Ju­lia Frei­er

“Tech­no-eco­no­mic and eco­lo­gi­cal eva­lua­ti­on of de­mand-si­de ma­nage­ment in elec­tri­fied re­si­den­ti­al en­er­gy sys­tem­s“

Deutschland soll CO2-neutral werden. Dazu müssen in den nächsten Jahren fossile Energieträger ersetzt und Heizsysteme sowie der Mobilitätssektor elektrifiziert werden. Die Zahl von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen wird in diesem Zuge stark zunehmen und damit auch unser Stromverbrauch. Vor diesem Hintergrund untersuche ich in meiner Dissertation, wie einzelne Haushalte mithilfe eines smarten Strom- und Lastenmanagements Geld und CO2 sparen und unter welchen Randbedingungen solche Systeme implementiert werden können.

Julia Freier wusste schon während ihrer Schulzeit, dass sie sich beruflich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen wollte. Daher schrieb sie sich in den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Regenerative Energien und Energieeffizienz ein und zog von Hildesheim nach Kassel. Schnell merkte Julia, dass sie sich vor allem für technische Inhalte begeisterte.

Für ihren Master wechselte sie daher zum Fachbereich Maschinenbau in den Studiengang Regenerative Energien und Energieeffizienz. Während dieser Zeit entwickelte Julia ein großes Interesse an der Forschung und beschloss, zu promovieren. Sie bewarb sich nach dem Studium auf eine Doktorandenstelle bei Bosch Thermotechnik und überzeugte Prof. Hesselbach, sie seitens der Uni zu betreuen. Diese Industriepromotion eröffnete Julia die Freiheit, eigenbestimmt und eigenverantwortlich zu forschen und trotz der räumlichen Distanz zwischen Stuttgart und Kassel konnte sie sich regelmäßig mit der Forschungsgruppe austauschen und ihre Ideen diskutieren.

Julia möchte auch weiterhin in der Forschung tätig sein, weshalb sie seit kurzem in einem Helmholtz-Zentrum als Data Scientist arbeitet. Sie kann sich aber auch gut vorstellen, in der Entwicklungsabteilung eines Unternehmens, an einer Universität oder an einem nicht-universitären Forschungsinstitut zu arbeiten, einzige Einschränkung: „Ich möchte mich beruflich auch weiterhin mit Nachhaltigkeit beschäftigen!“