Mit chronischer Erkrankung oder Behinderung ins Ausland

Ein Auslandsaufenthalt ist auch mit Behinderung oder chronischer Erkrankung möglich. Die Möglichkeiten sind vielfältig – und wir möchten Sie ausdrücklich ermutigen, internationale Erfahrungen zu sammeln und das Abenteuer Ausland zu wagen.

Je nach persönlicher Situation können bei der Planung besondere Anforderungen und Bedürfnisse zu berücksichtigen sein. Dazu können beispielsweise die Barrierefreiheit der Unterkunft und der Gasthochschule, eine individuelle medizinische Versorgung oder zusätzliche Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, Medikamente oder Unterstützungsangebote gehören.

Erasmus+

Erasmus+ bietet für Studienaufenthalte und Praktika besondere finanzielle Unterstützung für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. Neben einem monatlichen Social Top-Up können unter bestimmten Voraussetzungen auch zusätzliche auslandsbedingte Mehrkosten über einen Realkostenantrag gefördert werden. Dazu können beispielsweise Kosten für eine barrierefreie Unterkunft, Assistenz oder eine vorbereitende Reise gehören. In bestimmten Fällen ist auch eine Förderung von Mehrkosten von bis zu 15.000 Euro pro Semester möglich.

Flexible Wege ins Ausland

Nicht immer muss es gleich ein klassisches Auslandssemester sein. Kurzzeitaufenthalte, Summer Schools oder Blended Mobility, bei denen sich eine kurze physische mit einer virtuellen Phase verbindet, können ebenfalls eine gute Möglichkeit sein, Auslandserfahrung zu sammeln – insbesondere dann, wenn ein längerer Aufenthalt aufgrund der persönlichen Situation nicht infrage kommt.
Auch außerhalb von Erasmus+ gibt es verschiedene Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten. Weitere Informationen finden Sie beispielsweise bei den Studierendenwerken und bei Studieren weltweit.