen soll.

„Für unsere Studie haben wir ein 3D-360°-Lernvideo gedreht, in dem die Erstellung eines Küchenfliesenspiegels demonstriert wird“, erklärt Johannes Funk, der die Umsetzung des Projekts im Arbeitsbereich von Prof. Schmidt maßgeblich betreut hat. Dieses 3D-360°-Lernvideo wurde dann mit einer interaktiven Blicksteuerung so aufbereitet, dass es auf einem handelsüblichen Smartphone läuft und mit einer entsprechenden Brillenhalterung betrachtet werden kann. „Anschließend haben wir 20 Auszubildende in zwei Gruppen geteilt – während die eine Gruppe das 3D-360°-Video nutzte, hat die andere Gruppe ein herkömmliches Lernvideo auf dem Laptop zu sehen bekommen“, schildert Funk. Nach dem Training konnten beide Gruppen auf einer Lehrbaustelle in etwa gleich gut einen Fliesenspiegel herstellen, wie es unabhängige Bewerter beurteilten. „Allerdings zeigte sich bei den Teilnehmern aus der Virtual-Reality-Gruppe eine wesentlich höhere Motivation“, berichtet Funk. „Gleichzeitig war der Ablenkungsfaktor in dieser Gruppe aber auch deutlich höher – das liegt möglicherweise am Reiz des neuen Mediums“, mutmaßt Funk.

„Mit dem Projekt konnten wir zeigen, dass sich für den Einsatz von Virtual Reality auch bei der Ausbildung von Handwerkern interessante Nutzungsmöglichkeiten ergeben“, schlussfolgert Prof. Schmidt. „Digitalisierung wird auch für das Handwerk immer wichtiger werden – mit dieser Form von Anwendung können wir künftige Experten auf sinnvolle Art mit der Technik vertraut machen“, ist sich Prof. Schmidt sicher.

Der Arbeitskreis „VR/AR-Learning“ der Gesellschaft für Informatik war von der Studie ebenfalls beeindruckt und prämierte das Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband der deutschen Wissenschaft im Wettbewerb „Gelungene VR/AR-Lernszenarien“ mit einer Sonderauszeichnung in der Kategorie „Interaktive 360°-Videos“ und stellte sie nun als Projekt des Monats vor.

Bericht in ZDF heute

Interview in der Frankfurter Rundschau

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen


PRINT-Work­shop auf der IN­FOR­MA­TIK 2019 in Kas­sel (24. Sep­tem­ber 2019)

In dem Workshop "Praktische Ansätze zur ELSI-Integration in Technologieprojekte (PRINT)" wird es darum gehen, wie ethische, rechtliche und soziale Implikationen (ELSI) in Technologieprojekte integriert werden können. Ziel ist es, eine aktuelle Übersicht zu Integrationsstrategien, -methoden und  -erfahrungen hinsichtlich der ELSI-Thematik insbesondere in Verbundprojekten zu bekommen. Anhand von praxisnahen Vorträgen sollen gemeinsame aktuelle Herausforderungen der integrierten Forschung identifiziert und Lösungswege aufgezeigt werden. Der Workshop leistet damit einen Beitrag dazu, den Methodenkoffer der integrierten Forschung zu füllen. Im Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) haben die Fachgebiete Mensch-Maschine-Systemtechnik, Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht sowie Wirtschaftsinformatik die Organisation des Workshops übernommen.

Aufruf zur Beitragseinreichung

Weitere Informationen zum Workshop

Anmeldung zur Konferenz


CCG-Se­mi­nar "Al­ters­ge­rech­te As­sis­tenz­sys­te­me" in Kas­sel (17. bis 19. Sep­tem­ber 2019)

Ein Lösungsansatz dem demografischen Wandel zu begegnen ist die Entwicklung Altersgerechter Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben (AAL). In diesem Seminar sollen Berufstätige entweder aus dem sozialen oder technischen Bereich über AAL informiert und in die Lage versetzt werden, bedürfnisgerecht mögliche Nutzer über diese zu beraten, sie anzubieten und einzusetzen, da diese Berufsbereiche zukünftig damit konfrontiert sein werden. Es wird der didaktische Ansatz des Tandemlernens aufgegriffen, bei dem die Teilnehmer sich gegenseitig im Lernprozess unterstützen.

Weitere Information zum Seminar

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen


Hes­si­scher Di­gi­tal­staats­se­kre­tär be­sucht Uni­ver­si­tät Kas­sel

Im Rahmen seiner Sommerreise hat der hessische Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt die Universität Kassel besucht, um sich über Möglichkeiten digitalisierter Prozesse in der Industrie zu informieren. Neben einer Besichtigung der Modellfabrik "μPlant" kam er mit dem Präsidenten der Universität und mit dem ITeG-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt (Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik) sowie Prof. Peter Dräxler (Leiter IT-Servicezentrum der Universität) ins Gespräch.

„Am Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung befassen sich Kasseler Forscherinnen und Forscher seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich Informationstechnik verantwortungsvoll im gesellschaftlichen Interesse so gestalten lässt, dass ihr Innovationspotenzial genutzt, aber auch ihre Risiken erkannt und vermieden werden,“ so Burghardt. Der Fokus der ITeG-Forschungsaktivitäten liegt auf der interdisziplinären Gestaltung gesellschaftlich wünschenswerter Informations- und Kommunikationstechnik aus der sozio-technischen Perspektive. Mit der Bündelung von Kompetenzen aus Informatik, Ergonomie, Technikrecht, Wirtschaftsinformatik, Gender- und Diversitätsforschung, Soziologie und Wirtschaftspsychologie ist das ITeG ein auf die nachhaltige Stärkung des Forschungsprofils der Universität Kassel ausgerichteter interdisziplinärer Forschungsverbund. Eingebettet sind diese Aktivitäten in eine Digitalisierungsstrategie der Hochschule, bei der digitaler Infrastrukturen und Informationsmanagement für Forschung, Lehre und Verwaltung vorangetrieben werden.

Die Universität Kassel ist auf dem Gebiet der Digitalisierung, Informationstechnologie und KI besonders breit und interdisziplinär aufgestellt. Das gilt für die Forschung ebenso wie für die Lehre und die Verwaltung. „Wir verfügen an der Universität Kassel über hessenweit einmalige Kompetenzen, wenn es darum geht, die Themen Informationstechnologie und KI interdisziplinär und umfassend gesellschaftlich einzuordnen, Risiken beim Datenschutz zu bewerten und sozial verträgliche Lösungen für die Arbeitswelt und die private Nutzung zu erarbeiten“, sagte Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey.

Pressemitteilung der Universität

Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei


As­­sis­­ten­z­­sys­­tem soll öf­­f­en­t­­li­chen Nah­­ver­­kehr at­­trak­­ti­­ver ma­chen - ein­jäh­­ri­­ger Fel­d­­test in Kas­­sel ge­­plant

An der Universität Kassel wurde heute (12. Juli) der Auftakt für die Entwicklung eines Assistenzsystems für den öffentlichen Nahverkehr gegeben und ein Mobilitäts- und Simulationslabor vorgestellt. Ein Forschungskonsortium entwickelt und erprobt in den kommenden vier Jahren ein digitales System, das unter anderem Informationen über den Belegungszustand von Bussen und Straßenbahnen bereitstellen, die Anschlusssicherheit beim Umsteigen verbessern und mit einem Lieferdienst die separate Beförderung von Einkäufen und Gepäck ermöglichen soll.

Wer kennt das nicht: Mit schweren Einkäufen von der Straßenbahn zur Bushaltestelle hetzen, aber der Anschlussbus ist gerade weg, der nächste Bus überfüllt. Damit die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs kundenfreundlicher wird, arbeiten die Partner in dem Projekt U-hoch-3 („Unbeschwert urban unterwegs“) an einem informationstechnischenAssistenzsystem zum Abbau von Nutzungsbarrieren. „Wir haben ein Assistenzsystem konzipiert, das Fahrgäste bedarfsgerecht entlang ihrer Reisekette unterstützt. Zusätzlich zur intermodalen Reiseplanung bietet es einen innovativen innerstädtischen Lieferdienst, der mit Gepäckabgabe, Transport und Zustellung die gesamte Lieferkette abdeckt und damit das Einkaufen ohne Auto erleichtert“, so Koordinator Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt. „Statt Kleintransportern sollen dabei auch Lastenräder zum Einsatz kommen. Wenn außerdem öffentliche Verkehrsmittel attraktiver werden und dadurch Autofahrer auf Bus und Bahn umsteigen, reduziert dies zusätzlich die Schadstoff- und CO2-Emissionen in der Stadt und verbessert die Lebensqualität im urbanen Raum. Zwei Drittel der zurückgelegten Wege in Städten entfallen auf Freizeitaktivitäten, Einkauf und private Erledigungen.“

Getestet werden zunächst prototypisch entwickelte Komponenten des Assistenzsystems im Labor des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik mit Hilfe einer CAVE, also einer Simulationsumgebung, die mit drei Projektionsleinwänden einen Ort wie eine Haltestelle oder einen Bahnhof virtuell nachbildet. Dort kann u. a. ein Straßenbahnsimulator platziert werden und sich ein Fußgänger auf einem Laufeingabegerät bewegen. Darüber hinaus soll auch eine Verkehrsleitstelle aufgebaut und der Einsatz von Lieferrobotern untersucht werden. Gemeinsam mit den Projektpartnern wird das System dann realisiert. In einem einjährigen Feldtest in Kassel wird praktisch erprobt und wissenschaftlich evaluiert, wie der Belegungszustand von öffentlichen Verkehrsmitteln erfasst und in Echtzeit bereitgestellt werden kann. Ziel ist es, Fahrgästen zu ermöglichen, in ihrer Reiseplanung flexibel auf den Belegungszustand reagieren zu können. Zudem wird ein Konzept zur Anschlusssicherung erprobt. Dabei soll der Kunde seinen Anschlusswunsch signalisieren können, so dass Verkehrsdienstleister den Anschluss sicherstellen und verlässliche Informationen dazu bereitstellen können.

Nach einer ersten Konzeptentwicklungsphase, an der auch schon das Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme von Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer beteiligt war, und einem mehrstufigen Auswahlprozess im Rahmen des Förderschwerpunktes „Individuelle und adaptive Technologien für eine vernetzte Mobilität“ des BMBF-Forschungsprogramms zur Mensch-Technik-Interaktion wurde nun auch die zweite Förderphase zur Umsetzung des Projektes bewilligt. Das Projekt hat insgesamt eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Volumen von gut 6,6 Mio. Euro. Prof. Dr. Arno Ehresmann, Vizepräsident Forschung der Universität Kassel: „Der positive Bescheid für die zweite Förderphase belegt eindrücklich die Qualität der bislang geleisteten wissenschaftlichen Arbeit. Wir freuen uns sehr, dass mit dem Projekt ein innovatives Labor für öffentliche Mobilität und urbane Logistik in Kassel entsteht, mit dem zahlreiche Projektpartner überregional vernetzt werden und für das die Universität mit gut 2,4 Mio. Euro gefördert wird.“

Als Forschungs- und Entwicklungspartner sind DHL (Bonn/Kassel), INIT Innovative Informatikanwendungen in Transport-, Verkehrs- und Leitsystemen (Karlsruhe) und IVU Traffic Technologies (Aachen/Berlin) am Projekt beteiligt. Anwendungspartner sind die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft und der Nordhessische Verkehrsverbund (Kassel). Neben dem Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik als Gesamtprojektkoordinator und dem Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme ist von Seiten der Universität Kassel auch das Fachgebiet Öffentliches Recht, IT-Recht und Umweltrecht (Prof. Dr. Gerrit Hornung) dabei. Als assoziierte Partner beteiligen sich der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, die Stadt Kassel, das Netzwerk der nordhessischen Mobilitätswirtschaft MoWiN.net sowie Kasseler Einzelhandelsvereine und Betreiber von Einkaufszentren und Parkhäusern.

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Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen

Bericht in der Hessenschau (ab 17:48)


Uni-Kas­sel-Er­folg beim stu­den­ti­schen Ide­en­wett­be­werb „Sou­ve­rän in die di­gi­ta­le Zu­kunf­t“

Wie wird es sein, wenn wir 24 Stunden am Tag mit digitalen Technologien vernetzt sind? Wie kann Technik unsere Zukunft dabei positiv gestalten? Das Bundesministerium für Bildung und Forschung suchte kreative Ideen rund um die Mensch-Technik-Interaktion von morgen. Aus über 40 Einreichungen mit vielen innovativen und kreativen Technikvisionen hatte die Jury fünf Teams ausgewählt.

Mit dem Beitrag „TranslAid“ war darunter auch ein interdisziplinäres Team von Studierenden des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik (Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt) und des Schwerpunkts Film und Fernsehen (Prof. Yana Drouz) der Kunsthochschule in der Universität Kassel, bestehend aus Anthony Borgan, Christian Engel, Victoria Koberstein, Philipp Krause und Niklas Seehausen. Das Team präsentierte am 21. Mai 2019 auf dem Zukunftskongress 2019 in Bonn sein Konzept einer simultan übersetzenden Datenbrille.

Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek begrüßte die fünf nominierten Teams persönlich und sagte bei der Kongresseröffnung: „Ich freue mich besonders, dass sich so viele Studierende für unseren Ideenwettbewerb „Souverän in die digitale Zukunft“ interessiert haben. Ihre spannenden Beiträge und kreativen Visionen sind es, die unsere Gesellschaft braucht. Ich drücke Ihnen die Daumen für die Preisverleihung!“. Das Voting der über 560 anwesenden Kongressgäste entschied dann über die finalen Gewinner. Nur 0,5 % der abgegebenen Stimmen lagen am Ende zwischen dem ersten und dritten Platz, mit dem das Kasseler Team erfolgreich war.

Die Aufgabe des Ideenwettbewerbs bestand darin, eine besondere Herausforderung für die Mensch-Technik-Interaktion in der Zukunft zu identifizieren und hierfür eine visionäre Lösung zu entwickeln. Diese Idee sollte aus einem spezifischen technologischen Produkt oder einer damit zusammenhängenden Dienstleistung bestehen. Eingereicht wurden sowohl kurze Ideenpapiere als auch ein Video-Clip zur Visualisierung der Kreatividee, die auch als Impulse für die zukünftige Forschungsförderung genutzt werden sollen.

Darüber hinaus bestand auf der Veranstaltung eine gute Gelegenheit, Vorträge und Diskussionen im Podium über die Zukunft in einer digitalisierten Welt anzuhören. Schwerpunktmäßig wurden Systeme beleuchtet, die auf virtueller oder erweiterter Realität (VR oder AR) basieren.

Video des Uni-Kassel-Beitrags

Weitere Informationen über den Ideenwettbewerb, alle Ideenpapiere und Videos


Fach­ge­biet beim 4. BMBF-Zu­kunfts­kon­gress (21. bis 22. Mai 2019)

Die zunehmende Digitalisierung und Virtualisierung stellt uns in vielen Lebensbereichen vor große Herausforderungen. Wie sich unsere Zukunft gestaltet hängt auch davon ab, wie wir mit neuen Technologien im Alltag interagieren. Was leistet die Forschung zur Mensch-Technik-Interaktion, um darauf positiv einzuwirken? Der Zukunftskongress 2019 widmet sich dem Thema „Souverän in die digitale Zukunft“. Am 21. und 22. Mai 2019 stehen in Bonn der Mensch im digitalen Wandel und sein künftiger Umgang mit der Technik im Mittelpunkt. Schwerpunktmäßig werden Systeme beleuchtet, die auf virtueller oder erweiterter Realität (VR oder AR) basieren.

Ein Team von Studierenden des Fachgebiets und der Kunsthochschule, bestehend aus Anthony Borgan, Christian Engel, Victoria Koberstein, Philipp Krause und Niklas Seehausen, wurde mit dem Beitrag "TranslAid" von der Jury aus über 40 Einreichungen des studentischen Ideenwettbewerbs für die Shortlist der besten Fünf ausgewählt. Das Team präsentiert am ersten Tag sein Video und Konzept einer simultan übersetzenden Datenbrille, bevor ein Voting der Kongressgäste über den finalen Gewinner des Wettbewerbs entscheidet.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt ist am zweiten Tag eingeladen, im Rahmen des Sessionblocks "Die Technik im Mittelpunkt der Forschung" mit einem Vortrag unter dem Titel "Assistenzsystem zum Abbau von Nutzungsbarrieren öffentlicher Verkehrsmittel" das Projekt U-hoch-3 erstmals öffentlich vorzustellen, das als eines von fünf Forschungsprojekten zu individuellen und adaptiven Technologien für eine vernetzte Mobilität zur Förderung der vierjährigen zweiten Phase ausgewählt wurde.

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3D-360°-Video


Vor­trag beim 4. In­no­va­ti­ons­früh­stück Nord­hes­sen „Uni trifft Wirt­schaft"

Die IHK Kassel-Marburg und die Science Park Kassel GmbH laden Sie herzlich ein zum 4. Innovationsfrühstück Nordhessen „Uni trifft Wirtschaft“ am 12. April 2019 um 08:30 Uhr im Science Park Kassel. Diskutieren Sie mit uns ein hochaktuelles Thema für die Innovationskraft Nordhessens: Gestaltung technikgestützter Assistenzsysteme für den Menschen – Industrie 4.0, Robotik, Augmented Reality.

Mensch-Roboter-Kollaboration und Augmented-Reality-Datenbrillen sind im Kontext von Industrie 4.0 diskutierte technologische Innovationen. Sie verändern die Arbeitswelt der Zukunft. Welche neuen Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich für den Einsatz und die Entlastung des Menschen in der Produktion? Wie wird das Lernen von sich kontinuierlich ändernden Arbeitsprozessen unterstützt? Welches sind die Auswirkungen dieser Möglichkeiten auf die Produktivität des Arbeitssystems und die Beanspruchung des Menschen? Im Vortrag von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt, Fachgebietsleiter Mensch-Maschine-Systemtechnik an der Universität Kassel, wird der konkrete Einsatz dieser technikgestützten Assistenzsysteme in einem Laboraufbau vorgestellt. Der Aufbau wurde anhand eines realen manuellen Montagearbeitsplatzes eines Nordhessischen Unternehmens entwickelt. Ausgewählte aktuelle Forschungsergebnisse illustrieren den Nutzen dieser Ansätze zur Arbeitsgestaltung.

Die Seite der Wirtschaft Nordhessens wird von Herrn Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, Vizepräsident der IHK Kassel-Marburg, vertreten, der das Innovationsfrühstück auch moderieren wird. Ganz besonders freuen wir uns wieder auf den anschließenden Wissenschaft-Praxis-Dialog mit Ihnen.

Einladung

Anmeldung

Interview im Science-Park-Newsletter

Bericht in Wirtschaft Nordhessen


Er­öff­nungs­fest­vor­trag bei "Zu­kunft der Ar­beit – 70 Jah­re RE­FA Hes­sen"

Im November 1948 wurde der REFA Landesverband Hessen e. V. gegründet. REFA Hessen unterstützt seit nunmehr 70 Jahren die Mitarbeiter der Hessischen Wirtschaft in Fragen zur „Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zur Humanisierung der Arbeit“ durch passgenaue Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. An diesem Tag wollen wir keinen Blick zurück richten, denn der hessischen Wirtschaft geht es auch Dank REFA gut. Wir wollen aber einen Blick in die Zukunft richten, damit es auch in Zukunft so bleibt. Am 29.03.2019 hält Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt aus diesem Anlass einen Festvortrag zum Thema "Mensch-Roboter-Zusammenarbeit und Assistenz mit erweiterter Realität".

Bericht bei REFA


Smar­t­­pho­­ne-As­­sis­­tent für den Nah­­ver­­kehr: Teil­­neh­­mer an Um­­fra­­ge ge­­sucht

Die Uni Kassel, die KVG und der NVV bitten Nahverkehrskundinnen und -kunden um Teilnahme an einer Umfrage. Die Ergebnisse helfen, ein Smartphone-gestütztes Assistenzsystem zu entwickeln, das beispielsweise das Umsteigen oder den Transport von Einkäufen erleichtern soll. Das Formular findet sich unter der Adresse www.uni-kassel.de/go/u-hoch-3. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa 15 Minuten. Sie betreffen beispielsweise den Umfang, in dem der Öffentliche Nahverkehr genutzt wird.

Im Projekt U-hoch-3 konzipiert die Universität Kassel (Fachgebiete Mensch-Maschine-Systemtechnik sowie Verkehrsplanung und Verkehrssysteme) gemeinsam mit der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) ein Smartphone-gestütztes Assistenzsystem für den Öffentlichen Nahverkehr. Es soll nicht nur die Reiseplanung erleichtern, sondern auch einen innovativen innerstädtischen Lieferdienst enthalten, der mit Gepäckabgabe, Transport und Zustellung die gesamte Lieferkette abdeckt und damit das Einkaufen ohne Auto erleichtert. Dabei evaluieren die Forscher zunächst, wie sich der Belegungszustand von Fahrzeugen erfassen und übermitteln lassen kann. Zudem entwickeln sie ein Konzept zum verlässlichen Umsteigen. Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium.

Weitere Informationen


Mi­nis­ter­prä­si­dent Bouf­fier be­sucht Ro­bo­tik­la­bor

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute (3. August) im Rahmen seiner Sommerreise „Hessen hat Zukunft“ das Robotiklabor des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel besucht.

Der Regierungschef äußerte sich beeindruckt von der Kasseler Spitzenforschung zum unterstützenden Einsatz von Robotik und Digitalisierung in der Arbeitswelt, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht.

Ministerpräsident Volker Bouffier wurde vom Präsidenten der nordhessischen Universität, Prof. Dr. Reiner Finkeldey, begrüßt. Finkeldey stellte heraus, wie gut sich die Forschungsleistungen der Universität in den letzten Jahren nicht nur in der Breite der Wissenschaftsdisziplinen, sondern auch in der Spitze entwickelt haben. Ein Beispiel exzellenter Kasseler Forschung stellte anschließend Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt, Leiter des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik im Fachbereich Maschinenbau und Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung, vor. Das Fachgebiet war 1982 die erste universitäre Einrichtung in Deutschland, in der sich Wissenschaftler systematisch mit der Mensch-Maschine-Systemforschung auseinandersetzten. Der Arbeitswissenschaftler Ludger Schmidt und sein interdisziplinäres Team zeigten dem Gast aus Wiesbaden im Robotiklabor des Fachgebiets, wie die Interaktion von Menschen und Robotern in der Arbeitswelt unter den Vorzeichen zunehmender Digitalisierung aussehen könnte. Prof. Schmidt präsentierte dem Ministerpräsidenten unter anderem ein Boden-Luft-Servicerobotiksystem für Inspektionsaufgaben in industriellen Produktionshallen. Mitarbeiter demonstrierten außerdem die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit anhand eines nachempfundenen Arbeitsplatzes, an dem der Mensch mit einem Roboter und einer Augmented-Reality-Datenbrille bei der Montage eines Getriebes unterstützt wird, um so die Effizienz und Ergonomie zu verbessern.

Ministerpräsident Bouffier war von den Forschungsarbeiten des Robotiklabors beeindruckt und dankte dem Universitätspräsidenten sowie den Wissenschaftlern für ihre Präsentation: „Wie die Arbeitsplätze der Zukunft mit den Einflüssen von Digitalisierung und Robotik aussehen, wird auch an hessischen Hochschulen eindrucksvoll erforscht. Hier zeigt sich, welch exzellente Forschung auf diesem Gebiet betrieben wird und was heute bereits technisch möglich ist, beispielsweise in der industriellen Montage. Wichtig ist, dass der Mensch und der Nutzen für die Gesellschaft insgesamt im Vordergrund stehen – das ist zukunftsträchtiger Fortschritt.“

Pressemitteilung der Universität

Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei


Eu­ro­pa­mi­nis­te­rin in­for­miert sich im Ro­bo­tik­la­bor

Im Rahmen der Zukunftswoche „Bildung, Wissenschaft und Forschung“ der Hessischen Landesregierung hat Europaministerin Lucia Puttrich heute (2. Mai) das Robotiklabor des Fachgebiets besucht und sich dort darüber informiert, wie Menschen und Maschinen schon jetzt und in naher Zukunft effizient und sinnvoll zusammenarbeiten können.

Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt führte die Ministerin durch das Labor und stellte gemeinsam mit seinen Mitarbeitern verschiedene Projekte und einen Demonstrator zur Mensch-Roboter-Kollaboration vor, an dem ein Mensch zusammen mit einem Roboter ohne Schutzzaun zur gleichen Zeit und am selben Ort in der industriellen Montage arbeiten kann. Das verbessert Ergonomie und Effizienz.

"Mensch-Maschine-Systemforschung, das klingt nach Science Fiction und Hollywood-Filmen. Aber Roboter haben unser Arbeitsleben schon verändert und werden es weiter tun. Das Robotiklabor an der Universität Kassel ist ein Ort, an dem exzellente Forschung auf diesem Gebiet betrieben wird und das schon heute zeigt, was möglich ist", sagte Puttrich. "Das ist erfolgreiche Zukunftsforschung im Dienste des Menschen und im allerbesten Sinne.", so Puttrich nach dem Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt. 

Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen


Mit Ra­dAR+ tech­ni­sche As­sis­tenz in den All­tag brin­gen

Vom 26. bis 27. April trafen sich rund 75 Forscherinnen und Forscher aus den insgesamt 12 Verbundprojekten im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunkts „Adaptive, lernende Systeme – Für eine verständliche Interaktion zwischen Mensch und komplexer Technik“ in Siegburg bei Bonn, um sich abschließend über die Ergebnisse ihrer Arbeit auszutauschen. Menschen soll unabhängig von Vorwissen, Alter, Sozialisation sowie körperlichen und geistigen Fähigkeiten ein einfacher Zugang zur komplexen Technik ermöglicht werden. Innovative Technik findet aber nur dann im Alltag Platz, wenn das System vom Menschen lernt und sich dem Menschen anpasst.

Jeder kennt etwa die Orientierungslosigkeit beim ersten Besuch in einer Metropole. Eine Lösung entwickelt das Projekt RadAR+ - ein persönlicher Mobilitätsagent hält über Datenbrillen und Smartwatches aktuelle Routeninformationen für den Nutzer unterwegs bereit. Dieses lernt als adaptives Reiseassistenzsystem, ob sein Nutzer die Treppe oder den Fahrstuhl auf dem Weg zu seinem Ziel bevorzugt und verteilt ortsgebundene, zielgenaue Informationen für die Bewältigung des jeweiligen Reiseabschnitts – ob es sich nun um eine Ausstiegserinnerung im Zug oder Bus handelt oder um eine Wegeanweisung im Umsteigevorgang.

Bericht beim BMBF

Bericht im Bonner Generalanzeiger


Un­be­schwert ur­ban un­ter­wegs: Uni Kas­sel kon­zi­piert As­sis­tenz­sys­tem für öf­fent­li­chen Ver­kehr

Zwei Forscher der Universität Kassel konzipieren ein Smartphone-gestütztes Assistenzsystem, das die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs stark vereinfachen soll. So soll das System u.a. eine separate Gepäckbeförderung ermöglichen, Informationen über die Auslastungen von Bussen oder Straßenbahnen bereitstellen und den Anschluss beim Umsteigen erleichtern. Zunächst handelt es sich um eine Anforderungsanalyse und Konzeptentwicklung, noch keinen Real-Betrieb.

Wenn öffentliche Verkehrsmittel (ÖV) attraktiver werden, verbessert das deutlich die Lebensqualität im urbanen Raum. Zwei Drittel der zurückgelegten Wege in Städten entfallen auf Freizeitaktivitäten, Einkauf und private Erledigungen. Dabei müssen oft Einkäufe oder Gepäck transportiert werden, was mit ÖV unbequem sein kann. Außerdem kann man nicht sicher sein, dass Sitzplätze verfügbar sind und die gewünschten Anschlüsse beim Umsteigen erreicht werden.

Deshalb wird im Projekt U-hoch-3 ("Unbeschwert urban unterwegs") ein Assistenzsystem konzipiert, das den Nutzer oder die Nutzerin bedarfsgerecht entlang seiner Reisekette unterstützt. Neben der intermodalen Reiseplanung bietet es einen innovativen innerstädtischen Lieferdienst, der mit Gepäckabgabe, Transport und Zustellung die gesamte Lieferkette abdeckt und damit das Einkaufen ohne Auto erleichtert. Gemeinsam mit innerstädtischen Verkehrsdienstleistern wird evaluiert, wie der Belegungszustand von ÖV erfasst und in Echtzeit bereitgestellt werden kann, damit man zukünftig in seiner Reiseplanung flexibel darauf reagieren kann. Weiterhin wird ein Konzept zur Anschlusssicherung entwickelt. Dabei soll der Kunde seinen Anschlusswunsch signalisieren können, damit Verkehrsdienstleister den Anschluss sicherstellen und verlässliche Informationen dazu bereitstellen können.

Auch wenn es sich zunächst um die Konzipierung eines Systems handelt, soll das Projekt in der Zukunft einen Beitrag leisten,  den ÖV attraktiver zu machen und so Schadstoff- und Lärmbelastung in der Stadt zu reduzieren. Nach einer positiven Begutachtung soll die Umsetzungsphase mit weiteren Projektpartnern Anfang 2019 beginnen.

Am 18. Januar 2018 wird das Projekt U-hoch-3, das vom BMBF im Rahmen des Förderschwerpunktes „Individuelle und adaptive Technologien für eine vernetzte Mobilität“ gefördert wird, in Berlin bei einer Auftaktveranstaltung vorgestellt. Das Forschungsprojekt wird gemeinsam von den Fachgebieten Mensch-Maschine-Systemtechnik (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt) und Verkehrsplanung und Verkehrssysteme (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer) der Universität Kassel bearbeitet. Die Federführung liegt beim Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik.

Weitere Informationen

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen

Bericht vom BMBF


CCG-Se­mi­nar "Usa­bi­li­ty En­gi­nee­ring" in Kas­sel (26. bis 28. Sep­tem­ber 2017)

Usability Engineering ist die systematisch-ingenieurmäßige Entwicklung gebrauchstauglicher, d. h. effektiv, effizient und zufriedenstellend benutzbarer technischer Systeme. Auf Basis einschlägiger internationaler Normenwerke und etablierter Standards werden in diesem Seminar Konzepte und Methoden vorgestellt, mit denen die Qualitätseigenschaft Gebrauchstauglichkeit zielgerichtet verfolgt und überprüft werden kann. Die wissenschaftlichen Grundlagen werden dabei durch praxisorientierte Beispiele ergänzt, um die Inhalte anschaulich und einprägsam zu vermitteln.

Information und Anmeldung

 


Kon­fe­renz “Mensch und Com­pu­ter 2017” in Re­gens­burg (10. bis 13. Sep­tem­ber 2017)

Die "Mensch und Computer", eine der größten HCI-Konferenzen in Europa, die gemeinsam vom Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion der Gesellschaft für Informatik und von der German Usability Professionals Association ausgerichtet wird, zog auch dieses Jahr wieder über 700 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie an und stand unter dem Motto "Spielend einfach interagieren". Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik war mit den drei Langbeiträgen "Gestaltung und Evaluation einer natürlichen Flugrobotersteuerung", "Szenariobasierter Prototyp für ein Reiseassistenzsystem mit Datenbrillen" und "Vibrotaktile Wahrnehmung bei der Verwendung mit Handschuhen" im wissenschaftlichen Programm am stärksten vertreten. Insgesamt waren 21 der 60 zur Begutachtung eingereichten Langbeiträge in das Konferenzprogramm aufgenommen worden. Darüber hinaus konnten die Konferenzteilnehmer im Rahmen des Beitrags "Natürliche Benutzungsschnittstelle zur Steuerung eines Flugroboters" bei der interaktiven Demo-Session einen Flugroboter mittels Gesten und einer Durchsichtdatenbrille steuern, ohne dass sie dies vorher trainieren mussten und es zu Kollisionen kam. Außerdem wurde mit einem Kurzbeitrag und Poster eine "Augmented-Reality-Indoornavigation mit Datenbrillen" vorgestellt. Die Beiträge der Tagungs- und Workshopbände stehen in der Digital Library Human-Computer Interaction als Open-Access-Veröffentlichungen zum Download bereit.

Konferenz-Webseite
Tagungsband MuC '17
Workshopband MuC '17


Out­stan­ding Re­se­arch Award für Bei­trag zur 11th In­ter­na­tio­nal Con­fe­rence on In­ter­faces and Hu­man Com­pu­ter In­ter­ac­tion 2017

Auf der Interfaces and Human Computer Interaction (IHCI) 2017 wurde der Beitrag des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik “Suitable Parameters for Tacton Design in Touch Screen Interaction” von Tobias Stein, Martin Seeger, Bernd-Burkhard Borys und Ludger Schmidt mit dem “Outstanding Research Award“ ausgezeichnet. Die Annahmequote eingereichter Forschungsarbeiten lag bei dieser Konferenz bei knapp unter 20 %. Forscher aus Europa, Asien und Amerika trafen sich vom 21. bis 23. Juli 2017 in Lissabon, um über Design, Entwicklung und Implementierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie generelle Implikationen der Schnittstellengestaltung zu diskutieren, neue Ideen auszutauschen und ihre Forschungsarbeiten vorzustellen.

Der Beitrag des Fachgebiets beschäftigt sich mit der haptischen Rückmeldung von Touchscreens. Bei der Interaktion auf der flachen Oberfläche eines Touchscreens geht das Gefühl herkömmlicher Tasten verloren – Eingaben werden langsamer, und es werden mehr Fehler gemacht. Um diesem negativen Effekt entgegen zu wirken, können Vibrationssignale als künstlich generierte Form einer haptischen Rückmeldung genutzt werden. Der prämierte Beitrag beschäftigte sich mit der haptischen Codierung von Informationen durch solche vibrotaktilen Signale (Tactons). Verschiedene Parameter eines Vibrationsmusters wurden im Hinblick auf ihre Unterscheidbarkeit und Eignung, Informationen zu codieren, untersucht. 51 Versuchspersonen nahmen an dem Experiment teil, und Erkennungsraten von 90 % mussten erreicht werden, um einen Parameter als geeignet einzustufen. Die Parameter Frequenz und Roughness zeigten die besten Ergebnisse, aber auch die Amplitude und der Rhythmus eines Vibrationssignals können zur Informationscodierung genutzt werden – die Signalform erscheint hingegen weniger geeignet. Aus den Ergebnissen des Experiments wurden allgemeine Gestaltungsempfehlungen abgeleitet und Vorschläge für das zukünftige Design von Tactons präsentiert.

Konferenz-Webseite

Rückblick IHCI 2017


Ra­dAR+ beim 3. Zu­kunfts­kon­gress zur Mensch-Tech­nik-In­ter­ak­ti­on

Worauf kommt es an, wenn wir 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche mit digitalen Technologien vernetzt sind, technische Systeme immer intelligenter werden und Roboter immer mehr Alltagsaufgaben eigenständig übernehmen? Diese und viele weitere Fragen standen auf dem 3. Zukunftskongress „Technik zum Menschen bringen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Fokus. Expertinnen und Experten aus Politik, Forschung und Praxis haben am 26. und 27. Juni 2017 gemeinsam über neue Trends der Mensch-Technik-Interaktion im World Conference Center Bonn (WCCB) diskutiert. Das Projekt RadAR+ war in der Ausstellung auf der Themeninsel „Intelligente Mobilität“ mit einem eigenen Stand vertreten, an dem Fachbesucher und Öffentlichkeit mit einer „intelligenten“ Brille die Vorzüge eines digitalen Navigationssystems für den öffentlichen Nahverkehr kennenlernen konnten.

Webseite des Projekts RadAR+

Webseite der BMBF-Zukunftskongresse

Interview mit dem Staatssekretär im BMBF Georg Schütte zur Mensch-Technik-Interaktion


Aug­men­ted Rea­li­ty sorgt für bes­se­ren Durch­blick

Anlässlich der CeBIT-Eröffnung fragte der Hessische Rundfunk am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik nach, wie Datenbrillen zukünftig den Menschen unterstützen können. Um einen Eindruck zum aktuellen Stand der Technik zu gewinnen, wurde ein Augmented-Reality-Funktionsmuster des Fachgebiets auf einer Microsoft-HoloLens-Datenbrille vor Ort getestet. Der Erfahrungsbericht schildert, wie eine Assistenz bei der Orientierung und Navigation in Gebäuden aussehen könnte. Dynamische Informationen im Sichtfeld des Nutzers können aber auch im Arbeitsumfeld eine nützliche Unterstützung bieten, beispielsweise für Service-Techniker oder in der manuellen Montage.

Radiobeitrag mit Erfahrungsbericht
Interview vom Hessischen Rundfunk

Se­mi­nar "Tech­ni­sche Un­ter­stüt­zung im Al­ter" in Kas­sel (14. bis 16. März 2017)

Ein Lösungsansatz dem demografischen Wandel zu begegnen ist die Entwicklung Altersgerechter Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben (AAL). In diesem Seminar sollen Berufstätige entweder aus dem sozialen oder technischen Bereich über AAL informiert und in die Lage versetzt werden, bedürfnisgerecht mögliche Nutzer über diese zu beraten, sie anzubieten und einzusetzen, da diese Berufsbereiche zukünftig damit konfrontiert sein werden. Es wird der didaktische Ansatz des Tandemlernens aufgegriffen, bei dem die Teilnehmer sich gegenseitig im Lernprozess unterstützen.

Flyer

Weitere Information zum Seminar

Anmeldung

Bericht in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen

Radiobeitrag vom Hessischen Rundfunk

Di­gi­ta­ler Spal­tung des Hand­werks ent­ge­gen­wir­ken – Pro­jekt ent­wi­ckelt Lern­um­ge­bung

Das deutsche Handwerk steht in den kommenden Jahren vor tiefgreifenden Umbrüchen durch die Digitalisierung. Wissenschaftler der Universität Kassel entwickeln gemeinsam mit dem Berufsförderungswerk des Handwerks und weiteren Partnern Methoden, um Beschäftigte, Auszubildende und Wiedereinsteiger und damit die nordhessischen Unternehmen auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten.

Ein Team unter Leitung von Prof. Dr. Patrick Spieth, Leiter des Fachgebiets Technologie- und Innovationsmanagement an der Uni Kassel, erhebt in den kommenden Monaten in einer technologischen Vorausschau, welche digitalen Fertigkeiten in Zukunft gefragt sein werden. Parallel gleicht eine Arbeitsgruppe an der Universität Hannover den Schulungsbedarf von Handwerkerinnen und Handwerkern ab. Ein Team um Prof. Dr. Ludger Schmidt, Leiter des Kasseler Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik, entwickelt darauf aufbauend eine multimediale Lernumgebung, die in der Ausbildung des Handwerker-Nachwuchses, in der Weiterbildung von Beschäftigten, aber ganz besonders auch in der Qualifizierung von arbeitslosen Handwerkern eingesetzt werden soll. Beteiligt sind neben der Universität Kassel die Universität Hannover (Prof. Dr. Steffi Robak), die Handwerkskammer Kassel, die Agentur für Arbeit Korbach sowie die Unternehmen Gringel Bau + Plan GmbH und Hübschmann Aufzüge GmbH & Co KG.


ARD-al­pha stellt Uni Kas­sel und Fahr­si­mu­la­tor des Fach­ge­biets vor

In der Sendung "alpha-Campus" wird die Universität Kassel von zwei Studierenden vorgestellt. Das Fernsehteam hat dazu u. a. im Simulationslabor des Fachgebiets Mensch-Maschine-Systemtechnik Aufnahmen des E2V-Fahrsimulators gemacht, bei denen eine Studentin den Versuchsaufbau testet. Das simulierte einachsige Elektrofahrzeug wurde im Projekt "E2V - Elektromobilitätskonzept mit teilautonomen Fahrzeugen" entwickelt und soll auch für Personen mit Mobilitätseinschränkungen in Bereichen außerhalb des normalen Straßenverkehrs Beweglichkeit und Flexibilität ermöglichen. Das Fachgebiet hat hier u. a. das Interaktionskonzept mit einem aktiven Sidestick zur Fahrzeugsteuerung experimentell untersucht. Im Rahmen studentischer Arbeiten wurde der Simulator nach Projektabschluss mit einer leistungsfähigen Bewegungsplattform ausgestattet, die nun mit sechs Freiheitsgraden eine realistische Fahrt durch den Kasseler Bergpark erlaubt.

Fernsehbeitrag vom Bayerischen Rundfunk