18.10.2026 | Pressemitteilung

Zwischen Umbruch und Aufbruch – Neue Ausstellung im SDG+ Lab

Die Ausstellung „Zwischen Umbruch und Aufbruch“ lotet im SDG+ Lab spielerisch Möglichkeiten des Zusammenlebens in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche aus. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Klasse Games der Kunsthochschule Kassel entwickelt und wird am 28. Oktober eröffnet.

Das Foto zeigt einen Plakatausschnitt

Wie wollen wir miteinander leben, wenn sich unsere Gesellschaft verändert oder Vertrautes ins Wanken gerät? Welche Möglichkeiten entstehen, wenn wir Veränderung nicht als Krise, sondern als Chance begreifen? Diesen fundamentalen Fragen versucht die neue Ausstellung „Zwischen Umbruch und Aufbruch. Transformationen in Kultur und Zusammenleben“ auf spielerische und künstlerische Weise zu begegnen. In Kooperation mit der Klasse Games der Kunsthochschule Kassel (Leitung: Prof. Jeremy Couillard) werden Videospiele zu Erfahrungs- und Möglichkeitsräumen: Sie laden dazu ein, andere Perspektiven einzunehmen, neue Realitäten auszuprobieren und zu erkunden, wie sich gesellschaftliche Veränderungen anfühlen könnten. Dahinter steht die Erkenntnis, dass sich gesellschaftlicher Wandel nicht allein bewältigen lässt. 

„Es braucht Räume, in denen wir einander begegnen, gemeinsam Kultur gestalten und neue Ideen für unser Zusammenleben entwickeln. In solch einen Raum verwandeln wir das SDG+ Lab in der Wilhelmsstraße“, sagt Marie-Sophie Kammler, die das Ausstellungskonzept erarbeitet hat und die Ausstellung kuratiert. In einer weltweit angespannten Lage mit multiplen Krisen wie Klimawandel, Kriegen, Migrationsbewegungen und dem Erstarken populistischer Kräfte stehe der gesellschaftliche Zusammenhalt unter Druck. Die Ausstellung mache dazu ein Angebot: Zwischen Resignation und Hoffnung, Umbruch und Aufbruch lade sie dazu ein, im Spiel neue Möglichkeiten zu entdecken – und mit einem frischen, durchaus optimistischen Blick auf eine gemeinsame Zukunft zu schauen. 

Eröffnung

Die Ausstellung wird Mittwoch, 28. Oktober, um 18 Uhr, von Prof. Dr. Rita Borromeo Ferri (Vizepräsidentin der Universität Kassel), Katharina Leinius (Projektleitung) und Marie-Sophie Kammler (Programmleitung und Kuratorin) eröffnet (Einlass ab 17.30 Uhr, Anmeldung erbeten unter www.sdgpluslab.de/eroeffnung). 

Mit ihrer Tanzperformance ergründet das Tänzerinnen-Duo Paula Loll und Soukaina El Adak (SoLa) Dynamiken von Kommunikation und Beziehung: Was geschieht, wenn wir uns missverstehen? Was verändert sich, wenn wir beginnen zuzuhören? Aus dem Dialog der beiden Tänzerinnen entsteht ein Resonanzraum des Miteinanders. Die Beziehung wird zum Mikrokosmos einer Gemeinschaft, in der sich zeigt, wie eng wir miteinander verbunden sind und wieviel Kraft darin liegt, einander zuzuhören, Konflikte auszutragen und gemeinsam zu wachsen. 

Hintergrund

Mit dem SDG+ Lab betreibt UniKasselTransfer ein Labor für Nachhaltigkeitsfragen als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Entlang der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen werden praktische Lösungen und Innovationen für die Region Nordhessen gestaltet. 

Im Themenjahr 4 „Transformationen in Kultur und Zusammenleben“ richtet sich der Blick auf die kulturellen Dimensionen von Transformation und Zusammenleben in Kassel und Nordhessen. Erprobt werden künstlerische und kreative Ansätze, um Fragen von Zugehörigkeit, Zukunftsangst und sozialer Resilienz zu betrachten. Das Projekt SDG+ Lab wird durch die Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ von 2023-2027 gefördert.

Info und Öffnungszeiten: 

SDG+ Lab im UNI:Lokal, Wilhelmsstraße 21, 34117 Kassel, 29. Oktober bis 22. Januar 2027. Von Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr, Samstag 12-16 Uhr. Führungen immer mittwochs um 17 Uhr (kostenfrei, ohne Anmeldung). 

Kontakt: 
Katharina Leinius
Co-Projektleitung 
SDG+ Lab | UniKasselTransfer

0561 804 2818
sdgpluslab[at]uni-kassel[dot]de