Fach­werk­gar­ten

Vor dem Fachwerkhaus, direkt an der Gottschalkstraße liegt der Fachwerkgarten. Er ist ein öffentlicher Lernort und Treffpunkt für alle Mitglieder des Fachbereichs und der Uni Kassel. Er wurde in den 1980er Jahren parallel zur Sanierung des Fachwerkhauses als Neuinterpretation eines traditionellen Bauerngartens angelegt. Seit Sommer 2021 hat das Fachgebiet Freiraumplanung von Prof. Dr. Stefanie Hennecke die Verantwortung für den Fachwerkgarten übernommen.

    Bild: Sonja Rode

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    Der Garten wird von vier Studierenden gepflegt. Wenn du Lust hast, uns zu unerstützen, oder Ideen hast, melde dich beim Fachgebeit Freiraumplanung!

    Diese kleine Gartenanlage wurde Ende der Achtziger Jahre von Prof. Dr. von Reuß gestaltet und gehört zum so genannten Fachwerkhaus. Der Garten sollte ein Stück Gartenkultur in der Nordstadt verankern. Seine formale, geometrische Formensprache erinnert sowohl an die der bäuerlichen Gärten, welche aus ökonomischen Gründen formal aufgebaut waren, als auch an repräsentative historische Barock- oder Renaissancegärten. Allerdings wird die vorhandene, parallel zur Straße liegende Symmetrieachse durch die schräge, am Haus ausgerichtete Querachse gebrochen.

    Pflanzthemen waren unter anderem Rosen (historische, moderne und Wildrosen), die mit  ländlich wirkenden Stauden sowie Stauden für Beetränder kombiniert wurden. 

    • Die Rosen des Gartens wurden 1989 gepflanzt, die damals gleichzeitig gesetzten Lavendelhecken um 1994 durch Buchshecken ersetzt.
    • Neupflanzungen von Stauden erfolgten in den Jahren 1996 und  2005.
    • Zwischen 2008 und 2020 wurde der Fachwerkgarten vom Fachgebiet Landschaftsbau und Vegetationstechnik gepflegt.
    • Seit dem Sommersemester 2021 hat das Fachgebiet Freiraumplanung die Pflege übernommen. Seitdem kümmern sich vier Tutor*innen aus der Landschafts- und Stadtplanung um den Garten. Unter anderem soll ein neues Nutzungskonzept für den Garten entwickelt werden, um ihn als Ort für Lehre, Lernen und Erholung stärker in den Blick zu rücken.


    Gestaltungsziele seit 2008

    Ab 2008 wurde die Bepflanzung vom Fachgebiet Landschaftsbau / Vegetationstechnik überarbeitet. Ein Grund hierfür war die starke Ausbreitung von  Wurzelunkräutern wie Giersch, Winde und Quecke. Außerdem hatte sich der Garten durch den starken Zuwachs des benachbarten Ahorns und eines Holunders, aber auch mehrere Fliedersträucher von einem vollsonnigen zu einem halb- bis vollschattigen Standort entwickelt. Besonders lichthungrige Stauden und Rosen waren daher ausgefallen und wurden durch schattenverträglichere ersetzt.

    Die Anmutung einer üppigen, ländlichen Bepflanzung im Zentrum soll erhalten bleiben. Die verbliebenen Rosen (’Yvonne Rabier’, ’Souvenir de Mme Auguste Charles’, ’Ilse Krohn Superior’) wurden Ende 2008 unter anderem mit verschiedenen Geranium, Nepeta, Phlox paniculata, Stachys grandiflora ’Superba’, Alchemilla epipsila, weißem Centhranthus, Iris sibirica und Astern rhythmisch unterpflanzt.

    Das Rondell unter dem Bergahorn an der "Hafeka" wird von einem Kranz aus grünblättriger Hosta betont. Die dunkle Situation soll durch das Thema "Weiß und Grün" aufgehellt werden. Die umgebende Beetfläche wurde seit Ende des Jahres 2008 abgeräumt und auf der linken Seite mit weißblühenden und Blattschmuck-Stauden neu bepflanzt  – u. a. mit Aruncus dioicus, Astrantia major, Phlox paniculata in Weiß, Rodgersia podophylla, Peltiphyllum peltatum, Hosta sieboldiana ’Elegans’, Carex morrowii ’Silver Dancer’. Den Hintergrund bildet eine Hainbuchenhecke (Carpinus betulus). Auf der rechten Seite des Rondells blüht jährlich im Mai die gelbblühende Rosa hugonis.

    An der Pergola am Haus wachsen die modernen Kletterrosen ’Sympathie’ und ’Coral Dawn’, an der Hauswand die historische Kletterrose ’Venusta Pendula’.
    Zur Straße hin bleiben die großen Sträucher des Gemeinen Flieders (Syringa vulgaris) und einer weißen, historischen Rose (’Alba Suaveolens’) erhalten, einschließlich ihres Unterwuchses aus Vinca minor, Symphytum grandiflorum und Brunnera macrophylla.

    An der trockenen Südfassade des Fachwerkhauses werden einige hitzeverträgliche mediterrane Halbsträucher wie Artemisia ’Powis Castle’, Salvia lavandulifolia und Gräser (Stipa gigantea, Calamagrostis x acutiflora ’Karl Foerster’) gezeigt.

    Der Garten ist für alle geöffnet. Wir bitten darum, die folgenden wenigen Nutzungsregeln zu beachten:

    • Müll und Zigarettenkippen bitte im Mülleimer an der Hauswand Kolben Seeger gegenüber vom Garteneingang entsorgen.
    • Pfandflaschen können in die Pfandkiste an der Laterne am Garteneingang gestellt werden.
    • (Hunde)kot bitte ebenfalls einsammeln und entsorgen.
    • Im Fachwerkhaus sind zwei Fachgebiete und studentische Arbeits- und Seminarräume untergebracht. Wir bitten alle Nutzer*innen darum, den Garten während der regulären Büro- und Lehrveranstaltungszeiten ruhig zu nutzen.
    • Beete und Hecken bitte nicht betreten oder durchbrechen, Blütenstände bitte auch stehenlassen, wenn sie schon abgeblüht sind.