Aktuelle Meldung

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03.02.2019 11:58

Forschungskolleg Kritische Theorie und Workshop zu Ulrich Sonnemanns Negativer Anthropologie

Workshop: 21. Februar 2019   ///   Forschungskolleg KT: 22./23. Februar 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ort: Henschelstr. 2 (K10),  R. 1140

Anmeldungen bitte an: d.stederoth@uni-kassel.de

 

50 Jahre Sabotage des Schicksals

Workshop zu Ulrich Sonnemanns Negativer Anthropologie

Vor 50 Jahren erschien die Schrift Negative Anthropologie von Ulrich Sonnemann, die in ihrem Untertitel „Vorstudien zur Sabotage des Schicksals“ das Programm recht bündig umschreibt, insofern es ihre Absicht ist, das Schicksalhafte anthropologischer Festlegungen einer vermeintlichen menschlichen Natur durch Kritische Theorie aufzubrechen, um menschlicher Spontaneität eine Offenheit freizulegen, die es ihr ermöglicht, sich in eine Zukunft tätig zu ergründen. Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Erscheinen tummeln sich ungebrochen anthropologische Humankorsette als genetische, neuronale, informationstechnische oder neoliberale Fest-Stellungen des Menschen, deren Sabotage ebenso noch ausstehen, wie deren Folgen ihre überdeutlichen Zeichen zeitigen.

Dieser Workshop möchte Ulrich Sonnemann, der von 1974-1993 an der Gesamthochschule Kassel Philosophie lehrte, und seine Schrift Negative Anthropologie nicht nur in Erinnerung rufen, sondern im lebendigen Gespräch negative Anthropologie betreiben, so wie Sonnemann selbst ihre Aufgabe sah: „Erschließung des Humanen aus seiner Verleugnung und Abwesenheit“.

 

Do. 21.02.2018

13-15 Uhr

Martin Mettin

Negative Anthropologie der Sinne

 

15:30-18:30 Uhr

Gemeinsame Lektüren aus der Negativen Anthropologie

 

19-21 Uhr

Rolf-Peter Warsitz

Erkenntnisanthropologie der Psychoanalyse

  

Programm Forschungskolleg Kritische Theorie:  

2019 wird das „Forschungskolleg Kritische Theorie“, das jährlich an unterschiedlichen Standorten in der Bundesrepublik durchgeführt wird, wieder in Kassel gastieren. Bei diesem Kolleg kommen insb. DoktorandInnen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um über ihre Arbeiten zum Themenbereich Kritische Theorie zu referieren. Bei den Vorträgen handelt es sich lediglich um kurze Präsentationen, damit der Diskussion der Beiträge ausreichend Zeit eingeräumt werden kann. Angemeldete Teilnehmer*innen können sich über im Vorfeld versendete Projektskizzen ausführlich auf die Präsentationen vorbereiten.

 

Freitag, 22. Februar 2019 

10:00-11:00

Henning Gutfleisch

Elend und Erfahrung.

Der Flüchtling in der verwalteten Welt

 

12:00-13:00

Antje Mettin

Die Stimme des Erzählers – Walter Benjamins erzähltheoretisches Werk

 

14:00-15:00

Tobias Heinze

Brechen, abspiegeln, versteinern, verwandeln?

Negative Anthropologie als kritisch-theoretische Revision der Psychoanalyse

 

15:00-16:00

Keisuke Yoshida

Von Kierkegaard zu Adorno.

Die Dezentrierung der Subjektivität und die Inversion der Theologie

 

16:30-17:30

Martin Dornis

Mahlers realer Humanismus der Musik

 

17:30-18:30

Mario Cosimo Schmidt

Adornos Begriff einer musique informelle – Zur Utopie der Musik

  

Samstag, 23. Februar 2019

10:00-11:00

Rafael Rehm

Das Verhältnis von Krieg und Revolution

 

11:00-12:00

Dominik Novkovic

Bildung und gesellschaftliche Herrschaft.

Zur Bedeutung von Heinz-Joachim Heydorns Marx-Rezeption für die Konstituierung einer kritisch-materialistischen Bildungstheorie und Pädagogik

 

12:00-13:30

Thomas Lassner

Farbigen Sprenkeln auf der Spur - Wie über Ganzheit und Unwahrheit hinaus kommen?

 

Laura Soréna Tittel

Sinti und Roma heute: Eine Geschichte der Verdrängung

 

Arne Kellermann

Adornos Kritik der angestellten Versöhnung im Konsum