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Kompetenzzentrum Geschlechterforschung in der Transformation

Bild: Visual Generation - adobe.stock.com

Ziel

Untersuchung und Reflexion der Geschlechterverhältnisse

ehem. Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Frauen- und Geschlechterforschung (IAG FG)

Die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Frauen- und Geschlechterforschung (IAG FG) gründete sich im Oktober 1987 und war ein Kooperationsverbund von Wissenschaftlerinnen der Universität Kassel. Sie diente als Forum für den interdisziplinären Austausch, die Zusammenarbeit in Forschungsprojekten, die Entwicklung und Vernetzung von Lehrangeboten, der Kooperation mit außeruniversitären Institutionen und der Förderung internationaler Kooperationen in der Genderforschung. Ein Schwerpunkt der Arbeit der IAG FG lag in der Untersuchung und Reflexion der Geschlechterverhältnisse in Geschichte und Gegenwart. Die IAG FG verbreitete Perspektiven, Methoden und Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung durch Vortragsreihen, Veröffentlichungen, Symposien u.ä. in den Wissenschaften und in der Öffentlichkeit. Zudem führte sie das Interdisziplinäre Studienprogramm Frauen- und Geschlechterforschung (jetzt: Studienprogramm Geschlechterforschung) durch.
Die IAG FG ging 2025 im neu gegründeten Kompetenzzentrum Geschlechterforschung in der Transformation auf.

Kurzbeschreibung

Das Kompetenzzentrum „Geschlechterforschung in der Transformation“ versteht sich als Diskursraum und Forschungszusammenhang, in dem Wissenschaftler*innen verschiedener Fachbereiche zusammenarbeiten. Seine Aufgabe liegt in der Bündelung, stärkeren Vernetzung, Fortführung und insbesondere im Ausbau bereits bestehender Forschungsinitiativen im Bereich der interdisziplinären, intersektionalen und internationalen Geschlechter-, Diversity- und Queerforschung. Auf der Grundlage vielfältiger disziplinärer sowie multi- und interdisziplinärer methodischer und theoretischer Zugänge wird Geschlecht nicht nur multiperspektivisch, auf unterschiedlichen Ebenen sowie gegenwartsanalytisch und historisch untersucht; zugleich trägt das Zentrum dazu bei, die Forschung weiterzuentwickeln und die eigenen theoretischen Ansätze und epistemologischen Selbstverständnisse kontinuierlich zu reflektieren und zu überarbeiten.

Die Aktivitäten des Zentrums sind in drei Forschungsclustern gebündelt: „Sozial-ökologische Transformation und Geschlechterverhältnisse“, „Prekarisierte Leben und Gewaltverhältnisse“ sowie „Repräsentation und Reproduktion von Geschlecht“. Das Spektrum reicht von der Analyse sozialer, ökonomischer, räumlicher und politischer Ungleichheiten über die Erforschung der Verschränkung struktureller Machtverhältnisse – etwa Rassismen, Sexismen, Ableismen und Nationalismen – bis hin zur Untersuchung von Wissensordnungen, der Darstellung von Geschlecht und deren Rolle in Prozessen von Produktion und Reproduktion.

Darüber hinaus bindet das Zentrum ein interdisziplinäres Studienprogramm ein und sieht die gezielte Unterstützung von Graduierenden in seinen Strukturen vor, um die akademische Qualifizierung und Begleitung im Bereich der Geschlechter-, Diversity- und Queerforschung zu stärken.

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