31.08.2026 | Campus-Meldung

Kasseler Physiker mit argentinischem RAÍCES-Preis ausgezeichnet

Prof. Dr. Martin Garcia von der Universität Kassel ist mit dem RAÍCES-Preis der Argentinischen Republik ausgezeichnet worden. Gewürdigt wird damit sein langjähriges Engagement für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Argentinien sowie für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Bild: Garcia.
Prof. Dr. Martin Garcia (links) erhält die Medaille zum RAÍCES-Preis 2025 von Federico Franceschini, Konsul und Leiter des Generalkonsulats der Republik Argentinien in Frankfurt.

Der RAÍCES-Preis wird von der argentinischen Regierung an argentinische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die im Ausland leben und sich in besonderer Weise für die Stärkung des argentinischen Wissenschafts- und Technologiesystems engagieren. Prof. Garcia erhielt die Auszeichnung im Bereich der Naturwissenschaften. 

In der offiziellen Begründung werden Prof. Garcias internationale wissenschaftliche Tätigkeit, die Förderung junger Forschender aus Deutschland und Argentinien sowie sein Engagement für die Zusammenarbeit der Universität Kassel mit mehreren argentinischen Universitäten hervorgehoben. Prof. Garcia engagiert sich seit vielen Jahren für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Argentinien. Gemeinsam mit weiteren Kasseler Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, darunter der Präsidentin Prof. Dr. Ute Clement, war er am Aufbau von Hochschulkooperationen und an der Unterzeichnung entsprechender Kooperationsvereinbarungen in Argentinien beteiligt. Bei der Partnerschaft mit der Universidad Nacional de La Plata (UNLP) war er maßgeblich beteiligt und Initiator. Die Kooperationen ermöglichten unter anderem den Austausch von Studierenden und Lehrenden.

Auch aktuell setzt Prof. Garcia sein Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus Argentinien fort. Am 10. Juni 2026 schloss der argentinische Physiker Mauro Ariel Forlino seine Promotion in Prof. Garcias Arbeitsgruppe im Rahmen des Graduiertenkollegs „Multiscale Clocks“ mit der Gesamtnote summa cum laude ab. Seine Dissertation „Biological timekeeping beyond the cell nucleus: multiscale modelling of ion-channel dynamics, oscillations, and synchronization“ beschäftigt sich mit theoretischen Modellen biologischer Zeitmessung. Seit Juli forscht zudem Dr. Natalia Lavalle von der Universidad Nacional de La Plata in Garcias Arbeitsgruppe auf dem Gebiet der Theoretischen Biophysik.

„Der RAÍCES-Preis ist für mich nicht nur eine persönliche Ehre, sondern vor allem eine Bestätigung, dass die Verbindung eines Landes zu seinen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch über große Entfernungen hinweg bestehen bleibt“, sagt Prof. Garcia. „Viele von uns, die im Ausland arbeiten, halten den Kontakt zur argentinischen Wissenschaft durch gemeinsame Projekte, die Ausbildung junger Forschender und den Aufbau wissenschaftlicher Netzwerke aufrecht. Ich freue mich besonders, dass diese Zusammenarbeit zwischen Kassel und Argentinien auch heute sehr lebendig ist.“